Die schmutzigste aller Noise- und Garagepunk-Bands hat anlässlich ihrer aktuell laufenden US-Tour mal wieder ein neues Stück Scheiße rausgedrückt und auf ein kotzgrünes Tape transferiert. Es gibt überwiegend unveröffentlichtes Material zu hören und wie immer ist das nichts für Feingeister und HiFi-Snobs.
The Roamin‘ Catholics aus Sydney sind (oder waren? Ich bin mir da nicht so sicher…) mal wieder eine von diesen Underground-Supergroups, wie sie in der australischen Szene regelrecht aus dem Boden sprießen; es sind unter anderem Mitglieder von Ghastly Spats, Housewives, Dry Finish, Bitch Prefect und Peak Twins beteiligt. Das erste Minialbum dieser Formation klingt in etwa wie eine Vermengung von klassischen Vertretern des unkonventionellen Pop á la The Fall, Flipper oder Half Japanese mit aktuellen Garagepunk-Bands wie etwa Ausmuteants und Uranium Club. Das Ergebnis ist wunderbar knarziger Rock’n’Roll irgendwo zwischen den Stühlen von Garage- und Postpunk, der trotz vieler Verschrobenheiten nie auseinander fällt.
Einen (kompletten) Album-Stream gibt’s leider nicht. :(
Das zweite Album der Band um Crocodiles-Sänger Brandon Welchez gefällt mir mal wieder um Längen besser als das, was seine andere Band in vergangenen Jahren so fabriziert hat und knüpft nahtlos da an, wo das Debütalbum vor zwei Jahren aufgehört hat: Oldschooliger Hardcorepunk trifft hier auf staubtrockene Garagepunk-Riffs, einen gelegentlichen Hauch von postpunkiger Dissonanz und es weht kein Wind von 1976 1977. Auch der Vergleich zu frühen Teenanger und Video trifft immer noch zu.
Schicker zweiter Kurzspieler einer Band aus Montreal mit zurückgelehntem Garage Rock und einem Hauch von Surf, der zuletzt über das französische Label Beko den Weg hierhin gefunden hat.
Knappe drei Jahre nach ihrer Debüt-EP weiß mich die Garagenband mit stark variierender Besetzung aus dem kanadischen Edmonton ein weiteres mal zu überzeugen. Auf dem zweiten Tape der Band gibt es Garagepunk mit Anklängen an Mudhoney und Feedtime zu hören, dem sie eine konstante Schlagseite verpassen, ohne dass der alte Kahn jemals abzusaufen droht.
Wie aus dem Nichts kommt plotzlich diese Londoner Band daher mit einer brillianten Debüt-EP und einem Sound aus rohem, aber kontroliertem Post-/Artpunk und einem herzhaften Garage-Nachbrenner. Man darf sich dabei durchaus an so unterschiedliche Bands wie etwa Flipper, The Fall, Wire oder Swell Maps erinnert fühlen.
Auf der Aktuellen EP dieser Band aus Los Angeles gibt’s recht wandlungsfähigen Garagerock/-punk aufs Gehör, der unter anderem mal etwas an Ausmuteants erinnert, manchmal, in den melodischeren Momenten, auch an The Woolen Men.
Auf ihrer Debüt-EP präsentiet diese Band aus Melbourne eine fluffige Rock’n’Roll-Mixtur mit Elementen aus Garage und Psychedelic, vorangetrieben von kräftigen Grooves aus der Postpunk-Grabbelkiste.
Zwei neue Lärmattacken des Garagepunk-Schredderduos aus Los Angeles. Besonders auf der B-Seite Blind schleichen sich ein paar ganz unsubtile, oldschoolige Metal-Einflüsse ein, die nicht unwesentlich zum Spaßfaktor dieses Siebenzöllers beitragen.
Neuer Kurzspieler der Garagepunks aus Seattle. Enthalten sind schön kraftvolle Neuaufnahmen von zwei Songs, die letztes Jahr schon mal in krudem LoFi-Sound auf einem Demo aufgetaucht sind.