Egg

IMDB/​OFDB

Japan, 2005

Regie: Yuki­hiko Tsut­s­umi

Fuck, was für ein war­mer Hau­fen film­ge­wor­dene Büf­fel­scheiße! Wann hab ich mich das letzte mal so über einen Film auf­ge­regt, alleine über die Tat­sa­che dass er ein­fach so exi­si­tie­ren darf? Und warum hab ich mir den Krem­pel über­haupt rein­ge­tan? In letz­te­rer Frage kann ich mich mit fol­gen­dem Bild ent­schul­di­gen:

Egg

Yup. Die Trash­kult­dep­pen haben mal wie­der zuge­schla­gen. Jene trau­ri­gen Daseins­for­men, deren Lebens­auf­gabe es zu sein scheint, selbst den obskurs­ten und bil­ligs­ten Müll (ganz beson­ders, wenn er dazu noch aus Japan kommt) zu unver­stan­de­ner Kunst hoch­zu­lo­ben und scham­los als Kult anzu­prei­sen bevor der Rest der Welt merkt, dass er mal wie­der unter häu­fi­ger ver­wen­dung des K-Wor­tes ver­arscht wurde. Ange­sichts diver­ser Reviews hatte ich abge­drehte, augen­zwin­kernde J-Hor­ror-Trash-Kunst a 'la Exte oder Uzumaki erwar­tet, für das was ich dann aber zu sehen bekam feh­len mir fast die Worte. Ich ver­su­che trotz­dem mal die Hand­lung grob zusam­men­zu­fas­sen. (mehr …)

Rônin-gai

IMDB/​OFDB

Japan,  1990

Regie: Kazuo Kuroki

Rônin-gaiIn den let­zen Atem­zü­gen des Toku­gawa-Sho­gu­n­ats hat­ten Samu­rai nicht mehr viel zu lachen. Zwei Jahr­hun­derte rela­ti­ver Frie­den mach­ten sie zuneh­mend über­flüs­sig und das Land war über­sät mit armen Ronin (her­ren­lo­sen Samu­rai). In einem Dorf fin­den vier von die­ser Sorte Zuflucht vor dem tris­ten und ärm­li­chen All­tag bei viel Sake im ört­li­chen Bordell/​Sauflokal. Wäh­rend sie wie sich wie gewohnt besau­fen, loka­len Nut­ten hin­ter­her­lau­fen oder sich gegen Geld von Pas­san­ten mit Holz­schwer­tern ver­prü­geln las­sen, beginnt eine Serie von Mor­den an jugen Frauen und auf der Suche nach dem Täter fin­den die her­un­ter­ge­kom­me­nen Samu­rai ein wenig zum alten Kampf­geist zurück.

Die­ser Film ist die per­fekte Anti­these zum Chan­bara-Kino der 70er Jahre. Seine "Hel­den" sind dre­ckig, schwach und auf den ers­ten Blick rich­tig unsym­pa­thisch. Er por­trai­tiert seine Samu­rai nicht als strah­lende Hel­den, die bis zum letz­ten Atem­zug für eine gute Sache oder ihren Herrn oder zumin­dest ihr eige­nes Wohl kämp­fen, son­dern er prä­sen­tiert sie uns als feige, ver­sof­fene und des­il­lu­sio­nierte Unter­schicht­ler, die den gan­zen Tag große Töne spu­cken, deren Mut aber gerade aus­reicht um gefal­lene Kämp­fer zu plün­dern (was die Ein­stiegs­szene so amü­sant wie ein­drück­lich schil­dert). Trotz­dem gewinnt man die ver­schro­be­nen Vier im Laufe des Films durch­aus lieb. (mehr …)

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)

IMDB/​OFDB

Japan, 1970

Regie: Hiro­shi Ina­gaki

So, um dem Namen diese Blogs end­lich mal gerecht zu wer­den, hab ich mir auch mal wie­der 'nen alten Samu­raischin­ken rein­ge­tan.

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)Ein namen­lo­ser Ronin erhält einen sel­tas­men Auf­trag: Er soll sich für ein paar Tage in einem Gast­haus mit Sake und Spie­len ver­gnü­gen, bis er von einem Boten eine schrift­li­che Nach­richt erhält, wel­che nur aus einem ein­zi­gen von zwei ver­ein­bar­ten Schrift­zei­chen besteht. Je nach Inhalt der Nach­richt soll er sich an einen bestimm­ten Ort bege­ben. Dann, meint sein Auf­trag­ge­ber, würde er schon ver­ste­hen warum er dort ist und was er zu tun hat. An sei­nem Ziel­ort ver­dingt er sich in einem Gast­haus vol­ler Zwie­lich­ti­ger gestal­ten. Unter ande­rem ist da ein ehe­ma­li­ger Arzt, der sich aus unbe­kann­ten Grün­den in einer Hütte hin­ter dem Gast­haus ver­steckt, ein im Kampf ver­letz­ter Poli­zist und sein Gefan­ge­ner, ein umher­wan­dern­der Glücks­spie­ler und eine Gruppe von Tromm­lern, die im Wald pro­ben. Schon bald wird der Poli­zist von Gangs­tern ange­grif­fen, die als Staats­die­ner ver­klei­det ver­su­chen, den Gefan­ge­nen zu befreien. Stück für Stück setz­ten sich für den Her­ren­lo­sen Samu­rai die schein­ba­ren Zufälle wie ein Puz­zle zusam­men und er muss am Ende selbst ent­schei­den, auf wes­sen Seite er steht.

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)Irgend­wann um 1969 'rum müs­sen sich Kuro­sawa-Mas­kott­chen Toshiro Mifune und Shint­aro Katsu, berühmt durch seine Rolle des blin­den Mas­seurs Zatoi­chi, zusam­men die Birne zuge­knallt haben. Auf jeden Fall beschlos­sen sie dabei, zwei Filme zusam­men zu dre­hen. Jeweils abwech­selnd sollte einer von bei­den als Pro­du­zent für den Film agie­ren und beide zusam­men soll­ten die Haupt­rol­len spie­len. Das erste Ergeb­nis davon war der bekannte, von Katsu pro­du­zierte Cross­over "Zatoi­chi meets Yojimbo" und unter der der pro­du­zie­ren­den Hand Mifu­nes ent­stand als nächs­tes "Inci­dent At Blood Pass". Wie­der ein­mal spielt Mifune einen Yojimbo(=Leibwächter)-Charakter, der zu sei­nem San­juro Tsub­aki durch­aus ähn­lich­kei­ten auf­weist. (mehr …)

Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)

OFDB/​Anise­arch

Japan, 2009

Regie: Goro Tani­gu­chi

Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)In einem Wort: Ent­täu­schend. Klar, es han­delt sich um einen Kin­der­film. Für das Fern­se­hen pro­du­ziert, oben­drein. Klar auch, dass ich von einer TV-Pro­duk­tion kein visu­el­les Feu­er­werk oder eine bahn­bre­chende Sto­ry­line erwar­ten sollte. Aber dass die Pro­du­zen­ten so der­ma­ßen lust­los, so 0815 mit einem wich­ti­gen Erbe umge­hen, das ist ein­fach nur ärger­lich.

Mal zur Erin­ne­rung: Die Figur des Löwen Leo stammt aus der Feder des Alt­meis­ters Osamu Tezuka. Die auf sei­nen Man­gas basie­rende Anime-Serie aus den 60er Jah­ren war ver­mut­lich die erste grö­ßere Ame­ri­ka­nisch-Japa­ni­sche Kopro­duk­tion und auch eine der ers­ten Ani­me­pro­duk­tio­nen die im deut­schen Fern­se­hen (stark  gekürzt, unter dem Titel "Kimba - der weiße Löwe") aus­ge­strahlt wurde. Eine Menge Geschichte hat die Haupt­fi­gur des Fil­mes also im auf dem Buckel und muss in ihrer Wich­tig­keit in eine Reihe mit Klas­si­kern wie Astro Boy oder Akira gestellt wer­den, weil sie in ähn­li­chem Umfang zum inter­na­tio­na­len Erfolg japa­ni­scher Ani­ma­ti­ons­filme bei­trug. Vom offen­sicht­li­chen Ein­fluss auf eine ein­schlä­gig bekannte Dis­ney-Pro­duk­tion mal ganz abge­se­hen. Sel­ber gese­hen habe ich die Ori­gi­nal­se­rie noch nicht, nach dem was ich bis­her so gehört und gele­sen habe scheint sie aber durch­aus sehens­wert. Lei­der gibt es nach mei­nem Wis­sen bis­her keine unge­schnit­tene Ver­öf­fent­li­chung mit deut­schen oder eng­li­schen Unter­ti­teln und die US- und noch mehr die deut­sche TV-Fas­sung sind lei­der bis zur Ver­stüm­me­lung gekürzt. (mehr …)

Nikkatsu Noir: A Colt Is My Passport

IMDB/​OFDB

Japan, 1967

Regie: Taka­shi Nomura

Nikkatsu Noir: A Colt Is My PassportAuf­trags­mör­der Kami­mura wird von der Ota­wara Gang beauf­tragt, den Kopf der ver­fein­de­ten Shi­mazu-Gang zu besei­ti­gen. Nach geta­ner Arbeit ver­sucht Kami­mura mit sei­nem Part­ner Shio­zaki eine Weile im Aus­land abzu­tau­chen, doch der Flug­ha­fen wird bereits von Shi­ma­zus Män­nern bewacht. Kami­mura und Shio­zaki fin­den vor­erst Zuflucht in einem klei­nen Motel am Hafen und suchen nach einem bes­se­ren Flucht­weg, wäh­rend Shi­mu­ras Blut­hunde ihnen schon immer dich­ter auf den Fer­sen sind…

Zum Ende mei­ner klei­nen Nik­katsu-Exkur­sion hatte ich noch mal einen rich­ti­gen Knal­ler erhofft. Der ebenso sty­li­sche wie rasante Ein­stieg ließ auf gro­ßes hof­fen. Mir kam natür­lich direkt der Golgo 13-Fran­chise in den Sinn. Auch jene Reihe, bestehend aus bis­her zwei Anime- und zwei Real­ver­fil­mun­gen sowie min­des­tens einer TV-Serie befasst sich inten­siv mit der Frage des davon­kom­mens. Eine schwere Waffe zu bedie­nen bedarf sicher eini­ger Übung, ist aber keine wirk­li­che Hel­den­tat. Span­nen­der bleibt die Frage, wie man nach einem gelun­ge­nen Mord­an­schlag unge­scho­ren davon kommt. Nach­dem ich vor einer Weile die ziem­lich ver­kackte 1977'er Umset­zung des Stof­fes mit Sonny Chiba in der Haupt­rolle bestau­nen durfte, kam hier die Hoff­nung auf, einer etwas gelun­ge­ne­ren Umset­zung der durch­aus span­nen­den The­ma­tik bei­woh­nen zu dür­fen. Lei­der kann der Film diese Erwar­tun­gen im wei­te­ren Ver­lauf nicht ganz erfül­len. (mehr …)

Nikkatsu Noir: Cruel Gun Story

IMDB/​OFDB

Japan, 1964

Regie: Takumi Furu­kawa

Nikkatsu Noir: Cruel Gun StoryDer vor­zei­tig aus dem Gefäng­nis ent­las­sene Togawa soll für sei­nen Boss den größ­ten Coup sei­nes Lebens stem­men. Mit Hilfe sei­nes alten Freun­des Shirai und zwei wei­te­ren Kom­pli­zen soll er einen Geld­trans­port mit dem gesam­ten Ticke­terlös des Japan Derby über­fal­len. Der Plan scheint was­ser­dicht, doch dann kommt alles anders. Die Sicher­heits­kräfte des Trans­por­ters sind bes­ser in Form als ver­mu­tet und leis­ten mas­si­ven Wider­stand, Shirais Kom­pli­zen erwei­sen sich alles andere als Ver­trau­ens­wür­dig und sein Boss will ihn eigent­lich auch lie­ber tot als leben­dig sehen. Es beginnt eine Blei­schlacht in der einer gegen alle und jeder gegen jeden steht und an deren Ende nur einer übrig­blei­ben kann.

Regis­seur Takumi Furu­kawa kommt mir hier zum ers­ten mal unter und das ist auch kein Wun­der so. Lang war seine Kar­riere im Regie­stuhl nicht, nur sechs Filme hat er gedreht. "Cruel Gun Story" ist sein vier­ter und sein letz­ter für Nik­katsu. Spä­ter wurde er von den Shaw Bro­thers-Stu­dios in Hong­kong ange­wor­ben und drehte dort noch zwei Strei­fen unter sei­nem chi­ne­si­chen alias "Tai Kao Mei". Mehr konnte ich über ihn so auf die schnelle lei­der auch nicht in Erfah­rung brin­gen. Über­ra­schen­der­weise hat er aber den bis­her span­nends­ten Bei­trag in die­ser Reihe abge­lie­fert. (mehr …)

Nikkatsu Noir: Take Aim At The Police Van

IMDB/​OFDB

Japan, 1960

Regie: Sei­jun Suzuki

Nikkatsu Noir: Take Aim At The Police VanDer Gefäng­nis­wär­ter Goro wurde vom Dienst sus­pen­diert. Als ein von ihm bewach­ter Poli­zei­trans­por­ter von unbe­kann­ten ange­grif­fen wurde, star­ben zwei sei­ner Insas­sen und Goro wurde dafür zum Sün­den­bock  gemacht. Weil er sich auch selbst mit­va­r­ant­wort­lich für das Schick­sal der bei­den Mord­op­fer fühlt, will er die Ermitt­lun­gen nicht alleine der Poli­zei über­las­sen, son­dern ver­sucht auf eigene Faust die Gescheh­nisse auf­zu­klä­ren.

So, da wären wir beim drit­ten und bis­her inter­es­san­tes­ten Teil der Serie ange­kom­men. Warum? Kein ande­rer als Meis­ter Sei­jun Suzuki (u.a. Bran­ded To Kill) saß hier auf dem Regie­stuhl, was natür­lich eine gewisse Erwar­tungs­hal­tung mei­ner­seits mit sich bringt. Und die­ser wurde der Film durch­aus gerecht. Seine erst viele Jahre spä­ter von der Kri­tik gewür­dig­ten Werke Bran­ded to Kill und Tokyo Drifter bra­chen mit so eini­gen Kon­ven­tio­nen des Gen­res und strotz­ten nur so vor visu­el­lem Ide­en­rich­tum. Sie waren dann auch der Grund dafür, dass er von den Nik­katsu-Stu­dios, die sol­che Expe­ri­mente nicht dul­de­ten,  gefeu­ert wurde. Also ver­mu­tete ich hier auch gar kein zwei­tes Bran­ded To Kill, aber trotz­dem scheint in jeder Sekunde das Talent des Regis­seurs durch. (mehr …)

Nikkatsu Noir: Rusty Knife

IMDB/​OFDB

Japan, 1958

Regie: Toshio Masuda

Nikkatsu Noir: Rusty KnifeEx-Gangs­ter Tachi­bana betreibt eine Bar in Udaka, einer klei­nen Indus­trie­stadt im Wes­ten Japans. Vor lan­ger Zeit wur­den er und seine Kum­pa­nen Shim­bara und Terada zufäl­lig Zeu­gen eines Mor­des, wäh­rend sie ihren eige­nen Geschäf­ten nach­gin­gen. Als der Mör­der, der Gang­ster­boss Kats­u­mata, von der Poli­zei zuneh­mend bedrängt wird, unter­nimmt Shim­baya einen Erpres­sungs­ver­such und wird dar­auf­hin eben­falls von Kats­u­ma­tas Leu­ten ermor­det. Tachi­bana und Terada müs­sen sich ent­schei­den, ob sie lie­ber still zuse­hen wol­len oder ob sie der Poli­zei bei den Ermitt­lun­gen hel­fen und dabei ihren Kopf ris­kie­ren.

Nach dem viel­ver­spre­chen­den Ein­stieg in die Nik­katsu-Reihe, ist die­ser Film der erste Dämp­fer. Nur etwa ein Jahr nach "I Am Wai­ting" ent­stan­den, wirkt der Strei­fen aber deut­lich ange­staub­ter und älter. Futsch sind die Arsch­coo­len Noir-Ele­mente und das Adre­na­lin, statt­des­sen haben wir es hier mit einem recht kon­ven­tio­nel­len Kri­mi­nal­film zu tun. (mehr …)

Nikkatsu Noir: I Am Waiting

Nikkatsu Noir: I Am WaitingIMDB/​OFDB

Japan, 1957

Regie: Koreyo­shi Kura­hara

Nik­katsu ist eines der ältes­ten japa­ni­schen Film­stu­dios. Gegrün­det als Zusam­men­schluss ver­schie­de­ner klei­ner Pro­duk­ti­ons­fir­men im Jahre 1912, wuchs sich die Firma schnell zu einem füh­ren­den Unter­neh­men der Bran­che aus. Wäh­rend der zwei­ten Welt­krie­ges zwang die Regie­rung alle Stu­dios zur Fusion, so dass nur noch vier große Stu­dios übrig blie­ben. Die ehe­ma­lige Nik­katsu-Gesell­schaft ging dabei im Daiei-Kon­zern auf.

Nach dem Krieg wurde die Firma noch­mal neu gestar­tet und nach ers­ten Geh­ver­su­chen mit tra­di­tio­nel­len Samu­rai- und His­to­ri­en­fil­men wandte sie sich zuneh­mend einer Jün­ge­ren Ziel­gruppe zu, was dann auch bald den erhoff­ten Erfolg brachte. Die dar­aus resul­tie­ren­den Crime- und Gangs­ter­filme soll­ten dann bis in die frü­hen 70er Jahre das große Aus­hän­ge­schild des Stu­dios blei­ben.

Als dann in den Sieb­zi­gern die erste große Krise in der japa­ni­schen Film­wirt­schaft ein­trat, kon­zen­trierte sich Nik­katsu bald aus­schließ­lich auf die Pro­duk­tion von Soft­porno-Strei­fen, ver­mut­lich weil diese güns­tig zu pro­du­zie­ren waren, immer ein sab­bern­des Stamm­pu­bli­kum fan­den und der Firma so den (neu­er­dings auch nack­ten) Arsch ret­te­ten. Heute spielt Nik­katsu auch wie­der im "nor­ma­len" Film­ge­schäft Japans mit, wenn auch auf klei­ne­rer Flamme. (mehr …)

Shaw Brothers auf Abwegen Teil 2: Der Koloss von Konga (The Mighty Peking Man)

IMDB/​OFDB

Hong­kong, 1977

Regie: Hoh Mung-Wa

OMGWTF!?!

Mir feh­len echt die Worte zu die­sem Mach­werk, also star­ten wir mal gleich mit der Hand­lung durch.

Shaw Brothers auf Abwegen Teil 2: Der Koloss von Konga (The Mighty Peking Man)In der Hong­kong Uni­ver­sity Library tref­fen sich der Unter­neh­mer Lu Tien und der For­scher Chen Cheng-Feng und set­zen es sich in den Kopf, einen rie­si­gen Men­schen­af­fen, der gerade im Indi­schen Dschun­gel von sich reden macht, zu fan­gen und als Attrak­tion (oder For­schungs­ob­jekt?) zu ver­mark­ten. In der nächs­ten Szene sehen wir, wie ein Schau­spie­ler in einem absur­den Affen­kos­tüm mit alber­nen Kung Fu-Moves (oder was auch immer das dar­stel­len soll) ein sehr offen­sicht­lich per Blue­s­creen ein­ge­füg­tes Dorf ver­wüs­tet. Es folgt ein flot­ter Schnitt zurück nach Hong­kong, und schon kann die Expe­di­tion begin­nen und der Film-gewor­dene Wahn­sinn nimmt sei­nen lauf.

Jetzt gibt der Film erst­mal einen Vor­ge­schmack auf die unglaub­li­chen Gefah­ren, die da noch im Gebälk auf unsere Hel­den war­ten sol­len, und das erste Dorf in dem sie ankom­men wird mal gleich von wil­den Ele­fan­ten (!!!) ange­grif­fen, bevor Chen uns am Lager­feuer seine Schmach über den Ver­lust sei­ner Freun­din erklärt. Am nächs­ten Tag ver­sin­ken zwei Kol­le­gen (äh, fast) im Treib­sand und ein ein­hei­mi­scher Beglei­ter wird bei einen dra­ma­ti­schen Ring­kampf mit einem Tiger schwer ver­letzt. Um schon mal klar zu stel­len, dass er zu den Bösen gehört, erschießt Lu Tien den armen Schlu­cker sofort. Bei einer fol­gen­den Klet­ter­tour gehen noch mal ein paar Kol­le­gen hopps und am Ziel ihrer Reise ent­de­cken sie die Fuß­spu­ren des gesuch­ten Mons­trums. (mehr …)