Guerilla Toss - Gay Disco

Guerilla Toss - Gay Disco

Hüb­sche Saue­rei, was die Bostoner Gue­rilla Toss da auf ihrer neuen EP ver­an­stal­ten. Auch wenn gerade kein wirk­li­cher Man­gel an Bands herrscht, die mit Pos­tunk-, New- und No Wave-Ver­satz­stü­cken arbei­ten, das meiste davon klingt doch eher nach einer aus­ge­lutsch­ten The Pop Group- oder Gang Of Four-Gedenk­ver­an­stal­tung. Gue­rilla Toss brin­gen nun einen unge­ahn­ten Spaß­fak­tor zurück in das sonst so bier­ernste Genre. Und sie Rocken. Und Groo­ven. Der ganze Wahn­sinn, der Noise und die Schrill- und Schräg­hei­ten die­nen dazu den Groove zu kon­tern, nicht ihn zu zer­stö­ren. Und anders als viele ähn­li­che Bands klingt das über­haupt nicht nach Retro-Mucke son­dern wirkt durch und durch in der Gegen­wart ver­an­kert. Kurz gesagt: Die erste Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung seit lan­gem, die nicht irgend­wie ein biss­chen über­flüs­sig wirkt, und die dem etwas tot­ge­spiel­ten Genre wie­der etwas Leben ein­zu­hau­chen ver­mag. Über­haut nicht schwul, das.
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T54 - In Brush Park

T54 - In Brush Park


Schon wie­der so eine geile Band aus Neu­see­land, schon wie­der auf Fly­ing Nun Records. Was tun sich die Neu­see­län­der eigent­lich mor­gens in den Tee, dass dort schein­bar jeder unter sech­zig in so drei bis fünf Bands spielt von denen die meis­ten auch noch rich­tig gut sind? Wie­der ein­mal war­mer, melo­di­scher Indie Rock, der mal trei­bend und laut, mal ent­spannt-ver­träumt daher­kommt.
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Dot Dash - Half-Remembered Dream

Dot Dash - Half-Remembered Dream


Das Trio aus Washing­ton bezeich­net sein Schaf­fen selbst als Post-Punk-Pop. Das ist aber eher irre­füh­rend, denn weder mit Punk noch mit der ollen Post hat das viel zu tun. Statt­des­sen begeis­tern sie auf Half-Remem­be­red Dream mit schram­me­li­gem, C86-beein­fluss­tem Power­pop, des­sen Wur­zeln klar in den spä­ten 80ern/​frühen 90ern zu ver­or­ten sind. Teenage Fan­club könnte ich da als Ver­gleich anbie­ten oder The Wed­ding Pre­sent. Oder aktu­ell eine weni­ger laute Ver­sion von The Pains Of Being Pure At Heart.
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Sealion - Kenneth

Sealion - Kenneth


Son­ni­ger Surf­punk à la Wav­ves aus Dal­las, Texas. Manch­mal scheint eine Crys­tal Stilts-artige Melan­cho­lie durch und einen leich­ten Pixies-Ein­schlag meine ich auch wahr­zu­neh­men. Schön, das.
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Soupcans - Parasite Brain

Soupcans - Parasite Brain


Ihr letzt­jäh­ri­ges Album Good Fee­lings war eine der bes­ten erbar­mungs­lo­sen Noise-Atta­cken in einem an erbar­mungs­lo­sen Noi­se­at­ta­cken nicht allzu armen Jahr. Jetzt legt die Band aus Toronto noch­mal eine EP nach. Die Marsch­rich­tung bleibt die glei­che, gara­gi­ger Noi­se­punk für Men­schen mit erle­se­nem Geschmack.
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Dead Wives - Buzzy Fuzzy

Dead Wives - Buzzy Fuzzy

Inter­es­sante Band aus New Haven, Con­nec­ti­cut; Sän­ger und Gitar­rist Mike Fal­cone ist der­zeit wohl bekann­ter als Drum­mer von Speedy Oritz, die der­zeit ja ziem­lich durch die Decke gehen. Gefällt mir sein altes "Neben­pro­jekt" aber deut­lich bes­ser. Das in bes­ter (also schlech­tes­ter) Demo-Qua­li­tät auf­ge­nom­mene mini-Album oszil­liert irgendwo zwi­schen früh­neun­zi­ger Indie­rock à la Sebadoh oder Gui­ded By Voices, schreckt aber auch vor an ganz frühe Hel­met erin­nern­dem Noi­se­rock nicht zurück. Zum Schluss gibt's dann zwei Cover­ver­sio­nen von Ween und (*hust*) Nicki Minaj, das Resul­tat ist aber halb so schlimm.
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ThE SAd - dEmo eP

ThE SAd - dEmo eP


Zwei Spa­cken aus Alzey spie­len eine etwas ver­schol­len geglaubte, vom bösen G-Wort geprägte Form des 90er Alter­na­tive Rock, an die man sich dank der Nickel­ba­cki­sie­rung des besag­ten Gen­res auch kaum noch ern­in­nert. Ange­neh­mer Flash­back und ein guter Rea­li­tät­scheck für die Junge Indie-Genera­tion. Macht bitte alle mal wie­der mal rich­ti­gen Krach, ja?
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Der Eisenrost

Der Eisenrost


Hab mir heute anläss­lich der bri­ti­schen Blu­Ray Ver­öf­fent­li­chung mal wie­der den alten Shinya Tsuka­moto-Schin­ken Tokyo Fist rein­ge­tan. Seine frü­hen Anar­cho-Strei­fen wären nicht was sie sind ohne die groß­ar­ti­gen Sound­tracks. Für die Unter­ma­lung von Tokyo Fist zeich­nete der Filmkomponist/​Experimentalmusiker Chu Ishi­kawa und seine Band Der Eisen­rost ver­ant­wort­lich. Der unten ver­linkte, von Tsuka­moto gefilmte Clip ist auch im Bonus­ma­te­rial der bei Third Win­dow Films erschie­ne­nen Disc ent­hal­ten.

Clip

Third Win­dow Films

Youth Avoiders - Youth Avoiders

Youth Avoiders - Youth Avoiders


Her­aus­ra­gen­der Hard­core-Punk ist ein rares Gut und Youth Avoi­ders aus Paris sind so mit das geilste was ich in die­sem Bereich seit lan­gem gehört habe. Das liegt vor allem daran, dass sie kei­nen Gen­re­pu­ris­mus zele­brie­ren und es sich statt­des­sen irgendwo zwi­schen den Stüh­len Old­school Hard­core und Mit­tacht­zi­ger-Punk­rock gemüt­lich machen, mit leich­tem Wipers-Ein­schlag und auch etwas an eine Hard­core-infi­zierte Ver­sion frü­her Lea­ther­face erin­nernd.
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Michael Beach - Golden Theft

Michael Beach - Golden Theft


Eigent­lich habe ich ja für die nächs­ten hun­dert Jahre die Schnauze voll von Fol­ki­gen Indie­schramm­lern, aber diese Platte hat mich dann doch noch mit Wucht erwischt.
Das liegt mit­un­ter daran, dass der zeit­weise in San Fran­cisco wie auch im aus­tra­li­schen Mel­bourne ansäs­sige Barde schwer­lich im arg über­stra­pa­zier­ten Indie-Folk Genre zu ver­or­ten ist. Man merkt doch schnell, dass seine musi­ka­li­schen Wur­zeln viel tie­fer rei­chen, seine Musik einen direk­te­ren Draht zu klas­si­schen ame­ri­ka­ni­schen Folk- und Blues-Tra­di­tio­nen hat als besagte Indie-Lei­se­tre­ter. Er wirkt authen­ti­scher, ehr­li­cher und mei­len­weit ent­fernt vom der­zeit vor­herr­schen­den Wohl­fühl­ge­schram­mel. In den rocki­ge­ren Momen­ten, wel­che die erste Album­hälfte domi­nie­ren, fühle ich mich gele­gent­lich an die alten Blues­pun­ker Gun Club erin­nert.
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