Strange Attractor - Barely Doin' Crime

Strange Attractor - Barely Doin' Crime


Immer wenn ich denke, in Sachen pri­mi­ti­vem Gara­gen­punk schon alles gehört zu haben, schafft es doch noch irgend­wer posi­tiv aus dem gan­zen Sumpf her­aus­zu­ste­chen. Das letzt­jäh­rige Album von Strange Attrac­tor war dies­be­züg­lich auch noch mal ein klei­ner Schock, der mich vor allem eins lehrte: Es geht immer noch mal eine Num­mer redu­zier­ter, ein­fa­cher und blö­der. Und 'nen gewal­ti­gen Spaß macht's trotz­dem. Auf ihrer neuen EP geben sich die Kana­dier ein (ganz klei­nes) biss­chen polier­ter in Song­wri­ting und Pro­duk­tion, ansons­ten ist aber alles beim alten geblie­ben: Gara­gen­punk, der auch etwas von der Wut der frü­hen Hard­core-Ära kana­li­siert (und sich auch musi­ka­lisch nicht ganz unbe­ein­flusst zeigt), sich zum Glück aber dabei kein biss­chen ernst nimmt.

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Psychic Fair - Bees on Ice

Psychic Fair - Bees on Ice


Ziem­lich unbe­merkt haben Psychic Fair aus dem kana­di­schen Hali­fax bereits im Januar die­ses tolle Debüt ver­öf­fent­licht. Das beginnt mit eher hym­ni­schem Indie­rock, bei dem ich mich ein wenig an die Aus­tra­lier Blank Realm oder Bed Wet­tin' Bad Boys erin­nert fühle. Wenn sie dann im Mit­tel­teil das Tempo etwas dros­seln, kommt ihre psy­che­de­li­sche Seite ans Tages­licht. Über­haupt ver­pa­cken sie in den kom­pak­ten drei­ßig Minu­ten eine erstaun­li­che Band­breite an Ein­flüs­sen, klin­gen dabei aber durch­weg eigen­stän­dig. Nicht zuletzt durch eine schwer auf den Punkt zu brin­gende, irgend­wie beklem­mend wir­kende Selt­sam­keit, die sich wie ein roter Faden durch die Songs und Arran­ge­ments zieht.

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Hag Face - Rag Face

Hag Face - Rag Face


Maue Infor­ma­ti­ons­lage mal wie­der zu die­ser Band aus Alberta, Kanada. Aber was man mit Sicher­heit über die vier blon­den Kra­wall­schlä­ge­rin­nen sagen kann ist, dass sie Gara­gen­in­fi­zier­ten Noi­se­punk der schlimms­ten und pri­mi­tivs­ten Sorte spie­len. Wun­der­bar ist das. So rich­tig zum weg­lau­fen, wenn's nicht so geil wär.

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Billy Moon - Young Adult

Billy Moon - Young Adult


Eine sehr hörens­werte Ein­rei­chung (immer her damit, und Prom­o­agen­tu­ren hal­ten bitte die Schnauze!) kommt von einer Band aus dem kana­di­schen Hamil­ton. Das ist sehr gefäl­li­ger Indie-/Al­ter­na­tive-Krem­pel der eher gegen­wär­ti­gen Mach­art, der immer dann am bes­ten kommt, wenn sie ihren pop­pig melo­di­schen Qua­li­tä­ten freien Lauf las­sen. Aber auch wenn sie zu einem alt­be­währ­ten Riff den Auto­pi­lo­ten anschmei­ßen, geht davon noch lange nix kaputt.

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Ex-Cult - Midnight Passenger

Ex-Cult - Midnight Passenger


Ex-Cult aus Mem­phis knüp­fen mit ihrem zwei­ten Album genau da an, wo ihr letz­tes vor zwei Jah­ren auf­ge­hört hat. Mit einer etwas kla­re­ren, tigh­te­ren Pro­duk­tion und gene­rell etwas aus­ge­reif­ter und viel­sei­ti­ger, über­zeu­gen sie auch die­ses mal mit ihrer explo­si­ven Mischung aus Proto-, Post-, Noise- und Gara­gen­punk.

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The Two Koreas - LP Winner EP

The Two Koreas - LP Winner EP


The Two Koreas aus Toronto hauen eine sehr stim­mige EP raus, die im bes­ten Sinnne an Indie­rock-, Noise und Post­punk/-core Klas­si­ker der spä­ten 80er/​frühen 90er erin­nert, in den ers­ten drei Songs vor allem an Sonic Youth und The Fall, aber auch an Les Savy Fav oder die bri­ti­schen Art­pun­ker Ikara Colt. Der Raus­schmei­ßer klingt dann eher so als hätte man die relaxte Melo­die­se­lig­keit von Pave­ment mit den unge­stü­men Krach­at­ta­cken frü­her Dino­saur Jr. in einen Topf gewor­fen.

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Gazar Strips - Sparkling

Gazar Strips - Sparkling


Sonic Masala Records, die Zweite, ist erneut ein Voll­tref­fer. Dies­mal kom­men die Gazar Strips aus Bris­bane in den Genuss einer Vinyl­ver­öf­fent­li­chung mit dazu­ge­hö­ri­ger Publi­city. Die spie­len düs­te­ren Post­punk mit deut­li­chem Goth-Ein­schlag; genau genom­men ori­en­tiert sich das ganze wie­der mal an den ganz typi­schen Vor­bil­dern, also Cure, Bau­haus, Joy Divi­sion, aber das inter­es­siert mich in die­sem Fall nicht die Bohne. Gazar Strips lie­fern hier näm­lich Qua­li­tät, geben sich trei­bend, ein­gän­gig und kom­pro­miss­los zugleich. Ganz ohne Wohl­fühl­op­tion.

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Time Hitler and the Assholes From Space - Hot N Ready

Time Hitler and the Assholes From Space - Hot N Ready


Der Zeit­hit­ler und seine Welt­rau­m­arsch­lö­cher haben ihre geheime Basis nicht auf dem Mond son­dern in einem Kaff namens (kein Scheiß!) Media im Bun­des­staat Penn­syl­va­nia auf­ge­schla­gen. In die­sen Medien hält's der Füh­rer gut aus, schätze ich mal. Vor­aus­ge­setzt er kann Saxo­phone ab. Die hören auch gar nicht auf zu trö­ten auf die­ser erbar­mungs­los ein­gän­gi­gen Platte vol­ler abge­han­ge­nem Gara­gen­rock, der in sei­nen relax­te­ren Momen­ten auch mal klei­nere Schlen­ker in Rich­tung Pave­ment-Geschram­mel macht. Auch zu ein paar erprob­ten Rock­stan­dards und fol­kig-coun­try­fi­zier­ten Gas­sen­hau­ern las­sen sie sich hin­rei­ßen. Kurz gesagt, eine wun­der­voll ange­schrägte Spaß­platte, die zum Hirn­ab­schal­ten und fei­ern oder auch ein­fach zum sinn­lo­sen abgam­meln ein­lädt.

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Human Abfall - Tanztee von unten

Human Abfall - Tanztee von unten


Deutsch­spra­chi­ger Noise-/Post­punk von einer in Stutt­gart und Ber­lin ansäs­sigan Band, der sich ange­neh­mer Weise mal nie­man­dem anbie­dert. Weder der vage alter­na­ti­ven Musik­presse auf der Suche nach der neu­es­ten lyrisch wie musi­ka­lisch gemä­ßig­ten Punk­ka­pelle mit einem gut­aus­se­hen­den, selt­sam vor sich hin­rap­pen­den Sän­ger. Noch den spie­ßi­gen deut­schen Unter­grund­sze­nen und ihren blas­sen Bands, die sich strikt an eta­blierte Punk/​HC Gen­re­kon­ven­tio­nen hal­ten und dir anhand der immer glei­chen abge­dro­sche­nen Phra­sen vor­plär­ren, warum ihr Welt­bild bes­ser ist als deins.
Die Platte von Human Abfall kommt einem in die­sem Umfeld ent­ge­gen wie eine erfri­schende Brise, trotz des aus­ge­präg­ten Moder­ge­ruchs den Musik und Lyrics hier abson­dern.

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Ultra Bide - DNA vs. DNA-C

Ultra Bide - DNA vs. DNA-C


Als Ultra Bide sich zu Beginn der Acht­zi­ger Jahre in Japan grün­de­ten, war ich noch dabei raus­zu­fin­den wie man in ein Klo scheißt. Als sie dann in den Neun­zi­gern auch etwas welt­weite Beach­tung beka­men, muss ich sie in mei­ner puber­tä­ren Ver­wir­rung ent­we­der ver­passt oder igno­riert haben. Jetzt hauen die bei­den Punkopas nach lan­ger Zeit mal wie­der 'ne Platte raus und ich kann mich nicht mehr raus­re­den. Und ich muss sagen, ich bin sehr ange­tan von die­sem Bas­tard aus Noise- & Math­core, der der irgend­wie zwan­zig Jahre zu spät wirkt. Aber er wirkt.

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