Caveman & Bam Bam – Early Man

Das Duo Caveman & Bam Bam aus Detroit klingt ganz exakt so wie man sich eine Band vorstellt, die aus Detroit kommt und sich Caveman & Bam Bam nennt. Und das ist gut so. Eine aufgeputschte, nervös zuckende Garagenexplosion der Extraklasse. Was da nicht mitzuckt ist entweder taub oder sollte mal dringend vier bis fünf Tassen Kaffee auf ex trinken.

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Nag & Lip – Split 7″

Eine sehr gelungene Splitscheibe zweier Bands, die jeweils irgendwo zwischen den Eckpfeilern Noise, Post Punk und ein wenig Garagezeug agieren. Dass Nag aus Decatur, Georgia ordentlich die Scheiße lostreten können, haben sie ja schon mit mehreren EPs bewiesen. Gänzlich unbekannt waren mir hingegen Lip aus Baltimore, die ihrem Krawall eine dezent psychedelischen Note verpassen. Eine überaus erfreuliche Überraschung.

Vanity Plates – Cerebral Winter Comedies

Einwandfreier Garagepunk der relaxt vor sich hin groovenden Machart aus Charleston, North Carolina, irgendwo in der musikalischen Nachbarschaft von Uranium Club, Useless Eaters, The UV Race, Ex-Cult.

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Blood Cookie – Empty Your Mind

Hochpotenter Scheiß, was dieses Trio aus Minneapolis auf ihrem bereits dritten Langspieler veranstaltet. Melodische Fragmente und shoegazige Texturen kollidieren mit dissonantem Lärm. Wuchtig nach vorne gehender Post Punk á la Lié, Death Stuff, Shit Giver oder Dasher trifft auf den Fuzz Punk/Noise Pop etwa von Slowcoaches oder UV-TV, Noise Rock der Marke USA Nails oder Batpiss. Unvorhersehbar, eigenwillig und doch erstaunlich homogen, absolut eigenständig kommt diese wilde Mixtur rüber.

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Arrotzak – Lurzoru Hotzetik

Straight nach vorne gehendes (Post-)Punkgedöns auf dem zweiten Langspieler der Band aus San Sebastián, Spanien. Das erinnert mal an eine trübseligere Variante der Red Dons, Short Days oder Telecult, im Tempo gedrosselte Nervosas, an The Estranged oder einen Hauch von Criminal Code.

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Notches – Almost Ruined Everything

Oldschooliger und ausgesprochen sommerlich-melodischer Punk-/Indierock im groben Umfeld von Superchunk, Jawbreaker, Pale Angels weiß auf dem zweiten Langspieler der Notches irgendwo aus New Hampshire, England problemlos zu überzeugen.

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Haldol – UK​-​Ireland​-​Iceland Tour Tape

Auf ihrem neuesten Kurzspieler beweist die Post Punk/Goth/Dark Punk-Formation aus Philadelphia einmal mehr, dass sie in ihrem Genre-Umfeld ganz vorne dabei ist. Besonders herausstechend sind diesmal die etwas getrageneren Highlights Bull’s Blood und Golden Calf. Was bei weniger guten Bands meistens eher einschläfernd wirkt, entfaltet hier seine volle Wirkung und zeigt ein starkes Wachstum in seinem sauber konstruierten Songwriting.

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Problem People – Nobody Knows

Ein überwiegend sehr starkes zweites Album von einer Band aus Chicago, die sich einem Sound irgendwo zwischen melancholisch bis euphorisch lärmendem, atmosphärischem Indie Rock und Noise Pop verschrieben hat. Das hat Anklänge an Hüsker Dü und Replacements, an so Indierock/Noise/Shoegaze-Grenzgänger wie Swervedriver, Bailter Space, frühe Catherine Wheel sowie an aktuellere Acts wie Japandroids, Tideland, Ovlov oder Wild Moth. Geht sowas von klar!

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Little Ugly Girls – Little Ugly Girls

Little Ugly Girls aus Hobart, Australien (Tasmanien) bestehen bereits seit den ganz frühen Neunzigern und haben lokal schon lange den Status einer Punklegende, waren international bislang aber gänzlich unbekannt. Das sollte sich jetzt ändern, denn knapp drei Jahrzehnte nach der Bandgründung kamen sie doch tatsächlich mal auf die Idee, ihr Debütalbum aufzunehmen. Was sich darauf findet ist der helle Wahnsinn, eine musikalisch auf die Essenz heruntergekochte Mischung aus ebenso zeitlosem wie auch explosivem Postcore und Noise Rock.

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Lithics – Photograph, You Of

Das ausgezeichnete zweite Album der Post-/Artpunker aus Portland ist noch gar nicht so richtig verarbeitet, da schiebt die Band auch schon einen neuen Siebenzöller hinterher, der mit Leichtigkeit an dessen Brillianz anknüpft.

Leche – Trickle Down My Ass

Ein perverser Spaß ist das, wie auf der Debüt-EP dieser Band aus Austin die Garagepunk-Scheiße auf den Hardcore-Propeller trifft und eine astreine Bauchlandung in den Cowpunk-Misthaufen hinlegt.

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Pile – Cup

Odds and Ends erscheint am 7. September auf Exploding In Sound Records.

Patti – Bad Back

Derzeit kann man sagen, dass gefühlte 80% aller guten Bands aus dem Post-, Garagepunk und Hardcore-Spektrum früher oder später im Katalog von Erste Theke Tonträger auftauchen. Jetzt sind Patti aus Oakland an der Reihe, die vor nicht allzu langer Zeit ja schon mit ihrer ersten EP sehr zu gefallen wussten. Auch der neueste Kurzspieler der Band hält was er verspricht. An ihrem hyperaktiven und reichlich angeschrägten Postpunk hab ich mich noch lange nicht sattgehört.

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Kommissars – Something Pale

Eine digitale Single der Band aus Sudbury, Ontario. Die zwei neuen Postpunk-Kracher darauf knüpfen nahtlos an das hohe Niveau der ersten beiden EPs an.

Nopes – Stapler

Nachdem die Band aus Oakland mit der Fun Limbo EP im letzten Jahr ihr bislang derbstes Artefakt abgeliefert hat, kommt jetzt ein zweites Album hinterher, das nicht nur alle Tendenzen des bisherigen Outputs vereint, sondern auch das Klangspektrum noch deutlich erweitert. Die Hüsker Dü-artigen Melodien der ersten EP sind wieder vermehrt am Start, so wie auch der erbarmungslos sägende Weirdo Hardcore. Darüber hinaus bewegen sich die Songs dann noch zwischen Momenten von energischem Garagepunk, beherzt zubeißendem Sludge-/Noise Rock und einem Anflug von verquerem Post Punk. Ein unvorhersehbares rundum-sorglos-Paket also, bei dem sie sich keine nennenswerten Fehltritte leisten.

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