Stabber – II

Die zweite EP dieser Metal Punks aus Oslo ist erneut eine absolut arschtretende Angelegenheit von NWOBHM-inspiriertem Hardcore, der sich ein bisschen zu altmodisch anfühlt um in die Dungeon Punk-Kategorie zu passen, zu thrash-lastig um als Motörpunk durchzugehen. Obendrein ist da eine unerwartete ’90er Postcore-Qualität mit am Start im Rausschmeißer-Song Shallow Grave. Das sitzt ziemlich komfortabel mit dem Arsch zwischen einer ganzen Reihe angrenzender Nischen und massiert entsprechend viele auffällig unterschiedlich gelagerte Geschmacksnerven in einem Aufwasch… und da bin ich ja mal sowas von dabei!

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The Caries Company – Episodio Especial

Verdammt, hat diese Band aus Alicante, Spanien die eigene Messlatte höher gelegt nach den zwei vielversprechenden aber noch sehr wechselhaften EPs von 2024. Das ist eine Variante von Garage- und Eggpunk, die einerseits recht gut in ein Schema passt dass solche überwiegend spanischen Bands wie Prison Affair, Sprgrs, Finale, Pringue oder auch vereinzelt internationale Nachzügler wie Beer etabliert haben, setzt sich aber positiv von der Masse ab mit einer rohen Antriebskraft, die viele geringere Vertreter des Subgenres vermissen lassen und nicht zuletzt haben sie eine Fülle von angemessen catchy Ohrwürmern im Gepäck, die der energischen Darbietung absolut würdig sind.

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Physicalist – Physicalist

Physicalist sind eine neue Band aus (vermutlich) Vancouver, die sich um Dave P von der lokalen Power Pop-Sensation Night Court dreht. Deren Qualitäten schwingen auch auf dieser Platte mit, aber das zentrale Klangkostüm ist hier doch ein ganz anderes, eine infektiöse Verschmelzung von Hard-, Art- und Postcore mit einer unübersehbaren Garage Punk-Kante und melodischen Obertönen, was mich auf der Artcore-Seite der Gleichung etwa an Mystic Inane, Rolex oder Launcher erinnert und an Dumpies, Sauna Youth und Eyeball in seinen poppig-garagigen Tendenzen.

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M-Chev – The Jenkem Incident

Ich hab nicht viel neues oder aufschlussreiches über diese EP zu erzählen außer dass die Band aus Boise, Idaho sich halt in einer spezifischen Subnische betätigt, die zuvor von so Bands wie Prison Affair, Beer und vielleicht Set-Top Box etabliert wurde und sich hier abspielt wie eine extra krude Variante dieses speziellen Fleckchens in der Eggpunk-Landschaft und nicht trotz, sondern gerade wegen besagter dissonanter Rohheit den Nagel auf den Kopf trifft, auch wenn man eigentlich dem Genre hier nichts neues hinzufügt.

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The Pox – All Together Now

Ordentlich räudiger, KBD-beeinflusster oldschool Garage Punk, der für mich in etwa so klingt als würde hier das frühe Schaffen von Strange Attractor mit der sauprimitiven und rohen Energie der frühen The Dogs oder American Muscle verschweißt, wenngleich man hier aus einem deutlich verlässlicheren Stapel an solidem Songmaterial schöpfen kann als es bei den letztgenannten Bands anfangs der Fall war. Der Scheiß geht richtig in die Fresse, einfach ausgedrückt.

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Choncy – Dressing the Part

Trademark erscheint am 17. April auf Feel It Records.

Palmar De Troya – The Method

III releases erscheint am 3. April auf Reptilian Records.

Észleles – Tények / Tervek

Dzsandzsibandzsi erscheint am 18. Mai auf Szégyen Kazetták.