Onlooker – Carpool

Cleveland erscheint am 10. April auf Serial Bowl Records.

V.D. – Television

12XU @ Radio Makro vom 18.3.2026

Tracklist

Station Model Violence – Apex Calling
R.M.F.C. – Ecstatic Strife
Total Control – Meds
Trust Punks – Good Luck With That
Institute – A Privilege

Cherry Cheeks – History
A Kid Called Purple – Sacred Protector
Cryogenic Division – Ice Bone
Dr. Dence – Don’t Know Nothing
Raya – Perdón
Ø – Hvc

Ones And Twos – Milk And Cigarettes
Strängt Förbjudet – Jag hör hur dom slår sönder våningen ovanför
Ty – H.O.V.
Public Error – Internet Blues
Unregistered Falcon – 200 Sideways
D.Sablu – Electrified Beat
La Espada – Violence

Top Secret Nicho – Grab booze for the Major
Bowler – Gutter Ball
Crystal Ball – Hollow Cross
Hot Face – Cavern Killer
Завірюга – Слід

Affordable Repayments – Different Strokes
Today’s Milk – Party Store
Psychic Armour – A Friend

Public Figures – Landed In A Trap
Action Figure – Head On A Plate
Skelett – Allergic Reaction
Chemical Threat – (Don’t Wanna) Be Like You
Zero Sanity – Unsaved
Early Grave – Grim Monument
Larry & Thee Jerrys – Thats Perverse!
The Dumpies – Today Is a Car Door

RRSATZ – Shift Change
Landowner – Linear Age
Aidmoozic – Until It Hurts
The Bright Ideas – Extra! Extra!

Orsini – Luces azules (Denis & Denis)
Isotope Soap – Bones and Glass
Bruise Control – Spinners Mill (300% Dynamite Mix)
Personal Style – Double Downer
Toys That Kill – The Cutting Board

Sargent Baker – Quobba Station

Verspannungskassette #105 (C-90)

Tracklist

Today’s Milk Good People
The UTI’s 2079
Demolition Man Never Win
Gleex Graboid
Ritalin F.M. Like It’s Something I Dont Know
Aidmoozic Shamefully Out of Shape
Cryogenic Division (Oh My) Quick Death
PeeCeeTee Can’t Tell Me Shit
Raya Ya no está
Super Destroyer Mutant Cop
Personal Style Don’t Turn It Down
Ø Shoot!
Los Monstruos De Frankenstein ¡¡¡AAHHH!!!
The Nervous Ready To Die
Problem Addict Frog Guy
Unregistered Falcon Import Cigarettes

Excess Blood Cathedral Park
Early Grave Evil Terror
Chemical Threat Fight It Out
Neonatals Dry Brain
Skelett Electric Sledgehammer
U.A.V. T.T.S.
Yankee Bastard 선군
Action Figure Get A Real Job
Public Error Messed Up
Cruciflys Rebel Crow
Pure Intention Nocturnal Aggression
The Dogs I Didn’t Ask
Bilge Horses
D.Sablu Love What You Hate (And Love That You Hate It)
Isotope Soap From the Trees
Crystal Ball Lotus Eater

Tracklist

Skinny Peachfuzz & Tiffany Liar, Liar
The Bright Ideas Bayonet
Top Secret Nicho Lands
Bowler The Messenger
Wire Doll Active Directive
Landowner Enemy Attack
Ismatic Guru If You Don’t Wanna Know
Wax Head Bug Doctor
Osees Synaptic Static
The Dumpies Stunty
Psychic Armour Ugly Planet
Dog Lips Losing Ground

Saturday Morning Speed Dead to Rights
Bea666 Why?
Shop Talk Love Dart
Powerband Don’t Matter
Power Pants Sarah Connor
Friends of Cesar Romero Be My Little Maybe
X-88 Heavensent (Feel It Again)
Toys That Kill Into The Rumble
Orsini Frío cemento
Station Model Violence Leisure
Institute The Shooter

Shop Talk – Shop Talk

Der Werdegang der New Yorker Band Shop Talk über die Jahre gehört fraglos zu den etwas unwahrscheinlicheren. Erstmals in meinen Radar gerieten die mit ihrer selbstbetitelten 2016er Mini-LP, die damals noch mit einem etwas zurückgelehnteren, seinerzeit recht gängigen Garage Punk-Sound aufwartete, irgendwo zwischen gleichen Teilen Gun Club und aktuelleren Acts der Zeit wie Woolen Men und Eddy Current Suppression Ring. Danach war dann erst mal sehr lang Funkstille, es dauerte geschlagene sieben Jahre bevor ihre nächste Veröffentlichung aufschlug – die unglaubliche 2023er EP The Offering mit einem komplett überholten und massiv gereiften Sound, geprägt von saumäßig eingängigen ’77er Hooks wie man sie so eindringlich selten gehört hat jenseits der goldenen Ära von so Bands wie Dickies, Buzzcocks und Adverts. Das alleine wäre ja schon genug Substanz um die Band aus der Masse herausstechen zu lassen, aber das ist nur ein Teil des Appeals dieser Band und wäre nicht komplett ohne die gleichermaßen melodische wie elaborierte Gitarrenarbeit des Frontmannes Jon Garcia und seiner genauso bissigen wie auch beseelten Gesangsdarbietung. Eine explosive Formel, an die sich die Band seitdem weitgehend gehalten hat und auch ihr jüngst erschienener erster oder – je nachdem wie man Zählt – zweiter Langspieler klingt sowohl nach dem vorläufigen Hohepunkt als auch einer Rückschau auf ein Jahrzehnt des hochinfektiösen Songhandwerks, bestehend zur einen Hälfte aus exzellenten neuen Songs und zur anderen aus arschtretenden Neuaufnahmen einer Auswahl ihrer alten Hits, die teilweise bis zur eingangs erwähnten Debütplatte zurückreichen. Das Ergebnis ist nicht weniger als ein sofortiger Instant-Klassiker und gehört definitiv zum besten was ihr dieses Jahr zu hören bekommt im Bereich von geradlinigem aber elegantem Punkrock mit starker Songsubstanz und einer klaren Vision.

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Cruciflys – The Became What They Beheld

Nicht furchtbar schwer zu beschreiben was die Band aus Atlanta da auf ihrer Debüt-LP veranstaltet, deren Titel genau so gut A Crass Discharge of Rudimentary Peni lauten könnte, aber wenngleich das alles ausgesprochen spezifisch und geradeaus klingt, ziehen Cruciflys diesen Scheiß in durch und durch überzeugender Manier ab mit reichlich Intelligenz und Variation in ihren Songstrukturen, die die sich einerseits weitgehend in den üblichen Parametern ihres gewählten Rahmens aus frühem Hardcore, 1st gen Anarcho Punk und Death Rock bewegen, sich dabei aber niemals wiederholen und ein ungewöhnlich großes Maß an frischer Energie und unerwarteten Wendungen aus den jahrzehntealten Genre-Tropes herausholt. Alles an dieser Platte operiert auf einem Level meilenweit über’m Durschschnitt was oldschoolige Genre-Flashbacks angeht.

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Yankee Bastard – Senogun / U.A.V. – U.A.V.

Das ’24er Fucking USA Tape der Band aus Richmond, Virginia zeigte bereits die frühen Zeichen von etwas gutem, aber erst auf ihrer neuen EP via Sex Fiend Abomination entfalten sich die Qualitäten voll, die sich zuvor schon andeuteten und was die Band hier verzapft klingt für mich wie ein frischer Windhauch in einem bodenlosen Ozean von ziemlich oldschool agierenden Bands, die irgendwie alles dransetzen um möglichst schnell und hart zu spielen aber mich letztendlich nur jedes mal von neuem Langweilen mit ihren ultra-generischen, schmerzhaft einfallslosen Songs und Arrangements. Yankee Bastard verweigern sich diesem alten Spiel des Hardcore-Konformismus, nicht indem sie hier etwas grundlegend neues erfinden, sondern einfach indem sie jederzeit ein grundlegendes Level an Kreativität und Abenteuerlust anwenden, das im Punk eingentlich selbstverständlich sein sollte – jeder Song hier wird durch irgendeine Seltsamkeit, eine fixe Idee oder einen Blitz von melodischer Brillianz aufgewertet. So soll es sein, Musik kann und darf grimmig und angepisst sein und zugleich dennoch Spaß machen. Und meine Fresse, so schwer wie es nötig ist, dass Punk die hässliche Wahrheit spricht, so sehr müssen wir auch irgendeine Freude und Vergnügen daraus ziehen in Zeiten, in denen die täglichen Nachrichten alleine schon mehr als genug sind, um in einem persönlichen Strudel der Verzweilflung zu versinken. Man sagt ein Kernfeature des Faschismus sei das komplette versagen der kollektiven Vorstellungskraft und genau deshalb erwarte ich von Punkrock umso mehr ein gewisses mindestmaß an Fantasie. Wer das nicht hat, verschwendet meine Zeit und Aufmerksamkeit und ich lese stattdessen lieber mehr von den deprimierenden Nachrichten, denn wenigstens muss ich mir dazu üblicherweise keine blutleere, geschmacksneutrale Musik anhören.

Bevor ich es vergesse, da kam ja gleich noch eine arschtretende Ladung aus definitiv nicht langweiligem Hardcore Punk am gleichen Tag raus, aus der gleichen Stadt und auf dem gleichen Label. Darauf brillieren U.A.V. dank einer garagigen und KBD-mäßigen Basis für ihrem unprätentiösen Oldschool-Sound, einer fuzzlastigen und wandlungsfähigen Qualität in der Gitarrenarbeit und einer so wuderbar entgleisten wie auch angepissten Performance des Sängers. Es braucht eigentlich so wenig, um aus dem Genre-Durchschnitt herauszustechen. Eine gute Idee oder zwei, ein gesundes Minimum an Aufmerksamkeit für Songs und Arrangements… und das ist warum ich in Sachen Hardcore heutzutage ein paar Ansprüche hege. Ist davon nichts am Start, interessiert es mich auch kein bisschen wie schnell und hart ihr euren DIN-genormten Borecore spielt und wie mega Punk ihr dabei ausseht. Keine Geduld mehr übrig für sowas.

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PeeCeeTee – I Can’t Afford To Rock N‘ Roll

Die Debüt-EP dieser Band aus Porto, Portugal entzückt mit einer tadellos gleitenden Melange aus Synth-veredeltem Garage Punk, der sich einerseits wie eine willkommene Rückblende zu einer späten 2010er Ära des elektrifizierten, Egg-mäßigen Punk-Deliriums und so Bands der Marke Set Top Box, Research Reactor Corp. anfühlt, und mit weiteren Anklängen an Ausmuteants, S.B.F. und Kid Chrome’s schwerer Riffkanone aufwartet, ohne dabei aber den Faden zu einer Reihe von jüngeren Bands zu verlieren wie etwa Beef, The Gobs, Kerozine, Factory City Children und ganz besonders 3D and The Holograms. Also klar, die erfinden hier das Rad nicht neu, aber ungeachtet dessen ist das durchweg spaßiger und mehr als kompetent durchgezogener Scheiß, den Genre-Aficinados sich keinesfalls entgehen lassen sollen.

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Gunner – Reality Soldier

Diese Band aus Perth, Australien, bestehend unter anderem aus Mitgliedern von Semtex 87, stellt das bereits ziemlich wuchtige Schaffen jener Vorgängerband noch mal locker in den Schatten in Sachen überwältigender Lärmattacke, eine maximal giftige Wetterfront verpackt in eine dicke Schicht aus Noise, Feedback und Distortion, Dreck, Öl und Ruß. Wer aber genauer hinhört, dem offebart sich darunter ein ungeahnt reichhaltiger Kern voller Nuancen und Details, die das hier zu einem ausgesprochen lohnenden Unterfangen machen das fraglos auf einem höheren Level agiert als irgendeine beliebige Hard-/Noisecore-Veröffentlichung.

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Ismatic Guru – Crocbrain, or, Two Big Steps For Mankind

Einer der klar esoterischeren Ausläufer der aktuellen Art Punk-Landschaft schlägt hier mal wieder zu mit sechs neuen, durchweg arschtretenden Minuten von Math-lastigen, Dub-durchtränkten, Polyrhythmus-fixerten und such hemmungslos gehen lassenden Post Punk-Nuggets, die einfach nur nach Kopf im eigenen Arsch klingen würde von jeder anderen Band. Aber diese Leute aus Buffalo, New York, die ihre filigrane Formel im Laufe von fünf Jahren und sechs Veröffentlichungen unglaublich verfeinert und perfektioniert haben, gehören zu den seltenen Ausnahmenm die diese luftigen Ambitionen mit einer überfließenden Fülle an musikalischer Substanz und bombenfester Klangarchitektur zu untermauern verstehen.

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