Negative Scanner – Nose Picker

Negative Scanner - Nose Picker

Auch schon län­ger nichts mehr gehört von der Post­punk-For­ma­tion aus Chi­cago. Ihr zwei­tes Album kommt nach dem etwas sper­ri­ge­ren Vor­gän­ger jeden­falls gera­dezu leicht­fü­ßig daher, rockt mit stu­rer Ent­schlos­sen­heit uner­war­tet gerad­li­nig vor­wärts. Wenn auch auf ihre ganz eigene, staub­tro­ckene und spar­same Art.

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The Love-Birds – In The Lover’s Corner

The Love-Birds - In The Lover's Corner

Letz­tes Jahr hat mich diese Band aus San Fran­cisco ziem­lich beein­druckt mit ihrer Debüt-EP und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien wie sie kaum flau­schi­ger sein könn­ten, ohne sich dabei in wohl­ge­fäl­li­ger Seich­tig­keit zu ver­lie­ren. Ihr ers­ter Lang­spie­ler lässt jetzt auch nichts anbren­nen und lie­fert elf ver­schram­melt ein­lul­lende Song­per­len auf beacht­li­chem Niveau hin­ter­her. Nach wie vor erin­nert mich das sehr an alte Teenage Fan­club oder Buf­falo Tom.

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Beta Boys – Late Night Acts

Beta Boys - Late Night Acts

Der erste Lang­spie­ler der Punks aus Olym­pia, Washing­ton ist hier­zu­lande via Erste Theke Ton­trä­ger auf­ge­poppt, nach­dem die Band ja schon mit eini­gen EPs die eine oder andere Welle geschla­gen hat. Nicht anders als auf besag­ten Kurz­spie­lern kom­men sie auch hier mit zehn sim­pel gestrick­ten aber umso effek­ti­ve­ren Lär­m­at­ta­cken aus Garage- und Post Punk plus einer ordent­li­chen Ladung Hard­core um die Ecke geschos­sen. Ein biss­chen als trä­fen z.B. Taran­tüla auf Die Kreu­zen und Hüs­ker Dü, beide jeweils in ihrer frü­hen Hard­core-Phase.

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Tape/​Off – Broadcast Park

Tape/Off - Broadcast Park

Vier Jahre sind jetzt schon ver­gan­gen seit dem gran­dio­sen Debüt­al­bum von Tape/​Off aus Bris­bane. Der erste Song des nun erschie­ne­nen Nach­fol­gers scheint erst mal einen ganz schö­nen Stil­bruch anzu­deu­ten, kommt einem da doch tat­säch­lich Post­core ent­ge­gen, den man irgendwo zwi­schen Unwound und Slint ein­ord­nen könnte. Ist der Schock aber erst­mal über­wun­den, stellt sich für den Rest des Albums dann doch wie­der die­ser lie­bens­werte 90er Indie­rock-Vibe ein, der schon das Debüt zu einer beson­de­ren Platte gemacht hatte, ebenso wie das durch­weg gelun­ge­nem Song­wri­ting. Man kann sich an alte Hel­den wie Archers of Loaf, Polvo, Seam oder Lync erin­nert füh­len, den­noch ste­hen diese Songs mit bei­den Bei­nen in der Gegen­wart.

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Dark Thoughts – At Work

Dark Thoughts - At Work

Die ers­ten Töne vom zwei­ten Album der Punk­ro­cker aus Phil­adel­phia hat­ten auf mich eine etwas abschre­ckende Wir­kung, schram­men die gefühlt doch gefähr­lich nah am aus­wech­sel­ba­ren Pop Punk-Ein­heits­fraß vor­bei. Ein zwei­tes hin­hö­ren lohnt sich aber, denn was dar­auf folgt ist ein zwar stark zucker­hal­ti­ges aber auch sehr bezau­bern­des Album, bis zum bers­ten Voll­ge­stopft mit ultra-simp­lem aber abso­lut treff­si­che­rem Song­wri­ting. Ramo­nes­core sagt das Label dazu. Der Ver­gleich hinkt. Wie dem auch sei, das ist gerade eben so Pop wie Punk wer­den darf, ohne mich anzu­pis­sen.

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Character Actor – Character Actor

Character Actor - Character Actor

Die Debüt-EP die­ser Band irgendwo aus New Jer­sey zün­det drei­ein­halb erst­klas­sige Song­knall­kör­per aus melo­di­schem Punk­rock und unwi­der­steh­li­chen Power­pop-Hooks, denen Freunde von Acts á la Bad Sports, Radioac­tivity oder Cheap Wine ganz bestimmt nicht abge­neigt sind.

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Hi Waisted – Hi Waisted

Hi Waisted - Hi Waisted

Sagt hallo zu Hi Waisted aus St. John’s, Neu­fund­land und Labra­dor, Kanada. Und ver­mut­lich noch ande­ren Hun­de­ras­sen. Die Debüt-EP der Band erfreut jeden­falls schon mal sehr mit Garage Punk der uralten Mach­art, dem ganz scham­los die Sonne aus’m Popo scheint. Das geht immer, da gibt’s nix dran zu meckern.

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Wonder Bread – Complete Solid Gold Hits

Wonder Bread - Complete Solid Gold Hits

Aus den guten Häu­sern Toyota und Digi­tal Regress kommt dies­mal etwas abge­stan­dene Qua­li­täts­ware. Vier der fünf Songs ursprüng­lich im letz­ten Jahr auf diver­sen Tapes erschie­nen, lie­gen hier aller­dings in deut­lich bes­se­ren Neu­auf­nah­men vor. So sehr ich auch ein Fai­ble für kaput­tes LoFi-Gekratze hab, das hier hat mehr Wumms.

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Lié – Hounds

Lié - Hounds

Irgend­wann mal als so was wie die etwas der­be­ren, kana­di­schen White Lung durch­ge­gan­gen, hat sich das Trio aus Van­cou­ver über zwei Alben zu einer ganz eige­nen audi­tiven Gewalt ent­wi­ckelt und gefällt mir inzwi­schen weit­aus bes­ser als was das offen­sicht­li­che Vor­bild zuletzt so ver­zapft hat. Mit ihrem drit­ten Album hat die Band kürz­lich ihr wohl wütends­tes Stück Lärm abge­lie­fert, das die bis­he­rige Rezep­tur eher gra­du­ell ver­fei­nert. Dafür geht ihr Sound im Umfeld von Post Punk, Noise und Post­core jetzt aber mit einer unge­ahnt kom­pro­miss­lo­sen Wucht und Ent­schlos­sen­heit in die Offen­sive, wel­che die bereits sehr unge­müt­li­chen Vor­gän­ger noch mal locker in den Schat­ten stellt.

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