Launcher & Freakees - Split 7"

Launcher & Freakees - Split 7"

No Front Teeth Records trifft mal wie­der voll ins Schwarze mit die­ser Split­sin­gle zweier Bands aus Los Ange­les. Laun­cher haben mit vor nicht allzu lan­ger Zeit schon mal mit einem Demo­tape begeis­tert und lie­fern auch hier wie­der himm­lisch kaput­ten KBD-Style Punk­rock ab, der mich im spe­zi­el­len an The Ment­ally Ill erin­nert.

Dahin­ter müs­sen sich aber die Frea­kees kei­nes­wegs ver­ste­cken, son­dern kon­tern erfolg­reich mit einer sat­ten Fuzz- und Gara­gen-Atta­cke die von mei­ner Seite vage Ver­glei­che mit Hank Wood & The Ham­mer­heads pro­vo­ziert oder mit einer Vari­ante von S.B.F. mit einem Drum­mer aus Fleisch und Blut.

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Ein paar kommende Releases…

Ich hab in letz­ter Zeit das Pos­ten von Ein­zel­tracks etwas ver­nach­läs­sigt und es hat sich natür­lich eini­ges ange­sam­melt. Des­halb gibt's hier mal 'nen ziem­lich lan­gen Wühl­tisch­post, grob nach Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum sor­tiert.

8. Februar

14. Februar

15. Februar

22. Februar

28. Februar

1. März

8. März

15. März

18. März

5. April

12XU Radio (die Show) kommt unter die Axt.

12XU Radio (die Show) kommt unter die Axt.

Jopp. 12XU Radio wird zumin­dest vor­über­ge­hend auf Eis gelegt. Weil es ein­fach zu viel wird. Aber jetzt mal von Anfang an:

Nor­mal ver­su­che ich, mein Pri­vat­le­ben aus dem Blog raus zu hal­ten. Jetzt mache ich da mal eine Aus­nahme um die Lage zu erklä­ren. Ich hab schon seit län­ge­rer Zeit mit einer psy­chi­schen Erkran­kung zu schaf­fen. Ich will jetzt kein Mit­leid dafür, es ist ein­fach nur wie es ist. Das hat unter ande­rem zur Folge, dass ich ein­fach weni­ger belast­bar bin als andere Men­schen, extra-viel Schlaf brau­che um zu funk­tio­nie­ren, schnell erschöpft bin. An man­chen Tagen will mein kaput­tes Gehirn auch ein­fach gar nicht funk­tio­nie­ren, ich kann mich kaum auf etwas fokus­sie­ren und brau­che gar nicht erst ver­su­chen, irgend­was auf die Reihe zu bekom­men. Einen gewöhn­li­chen Job als Brot­er­werb kann man gerade auch kni­cken - ich arbeite der­zeit in einer Behin­der­ten­werk­statt für Men­schen mit See­li­schen Erkran­kun­gen. Da kann ich ohne Leis­tungs­druck arbei­ten, bin nach Fei­er­abend aber den­noch voll­kom­men aus­ge­powert.

Eine Zeit lang ging das noch ganz gut, mich neben­bei um's Blog zu küm­mern und die monat­li­che Radio­show an den Start zu brin­gen. Mit der Zeit stellte es sich für mich aber als immer schwie­ri­ger da, bei­des zu schaf­fen. Die Show zu pro­du­zie­ren ver­schlingt immer ein gan­zes Wochen­ende. Zeit, die mir dann für das Blog fehlt und einen Rück­stand erzeugt, den ich erst­mal wie­der auf­ho­len muss. Abge­se­hen davon dass manch­mal, wie gesagt, mein Denkap­pa­rat nicht mit­spielt und ich dann viel weni­ger geschafft bekomme als ich mir vor­ge­nom­men hab.

Die Radio­show fühlt sich inzwi­schen mehr nach Arbeit an als nach Spaß. Die letz­ten paar Sen­dun­gen hab ich nur noch mit gro­ßer Mühe und etwas Ver­spä­tung fer­tig bekom­men. Eigent­lich wäre jetzt wie­der Pro­duk­tion ange­sagt, aber mir wurde ges­tern klar, dass das nicht so wei­ter geht; dass ich mich damit nur kaput­ter mache als ich es eh schon bin. Daher meine Ent­schei­dung, die Show auf­zu­ge­ben. Statt­des­sen hab ich mich auf die Couch gesetzt und nach län­ge­rer Zeit mal wie­der 'nen Film geschaut, wozu ich heute viel zu sel­ten komme. Hat sich sehr gut ange­fühlt, ein­fach mal nichts zu tun.

Daher will ich das auch gar nicht so nega­tiv sehen, son­dern freue mich viel mehr auf die gewon­nene Zeit, in der ich mal wie­der für mich selbst da sein kann. Dar­auf, dass ich das Blog wie­der zuver­läs­si­ger und mit weni­ger Stress machen kann. Ich bedanke mich bei allen die zuge­hört haben, bei den Sen­dern die 12XU Radio aus­ge­strahlt haben und den bei­den Syn­di­ca­tion-Platt­for­men Starzz.de und Radiosendungen.com für ihren Ein­satz, ein Syn­di­ca­tion-Netz­werk für kleine und große (Web-)Radios auf­zu­bauen.

Die Laut.fm-Station wird natür­lich wei­ter­hin von mir betreut und wenn's mich doch noch mal in den Fin­gern juckt, lade ich viel­leicht mal das eine oder andere Mix­tape hoch. Und wer weiß, viel­leicht werde ich auch die Show zur pas­sen­den Zeit wie­der reak­ti­vie­ren. Aber erst­mal brau­che ich jetzt etwas Luft zum Atmen.

Channel 83 - Internet ALERT '99

Channel 83 -  Internet ALERT '99

Yay! Drei neue Minu­ten gepflegte Schrot­t­äs­the­tik vom Syn­th­punk-Pro­jekt aus Orlando, Flo­rida. Wem die letzte EP schon etwas zu behäm­mert klang, der wird diese hier erst rich­tig has­sen. Die drei Songs sen­ken nach­weis­lich den IQ des Hörers. Das gute dabei: Einem geschä­dig­ten Denk­ver­mö­gen ist das scheiß­egal.

Vidro - Allt Brinner

Vidro - Allt Brinner

Ganz schö­nen Wind macht die For­ma­tion aus Stock­holm auf ihrem ers­ten Lang­spie­ler. Der Sound ist irgendwo an den Tel­ler­rän­dern von Hard­core und Post Punk zu ver­or­ten, bringt aber ebenso den Vibe der aktu­el­len Dark-/De­ath Punk-Welle mit. Das klingt gering­fü­gig ver­wandt mit Acry­lics, Dauðy­flin, Taran­tula, The Bug oder den der­be­ren Momen­ten von Cri­mi­nal Code. Jede Menge schlechte Laune also. Und schlechte Laune kann man in die­sen Tagen ja nie genug haben.

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Vintage Crop - Company Man 7"

Vintage Crop - Company Man 7"

Ein neuer Kurz­spie­ler der Gara­ge­punks aus Mel­bourne kommt dies­mal aus dem guten bri­ti­schen Hause Drun­ken Sailor Records zu uns. Dar­auf wirkt ihr Sound etwas ent­schlos­se­ner als auf ihrem guten, aber leicht ori­en­tie­rungs­los wir­ken­dem letz­ten Album; die gro­ben Koor­di­na­ten stim­men aber nach wie vor: Freunde von Ura­nium Club, Proto Idiot, Sauna Youth und Aus­mu­te­ants wer­den daran eini­gen Gefal­len fin­den.

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Missing Pages - Long Way Down

Missing Pages - Long Way Down

Mis­sing Pages sind eine aktu­elle Band um Ste­phen Sva­cina, der den meis­ten von euch ja sicher schon mal als Teil von Jonly Bonly und Mind Spi­ders unter­ge­kom­men ist. Nach letzt­ge­nann­ter Band klingt ihr kräf­ti­ger Mix aus melo­di­schem Punk­ge­döns, klas­si­schem Indie Rock und Power Pop dann auch ein biss­chen, natür­lich aber auch nach den ande­ren zwei Tei­len der texa­ni­schen Gara­gen-/Power­pop-Drei­ei­nig­keit, Radioac­tivity und Mar­ked Men. Außer­dem etwas nach Mil­ked, Xetas und Bad Sports. Geht klar!

Public Interest - Between

Public Interest - Between

Der Post- und Syn­th­punk auf dem ers­ten Tape von Public Inte­rest aus Oak­land gibt sich ziem­lich varia­bel, lässt z.B. mal den kal­ten Syn­thwave raus­hän­gen, klingt ein ande­res mal nach einer elek­tri­fi­zier­ten Vari­ante von Diät und nach Useless Eaters im spa­ci­gen Abgroo­ve­mo­dus. Oder wie etwa Aus­mu­te­ants und Puff ver­mut­lich klin­gen wür­den, wenn beide Bands mal irgend etwas mal ernst näh­men.

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Drool - Drool II

Drool - Drool II

Nach­dem Drool aus Chi­cago in den letz­ten zwei bis drei Jah­ren mit ein paar EPs schon ordent­lich Appe­tit gemacht haben, gibt's jetzt den ers­ten Haupt­gang auf die Ohren. Nach wie vor haben wir es mit ver­win­kel­tem Post Punk der Sorte Rank Xerox, Marbled Eye, Labor oder Kom­mis­sars zu tun, der sich recht strikt an die eta­blier­ten Gen­re­mus­ter hält, seine Sache dabei aber auch durch­weg kom­pe­tent aus­führt. Das meiste Wachs­tum gegen­über den EPs zei­gen sie aber immer in den Momen­ten, wenn sie sich ein biss­chen Melo­die trauen. Diese Augen­bli­cke sind der Fak­tor, mit dem sie sich etwas von guten Gen­re­stan­dard abset­zen kön­nen und wenn das die Rich­tung ist in die es jetzt gehen soll, dann darf man echt gespannt sein auf die nach­fol­gen­den Releases.

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EggS - EggS

EggS - EggS

Geht sofort ins Blut, die Debüt-EP einer Pari­ser Band, deren Mit­glie­der sonst in den Beset­zun­gen von Boot­chy Temple und Jou­jou Jaguar anzu­tref­fen sind. Makel­lo­sen Power­pop gibt's dar­auf zu hören irgendwo zwi­schen 80er/​90er Sarah Records Sound und dem neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Umfeld, der auch aktu­ell ganz gut mit Bands wie Scup­per, Per­sian Leaps oder Love­birds zusam­men passt.

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