Recollection – Intrusive Thoughts
Intrusive Thoughts erscheint am 18. August auf Daze.
Intrusive Thoughts erscheint am 18. August auf Daze.

Power Pants We're Only Human
Miniskirt Liar's Club
Constant Insult City's Girls
United Stare I've Been Wronged
Yeps Bad Luck No Luck
Snarewaves On The Up
AUT! DEVO-lution Of An Egg
Pitsss Exercise
OBI Strip New A.I O.S
Public Domain D.S.L.
The UTI’s Family First
Scaphism Orange overalls
Cry Cyclops Fishes and Bread
The Sniffles Lightning Rod
Sentence Pest
Jug Bug Frog
Youth Liberation Front At Any Cost
God Plutonium Plug Me In
Funeral Service Pleas of the Mouth
Sweet Cream Ladies To Be You
Cuticles Geoffery Palmer
Mesh Atrophy
Society No Society
Mop Mj2x
Leche I’m Gonna Try Crack
Cel Ray Chitty Chitty Bang Bang
Sniffany & The Nits Best of Luck
Haro Vertiges
Dog Date And Then What
Temporary Curse Monochrome
Fifa Kid Son Bombas
Baby Muffler I Hate You
Apéro Tribute To Eels
Kobe Thomas Crying and Dyin'

Philadelpia's Sims Hardin aka Society bedarf hier vermutlich keiner Vorstellung mehr nach den Wellen, die er mit der exquisit schrammelig-verrümpelten 2022er EP All Flies Go To Hell losgetreten hat und dessen Energie er dann 2024 auf dem Social Flies-Tape in eine etwas konkreteres, gereiftes und greifbares Gesamtbild transformiert hat. Reign Of Flies klingt jetzt in etwa wie ein direktes Sequel davon aber erneut mit klarem Wachstum und Verfeinerungen an den Details, die sich hier in einem ausgeprägteren Post Punk-Vibe ausdrücken und einem festeren Griff um seine simplen Hooks als je zuvor. Erneut ist das ein Pflichtprogramm für Freunde von ungeschliffenern und exzentrischen DIY Punk-Eigentümlichkeiten.
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Die zeitgenössischen Cowcore-Veteranen aus Austin, Texas sind zurück, gerade mal ein Jahr nach ihrer guten, wenn auch etwas unnötig langen und zerrissenen letzten Dosis des puren Chaos' in Form der Miracle Whip-It LP auf Digital Hotdogs. Die neue EP kommt jetzt in etwa rüber wie das komplette Gegenteil davon - ihre wohl kompakteste und kohärenteste Platte bisher befreit von jeglichen Fetträndern. Acht Minuten von ultra-verdichteter Exzellenz die aus allen Nähten platzt vor cleveren Ideen, schlagkräftigen Hooks und Melodien in einem wilden Anfall von deutlich Dicks-inspiriertem Wahnsinn.
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Die französische Weinhauptstadt mag ehrlich gesagt nicht das gelbe Wasser reichen zu heimischen Bierhotspots wie dem westfälischen Hansa oder Karlskrone im Süden von Aldi, aber zumindest kamen aus Bordeaux schon ein paar gute Bands wie Videodrome und Black Bug vor einigen Jahren, oder Distance in jüngerer Zeit. Wie auch immer, Haro passen teilweise ganz gut in ein Schema das im vergangenen Jahrzehnt von so Post Punk- / Postcore-Acts wie Youth Avoiders und Nightwachers etabliert wude, machen dabei aber einen großen Bogen um die in letzter Zeit sehr anschicklichen Oi!-Elemente. Stattdessen werden wie hier mit vergleichsweise elaborierten bis epischen Sounds konfrontiert, clever integriert in breitwandige mini-Melodramen, die ohne Not für sich selbst stehen in ihrem Umfeld. Eine bewährte Autorität im Feld von Bands die ein bisschen nach Coldplay klingen sagte mir zuletzt, dass der Opener dieser EP ein bisschen nach Coldplay klänge. Wenn das stimmt, muss ich diese Coldplay-Jungs mal auschecken, muss ja 'ne ganz tolle Band sein!
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Es mag keine massive Musikwoche gewesen sein, aber zumindest mal eine gute Woche für Bands deren Name mit -ro endet und die satte 50% des Blog-Outputs ausmachen. Muss man ja positiv sehen. Apéro aus Hamburg hatten schon einen durchweg erfreulichen Eindruck gemacht mit ihrer Debüt-LP Cold Drinks, Cool Snacks im letzten Jahr und bewegen sich auf ihrer neuesten EP in einem ähnlichen Fahrwasser aus moderat Egg-mäßigem catchy-ass Garage- und Synth Punk und die ersten beiden Songs sind ja schon durchaus kromulente, vielleicht etwas routinemäßige Beispiele davon, aber es ist dann doch die zweite Hälfte in der die Platte so richtig zum Leben erwacht und aus dem Vollen schöpft in Sachen zeitloser Power Pop-Hooks, die mich unter anderem unterschwellig an die frühe Blütephase von Sheer Mag erinnern.
Album-Stream →Somebody Kill Me erscheint am 18. September auf Poison Vision Records.

Wie gerade eben schon die Celebrators LP ist auch das Debütalbum von Cuticles aus Oamaru, Neuseeland eine saumäßig starke 21-Song LP, die eine vollkommen brilliante 15-Song LP sein könnte wenn man sie ein bisschen gestrafft hätte, aber wisst ihr... ich werde mich jetzt nicht über eine Fülle von so gutem Scheiß beschweren, insbesondere wenn er so verdammt meine Baustelle ist! Mit Mitgliedern an Bord unter anderem von den umtriebigen 2010er DIY Punk-Veteranen Moonrakers und Trendees, beinhaltet diese Band, die mich erstmals richtig aufhorchen ließ mit ihrer starken 2023er Pavlova EP, schon noch einiges von deren rumpeliger Avantgarde-DNA, aber kanalisiert das hier in ein ungleich eingängigeres und melodisches Ganzes, das viel von dem rohen, Half Japanese-mäßigen Chaos gegen eine vergleichsweise zugängliche Gesamtästhetik eintauscht mit starken Echos etwa von alten britischen DIY-Hausnummern im Swell Maps, Television Personalities, Mekons oder Desperate Bicycles-Dunstkreis, aber auch eine gute Dosis alter lokaler Flying Nun-Energie schwingt da mit sowie ein vereinzeltes Aufblitzen von Wire, insbesondere der stärker Pop-orientierten Seite ihres frühen Schaffens in so Songs wie Making Up Shit. Fragt ihr mich nach jüngeren Vergleichen, würde ich auch sagen dass Referenzen zu den New Yorkern Famous Logs In History, Society aus Philadelphia und dem frühem Werk von Adelaide's Exzentrikern Wireheads vermutlich nicht ganz fehl am Platz sind.
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Diese Band aus Los Angeles hat hier einen bewusst rümpeligen und chaotischen Schlamassel von einem Album generiert, der vermutlich einige inspiration von so alten Helden der Art Punk-Welt bezieht, die sich etwa von The Pop Group, Pylon, ein paar Spuren von James Chance, Pere Ubu und gar einer Messerspitze von Wire erstrecken, hin zu deren potenziell etwas untergrundigeren, synth-lastigeren Gegenstücken der Sorte Minimal Man, Visitors, Neverous Gender... und oberndrein steckt da natürlich noch etwas offensichtliche Devo-DNA mit drin. Oder, in jüngerer Zeit, mag man da Gemeinsamkeiten mit so Acts wie Landowner, Cartoon oder Ismatic Guru wiederfinden. Die folkig-schrammelige Energie in 0126iii ruft dann wiederum den alten Krempel von Angst, Volcano Suns oder My Dad Is Dead ins Gedächtnis. Was aber niemand abstreiten wird ist dass hier eine beeindruckende Vielfalt abgedeckt wird, angetrieben von einem ruhelosen kreativen Bewegungsdrang der sich im Laufe des Albums Bahn bricht und auch wenn hier nicht absolut jedes Experiment in gleichwertigen Erfolgen mündet, bin ich angesichts der vergleichsweise stolzen Laufzeit und großzügigen 21 Songs doch mehr als gewillt, diese Platte anhand ihrer Fülle von Treffern zu beurteilen und nicht nach den raren Fehlschüssen.
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Die Band aus Chicago hatte bereits einige Wellen geschlagen mit zwei vielversprechenden EPs in 2023. Ihr neues Langspieldebüt transportiert erneut viel von der gleichen chaotischen Energie in einem angemessen optimierten, griffigeren Klanggewand, das ehrlich gesagt irgendwie nicht mehr sooo originell klingt im Jahr 2026 nach einem Jahrzehntelangen, zwar nicht überwältigenden, aber doch konstanten Strom von artsy Post Punk und Weirdcore der von so 2010er Acts wie Vexxx, Warm Bodies oder Negative Scanner reicht bis zu jüngeren Beispielen á la Scud, Sniffany and the Nits, Judy and the Jerks oder Warp, und klar lassen sich auch die offensichtlichen Vergleiche zu Snooper nicht ganz vermeiden, auch wenn ich die hier nicht so sehr als das zentrale Element sehe für ihren nur schwerlich als Egg zu kategorisierenden, aber auch nicht komplett unverwandten Sound. Obendrein würde ich noch sagen dass alte Downtown Boys vermutlich ein Einflussfaktor für ihre Musik sind. Wie dem auch sei, ich glaube ich finde auch heute irgendwo noch einen Platz in meinem Herzen für eine weitere gute Platte in diesem Fahrwasser, auch wenn die Band für einen potenziellen Nachfolger vermutlich gut daran täte, ihr etwas penetrantes Chaos aus spontanen Ideen in ein weniger flüchtiges Gesamtbild zu kondensieren, weniger Scheiße auf einmal an die Wand zu werfen. Auch wenn ich zugeben muss dass aktuell noch erstaunlich viel davon kleben bleibt, bezweifle ich dass die Nummer ein zweites mal funktionieren wird.
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Diese New Yorker Band ist schon eine Weile unterwegs, gewann aber erst mit der exzellenten 2024er EP Zinger wirklich meine Aufmerksamkeit, die erfolgreich den Charakter ihrer noch etwas schlafferen, unaufgeräumten frühen Platten zu einem ungleich aufregenderen, kohärenten Paket verschnürt hat. Ihre neueste EP verfolgt weiter diese angenehm anachronistische Laufbahn, fuzzy Garage Punk mit viel von spät-'80er bis mitt-'90er College-/Indie Rock- und (Proto-)Grunge geprägtem Geschrammel zu verschmelzen, wenngleich auch der zweite Track Cutie mich kurz etwas zweifeln ließ, der einfach etwas zu wenig Bindegewebe einbringt um Sinn zu ergeben und diesen fragilen, unförmigen Organismus wirklich zum Leben zu erwecken. Aber wie auch immer, alles was darauf folgt fühlt sich ungleich organischer und besser durchdacht an auf dieser Platte und wenn diese spezielle Sorte von oldschool Slacker Punk deine Baustelle ist, ist auch das hier ein würdiger neuer Koffeinkick!
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