Nasti – Big Achievements

Ein brennendes Energiebündel aus räudigem Hardcorepunk, einem gewissen Postcore-Anteil und einem herzhaften Noise-Nachbrenner ist der erste Langspieler von Nasti aus Seattle. Im Bollermodus, der hier dominiert, treten sie schon sehr beachtlich Popo. Aber die eigentlichen Glanzstücke des Albums sind in meinen Augen die im Tempo gedrosselten Songs Stale und Atrophy, bei denen sich die Band stilistisch etwas weiter aus dem Fenster lehnt.



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Tongue Party & USA Nails – Split 7″

Eigentlich bin ich ja kein großer Freund dieser Spielart von Noise Rock, die sich überwiegend aus dem stark begrenzten Pool von ausgelutschten Sludge- und Stoner-Riffs bedient. Eine besonders energische Performance kann aber so einiges wettmachen und Tongue Party aus Minneapolis wissen eine solche zu liefern. Ganz nett, das.
Absolut überragend finde ich hingegen die beiden neuen Songs der Londoner USA Nails. Die zeigen eine Band, die sich nach drei Alben immer noch konstant weiterentwickelt und neue Ideen in ihre Musik einbringt; beide Songs klingen wieder mal etwas anders, als man es bisher von der Band kannte. In I am the Things I Buy findet man hinter der Nebelwand aus Noise ein ungewohnt melodisches Fundament vor; I am not the Things I Buy spielt dann äußerst geschickt mit Elementen von Math Rock und verschwurbelten Postpunk-Grooves.


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Death Traps – Death Traps

Eine ausgesprochen vielversprechende EP hat die Londoner Band Death Traps da vorgelegt. Irgendwo im Umfeld von spät-80er Indierock, Postpunk und -core angesiedelt, erinnert mich ihr Sound abwechselnd mal an Mission Of Burma, 80er Sonic Youth oder Moving Targets, aber auch an jüngere Vertreter des Postpunk-Genres, ohne dass mir da spontan ein expliziter, treffender Vergleich einfiele.

Humiliation – Laughing Wall 7″

Eine derbe aber keineswegs stumpfe Lärmattacke liefern Humiliation aus Phoenix auf ihrem zweiten Kurzspieler ab. Das bewegt sich irgendwo im Umfeld von Hard-/Postcore und Noise, erinnert mich dabei ein wenig an den dreckigen, druckvollen Postcore von Bad Breeding oder an aktuelle Bollerbands á la Sesso Violento, Dauðyflin oder Impulso.

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Truth Club – Interest Meeting

Starkes Teil, die Debüt EP von Truth Club aus Raleigh, North Carolina. Indierock der alten Schule mit einem kleinen Spritzer Postcore, der seine Wurzeln klar in den 90ern und frühen 00ern hat. Etwa so als träfen die verschwurbelten Strukturen von Faraquet oder Medications auf die melodischen Slackerhymnen von Archers Of Loaf, Pavement oder frühen Modest Mouse. Aktuell könnte man es auch als eine geringfügig freundlicher klingende, weniger Noise-lastige Version von Pile beschreiben.

Pardoner – Uncontrollable Salvation

Meine Fresse, was ist denn diese Woche los? Mit dem Debütalbum von Pardoner aus San Francisco ist auch schon wieder die nächste Hammerplatte am Start. Den eigenwilligen Lärm, der einem darauf entgegenn springt, könnte man als eine Verschmelzung vom Indie Rock und Postcore der alten 90er Schule, Noise Pop und Fuzzpunk beschreiben, angereichert um deutliche Spuren von Post Punk und Shoegaze. Selbst geben die Jungs Polvo als ihren wichtigsten Einfluss an und das ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich denke dabei aber eher an jüngere Bands wie Ovlov, Happy Diving, Never Young und The Gotobeds; außerdem finde ich Anklänge an Swervedriver und ein kleines bisschen Slint wieder. Aber allen Vergleichen zum Trotz muss man ihnen doch zugestehen, ihre durchaus eigene Nische gefunden zu haben. Und das Songmaterial: Durchweg hochwertig. Eine von Anfang bis Ende saustarke Platte, die sich keinen einzigen Fehltritt leistet.



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Pleite – Im Gang vor die Hunde

Das ging ja mal schnell! Nach einem ziemlich guten Demo im Sommer, das schon mal sehr gespannt darauf machte was die Band in Zukunft so treiben wird, ist jetzt auch auch schon das erste Album der Berliner Punks aufgetaucht. Das ist noch viel besser geworden als ich es mir erhofft habe. Die Songs und Arrangements sind ausgefeilter, die Darbietung tighter und druckvoller geworden. Lyrisch dreht sich nach wie vor alles um “Die Gesamtscheiße”; die unerträgliche Tristesse, das Spießertum, die Verdummung der Medien, Hass, Intoleranz, die großlächige Rückkehr rechter Gesinnungen. Man könnte dazu auch sagen: Typisches Deutschpunk-Material. Aus dem deutschsprachigen Punksumpf stechen sie aber nicht zuletzt durch eine starke Postcore-Kante heraus, die mich unter anderem etwas an Klassiker von Unwound oder die Bands der John Reis Connection (Drive Like Jehu, Hot Snakes) erinnert. Willkommen in den Neunzigern, deutscher Punkrock.



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Bench Press – Bench Press

Gleich noch mal ein ausgezeichnetes Debüt, ebenfalls von einer Band aus Melbourne. Die Australier haben’s eben drauf. Zu hören gibt’s einen Mix aus Postcore und Noise Rock; man darf sich dabei an aktuelle Bands wie Tunic oder Batpiss erinnert fühlen, aber auch einen gelegentlichen Hauch von Fugazi, Drive Like Jehu oder Hot Snakes kann man der Platte nicht absprechen.



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Order – Demo 2017

Simpeler, gradliniger aber durchaus effektiver Postpunk/Postcore von einer Band irgendwo aus Virginia. Das erinnert mich unter anderem ein wenig an Bad Breeding oder Nervosas.


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Plax – Clean Feeling

Plax kommen aus Austin, Texas und bestehen unter anderem aus Mitgliedern von OBN III’s und Spray Paint. Besonders die Erwähnung letzterer Band lässt mich natürlich sofort aufhorchen, aber mit so einem verdammt perfekten, unbändigen Biest von einer Platte hatte ich dann doch nicht gerechnet. Das ist ein erstklassig Ärsche tretendes Gemisch aus Punk, Noise und Fuzz, das mal an den energischen Garage Punk von Ex Cult, Uranium Club oder frühen Tyvek erinnert, an den räudigen Postpunk von Institute oder den gnadenlosen Vorwärtsdrang der Hot Snakes. Die ganze Platte ist ein einziges Energiebündel.



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