Lié – Hounds

Irgendwann mal als so was wie die etwas derberen, kanadischen White Lung durchgegangen, hat sich das Trio aus Vancouver über zwei Alben zu einer ganz eigenen auditiven Gewalt entwickelt und gefällt mir inzwischen weitaus besser als was das offensichtliche Vorbild zuletzt so verzapft hat. Mit ihrem dritten Album hat die Band kürzlich ihr wohl wütendstes Stück Lärm abgeliefert, das die bisherige Rezeptur eher graduell verfeinert. Dafür geht ihr Sound im Umfeld von Post Punk, Noise und Postcore jetzt aber mit einer ungeahnt kompromisslosen Wucht und Entschlossenheit in die Offensive, welche die bereits sehr ungemütlichen Vorgänger noch mal locker in den Schatten stellt.

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Small Gods – Last Wave

Klangen Small Gods aus Basingstoke, England auf ihrer ersten EP (damals nannte sich die Band noch LUAU) noch sehr nach Hot Snakes und Obits, strampeln sie sich auf dem Nachfolger weitgehend frei von diesem Vergleich. Mir gefällt das ganze sehr gut mit einem deutlich vielseitigeren und melodischeren Ansatz, den das Songmaterial problemlos zu tragen vermag. Das bekommt hier mal eine ausgeprägte Noiserock-Kante verpasst, tendiert an anderer Stelle mal etwas in richtung 90er Dischord Sound und sogar für Surf-Einflüsse ist da Platz. Da wird ein unerwartetes Maß an kreativer Energie freigesetzt, das sehr gespannt auf das weitere Schaffen der Band macht.

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Xurs – Cheap Future

Kraftvoll vorwärts schreitender und unerwartet melodischer Postcore  aus Seattle, der gleichermaßen im Mid- und Uptempo, nicht zuletzt aufgrund von durchweg hochwertigen Songfundamenten, zu überzeugen weiß. Du Beginn fühlte ich mich etwas an den fuzzigen Post Punk von Plax oder The Cowboy erinnert, auf Albumlänge aber eher an den eingängigen Postcore von Meat Wave, Bloody Gears oder Bench Press. Klasse Debüt!

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Cutty’s Gym – Zante

Angry Britain maldet sich mal wieder lautstark zu Wort in Form dieser ausgezeichneten Debüt-EP von Cutty's Gym aus Glasgow. Entschlossen knüppelndes Postcore- und Noise Rock-Gedöns, das sich mit anderen britischen Bands wie Idles, USA Nails und den leider schon aufgelösten Death Pedals in bester Gesellschaft befindet.

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Shepparton Airplane – Almurta

Bei dieser Band aus Melbourne mischen unter anderem Leute von The Peep Temple mit. Ihr zweites Album beginnt in etwa so als träfe ein Bob Mould-Gitarrenföhn (aber mehr Sugar als Dü) auf aktuelle Bands der Indierock-meets-Postpunk Schule á la Gotobeds oder Pardoner. Im weiteren Verlauf kann man z.B. in Not So Sweet leichte Anklänge an Mudhoney ausmachen, spätere Scientists oder die aktuelleren Roamin’ Catholics. Windowsill hat ein bisschen was von Rapeman und insgesammt kann man Parallelen zu Vertretern der aktuellen australischen Postcore-Generation wie etwa Batpiss oder Bench Press sehen. Ein ganz schöner Gemischtwarenladen also, aber einer von der guten Sorte. Durchweg hochwertiger Stoff.



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The Proletariat – The Murder Of Alton Sterling

Huch, die Bostoner Hardcore-Legende ist auf einmal wieder am Start? Nach über dreißig Jahren?! Die zwei neuen Songs der Band hauen jedenfalls auf die Scheiße als wäre kein Tag vergangen und wirken alles andere als überflüssig.

Mack Enemy – Promo

Ein kurzer, dafür umso wuchtiger Angriff auf’s Trommelfell ist die erste Tonkonserve von Mack Enemy aus Philadelphia, zusammengesetzt aus Postcore, oldschooligem Hardcore- und Garagepunk.

Hit Bargain – Potential Maximizer

Wow. Dass mich diese Platte mit einer derart adrenalingeladenen Postcore-Wucht kalt erwischt, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber was die Band aus Los Angeles mit Mitgliedern von stilistisch gar nicht so naheliegenden Bands wie Cold Beat, Beach Fossils und The Pains Of Being Pure At Heart auf ihrem zweiten Album veranstaltet hat nicht nur das titelgebende Potenzial, sondern ist schlicht eine der besten Genre-Veröffentlichungen des laufenden Jahres. Bitte weiter maximieren!



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Red Hare – Little Acts Of Destruction

Dischord hat mal wieder was fallen lassen. Wie schon der meiste Output des Labels in jüngerer Vergangenheit handelt es sich auch hier um alte Gesichter aus der Washingtoner Szene; die Beteiligten machten sich einstmals mit Bands wie Swiz, Dag Nasty und Bluetip einen Namen. Musikalisch fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Es gibt ultraklassischen DC-Postcore mit ‘nem ziemlich langen Bart zu hören. Ein liebgewonnener Greis, der jederzeit willkommen ist.



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Denim And Leather – Sacred Autism

Noiserock-Gedöns aus Manchester mit ausgeprägter Hard-/Postcore-Kante. Freunde von Acrylics, Bad Breeding, Arse oder Anxiety werden sicher so einigen Gefallen dran finden.



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