Wild Moth - Inhibitor

wild moth

Das zwei­te Al­bum der Band aus San Fran­cis­co ist mal wie­der ein Le­cker­bis­sen ge­wor­den. Die Plat­te star­tet mit den zwei be­reits be­kann­ten, star­ken Songs von der Mir­ror Fle­xi, aber auch die rest­li­chen Songs rei­ßen mit. Schnör­kel­los ro­cken­der Shoe­ga­ze á la Swer­ve­dri­ver trifft auf et­was 90er Post-/E­mo­co­re. Das ist ih­re schlich­tes­te, grad­li­nigs­te Ver­öf­fent­li­chung bis­her. Was bei an­de­ren Bands aber schnell in der Ein­tö­nig­keit ver­sin­ken wür­de, wird hier vom aus­ge­zeich­ne­ten Song­ma­te­ri­al mit Leich­tig­keit ge­tra­gen.



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WªLL - Object

wall

Aus­ge­zeich­ne­ter Post­co­re aus Car­diff. Ge­konnt ver­schmel­zen sie die die prä­zi­sen Groo­ves von Fu­ga­zi et­wa zur "Ste­ady Diet of Nothing"-Phase mit dem un­ge­bän­dig­ten Feu­er von Hot Sna­kes.

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Moro - Entrüstet

moro

Als die Mail mit dem Band­camp-Link zu die­ser EP rein­kam, ließ mich die Ein­ord­nung als Screa­mo erst­mal schlim­mes er­war­ten, dann war aber doch al­les ganz an­ders als er­war­tet. Viel­mehr er­in­nert mich die Mu­sik die­ser ham­bur­ger Band an die kur­ze Pha­se um die Jahr­tau­send­wen­de als sich Gen­res wie (Post-)Hardcore, Noi­se, Doom, Prog und ex­pe­ri­men­tel­ler Me­tal so na­he ka­men und ge­gen­sei­tig be­ein­fluss­ten wie sel­ten da­vor oder da­nach. Ent­spre­chend er­in­nert mich das dann auch an so un­ter­schied­li­che Bands wie et­wa äl­te­re Neu­ro­sis und Mast­o­don oder die düs­ter und lang­sam de­her­wal­zen­den Mo­men­te von Con­ver­ge oder En­vy. Die deutsch­spra­chi­gen Ly­rics ha­ben es auch in sich. Al­le vier Songs be­schäf­ti­gen sich mit der un­be­que­men The­ma­tik von ge­sell­schaft­lich to­le­rier­tem Se­xis­mus und Ra­pe Cul­tu­re, le­gen sehr tref­fend die Me­cha­nis­men und Ge­dan­ken of­fen, mit de­nen die Tä­ter Ak­zep­tanz und Le­gi­ti­mie­rung für ihr Han­deln su­chen. Ein wich­ti­ger Bei­trag auch in ei­ner Mu­sik­spar­te, die sich ger­ne po­li­tisch pro­gres­siv gibt, in der Pra­xis dann aber oft doch als ein wei­te­rer stump­fer bis hy­per­mas­ku­li­ner Män­ner­klub ent­puppt. Tol­le Plat­te, von ei­ner Band die man im Au­ge be­hal­ten soll­te.

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Cryptorips - Glenwood G​.​G. /​ Hau Kea

cryptorips

Tol­ler Kurz­spie­ler ei­ner Band aus Dart­mouth in der ka­na­di­schen Pro­vinz No­va Sco­tia. Al­te Am­Rep-Schu­le trifft auf Hot Sna­kes-ar­ti­ges Ge­schred­der und mor­pht von da aus ge­konnt in old­schoo­li­ge Emo­co­re-Parts.

Chain Gang Grave - Bury Them And Keep Quiet

chain gang grave

Die­se New Yor­ker Band schleu­dert ei­nen me­tall­ver­stärk­ten Bas­tard aus Hard­co­re­punk, Noi­se­r­ock und Post­co­re. Könn­te man als ei­ne tod­erns­te, Me­tal-in­fi­zier­te Va­ri­an­te von Dawn Of Hu­mans be­schrei­ben.


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New Alaska - Western Corners

new alaska

New Alas­ka aus Stour­bridge in den eng­li­schen Mid­lands lie­ßen mich schon vor knapp zwei Jah­ren an­läss­lich ih­rer EP The Me­moir Sings auf­hor­chen. Auf ih­rem ers­ten Lang­spie­ler ver­fei­nern sie ih­re Re­zep­tur zu ei­nem et­was rei­fe­ren, ei­gen­stän­di­ge­ren Sound. Im­mer­noch fühlt man sich in vie­len Mo­men­ten an Ri­tes Of Spring, Dag Nasty, Hot Sna­kes oder Jaw­box er­in­nert, aber zu­neh­mend kom­men auch noi­ser­o­cki­ge Gi­tar­ren­tex­tu­ren und Math-Rhyth­men zum Vor­schein und sor­gen für ei­ne neu ge­won­ne­ne Viel­schich­tig­keit.


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Mass Lines - Personality Cult

mass lines

Mass Li­nes kom­men aus Can­ter­bu­ry, Kent im Süd­os­ten Eng­lands. Auf ih­rer ers­ten EP gibt es druck­vol­len Lärm mit ge­wis­sen Ähn­lich­kei­ten zu Hot Sna­kes oder Ob­its, al­so Post­punk mit ga­ra­gi­gen Riffs und Licks, plus et­was Noi­se­r­ock-Ge­ho­bel. Alt­be­währt aber ef­fek­tiv.


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We'll Go Machete - Smile Club

We'll Go Machete

Die­se Band aus Aus­tin be­ackert ein klas­si­sches Ge­misch aus Post­co­re und Noi­se­r­ock. Das hält ge­nau die rich­ti­ge Ba­lan­ce zwi­schen Kom­ple­xi­tät und Wucht, wan­delt da­bei et­wa auf den Spu­ren von Dri­ve Li­ke Je­hu und auch ein we­nig Fu­ga­zi im Ab­rock­mo­dus.


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So Stressed - The Unlawful Trade Of Greco​-​Roman Art

so stressed

Das ers­te, vor knapp drei Jah­ren er­schie­ne­ne Al­bum von So Stres­sed aus Sa­cra­men­to war noch ei­ne ganz vor­züg­lich chao­ti­sche Bau­stel­le, die ir­gend­wo zwi­schen me­lo­di­schem aber druck­vol­lem In­die­rock, Emo­co­re-An­lei­hen, der­bem Noi­se­r­ock und pu­rem Krach os­zil­lier­te. Mit der neu­en Plat­te ha­ben sie sich jetzt mal für ei­ne deut­li­che­re Marsch­rich­tung ent­schie­den: ei­ne un­glaub­li­che kom­pak­te, drü­cken­de und aus­ge­feil­te Mi­schung aus Noi­se­r­ock und Post­co­re. Freun­de von Greys und ähn­li­chen Ka­li­bern wer­den si­cher ei­ni­gen Ge­fal­len dran fin­den.

Auf Band­camp und bei den ein­schlä­gi­gen Down­load­tank­stel­len ist die Plat­te au­ßer­halb der USA nicht zu be­kom­men. Aber im Shop von Cap­tu­red Tracks gibt's das Teil in fast je­dem er­denk­li­chen Flüs­sig­for­mat, au­ßer­dem als CD, LP, Kas­set­te, 8track, Schel­lack, No­ten­heft, Flop­py Disk, Loch­kar­te, Dreh­or­gel­wal­ze…


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No Hands - Immortality Through Paperwork

no hands

Hui, No Hands aus To­ron­to schla­gen auf ih­rem neu­en Kurz­spie­ler ei­ne et­was un­er­war­te­te Rich­tung ein. Raus sind die klas­si­schen Hard­core-Ele­men­te und der Noi­se­r­ock, da­für tritt der Post­co­re ganz in den Vor­der­grund und zwar in ei­ner lang­sam vor sich her schlur­fen­den Ge­stalt. Steht ih­nen gut.