Fex Urbis – Blood & Guts

Schön zu sehen, was in letzter Zeit so an derbem, düsterem Lärm aus UK zu uns rüberschwappt, der noch vor einigen Jahren fast ausschließlich aus den Vereinigten Staaten oder aus skandinavischen Kellerräumen kam. Fex Urbis sind ein weiteres glänzendes Beispiel für die derzeitige Vitalität der britischen DIY-Szenen. Ihr ständig zwischen den Eckpunkten Postpunk, Hardcore und Noise oszilliender Lärm erinnert mich durchaus an die etwas derberen Momente von Criminal Code und beschwört auch ein wenig von der entfesselten Energie der frühen Lower herauf.



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Deletions – Archives

Gleich noch mal sehr netter Synthpunk. Die Deletions aus Harrisburg, Pennsylvania tauchten hier ja schon mal mit ihrem letzten Langspieler Hungers auf. Ihr neues Tape behält dessen verschrobenen LoFi-Charme aufrecht und hat nach wie vor etwas von Digital Leather oder frühen The Faint, bringt darüber hinaus aber auch einen gewissen Garagenfaktor mit.



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Exek – Ahead Of Two Thoughts

Das Schaffen dieser Band verfolge ich äußerst gespannt, seit Exek mir zum ersten mal durch eine Split-EP mit Spray Paint ins Bewusstsein drangen. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Dub, Post- und Artpunk, Psychedelic und diversen anderen experimentellen Sounds klingen sie wie derzeit keine anderen Band. Nach einer Compilation im vorletzten Jahr ist jetzt das lange erwartete Debütalbum der Band erschienen und es ist schon erstaunlich, wie kompakt und zugänglich ihr Sound darauf rüberkommt, obwohl dessen Grundzutaten eigentlich eher das Gegenteil suggerieren würden. Kann man jetzt schon zu den absoluten Highlights des noch jungen Jahres zählen.



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Patti – Patti

Ach je, wie soll ich das denn schon wieder beschreiben? Okay… der Tellerrand von Patty aus Oakland reicht von postpunkigem Garagenzeug á la Parquet Courts oder Uranium Club auf der einen Seite – hin zu einem eklektischen Mix aus Post-Reunion Mission Of Burma meets Minutemen meets Shudder To Think auf der anderen.Irgendwo im Chaos versteckt kann man auch noch etwas Devo und B52’s ausmachen. Klingt gut? Klingt gut.



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Dairy Classics – Early Adopters

Krudes Zeug mal wieder aus der wacker den Umständen trotzenden Londoner DIY-Szene. Dairy Classics spielen eine Variante des Postpunk, die sich der Repetition, der weitgehenden Melodieverweigerung und den in letzter Zeit ja häufiger zu vernehmenden Anklängen an die alte No Wave-Schule verschrieben hat. Hätten The Fall ihre Anfänge nicht im Manchester der späten Siebziger genommen sondern in New York, könnte das durchaus ähnlich klingen.



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Co-op – 2nd View

Verdammt geiles Zeug fabrizieren Co-op aus Vancouver da auf ihrem zweiten Tape. Post- und Artpunk kommt einem da entgegen, mit einem gekonnten Spiel aus Melodie und Dissonanz, Noise-lastiger Gitarrenarbeit und einer stark psychedelischen Geschmacksnote. Besonders in der ersten Hälfte dieser EP klingt das ein bisschen als würden Wire durch die Noise-Texturen der frühen Sonic Youth gefiltert. Im zweiten Teil fühle ich mich dann zunehmend and die abstrakten, schleppenden aber hochkonzentrierten Songkonstrukte von Behavior erinnert. Trotz aller Dissonanz, krummen Takten und sonstigen Sperrigkeiten bleiben die sechs Songs aber erstaunlich griffig und zugänglich. Vielleicht ist das die Wirkung des Gesangs von Evan Gray, der als Gegenpol zu all dem eine unglaubliche Ruhe verströmt, den Hörer an die Hand nimmt und sicher durch die verschlungenen Winkel der Musik führt.



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Structure – Structure

Auf dieser EP einer Band aus Brighton bekommt man Post Punk mit einer angenehmen Rumpel-Ästhetik auf die Ohren. Das kann mal an alte Rank/Xerox, Italia 90 oder Negative Space erinnern, vereinzelt (ganz besonders in Dull) kommt auch mal ein gewisser Live Skull-Vibe auf.



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Cool Jerks – Patriots

Garage Punk aus Leeds. Simpel, druckvoll und effektiv. Könnte man vielleicht als eine Kreuzung aus Flowers Of Evil, frühen Teenanger, Italia 90 und einer Messerspitze von Bad Breeding beschreiben.


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Chemical Wire – Chemical Wire

Eine exzellente Debüt-EP haben Chemical Wire aus Somerville, Massachusetts da abgeliefert. Ein Sound den man vage als Dinosaur Jr meets Wipers plus ein Hauch von Live Skull umschreiben könnte erzeugt darauf einen ganz schönen Fahrtwind. Oder um einen etwas aktuelleren und vermutlich auch treffenderen Vergleich zu bemühen: California X mit etwas mehr Punk-Feuer unter’m Arsch, verfeinert mit einer leichten Note von Stoner- und Sludge Punk.



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Imposition Man – Imposition Man

Teilelektronischer Postpunk auf dem Debüt-Tape eines Trios aus Graz und Berlin. Soundmäßig steht das aber definitiv eher der Berliner Szene nahe. So Diät mit einem Hauch von Big Black? Der Vergleich wackelt, aber mir fällt jetzt spontan auch nix besseres ein.



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