So Stressed – The Unlawful Trade Of Greco​-​Roman Art

so stressed

Das erste, vor knapp drei Jahren erschienene Album von So Stressed aus Sacramento war noch eine ganz vorzüglich chaotische Baustelle, die irgendwo zwischen melodischem aber druckvollem Indierock, Emocore-Anleihen, derbem Noiserock und purem Krach oszillierte. Mit der neuen Platte haben sie sich jetzt mal für eine deutlichere Marschrichtung entschieden: eine unglaubliche kompakte, drückende und ausgefeilte Mischung aus Noiserock und Postcore. Freunde von Greys und ähnlichen Kalibern werden sicher einigen Gefallen dran finden.

Auf Bandcamp und bei den einschlägigen Downloadtankstellen ist die Platte außerhalb der USA nicht zu bekommen. Aber im Shop von Captured Tracks gibt’s das Teil in fast jedem erdenklichen Flüssigformat, außerdem als CD, LP, Kassette, 8track, Schellack, Notenheft, Floppy Disk, Lochkarte, Drehorgelwalze…


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Wavves & Cloud Nothings – No Life For Me

wavves cloud nothings

Mann, diese Kollaboration hatte ich aufgrund meines Untergrund-Tunnelblicks ja mal gar nicht auf dem Schirm. Beide Bands sind mit ihrem Erfolg eine angenehme Randerscheinung im von Jahr zu Jahr madiger werdenden Indierock-Sumpf, denn derart mitreißende Rocker mit emotionalem Punch und massig Popappeal vermögen sonst nur wenige aus dem Ärmel zu schütteln ohne dabei kischig oder beliebig zu werden. Die gebündelte Durchschlagkraft und Songkonsistenz beider Frontmänner lässt hier nichts zu wünschen übrig, die Songs sind durchweg erste Sahne und einen leicht fuzzy-garagigen Vibe haben sie der Platte auch verpasst.



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Batpiss – Biomass

batpiss

Straight nach vorne gehender Noiserock/-punk aus Melbourne, der sich aber, wie etwa im Opener, gelegentlich auch mal Zeit für exakt kalkulierte Grooves nimmt. Man könnte leichte Parallelen zu Wymyns Prysyn, Uniform (die aus Atlanta, nicht das Industrialpunk-Duo) oder Video ziehen.


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Radioactivity – Silent Kill

Folder

Die Band aus Denton, Texas mit Mitgliedern von The Marked Men an Bord bleibt auch auf ihrem zweiten Langspieler ihrer Mischung aus mal garagigem, mal eher 77er-mäßigem Punkrock und honigsüßen, melancholischen Powerpop-Melodien treu. Am Songwriting haben sie aber deutlich gefeilt. Ein ganzes Stück runder und reifer als auf dem vorherigen Album kommen die Songs hier rüber. Zwölf durchweg unwiderstehliche Ohrwürmer.



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US Weekly – Void Of Devices

us weekly

Postpunk mit Hardcorepunk- und Noiserock-Elementen aus Austin. Teilweise erinnert mich das ein wenig an Swell Maps oder den ganz speziellen Vibe der legendären Gray Matter.


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Pustostany – 2012

pustostany

Nach UZS gleich wieder mal schöner Postpunk aus Breslau, diesmal von einem Nebenprojekt aus Mitgliedern von Kurws, dessen Tape 2012 gerade eine Wiederveröffentlichung auf 80/81 Records bekommen hat. Wunderbar krudes, mit reichlich Synthgepiepse angereichertes Geschredder.


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Wild Moth – Mirror

wild moth

Wild Moth aus San Francisco lassen mal wieder zwei neue Songs los, diesmal in Form einer dieser papierdünnen Flatterscheiben, die sich nach zu oft abspielen fast in Luft auflösen. Die Songs sind aber keine heiße Luft sondern Mirror ist oldschooliger Shoegaze-Pop in Perfektion, das ebenso ausgezeichnete Gallery Of Walls lässt dann die Postpunk-Seite der Band glänzen.

Police Force – Power Point

police force

Police Force aus Brisbane veranstalten auf diesem bei Tenth Court veröffentlichten Tape eine wunderbar psychedelische Orgie aus hypnotischen, überwiegend krautig-abgespaceten Grooves, die restliche Instrumentierug legt sich wie ein dichter Nebel darüber. Musik zum ausklinken und drin versinken.


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No Form – No Form

no form

Derber Noise-/Sludgepunk aus Leeds. In den flotteren Momenten dieser EP fühle ich mich an die legendären Fudge Tunnel oder Green Magnet School erinnert.

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No Hands – Immortality Through Paperwork

no hands

Hui, No Hands aus Toronto schlagen auf ihrem neuen Kurzspieler eine etwas unerwartete Richtung ein. Raus sind die klassischen Hardcore-Elemente und der Noiserock, dafür tritt der Postcore ganz in den Vordergrund und zwar in einer langsam vor sich her schlurfenden Gestalt. Steht ihnen gut.

Fist City – Everything Is A Mess

fist city

Melodischer Postpunk mit melancholisch verträumten C86-Powerpop/Proto Shoegaze-Elementen und ein bisschen Surf-Vibe aus dem Städtchen Lethbridge in der kanadischen Provinz Alberta. Die letzte Platte von denen fand ich noch ziemlich unausgereift, hier sind sie aber mit stärkerem Songmaterial und einem deutlich gereiften Sound unterwegs. Erinnert ein wenig an so unterschiedliche Bands wie Piles, Blank Realm, Wild Moth oder Male Bonding.


Pale Heads – Headless

pale heads

Pale Heads aus Melbourne schmettern sehr gekonnt eine abwechslungsreuche Melange, bestehend aus Noiserock und Postcore der späten 80er bis mittleren 90er und ein wenig Postpunk, der eher aus der Gegenwart zu kommen scheint, garniert mit ein paar straighten Punkrockern und tonnenweise Highlights.


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Digital Leather – All Faded

digital leather

Sind ja schon ein paar Jahre ins Land gegangen seit dem letzten Album der damals noch als Soloprojekt agierenden Synthpunk-Maschine von Shawn Foree aus Omaha. Jetzt haben sie auf FDH Records endlich neues Material am Start, in kompletter Bandbesetzung und mit einem entsprechend volleren Sound. Und poppiger als je zuvor. Damit lösen sie bei mir mal die letzte Teledrome Platte ab, die im letzten Jahr immer wieder meinen spontanen Hunger nach leicht käsigem Powerpop gestillt hat.


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Nopes – Nectar Of The Dogs

nopes

Ebenso melodischer wie explosiver Punkrock aus Oakland. So etwa Hüsker Dü der Zen Arcade-Phase, vielleicht noch ein kleines bisschen frühe Dinosaur Jr, deutlicher Garagen-Vibe und fünf starke Songs. Rockt.


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Worm Crown – Trauma

worm crown

Ist auch schon wieder eine ganze Weile her, da war das Noisetrio Worm Crown aus Melbourne hier schon mal mit ihrer ersten EP Human Waste vertreten, die noch eher durch ihre effektive Simplizität überzeugte. Nach zwei weiteren EPs haben sie jetzt ihr erstes Album am Start und lassen nix anbrennen. Macht immer noch mächtig Dampf, ihr wuchtiges Riffing kommt jetzt aber ausgefeilter daher ohne den vertrauten Druck einzubüßen und eine vorher nur vage zu erahnende Postpunk-Tendenz strahlt nun in ihrer ganzen Pracht. Ein Trauma dieser Art gönne ich mir doch immer wieder gern.



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