Broken Arm - Life Is Short

broken arm

Ein ex­plo­si­ves und un­ge­mein ro­cken­des Ge­misch aus Ga­ra­gen­ein­flüs­sen, Post­pun­k/-core und Noi­se­rock hau­en uns Bro­ken Arm aus Leeds auf ih­rem zwei­ten Al­bum sehr ge­konnt um die Oh­ren. Das star­tet mit ei­nem lu­pen­ri­nen Riff aus dem Stoo­ges-In­sol­venz­be­stand und ent­wi­ckelt sich dann wei­ter zu ei­ner Me­lan­ge aus den zu­gäng­li­che­ren Bei­trä­gen des Am­Rep-Ka­ta­lo­ges wie et­wa Tar und art­ver­wand­ten Bands aus der Noi­se- und Post­core-Ecke vom Schla­ge Jaw­box, Hot Sna­kes, Blue­tip oder gar Na­ti­on Of Ulys­ses. Da­zwi­schen fin­den sie im­mer wie­der mal Zeit für ei­nen flot­ten Punk­klop­per.

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Martyr Privates - Martyr Privates

martyr privates

End­lich er­scheint das De­büt­al­bum die­ser tol­len Band aus Bris­bane via Be­droom Suck & Fire Re­cords. Das Trio klingt stre­cken­wei­se ih­ren La­bel- und Stadt­nach­barn Blank Re­alm nicht ganz un­ähn­lich in ih­rer ei­gen­wil­li­gen Dar­bie­tung mo­der­nen Psy­chrocks, aber Mar­tyr Pri­va­tes ver­pa­cken das gan­ze dann in ei­nem deut­lich bo­den­stän­di­ge­ren Sound zwi­schen Ga­ra­gen­rock und den Psych-las­ti­ge­ren Strän­gen von Shoe­ga­ze- und Dream­pop. Re­fe­ren­zen ge­hen quer durch die Gen­re-His­to­rie von 13th Floor Ele­va­tors über Vele­vet Un­der­ground hin zu (und ganz be­son­ders) Spa­ce­men 3 und Ga­la­xie 500. Neun Songs mit un­ver­schämt ho­hem Ohr­wurm­fak­tor.



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Bronto Skylift - Date With A Ghoul

bronto skylift

Wie ges­tern ver­spro­chen hier die nächs­te fie­se Noi­se­at­ta­cke, dies­mal von ei­nem Glas­gower Duo, und wie­der geht's glei­cher­ma­ßen in die me­tal­li­sche wie auch pun­ki­ge Rich­tung. Deut­li­che Sludge-Ein­flüs­se sind mit an Bord und sie feu­ern ger­ne auch mal die ei­ne oder an­de­re Sal­ve Blast­beats ab. Da­zu ein Sänger/​Gitarrist, der des­sen Vo­cals ich we­ni­ger als Ge­sang oder Ge­schrei be­zeich­nen wür­de, son­dern als ner­vö­ses Hy­per­ven­ti­lie­ren, stets am Ran­de des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs.


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Pord - Wild

pord

Die ver­gan­ge­nen Ta­ge wa­ren nicht ganz arm an old­schoo­li­gem Noi­se­rock, stellt euch mal auf ei­nen leicht er­höh­ten Lärm­fak­tor für die­se Wo­che ein.
Den Auf­takt macht ei­ne Band aus dem fran­zö­si­chen Lo­zè­re mit ei­ner recht me­tal­li­schen, knie­tief in den Mitt­neun­zi­gern ver­wur­zel­ten Spiel­art mit deut­li­chem Math-Fak­tor. Der kon­zen­triert hin­ter­häl­ti­ge Punch von Shel­lac trifft auf die kom­pro­miss­lo­se Bru­ta­li­tät von Je­sus Li­z­ard und Kon­sor­ten, obern­drauf noch ei­ne Kin­der­schau­fel voll Neu­ro­sis. Da­bei wird das gan­ze aber mit ei­nem sehr pun­ki­gen Vor­wärts­schub dar­ge­bo­ten, so dass die Plat­te nie in öde Prog-Ge­fil­de ab­rutscht.


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Teardrop Factory - Thrash In The Heart

teardrop factory

Faux Di­scx gilt ja schon län­ger als ei­ne der zu­ver­läs­sigs­ten Ta­lent­schmie­den für schrä­gen und un­an­ge­pass­ten, je­doch auch me­lo­disch-zu­gäng­li­chen In­die­rock aus UK. Jetzt brin­gen sie mit den ers­ten Lang­spie­ler die­ser Band aus Brighton mal wie­der ei­nen ziem­li­chen Ham­mer von ei­ner Plat­te un­ters Volk.
Mu­si­ka­lisch kann man das gan­ze ir­gend­wo zwi­schen Noi­se­po­p/-punk, Shoe­ga­ze-Zeugs und Fuz­zver­lieb­tem In­die­rock ein­ord­nen. Er­in­nert wahl­wei­se mal an die me­lo­di­schen Mo­men­te vom ers­ten Wee­kend-Al­bum, na­tür­lich an Je­sus and Ma­ry Chain oder Ri­de im Power­pop­mo­dus. Ei­ne re­lax­te­re Va­ri­an­te von Ter­ry Mal­ts. Oder auch Vel­vet Underground's White Light/​White Heat hat wohl sei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen. In der zwei­ten Halb­zeit ge­sellt sich da­zu dann ei­ne Ten­denz zu me­lan­cho­li­schen Pi­xies-Surf­gi­tar­ren.
Was die Plat­te dann aber letzt­end­lich so un­wi­der­steh­lich macht ist das stim­mi­ge und recht viel­sei­ti­ge Song­wri­ting. Es gibt nicht ei­nen ein­zi­gen Durch­hän­ger auf der Plat­te. Die Ty­pen schüt­teln ein in­fek­tiö­ses Power­pop-Hook nach dem an­de­ren aus dem Är­mel und wer­den da­bei nie lang­wei­lig. Die dre­ckig pro­du­zier­te Lo­Fi-Äs­the­tik passt da­zu wie Arsch auf Ei­mer.



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Waveless - Waveless

waveless

Wun­der­schö­ne EP hat die­ses Trio aus Min­nea­po­lis raus­ge­hau­en, mit ei­ner an­ge­nehm rau­en und düs­te­ren her­an­ge­hens­wei­se an Shoe­ga­ze-Rock. Das kratzt zeit­wei­lig an den Gren­zen zu Post­punk oder Post­rock und lie­fert ge­nau die dich­te At­mö­sphä­re, die dem Gen­re in sei­ner Schön­klang-ver­lieb­ten Pha­se der letz­ten Jah­re et­was ab­han­den ge­kom­men ist. Eher ver­al­bträumt als ver­träumt.


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Prag - Demo

prag
Prag kom­men aus Perth. Schon ver­wirrt? Macht nix, der Rest ist ein­fach zu ver­ar­bei­ten, wenn man et­was Krach ab­kann. Auf ih­rem nicht mehr ganz tau­fri­schen De­mo setzt es sechs mal thra­shi­gen Ga­ra­gen­punk ir­gend­wo zwi­schen den frü­hen Teen­an­ger-Plat­ten und ei­ner pri­mi­ti­ve­ren Va­ri­an­te der Hot Sna­kes mit ka­put­ter Brem­se.


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Roberta Bondar - Caustic

roberta bondar

Die Neu­ro­lo­gin Ro­ber­ta Bondar, klärt mich Wi­ki­pe­dia auf, war die ers­te ka­na­di­sche As­tro­nau­tin und ge­hör­te 1992 zur Crew der Mis­si­on STS-42.
Die Band Ro­ber­ta Bondar ist die ers­te nach der As­tro­nau­tin Ro­ber­ta Bondar be­nann­te Band aus Ot­ta­wa und spielt ein Noi­selas­ti­ges et­was, dass sich auf­grund sei­ner Viel­sei­tig­keit ei­ner en­ge­ren Gen­re­zu­ord­nung ent­zieht. Ir­gend­wo zwi­schen Post­punk, Noi­sero­ck/-pop, Shoe­ga­ze-Ge­döns und ab­ge­spa­ce­ten Dro­nes mit ei­ner Schip­pe voll Kraut.


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Melkbelly - Pennsylvania

melkbelly

Melk­bel­ly aus Chi­ca­go schram­men ge­le­gent­lich haar­scharf an po­pu­lä­ren Spiel­ar­ten mo­der­nen In­dierocks vor­bei, bei de­nen ich ob ih­rer über­trie­be­nen Schwur­be­lig- und Seich­tig­keit nor­mal Ei­mer­wei­se kot­zen könn­te. (Er­war­tet jetzt kei­ne Na­men, ir­gend­was mit Vam­pi­ren oder so… un­ter an­de­rem.) Die­sen be­dau­erns­wer­ten Ei­gen­schaf­ten des neu­zeit­li­chen In­die­breis ent­zie­hen sie sich aber er­folg­reich un­ter ex­zes­si­ver Zu­hil­fe­nah­me von Noi­se, Fuzz und ge­witz­ten Ar­ran­ge­ments.


Al­bum-Stream gibt's dies­mal kei­nen. :-|