Dickhead Rescue – More Than… 7″

dickhead rescue

Gute Medizin für audiophile Schwachköpfe von einer Band die vermutlich aus New York kommt, die Informationslage ist da nicht so ganz eindeutig. Unter dem ganzen Noise, dem LoFi-Dreck und Gekratze verbirgt sich auf der A-Seite eine lupenreine Powerpop-Glückspille. Die B-Seite klingt eher als hätte man Big Black und Can auf engem Raum zusammengesperrt und in den Orbit geschossen.

The Gutter Rocks – New Booze

The Gutter Rocks

Schon wieder eine überzeugende Noiserockband aus Montreal, mit deutlichen Tendenzen in Richtung Post- und Garagenpunk. Außerdem mit einer kleinen Schippe Sludge oben drauf. Geht ordentlich ab.


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CHE¥ENNE 40 – Cinquante

cheyenne

Diese Band aus dem französischen Lille spielt experimentellen Postpunk, der sich klar auf der etwas kruderen Seite des Genre-Spektrums bewegt. Das klingt einerseits von vielen der eigenwilligeren 80er Postpunk- und Proto-Noise Bands wie etwa Swell Maps, The Pop Group, Flipper oder Scratch Acid beeinflusst. Aber auch aktuelle Bands aus der etwas Noise-intensiveren Richtung, etwa Exhaustion, nur auf besseren Drogen, könnte man da als notdürftigen Vergleich anbieten.


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La Urss – Maravillas del mundo

la urss

Wunderbar eigenwilliges Punkgedöns von einem Quartett aus Granada, Spanien. Offenbar hat die Band schon einige Jahre auf dem Buckel, entsprechend gut geölt kommt ihre Mischung rüber, die flotten Punkrock mit der Eingängigkeit der 77er Generation, leichten Postpunk- und vereinzelten, subtilen Deathrock-Anleihen verbindet, sowie auch diesem Wipers-artigen Gitarrenstyle bei dem ich immer sofort schwach werde. Jeder Song auf der Platte trifft ohne große Umwege ins Schwarze.


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Dead Arms – All The Hits

dead arms

Die Londoner Kapelle teilt sich mindestens ein Mitglied sowie die generelle Marschrichtung mit den Death Pedals. Hier nähern sie sich der Sache aber überwiegend von einer eher garagigen, straight rockenden Seite, mit dem gleichen durchschlagenden Effekt. Ausgezeichneter Garagen-/Noisepunk der neben besagten Death Pedals wahlweise auch mal mal an Pissed Jeans, Hot Snakes, Lo Fat Getting High oder die gestern hier geposteten Beast Fiend erinnern mag. Und natürlich etwas an die unvermeidlichen Jesus Lizard.


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Beast Fiend – Revenge

beast fiend

Die erste EP von Beast Fiend aus San Francisco hatte bei mir schon bleibenden Eindruck hinterlassen und auf den mehrfach angekündigten und wieder verschobenen (absichtliches Getrolle?) Nachfolger war ich mehr als gespannt. Ihre Beißkraft haben sie seitdem nicht verloren, im Gegenteil: In den 8 Minuten Laufzeit gehen sie noch dreckiger, primitiver, angepisster, jedoch auch tighter zu Werke als bisher gewohnt, mit ihrer nach wie vor mitreißenden Mischung aus Garagen-/Postpunk und prähistorischem Hardcorepunk.


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Uniform – Demo 1

uniform

Wenn der spezielle Sound dieser Band aus Atlanta dem einen oder anderen seltsam bekannt vorkommt, dann liegt’s vermutlich daran, dass hier zwei Drittel von Wymyns Prysyn mit am Werk sind. Das Ganze klingt dann auch in etwa so wie ein ungewaschener, Punk-/HC-fixierter Ableger davon.



Kerosene – Kerosene

kerosene

Massiver Postpunk-Krawall aus Philadelphia. Angetrieben von monotonen Grooves, mit noisig-flächigen Gitarrenwänden auf Cinemascope-Format aufgeblasen, dabei immer schön gradlinig und druckvoll. Mehr Zutaten braucht’s manchmal einfach nicht.

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Pope – Fiction

pope

Abgefuzzter Indierock von einem Trio aus New Orleans, das in seinem Hang zur großen Hymne etwas daherkommt wie die melancholischen kleinen Brüder von California X. Mit deutlichen Disonaur Jr- und Swervedriver-artigen Momenten. Fügt sich auch ganz gut ein in die aktuelle Welle von Indiekrach á la Happy Diving, Solids, Weed oder Dead Soft.


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VHS – Art Decay, Everything Looks Boring

VHS

Schönes Tape einer Band aus Seattle mit vielseitigem Post-/Garagenpunk, der mal an Hot Snakes oder deren Nachfolgeband Obits erinnert, manchmal auch an Wire oder Wipers. Oder die namensverwandten Video.


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Never Young – Never Young EP

never young

Starker Nachfolger zum letztjährigen Debütalbum der Band aus Oakland. Nach wie vor liegen die Koordinaten irgendwo zwischen Postpunk, Noise- und Schoegaze-Zeugs, die vier neuen Songs sind jedoch um einiges ausgereifter als auf dem etwas inkonsistenten Debüt.

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Dead Tenants – Void

dead tenants

Hier kommt gleich der nächste Leckerbissen aus dem Noise-/Postpunk-Umfeld. Die New Yorker bewegen sich klanglich in der Nähe von Bands wie Greys und Wymyns Prysyn, dazu böse Basslinien, die von Big Black geborgt sein könnten, hätten jene sich eine Seele zugelegt. Und etwas vom gradlinig rockenden Postpunk von Teenanger. Überhaupt finde ich es recht erstaunlich, mit was für einer genre-untypischen Leichtfüßigkeit die Platte über weite Strecken vor sich hin groovt.


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Fawn Spots – From Safer Place

fawn spots

Ein ausgewachsener Postcore-Böller, das neue Album der Fawn Spots aus dem alten York. Die Band kanalisiert hier so ziemlich das beste aus Postcore und Noiserock, insbesondere aus der Blütezeit beider Genres in den 90ern und reichert das ganze um deutliche Emocore-Einflüsse an, ohne jemals in die vielfältigen Fettnäpfchen des Genres zu treten. Der ungestüme Vorwärtsdrang der Hot Snakes kombiniert mit den blank liegenden Nerven von Rites of Spring, den walzenden Brutalo-Riffs von METZ, ein wenig Kopenhagen-Geboller und der Melodik von Hüsker Dü. Und noch viel mehr. Ich wünsche viel Spaß beim selbst entdecken.

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Bong Rips – высшая школа кожаных курток

bong rips
Und wieder mal versucht eine Platte ein Tape den Negativrekord für’s unnötig obszönste und politisch unkorrekteste Covermotiv zu unterbieten. Irgendwie schockt mich da aber nicht mehr so viel…
Die Musik der Band aus Petrosawodsk im Nordwesten Russlands ist aber ziemlich geiles Zeug. Recht kruder Noise-Garagen-Surf-Postpunk, der sich nicht zimperlich gibt und in seiner kurzen Spielzeit simple Melodien und Hooks mit einer derartigen Inbrunst abfackelt, dass es jedem ehrlichen Punkafficinado das Herz erweicht.


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XETAS – The Redeemer

xetas

Wo 12XU draufsteht ist meistens Qualitätskrach drin. Logischerweise haben 12XU Records und die Xetas aus Austin schon wieder eine Qualitätskrachplatte rausgehauen. Die ist eine leichte Abkehr vom einfachen aber gekonnten Garagenpunk der ersten 7″. Hier haben sie sich ein etwas derberes Äußeres inklusive einer schön wuchtigen Noise-Kante zugelegt, aber unter der Oberfläche wird die Platte über weite Strecken von sehr eingängigem Punkrock á la Red Dons meets Wipers getragen. Macht Spaß.


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