Short Days - Short Days

Short Days aus Lil­le, Frank­reich sind mir erst­mals letz­tes Jahr mit der Bleak Ci­ty 7" auf­ge­fal­len und mit sehr strai­gh­tem Punk­rock, der es ir­gend­wie schafft, die ur­alten, aus­ge­lei­er­ten Pun­kriffs mit der rich­ti­gen Wür­ze zu me­lan­cho­lisch-mit­rei­ßen­den Hym­nen zu va­ri­ie­ren. Jetzt ist der ers­te Lang­spie­ler der Band er­schie­nen, hier zu Lan­de auf dem Leip­zi­ger La­bel Ab­fall Re­cords. Wie er­war­tet über­zeugt die Plat­te mit durch­weg star­kem Song­ma­te­ri­al und ei­nem Sound, der mich et­was an ei­ne ge­dros­sel­te Va­ri­an­te der pa­ri­ser Kol­le­gen Youth Avoiders oder die Amis Ner­vo­sas er­in­nert.



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Blaha - 499​-​456

Re­la­tiv zeit­gleich mit dem zu­letzt hier vor­ge­stell­ten So­lo­al­bum vom Blind Shake Gitarristen/​Sänger Jim Blaha, taucht jetzt auch neu­es So­lo­zeug von sei­nem Bru­der und Mit­strei­ter Mi­ke Blaha (eben­falls Gi­tar­re und Ge­sang) auf. Auch hier ent­fernt sich das nicht sehr weit vom Sound sei­ner an­de­ren Band. Im ver­gleich zur Jim And The French Va­nil­la Plat­te kom­men die Songs hier aber in ei­nem leicht Lo­Fi-mä­ßi­gen, aufs we­sent­li­che re­du­zier­ten Sound­ge­wand rü­ber.
Checkt au­ßer­dem mal die­ses eben­falls im Fe­bru­ar er­schie­ne­ne Al­bum auf Wet Bridge Re­cords an.



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Meager - No Frills

Gei­les Zeug auf die­sem Tape ei­ner Band ir­gend­wo aus Ka­li­for­ni­en. Das klingt et­wa so als hät­te man die Sounds der ak­tu­el­len Ge­nera­ti­on von Ga­ra­ge-be­ein­fluss­ten Post­punk Bands mit der Dis­so­nanz al­ter Flip­per Plat­ten und dem Pro­to-Post­core ganz frü­her Sac­cha­ri­ne Trust ver­schmol­zen.



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Monotrophy - Steam Engines

Die­ses Duo aus Ly­on pro­du­ziert auf ih­rer ers­ten EP mo­no­ton schred­dern­des Zeug in der Form von aus­ufern­den Jams auf der Ba­sis von (Neo-)Krautrock, dem sie mit Post­punk- und Noi­se­rock-Ele­men­ten ei­nen or­dent­li­chen Arsch­tritt ver­pas­sen. So­nic Youth spie­len Neu! oder so…


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Natural Causes - Natural Causes

Das ist der zwei­te Lang­spie­ler ei­nes Tri­os aus Carr­bo­ro, North Ca­ro­li­na. Zu hö­ren gibt es über­wie­gend stock­düs­te­ren Post­punk mit Ga­ra­ge-Zu­satz und sä­gen­den Syn­the­si­zern. Das knab­bert ganz vor­züg­lich am Ner­ven­kos­tüm rum.



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Dreamdecay - Yú

Das zwei­te Al­bum der Band aus Se­at­tle ist ein recht sper­ri­ges Stück aus ab­grün­di­gem Lärm, be­stehend aus Ver­satz­stü­cken von Post­punk und Noi­se­rock, durch­setzt von Shoe­ga­ze-ar­ti­ger Klang­ver­dich­tung und mit ei­nem nicht zu un­ter­schät­zen­den Psy­che­de­lic-Fak­tor. In Mo­men­ten, wenn letz­te­rer über­wiegt, se­he ich ei­ne ge­wis­se Ver­wandt­schaft zu den bri­ti­schen Kol­le­gen Spec­tres.



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Vaguess - Guilt Ring

Als ei­ne un­er­war­tet star­ke, zeit­lo­se Ga­ra­ge­punk-Per­le stellt sich das De­büt­al­bum von Va­guess aus Cos­ta Me­sa, Ka­li­for­ni­en her­aus. In den vier­zehn Songs wech­selt sich klas­si­sches Ge­rif­fe mit pa­cken­den Me­lo­dien ab. Ver­packt in Ar­ran­ge­ments, die von bes­ter Hand­werks­kunst zeu­gen. Ei­ne der sel­te­nen Plat­ten, die zu­tiefst in al­ten Gen­re-Tra­di­tio­nen ver­wur­zelt ist, oh­ne da­bei in ei­nem vor­her­seh­ba­ren Ein­heits­brei zu ver­sin­ken. Je­der Song hier ist ein Voll­tref­fer.



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Cloak/​Dagger - I Want Everything

Er­in­nert sich noch wer an die­ses Punk­quar­tett aus Rich­mond, Vir­gi­nia? Gu­te sie­ben Jah­re sind seit ih­rem letz­ten Al­bum ver­gan­gen. Jetzt ha­ben sie ein neu­es am Start und er­freu­li­cher­wei­se kann das pro­blem­los an den ho­hen Qua­li­täts­le­vel ih­rer al­ten Plat­ten an­knüp­fen. Old­schoo­li­ge Ga­ra­ge-Riffs tref­fen hier auf Ele­men­te aus kraft­vol­lem Post­core.



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Wild Rose - Demo 2017

Erst­klas­si­ger Punk­rock aus der 77er Ga­ra­ge schmei­chelt den Oh­ren auf dem De­mo von Wild Ro­se aus Char­lot­tes­vil­le, Vir­gi­nia, mit ge­nau der rich­ti­gen Do­sis Lo­Fi-Dreck. Hat übelst Po­ten­zi­al, das.


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Sida - Sida

Die­se Band aus Straß­burg hat wohl schon so ei­ni­ge Tapes, 7"s und Split-LPs raus­ge­hau­en, be­geg­net mir hier aber zum ers­ten mal mit die­sem Lang­spie­ler auf Le Turc Me­cha­ni­que. Dar­auf gibt's ei­nen ziem­lich gna­den­los da­her­pol­tern­den Bro­cken Lärm aus chao­ti­schem bis ex­pe­ri­men­tel­lem Post­punk und Noi­se zu hö­ren, mit ganz viel Hard­core-Wut im Bauch.



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