Melkbelly - Nothing Valley

Da hat sich die New Yor­ker Band ja ei­ni­ge Jah­re Zeit ge­las­sen mit ih­rem ers­ten Lang­spie­ler. Und wäh­rend die bis­he­ri­gen EPs in ih­rer star­ken Frag­men­tiert­heit noch den Ein­druck ei­ner Band auf der Su­che nach der ei­ge­nen Vi­si­on mach­ten, stellt sich spä­tes­tens jetzt her­aus: Ge­nau das ist ih­re Vi­si­on. Das Cha­os in den Song­struk­tu­ren ist kein Aus­druck mu­si­ka­li­scher Un­ent­schlos­sen­heit, son­dern ihr selbst ge­wähl­ter, be­vor­zug­ter Mo­dus Ope­ran­di. Un­ter den Fet­zen und Frag­men­ten fin­den sich dann aber auch ab­so­lut klas­si­sche Be­stand­tei­le aus dem In­die­rock der Bree­ders und frü­hen Pi­xies wie­der, die mit ei­nen So­nic Youth-mä­ßi­gen Schred­der­fak­tor und ger­ne auch mal aus Noi­se Rock und Doom ent­lehn­ten Riffs kol­li­die­ren.



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Andy Human & The Reptoids - Kill The Comma

Die Punks aus Oak­land ha­ben bis­her noch nie ent­täuscht und auch die neue 7" auf Emo­tio­nal Re­spon­se ist mal wie­der A-Ma­te­ri­al oh­ne be­son­de­re Über­ra­schun­gen. Eben ihr ganz ei­ge­ner, un­ver­kenn­ba­rer Sound aus 77er-, Ga­ra­ge- und leicht an­ge­wa­ve­tem Post Punk.

Kudzu - Defeated

Das zwei­te Al­bum des Du­os aus Spring­field, Mis­sou­ri ge­fällt mir auf An­hieb sehr gut, rollt ei­nen Sound aus Syn­th­po­p/-punk aus, der in je­der Men­ge Go­th und was-auch-im­mer-für-ein-Wa­ve (Sor­ry, hier en­den mei­ne Gen­re-Kom­pe­ten­zen. RR­RHund, über­neh­men sie!) ge­tränkt ist. Das Song­ma­te­ri­al ist über­wie­gend recht ein­fach ge­strickt, der Klang­tep­pich da­für reich an noi­si­gen Tex­tu­ren. Mehr braucht es auch gar nicht, das Ding fluppt sehr or­dent­lich. Das de­fi­ni­ti­ve Pop­song-High­light When You We­re Mi­ne lehnt sich mit sei­nen star­ken Shoe­ga­ze-Vi­bes dann aber doch noch vor­sich­tig aus dem Fens­ter.



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Gad Whip - In A Room

Die neue EP der bri­ti­schen Ex­pe­ri­men­tal­band fällt mal wie­der wun­der­bar aus dem Rah­men mit ih­rem weit­ge­hend un­ge­müt­li­chen, sper­ri­gen Sound, der un­ter an­de­rem Ver­glei­che zu The Fall, frü­hen Sleaford Mods oder Swell Maps pro­vo­ziert, der au­ßer­dem ei­nen va­gen No Wa­ve-Ein­fluss, ei­nen Hauch von Kraut und Psy­che­de­lia nicht ver­ber­gen kann. Die­ser kru­de Klang­tep­pich stellt ein ab­so­lut pas­sen­des Ve­hi­kel für die gif­ti­gen Rants von Sän­ger Pe­te Da­vies dar, in de­nen er ein­deu­ti­ge An­sa­gen über das Zeit­ge­sche­hen und die grim­mi­ge Rea­li­tät vor der ei­ge­nen Haus­tür in aus­ge­spro­chen sur­re­al an­mu­ten­de Ly­rik ver­packt.


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Bruised - Bruised

Ei­ne vor­züg­lich ab­ge­hen­de Mix­tur aus Post-, Ga­ra­ge Punk und ein biss­chen Noi­se fin­det sich auf dem ers­ten Tape die­ser Band aus Chi­ca­go wie­der. Be­son­ders an­ge­tan bin ich vom de­fi­ni­ti­ven High­light Sa­tisfy­ing Tex­tu­re, das ei­nen aus­ge­präg­ten Ge­ruch von Pink Flag-meets-Youth Of Ame­ri­ca ab­son­dert.



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Blank Veins - From One Head

Sehr der­ber und pri­mi­ti­ver Noi­se­rock aus Thes­sa­lo­ni­ki, Griech­an­land. Vier bis zum An­schlag dis­so­nan­te, ab­ge­hack­te Lärm-Erup­tio­nen, die sich nicht all­zu sehr um Fein­hei­ten sche­ren. Nicht zu­letzt auf­grund des Tief im Mix ver­gra­ben da­her­plär­ren­den Sa­xo­fons er­in­nert mich das et­was an die Ka­na­di­er Ne­ar­ly Dead.


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Leisure - Inferno

Leisu­re sind zwei Ty­pen auf zwei Kon­ti­nen­ten, die zwi­schen ih­ren Heim­stu­di­os in Lon­don und New York di­ver­se Ge­räu­sche durch die See­ka­bel schie­ben. Das Er­geb­nis da­von ist auf ih­rem ers­ten Al­bum zu hö­ren und hat durch­aus sei­nen Charme. Syn­th- und Ga­ra­ge Punk, an dem Freun­de von Useless Ea­ters, Skull Cult, Pow! oder Aus­mu­te­ants si­cher ei­ni­gen Ge­fal­len fin­den.



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Tropical Nightmare - Tropical Nightmare

Ir­gend­wie ist es mir im letz­ten Jahr ent­gan­gen, dass die bri­tisch-bra­si­lia­ni­sche Band ih­re zwei­te EP ver­öf­fent­licht hat. Die ent­puppt sich je­den­falls mal wie­der als ein schön kom­pro­miss­lo­ser Bro­cken aus Noi­se, Sludge, Post- und Hard­core.


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Room 101 One Man Band - Room 101 One Man Band

Room 101 One Man Band ist das Pro­jekt ei­nes ge­wis­sen Ro­bert (Ro­burt?) Rey­nolds aus New Or­leans, der hier­mit nach ei­ni­gen EPs sei­nen ers­ten (mehr-oder-weniger-)Langspieler ab­lie­fert. Dar­auf gibt's ganz wun­der­bar ab­ge­fuck­ten Kra­wall zu hö­ren, der auf aus­ge­spro­chen schrä­ge Art und Wei­se zwi­schen Ga­ra­ge, Math- & Noi­se Rock, Post Punk und Hard­core rums­packt. Das klingt öf­ter mal nach Big Black in ei­ner ver­dreh­ten Ga­ra­ge-Par­al­lel­welt, nach dem ir­ren Noi­se­core von Soupcans oder Vul­tu­re Shit. Aus di­ver­sen Do­kus und mehr oder we­ni­ger be­kann­ten Fil­men zu­sam­men­ge­klau­te Vi­su­als wer­den gleich mit­ge­lie­fert.



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Hexdebt - Bitch Rising

Wumms. Mit die­sem Quar­tett aus Mel­bourne ist in Zu­kunft si­cher noch zu rech­nen. Ih­re ers­te EP macht je­den­falls schon rich­tig Lust auf mehr von ih­rem schön kan­ti­gen, fuz­zver­lieb­ten Post­punk, den Ka­na­di­ern Lié nicht ganz un­ähn­lich.