Goon - Happy Omen

Wun­der­schön, die­se EP ei­ner Band aus Los An­ge­les. Ei­ne form­schö­ne Ver­schmel­zung aus In­die­rock, (Neo-)Psychedelia, Power- und Jang­le Pop, et­was fol­ki­gem Ge­döns gibt's zu hö­ren. Das weckt z.B. Er­in­ne­run­gen an Spa­ce­men 3, Ga­la­xie 500 und die al­ten Pais­ley Un­der­ground-Tra­di­tio­nen.



Al­bum-Stream →

La Vase - La Vase

Ein­fach ge­strick­ten aber eben­so mit­rei­ßend dar­ge­bo­te­nen Punk­rock mit garagigen/​postpunkigen Zwi­schen­tö­nen setzt es auf dem De­büt­al­bum der Leip­zi­ger Band. Stel­len­wei­se könn­te man das als ei­ne et­was er­di­ge­re Ver­si­on von Short Days be­schrei­ben, au­ßer­dem mei­ne ich leich­te Spu­ren von z.B. Dai­ly Ri­tu­al oder Cri­mi­nal Code zu er­ken­nen. Kann was.



Al­bum-Stream →

Helta Skelta - Nightclubbin' 7"

Die letz­te LP der Band aus Perth kam mir auf zu­min­dest auf Al­b­um­län­ge noch et­was ein­tö­nig da­her, der neue Kurz­spie­ler auf Der­an­ged Re­cords über­zeugt mich hin­ge­gen voll­ends. Drei star­ke Ga­ra­ge­klop­per, die so­fort ins Blut ge­hen und ei­ne ge­wis­se sti­lis­ti­sche Nä­he zu Bands wie Ura­ni­um Club, Ed­dy Cur­rent Sup­pres­si­on Ring oder Ex-Cult auf­wei­sen.

U-Nix - 8 Songs

Wun­der­ba­rer Krach kommt da mal wie­der aus dem Hau­se Drop Me­di­um. Bei U-Nix aus Port­land sind un­ter an­de­rem Ex-Mit­glie­der von NASA Space Uni­ver­se am Werk und auf die­sem Tape ver­sam­meln sich Songs, die zu­vor auf ei­ner 7" und ei­ner Com­pi­la­ti­on er­schie­nen sind. Der ul­tra-old­schoo­li­ge, ab­so­lut kom­pro­miss­lo­se Hard­core­punk dar­auf ge­hört in sei­ner un­auf­halt­sa­men Wucht zwei­fel­los zu den ro­hes­ten, aber auch über­zeu­gends­ten Lärm­at­ta­cken, die ich die­ses Jahr zu hö­ren be­kom­men hab.



Al­bum-Stream →

Ecstasy - Ecstasy

Der ers­te Kurz­spie­ler die­ser Band aus San Fran­cis­co macht schon mal ei­nen aus­ge­zeich­ne­ten ers­ten Ein­druck in der Ge­stalt von fünf aus­ge­spro­chen kurz an­ge­bun­de­nen Aus­brü­chen aus Hard­core, Post- und Ga­ra­ge Punk.


Al­bum-Stream →

Lumpy & The Dumpers - Those Pickled Fuckers

Äh… Wei­ter­ent­wick­lung? In ei­nem Atem­zug mit die­ser Band? Je­den­falls ha­ben Lum­py & The Dum­pers aus Saint Lou­is mal wie­der ein neu­es Häuf­chen Dung fal­len las­sen. Nach wie vor ist das im Um­feld von Noi­se, Punk und Ga­ra­ge zu ver­or­ten, aber was sie auf ih­rer neu­es­ten EP fa­bri­zie­ren könn­te man teil­wei­se schon als se­mi-kom­pe­tent be­zeich­nen. Neu da­zu kommt au­ßer­dem ein zag­haf­ter Ein­satz elek­tro­ni­scher Lär­mer­zeu­gung und in Someone's in the House hat sich über­ra­schend ein No-Wa­vi­ges Sa­xo­fon ver­irrt. Aber zu kei­nem Zeit­punkt droht das gan­ze auch nur an­nä­hernd nor­mal zu klin­gen. L&TD be­wah­ren ih­ren ro­hen, ab­ge­fuck­ten Charme.



Al­bum-Stream →

Luggage - Three

Mal wie­der ei­ne Band aus Chi­ca­go die ei­nen spe­zi­el­len Klang­kos­mos be­ackert, der an die­sem Ort ir­gend­wie schon seit Jahr­zehn­ten be­son­ders gut zu ge­dei­hen scheint. Pas­sen­der­wei­se wur­de das Zeug auch deut­lich hör­bar bei Electri­cal Au­dio auf­ge­nom­men, wenn auch oh­ne di­rek­te Be­tei­li­gung ei­nes ge­wis­sen Mr. Al­bi­ni. Kann man sich al­so schon den­ken, mit was für Mu­sik wir es hier zu tun ha­ben: Ein Sound, der sich deut­lich im Um­feld von Noi­se- und Mathrock, Post- und Slow­core be­wegt und vom ers­ten Mo­ment an As­so­zia­tio­nen zu den Klas­si­kern von Slint, Tar, Co­de­i­ne und spä­te­ren Un­wound her­vor­ruft. Die un­ver­meid­li­chen Shel­lac kann man na­tür­lich eben­falls raus­hö­ren und et­was So­nic Youth-Dis­so­nanz macht sich auch im­mer wie­der breit.

Alt­be­kann­tes Zeug al­so, aber auch ab­so­lut hoch­wer­tig und stil­si­cher. Sel­ten be­kommt man heu­te ei­nen der­ar­ti­gen Sound auf so ho­hem Ni­veau, in solch ei­ner hoch­kon­zen­trier­ten und dis­zi­pli­nier­ten Dar­bie­tung zu hö­ren. Ei­gent­lich ist das viel zu gut für die Ver­öf­fent­li­chungs­form als Tape. Mir als voll­di­gi­ta­le Per­son könn­te das ja ei­gent­lich ziem­lich schnul­le sein, aber für Leu­te mit an­de­ren au­dio­tech­ni­schen Vor­lie­ben und ge­ne­rell auch als Zei­chen der Wert­schät­zung für die­ses tol­le Al­bum wä­re es doch zu wün­schen, dass ir­gend­wer das Ton­ma­te­ri­al noch auf schwar­zen Bo­den­be­lag trans­fe­riert.



Al­bum-Stream →

Bike Thiefs - Lean Into It

Bike Thiefs sind ein Trio aus To­ron­to und hier­bei han­delt es sich um ih­re drit­te EP. Die macht ziem­lich Lau­ne mit ei­nem schön druck­voll vor­wärts wal­zen­den Klang­kos­tüm, das zwi­schen post­pun­ki­gem In­die­rock und wuch­ti­gem Post­core os­zil­liert, bei­des ist mit ei­ner herz­haf­ten Noi­se-Kan­te ver­se­hen. In der erst­ge­nann­ten Ei­gen­schaft er­in­nert mich das ein we­nig an die Go­to­beds, in der letz­te­ren an ak­tu­el­le Bands wie Tu­nic, Greys oder Bat­piss. Das fluppt ganz her­vor­ra­gend.


Al­bum-Stream →

Sob Stories - Sob Stories

Emo­tio­nal Re­spon­se hat mal wie­der zu­ge­schla­gen und sich mit die­sem Quar­tett aus Oak­land ei­ne wei­te­re Per­le raus­ge­pickt. Die De­büt-EP von Sob Sto­ries über­zeugt auf gan­zer Li­nie mit ih­rem aus der Zeit ge­fal­le­nen Power- und Jang­le Pop. Der Klingt als wä­re die Zeit so ca. 1980 ste­hen­ge­blie­ben und wer so was wie ei­ne See­le be­sitzt, wird sich der Fül­le and mit­rei­ßen­den Hooks und Me­lo­dien kaum ent­zie­hen kön­nen.


Al­bum-Stream →

Yes I'm Leaving - Pure Joy

Auch schon wie­der drei Jah­re her seit dem letz­ten Al­bum der Noi­sero­cker aus Syd­ney. Und die Zeit ha­ben sie hör­bar da­für ge­nutzt ih­ren Sound zu ver­fei­nern, denn so kom­pakt ha­ben sie noch nie ge­klun­gen. Ein­gän­gi­ger als zu­vor, mit ei­ner neu ge­won­nen Me­lo­diö­si­tät. Ist na­tür­lich nur in Re­la­ti­on zu den al­ten Plat­ten ver­ste­hen, das Zeug wummst im­mer noch ganz ge­wal­tig. Der Bra­chia­le Noi­se al­ter Hel­den á la Green Ma­gnet School oder Fudge Tun­nel, kom­bi­niert mit der re­la­ti­ven Zu­gäng­lich­keit jün­ge­rer Bands wie frü­he Greys, So Stres­sed oder USA Nails. Den ge­wis­sen Grunge-Fak­tor der ver­gan­ge­nen Al­ben ha­ben sie sich aber auch be­wahrt.



Al­bum-Stream →