Zwei weitere Geräusche

Hit Bargain - Potential Maximizer

Wow. Dass mich die­se Plat­te mit ei­ner der­art ad­re­na­linge­la­de­nen Post­core-Wucht kalt er­wischt, da­mit hat­te ich nicht ge­rech­net. Aber was die Band aus Los An­ge­les mit Mit­glie­dern von sti­lis­tisch gar nicht so na­he­lie­gen­den Bands wie Cold Beat, Be­ach Fos­sils und The Pains Of Being Pu­re At He­art auf ih­rem zwei­ten Al­bum ver­an­stal­tet hat nicht nur das ti­tel­ge­ben­de Po­ten­zi­al, son­dern ist schlicht ei­ne der bes­ten Gen­re-Ver­öf­fent­li­chun­gen des lau­fen­den Jah­res. Bit­te wei­ter ma­xi­mie­ren!



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Connie Voltaire - Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)

Con­nie Vol­taire a.k.a. The Neo Ne­os, Love Ex­po­sure, etc. a.k.a. die ver­fickt noch mal bes­te Ein-Mann-Ga­ra­gen­band der Ge­gen­wart hat wie­der ein Al­bum voll­ge­kle­ckert. Mit dem Ruhm stei­gen auch die Am­bi­tio­nen und so hat sich der gu­te Mann der Neu­in­ter­pre­ta­ti­on ei­nes eben­bür­ti­gen Kul­tur­guts an­ge­nom­men: Dem le­gen­dä­ren '68er Al­bum der Kinks. Und nur ein gro­ßer Künst­ler wie Vol­taire ver­mag es, den sub­ti­len Fein­hei­ten ei­nes sol­chen Meis­ter­wer­kes neu­es Le­ben ein­zu­hau­chen. Aber jetzt komm mir nicht als nächs­tes mit "The Beat­les" als Aus­drucks­tanz-Per­for­mance, du ver­damm­ter Sell­out, du!



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Joujou Jaguar - Cheap Life /​ Golem 7"

Schö­ne 7" ei­ner pa­ri­ser Band. Auf der A-Sei­te pral­len die mar­kan­ten Vi­bes von New Or­der und The Clean auf­ein­an­der. Auf der B-Sei­te gibt es dann enst­pann­ten Ga­ra­ge Rock mit psy­che­de­li­scher No­te auf die Oh­ren. Ge­fällt.

Void /​/​ Gist - Cuts

Die Ham­bur­ger Band kam hier vor län­ge­rer Zeit schon mal vor, da­mals nann­ten die sich aber noch Al­pha Wa­ves. Den ers­ten Lang­spie­ler der Band - auch schon zwei­ein­halb Jah­re her - hab ich sei­ner­zeit dann ir­gend­wie ver­pennt. Jetzt ist je­den­falls Al­bum Num­mer zwei er­schie­nen und dar­auf hat ihr Sound deut­lich an Kon­tur ge­won­nen. Post­punk mit deut­li­chem Go­th-/De­athrock-Ein­schlag, der be­sag­te Gen­res nicht neu er­fin­den will, aber da­für mit ei­ner be­mer­kens­wer­ten Kon­se­quenz sein Ding durch­zieht.



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Polar Body - What Came From?

Nach­schlag von den aus­ge­spro­chen exten­tri­schen Post­pun­kern aus Penn­syl­va­nia. Mit den zwei neu­en Songs zeigt sich, dass die ei­nen noch viel grö­ße­ren Dach­scha­den ha­ben als bis­her an­ge­nom­men.

The Switzerlands - Anthology 2016​-'18

Wie der Ti­tel schon an­deu­tet, han­delt es sich hier um ei­ne recht lo­se An­samm­lung von Songs die­ser Band aus Cin­cin­na­ti, Ohio. Nicht al­les da­von ist Gold, aber ir­gend­wo in die­sen 26 Songs ver­steckt sich ein wun­der­schö­nes 13-Song Al­bum aus Power­pop, ver­schro­be­nem In­die­rock und Lo-Fi Be­droom Pop. Das hat was von den Bed Wet­tin' Bad Boys, frü­hen und spä­ten Re­pla­ce­ments und von der knar­zi­gen Kas­set­ten­äs­the­tik frü­her Gui­ded By Voices.



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Kommissars - II

Auf ih­rer zwei­ten EP legt die Band aus Sud­bu­ry, On­ta­rio nach ei­nem schon sehr gu­ten Vor­gän­ger noch mal or­dent­lich ei­nen drauf. Kräf­tig drü­cken­der Post Punk für Freun­de von Lower, In­sti­tu­te, Pret­ty Hurts, Cri­mi­nal Code… All the good stuff!


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Mom… what is noise?

Pick your fa­vo­ri­te noi­se. White? Brown? Fart? Pink?

The Channels - Double Negative

Star­kes Zeug kommt mal wie­der aus dem Hau­se Drop Me­di­um. The Chan­nels kom­men ir­gend­wo aus Mas­sa­chu­setts und er­zeu­gen auf ih­rem (ver­mut­lich) zwei­ten Lang­spie­ler ei­nen dich­ten und ato­na­len, in Dub ge­tränk­ten Sound aus Noi­se, Post Punk und ganz viel al­tem No Wa­ve. Per­so­nel­le Con­nec­tions zu Gue­ril­la Toss sind ge­ge­ben, was sound­mä­ßig ja auch nicht ganz fern liegt. Mich er­in­nert die­se Mi­schung aber eher an kon­tem­po­rä­re Bands wie Spray Paint, Exek, House­wi­ves oder Haun­ted Hor­ses.



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