Dharma Dogs - Music For The Terminally Besotted

Ei­ne ge­lun­ge­ne Über­ra­schung, das De­büt­al­bum die­ser Band aus Ma­di­son, Wis­con­sin; da­mit konn­te in der ge­gen­wär­ti­gen Mu­sik­land­schaft wirk­lich nie­mand rech­nen. Ihr sta­che­li­ger Sound klingt wie ei­ne wil­de An­häu­fung aus so ziem­lich al­lem, was sich im US-Punk der frü­hen bis mitt­le­ren 80er nicht an die da­mals schon weit­ge­hend in Stein ge­mei­ßel­ten Punk- und Hard­core-Kon­ven­tio­nen hal­ten woll­te. Man kann jetzt na­tür­lich par­al­le­len zu den of­fen­sicht­lichs­ten Acts wie frü­he Hüs­ker Dü, Mis­si­on Of Bur­ma, So­nic Youth oder Di­no­saur Jr zie­hen, aber das trifft nicht so wirk­lich den Kern der Sa­che. Eher passt da schon der Hard­core-las­ti­ge Vor­gän­ger letzt­ge­nann­ter Band, Deep Wound, nach de­nen sie gleich ei­nen Song be­nannt ha­ben. Über­haupt ist das Herz die­ser Plat­te in den eher halb-be­kann­ten Bands der be­sag­ten Zeit­span­ne zu su­chen wie et­wa Sac­cha­ri­ne Trust, Live Skull, Angst, Das Da­men oder ganz frü­he Me­at Pup­pets. Der hal­be SST-Ka­ta­log hat hier schein­bar Pa­te ge­stan­den. Das al­les prä­sen­tiert sich in ei­nem wun­der­bar un­per­fek­ten Klang­tep­pich, der ge­nau das rich­ti­ge Maß an Lo­Fi-Knarz mit­bringt. Auch wer sich nach der ge­nia­len ers­ten Milk Mu­sic EP et­was ver­prellt von des­sen Nach­fol­gern fühl­te und auch ei­nen fie­sen, Streit su­chen­den Zwil­lings­bru­der da­von ver­tra­gen kann, wird hier dran sei­nen Spaß ha­ben.



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Monster Treasure - II

Das De­büt­al­bum der Band aus dem Ka­li­for­ni­schen Stock­ton vor drei Jah­ren war ja schon ei­ne sehr, sehr hö­rens­wer­te An­ge­le­gen­heit, aber was das Trio auf Al­bum Num­mer zwei ab­lie­fert ist pu­re Fuzz-/Noi­se­pop-Per­fek­ti­on, die sich in zehn ta­del­lo­sen Song­per­len wie Ho­nig über den Hö­rer er­gießt, da­bei aber auch or­dent­lich auf den Putz haut. Der Sound weißt Ähn­lich­kei­ten zu den auf dem glei­chen La­bel ver­öf­fent­li­chen­den Lon­do­nern Slow­coa­ches auf, wird aber noch um deut­li­che Shoe­ga­ze-Ein­flüs­se ver­fei­nert. Die me­lo­di­sche Fi­nes­se von Chap­ter­house trifft auf Swer­ve­dri­vers un­be­ding­ten Wil­len zum ro­cken­den Lärm. Wi­der­stand zweck­los.



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Super Luxury - Smackers

Auf ih­rer Ab­schieds-EP ver­sam­melt die Band aus Leeds noch ein­mal vier un­ge­wa­sche­ne, im ab­so­lut po­si­ti­ven Sinn stump­fe Songs, die sich ir­gend­wo im Um­feld von Fuzz-/S­lud­ge­punk und Noi­se Rock be­we­gen.


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Radiation Risks - Headless Horseman

Die Band aus Buf­fa­lo, New York schiebt hier nach ei­ner sehr schö­nen EP im letz­ten Win­ter noch mal zwei strai­gh­te Ga­ra­ge­punk-Kra­cher oh­ne über­flüs­si­gen Bull­shit hin­ter­her.

Baxter Stockman - Haul

Bax­ter Stock­man aus Hel­sin­ki, Finn­land prä­sen­tie­ren auf ih­rem schon nicht mehr ganz neu­en zwei­ten Al­bum aus­ge­zeich­ne­ten Noi­se­rock der über­wie­gend eher klas­si­schen Prä­gung, der sich nicht all­zu weit aus dem Fens­ter lehnt, da­für aber mit ei­nem kon­stan­ten Strom von wuch­tig vor­wärts rol­len­den Groo­ves über­zeu­gen kann.



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Leather Towel - Leather Towel VI

Die­se EP der Su­per­group (u.a. Mit­glie­der von Aus­mu­te­ants, Hiero­phants, Ex­haus­ti­on) aus Mel­bourne ist ei­gent­lich schon ein ziem­lich al­ter Hut, aber jetzt zum ers­ten mal in di­gi­ta­ler Form zu be­kom­men. Kei­ne Über­ra­schun­gen hier. Es han­delt sich wie ge­habt um schnör­kel­lo­sen Ga­ra­ge­punk, der nichts an­bren­nen lässt.

Idylls - The Barn

Das be­reits drit­te Al­bum der Idylls aus Bris­bane ent­wi­ckelt ei­nen ziem­lich der­ben Sound­bro­cken, der glei­cher­ma­ßen im Noi­se Rock und Me­tal zu­hau­se ist. Von der Noi­se­rock-Sei­te her greift ih­re Mu­sik un­ter an­de­rem klas­si­sche Am­Rep-Tra­di­tio­nen auf, trifft da­bei aber auf deut­lich me­tal­li­sche­re Ver­satz­stü­cke, de­nen man ei­ne ge­wis­se Nä­he zu an­de­ren zeit­ge­nös­si­schen, ih­re Gen­res tran­szen­die­ren­den Bands wie Con­ver­ge oder Couch Slut nicht ab­spre­chen kann.



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Kommissars - Kommissars

Das ers­te Tape der Kom­mis­sars aus Sud­bu­ry, Ka­na­da macht mit durch­weg kom­pe­ten­tem Post Punk schon mal or­dent­lich ge­spannt auf die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Band. Über den Gi­tar­ren schwebt hier öf­ter mal ein sub­ti­ler So­nic Youth-Vi­be, an­sons­ten er­in­nern mich die fünf ab­wechs­lungs­rei­chen Songs stel­len­wei­se mal an frü­he Pro­tomar­tyr, Sar­casm, Rank/​Xerox oder Marbled Eye.


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The Effects - Eyes To The Light

Di­schord Re­cords hat ein Al­bum ver­öf­fent­licht. Die­se Tat­sa­che ist heut­zu­ta­ge an und für sich schon ein sehr er­wäh­nens­wer­tes, weil sel­ten ge­wor­de­nes Er­eig­nis. Und dann han­delt es sich auch noch um die ak­tu­el­le Band von De­vin Ocam­po, der in den 90ern bei der (in mei­nen Au­gen) Post­core-Le­gen­de Smart Went Cra­zy am Werk war, spä­ter denn bei den von mir heiß­ge­lieb­ten Mathro­ckern Far­aquet und Me­di­ca­ti­ons. Zwi­schen­zeit­lich war er au­ßer­dem bei De­ath­fix ak­tiv, die sich aus Mit­glie­dern letzt­ge­nann­ter Band und Fu­ga­zi-Drum­mer Bren­dan Can­ty zu­sam­men­setz­ten. Sei­ne ak­tu­el­le Band The Ef­fects ver­sprüht dann auch mal wie­der den un­ver­wech­sel­ba­ren Vi­be sei­ner al­ten Pro­jek­te, ver­bin­det das bes­te aus al­len Wel­ten. Die Kom­ple­xen Ar­ran­ge­ments von Far­aquet tref­fen auf die schram­me­li­ge Leich­tig­keit der Me­di­ca­ti­ons und die Ein­gän­gig­keit der al­ten Smart Went Cra­zy-Schei­ben. Da­bei las­sen Ocam­po & Co mehr als je zu­vor ei­ne Vor­lie­be für pro­gres­si­ves Geg­nie­del raus­hän­gen, was ich an­ge­sichts der Hoch­wer­tig­keit in Songs und Dar­bie­tung aber pro­blem­los to­le­rie­ren kann. Mir wird mal wie­der rich­tig klar, wie sehr ich das ver­misst ha­be.



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Sodium Beast - Night Club Tonite

Ein star­kes zwei­tes Tape hat die New Yor­ker Band da vor­ge­legt, ein mas­si­ver Qua­li­täts­sprung im Ver­gleich zum eher mau­en Vor­gän­ger. Noi­se Rock mit ex­qui­si­tem Vor­schub und ei­nem sehr post­pun­ki­gen Un­ter­bau gibt es zu hö­ren, der sich gut ins Um­feld ak­tu­el­ler Bands wie Tu­nic, Da­s­her, USA Nails oder Bat­piss ein­fügt.


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