Fashion Pimps & The Glamazons – Fashion Pimps & The Glamazons

Eine Band aus Cleveland, Ohio erzeugt auf ihrer ersten EP einen rauen, dissonanten Mix aus Noise Rock und Post Punk mit einer scharfen Garagenkante, was sie auf der musikalischen Landkarte in etwa zwischen so Bands wie The Cowboy, Spray Paint, Flat Worms and Plax verorten lässt, manchmal auch ergänzt um einen gewissen Flipper-Vibe.

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Heavy Metal – V: Live At The Gas Station Fighting The Devil

Ich glaub diesem mysteriösen Berliner Act habe ich hier bisher nie das volle Spotlight gegeben und kann rückblickend auch nicht mehr so genau sagen ob das so ist weil Heavy Metal noch nicht bereit für mich waren oder weil ich noch nicht bereit für Heavy Metal war. Definitiv kann ich aber sagen, dass ich ihr wildes und äußerst produktives Schaffen über die letzten Jahre konstant verfolgt habe und dass ihre verspulten Garage-/Elektro-/Hirnfickpunk-Machwerke mit jedem neuen Release etwas besser in meinem kaputten Gehirn resoniert haben. Dieser stetige Trend gipfelt jetzt in ihrem fünften Langspieler, auf dem sie meines Erachtens einen Sweet Spot getroffen haben und ein bisschen an ein gewisses Duo aus North Carolina erinnern, von dem man sagt sie seien nicht Punk genug für Heavy Metal oder irgend sowas… ebenfall im Mischbehälter befindet sich aber noch eine gesunde Dosis Swell Maps und Métal Urbain/Dr.Mix & The Remix. Noch nie haben die so nebulös und im besten Sinne falsch geklungen.

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Vacation – Existential Risks and Returns

Dummes ich war mal wieder viel zu verpeilt um rechtzeitig zur Kenntnis zu nehmen, dass per Salinas Records eine neue Platte der Pop-Magier Vacation aus Cincinnati, Ohio zu bekommen ist und wiederholt ihr Geschick im erschaffen wohlgeformter Songperlen im Spannungsfeld von oldschool lärmendem 90er Indie Rock, Noise- und Power Pop unter Beweis stellt – unverschämt catchy ohne jemals abgedroschen oder vorhersehbar zu klingen. Ist echt rar geworden, sowas. Noch seltener bekommt man es in so einer kraftvollen Darbietung auf die Ohren. Zwölf Songs = zwölf Hits, denn im Hause Vacation ist „ziemlich gut“ nicht gut genug.

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The Freakees – Freakee Deakee

Neuer Krempel von einem der aktuellen Premium-Lieferanten des geringfügig KBD-gefickten Garage Punk aus Los Angeles. Nachdem die Vögel auf vergangenen EPs mal recht vielseitige Stilmittel und Versatzstücke anprobiert haben – inklusive etwa reinem Synth-/Elektropunk auf dem letzten Kurzspieler – klingen die auf ihrem neuesten Streich fokussierter als je zuvor und das zahlt sich aus: die aktuelle, recht Synth-lastige Iteration ihres Sounds tritt äußerst ansprechend in die Weichteile und mag durchweg schmeichelhafte Vergleiche etwa zu Launcher, Alien Nosejob, Research Reactor Corp., Liquid Assets oder Satanic Togas hervorrufen.

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Rakete Fehlstart – Schmidt

Garage Punk aus Stuttgart, welcher – trotz deutscher Lyrik – dankenswerter Weise nicht allzu deutschpunkländisch klingt. Eher würde ich die mit so KBD-kreuzgezüchteten Gruppen á la Liquid Assets und Freakees vergleichen, aber auch zu Erik Nervous, Useless Eaters oder Sauna Youth könnte man mehr oder weniger haltbare Vergleiche ziehen. Feines Zeug also.

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Lysol – Soup For My Family

Die Band aus Seattle gibt’s jetzt ja schon ’ne Weile und entsprechend sitzt ihr Sound mit Schulden bei MC5 und Stooges inzwischen so komfortabel wie ein uralter Schlabberpulli. Das Tempo hält man heute etwas variabler und streckt sich regelmäßig in Richtung Hardcore aus, aber das ist so ziemlich die einzige nennenswerte Veränderung seit ihrem 2015er Demo. In den Händen einer weniger fähigen Band wäre das ein Rezept für garantierte Langeweile, aber Lysol vermögen den Scheiß wie gewohnt mittels reiner Wucht im Gehörgang zu verkanten. Da wackelt einfach nichts mehr.

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DDR – The Morning Grey

Eine ziemlich unerwartete und ausgezeichnete Musikeinreichung kam hier rein von einer Band aus Zagreb, Kroatien. DDR spielen eine Abart des melancholischen oldschool Post Punk mit einem Fitzelchen Goth im Mix, was mich in verschiedenen Augenblicken mal an gegenwärtige Bands wie Daylight Robbery, The Estranged, Primitive Teeth, Anxious Living, Criminal Code oder Xetas erinnert, während sich aus dem Altbestand auch klar ein bisschen Wipers-mäßige Gitarrenarbeit feststellen lässt und vielleicht etwas spätere Naked Raygun? In der zweiten Halbzeit wird man zunehmend melodischer, was der Sache einen gewissen melancholischen Vibe á la Leatherface, HDQ oder Government Issue der Mitt- bis Spätachtziger hinzufügt.

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C.H.I.M.P. – Demo

…und hier ist gleich noch eine vorzügliche Ladung verschrobener DIY Garage- und Synth Punk-Ohrwürmer von einem Typen aus Perth, die sich recht homogen unter zeitgenössische Werke etwa von Alien Nosejob oder diverse Bands aus dem noch bunteren Warttman-Mikrokosmos mischt.

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Monoburro – Discografia

Haltet alle mal das chilenische Label Instant Party im Auge. Das fiel mir zuletzt schon positiv mit dem netten Pizza Boys Tape auf und jetzt haben die aber mal so richtig ’nen Hammer ausgegraben mit diesem Tape einer Band aus Monterrey, Mexiko, von der ich sonst vermutlich niemals was mitbekommen hätte. Kompiliert sind darauf alle vier EP’s die bislang von der Band erschienen sind. Elektrisch angetriebener Garage- und Synth Punk, ein bisschen so S.B.F.-meets-The Spits, aber letztere mit mehr Robotern, mehr Cyberpunk… oder eventuell auch: Nuschelpunk?

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Credit Bureau – Credit Bureau

Echt ’ne Menge eierige Qualität unterwegs diese Woche. Um mich nicht zu wiederholen, fasse ich mich kurz: Hier ist die jüngste Kassette des immer exzellenten Labels Deluxe Bias, welche passenderweise auch ziemlich nach Bias-Regler auf fünf Uhr klingt. Fragt eure Eltern was das bedeutet.

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