Ventre De Biche – 333, Mi Homme, Mi Bête

Ventre De Biche - 333, Mi Homme, Mi Bête

Eine eis­kalte Brise kommt in Form die­ser Platte von irgendwo aus Frank­reich zu uns rüber­ge­weht, mit Klän­gen die glei­cher­ma­ßen sinis­ter und ein­lul­lend sind. Mini­ma­lis­ti­sche Kraft­werk-Elek­tro­nik wird dar­auf zusam­men mit einer kul­tu­rell unbe­darf­ten Vor­stel­lung von was auch immer zum Hen­ker ein Chan­son sein könnte durch den Sui­cide-Fleisch­wolf gedreht; das alles ver­mengt sich letzt­end­lich zu einem sur­rea­len Alb­traum in dem David Lynch und John Car­pen­ter die Bon­tempi-Orgel bedie­nen. Gute Nacht, schlaft alle gut.



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Dayshifters – 5-Song Demonstration

Dayshifters - 5-Song Demonstration

Day­shif­ters sind ein Trio aus Aus­tin. Die schnell und dre­ckig pro­du­zier­ten Songs ihres Demos machen als ers­tes Lebens­zei­chen schon einen abso­lut viel­ver­spre­chen­den Ein­druck, ich werde mit gro­ßer Span­nung ver­fol­gen, wohin sich das ganze noch ent­wi­ckeln wird. Sound­mä­ßig haben wir es hier mit Noise-infi­zier­tem Post­core zu tun, der sich wohl die eine oder andere Scheibe bei Jaw­box und Hot Snakes abge­schnit­ten hat, aber auch an Embrace kann man sich in eini­gen Momen­ten erin­nert füh­len.


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Blaha – The Long Arm of the Photo Booth

Blaha - The Long Arm of the Photo Booth

Schon wie­der ist ein neuer Kurz­spie­ler des umtrie­bi­gen Blind Shake-Sei­ten­pro­jek­tes am Start. Anders als auf der letz­ten 7″ geht auf die­sem Tape etwas weni­ger der Punk ab. Dafür tobt sich das wie gewohnt sehr klas­sige Song­ma­te­rial irgendwo im Umfeld von 60s Pop und Psy­che­de­lia aus, ver­ein­zelt kom­men auch ein paar Surf-Vibes zum tra­gen.


Fragile Rabbit – Fragile Rabbit

Fragile Rabbit - Fragile Rabbit

Erin­nert sich noch wer an Bles­sed State? Diese Band aus Nort­hamp­ton, deren ansons­ten recht strai­gh­ter Hard­core-Sound durch eine uner­war­tete Vor­liebe für Dino­saur Jr.-artige Gitar­ren­leads und -solos auf­fiel? Keine Ahnung ob die Band noch exis­tiert, jeden­falls spie­len zwei der Mit­glie­der von denen jetzt bei Fra­gile Rab­bit, außer­dem gibt es per­so­nelle Über­schnei­dun­gen mit den Indie­ro­ckern Left & Right. Nix mehr mit Hard­core hier, der melo­di­sche Lärm mit J. Mascis-Bezug darf dies­mal sei­nen freien Lauf neh­men. Außer­dem liegt man auch nicht ganz falsch, fühlt man sich etwa an sich an Cali­for­nia X oder die Debüt-EP von Milk Music erin­nert.

Melkbelly – Nothing Valley

Melkbelly - Nothing Valley

Da hat sich die New Yor­ker Band ja einige Jahre Zeit gelas­sen mit ihrem ers­ten Lang­spie­ler. Und wäh­rend die bis­he­ri­gen EPs in ihrer star­ken Frag­men­tiert­heit noch den Ein­druck einer Band auf der Suche nach der eige­nen Vision mach­ten, stellt sich spä­tes­tens jetzt her­aus: Genau das ist ihre Vision. Das Chaos in den Song­struk­tu­ren ist kein Aus­druck musi­ka­li­scher Unent­schlos­sen­heit, son­dern ihr selbst gewähl­ter, bevor­zug­ter Modus Ope­randi. Unter den Fet­zen und Frag­men­ten fin­den sich dann aber auch abso­lut klas­si­sche Bestand­teile aus dem Indie­rock der Bree­ders und frü­hen Pixies wie­der, die mit einen Sonic Youth-mäßi­gen Schred­der­fak­tor und gerne auch mal aus Noise Rock und Doom ent­lehn­ten Riffs kol­li­die­ren.



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Andy Human & The Reptoids – Kill The Comma

Andy Human & The Reptoids - Kill The Comma

Die Punks aus Oak­land haben bis­her noch nie ent­täuscht und auch die neue 7″ auf Emo­tio­nal Response ist mal wie­der A-Mate­rial ohne beson­dere Über­ra­schun­gen. Eben ihr ganz eige­ner, unver­kenn­ba­rer Sound aus 77er-, Garage- und leicht ange­wa­ve­tem Post Punk.

Kudzu – Defeated

Kudzu - Defeated

Das zweite Album des Duos aus Spring­field, Mis­souri gefällt mir auf Anhieb sehr gut, rollt einen Sound aus Syn­th­pop/-punk aus, der in jeder Menge Goth und was-auch-immer-für-ein-Wave (Sorry, hier enden meine Genre-Kom­pe­ten­zen. RRRHund, über­neh­men sie!) getränkt ist. Das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend recht ein­fach gestrickt, der Klang­tep­pich dafür reich an noi­si­gen Tex­tu­ren. Mehr braucht es auch gar nicht, das Ding fluppt sehr ordent­lich. Das defi­ni­tive Pop­song-High­light When You Were Mine lehnt sich mit sei­nen star­ken Shoegaze-Vibes dann aber doch noch vor­sich­tig aus dem Fens­ter.



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Gad Whip – In A Room

Gad Whip - In A Room

Die neue EP der bri­ti­schen Expe­ri­men­tal­band fällt mal wie­der wun­der­bar aus dem Rah­men mit ihrem weit­ge­hend unge­müt­li­chen, sper­ri­gen Sound, der unter ande­rem Ver­glei­che zu The Fall, frü­hen Sleaford Mods oder Swell Maps pro­vo­ziert, der außer­dem einen vagen No Wave-Ein­fluss, einen Hauch von Kraut und Psy­che­de­lia nicht ver­ber­gen kann. Die­ser krude Klang­tep­pich stellt ein abso­lut pas­sen­des Vehi­kel für die gif­ti­gen Rants von Sän­ger Pete Davies dar, in denen er ein­deu­tige Ansa­gen über das Zeit­ge­sche­hen und die grim­mige Rea­li­tät vor der eige­nen Haus­tür in aus­ge­spro­chen sur­real anmu­tende Lyrik ver­packt.


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Exploded View – Summer Came Early

Sum­mer Came Early erscheint am 10. Novem­ber auf Sac­red Bones Records.