Patti – Bad Back

Patti - Bad Back

Der­zeit kann man sagen, dass gefühlte 80% aller guten Bands aus dem Post-, Gara­ge­punk und Hard­core-Spek­trum frü­her oder spä­ter im Kata­log von Erste Theke Ton­trä­ger auf­tau­chen. Jetzt sind Patti aus Oak­land an der Reihe, die vor nicht allzu lan­ger Zeit ja schon mit ihrer ers­ten EP sehr zu gefal­len wuss­ten. Auch der neu­este Kurz­spie­ler der Band hält was er ver­spricht. An ihrem hyper­ak­ti­ven und reich­lich ange­schräg­ten Post­punk hab ich mich noch lange nicht satt­ge­hört.

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Kommissars – Something Pale

Kommissars - Something Pale

Eine digi­tale Sin­gle der Band aus Sud­bury, Onta­rio. Die zwei neuen Post­punk-Kra­cher dar­auf knüp­fen naht­los an das hohe Niveau der ers­ten bei­den EPs an.

Nopes – Stapler

Nopes - Stapler

Nach­dem die Band aus Oak­land mit der Fun Limbo EP im letz­ten Jahr ihr bis­lang derbs­tes Arte­fakt abge­lie­fert hat, kommt jetzt ein zwei­tes Album hin­ter­her, das nicht nur alle Ten­den­zen des bis­he­ri­gen Out­puts ver­eint, son­dern auch das Klang­spek­trum noch deut­lich erwei­tert. Die Hüs­ker Dü-arti­gen Melo­dien der ers­ten EP sind wie­der ver­mehrt am Start, so wie auch der erbar­mungs­los sägende Weirdo Hard­core. Dar­über hin­aus bewe­gen sich die Songs dann noch zwi­schen Momen­ten von ener­gi­schem Gara­ge­punk, beherzt zubei­ßen­dem Sludge-/Noise Rock und einem Anflug von ver­que­rem Post Punk. Ein unvor­her­seh­ba­res rundum-sorg­los-Paket also, bei dem sie sich keine nen­nens­wer­ten Fehl­tritte leis­ten.

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Vacation – Mouth Sounds #2699

Vacation - Mouth Sounds #2699

Das bereits sechste Album von Vaca­tion aus Cin­cin­nati, Ohio macht von Anfang an einen maxi­mal sym­pa­thi­schen Ein­druck, kommt mit ange­nehm lau­tem, old­schoo­li­gen Indie­rock irgendwo zwi­schen Super­chunk, Archers Of Loaf und Gui­ded By Voices daher, erlaubt sich zwi­schen­drin aber auch ein paar Abste­cher zu gara­gi­gen Klän­gen á la Sauna Youth.

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Gad Whip – Post Internet Blues

Gad Whip - Post Internet Blues

Die expe­ri­men­telle Post­punk-For­ma­tion irgendwo aus Eng­land ist an die­ser Stelle ja schon mit der einen oder ande­ren EP auf­ge­schla­gen. Mit ihrem aktu­el­len Lang­spie­ler hie­ven Gad Whip ihren eigen­wil­li­gen Sound aber auf ein ganz ande­res Level, ver­wirk­li­chen zuneh­mend das den frü­he­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen inne­woh­nende Poten­zial. Es ist glei­cher­ma­ßen ihre zugäng­lichste wie auch ihre unvor­her­seh­barste Platte bis­lang, deren urei­gene Vision des ver­ton­ten Unba­ha­gens immer für eine betrüb­li­che Über­ra­schung gut ist. Ein unge­schön­ter Blick auf die häss­li­che Gegen­wart vor der eige­nen Haus­tür und ein hol­pe­ri­ger Trip in eine unge­wisse Zukunft. Das bricht sich auch aber­mals Bahn in den ruhe­lo­sen Rants von Front­mann Pete Davies. Unge­hal­te­ner und auf­ge­wühl­ter als je zuvor ergießt sich ein unge­fil­ter­ter Bewusst­seins­strom über den Hörer, der Inhalt­lich durch­weg vom Zer­fall geprägt ist. Wie­der­keh­rende Bil­der von dahin­rot­ten­der Infra­struk­tur sind nur ein Spie­gel von poli­ti­schen, sozia­len, media­len und mora­li­schen Rea­li­tä­ten, die hier genauso unge­schminkt zum Aus­druck kom­men. Post Inter­net Blues reak­ti­viert die Wut im Bauch und hin­ter­lässt einen Kloß im Hals wie es noch keine andere Platte aus dem 12XU-kom­pa­ti­blen Spek­trum in die­sem Jahr geschafft hat.

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BB Eye – Picnic with Grandmas Foot

BB Eye -  Picnic with Grandmas Foot

Die ver­gan­ge­nen EPs des Garage/​Keyboard/​Weirdo Punk Duos aus Saint Louis waren wohl vor allem dar­auf aus, einem den letz­ten Nerv zu rau­ben und man kann ihnen dies­be­züg­lich volls­ten Erfolg beschei­ni­gen. Auf der neuen EP haben die bei­den nach wie vor ganz schön einen an der Klat­sche, aber bei den vier Songs, die sich dar­auf zwi­schen diver­sem rum­ge­spa­cke und einer grenz­wer­ti­gen Karaoke-Ses­sion wie­der­fin­den, gehen sie zum ers­ten mal etwas auf­ge­räum­ter und ent­spann­ter zur Sache, was dem Gesamt­ein­druck durch­aus gut getan hat. Sehr gespannt, wohin die Reise noch geht.

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Defenders – Operator Error

The Dis­so­nance Chan­nel erscheint am 31. August.