Fungas - Skaff

Jrdn Alexander - Hive

Autobahns - First LP!

Die Leip­zi­ger Post-/Ga­ra­ge Punk-Sze­ne er­staunt mich doch im­mer wie­der, ge­nau­so wie es Au­to­bahns schon ver­moch­ten an­läss­lich ih­rer Split-EP mit den eben­falls bril­li­an­ten S.G.A.T.V.. Jetzt ist das De­büt­al­bum der Band auf so et­wa drei­ein­halb üb­lich-ver­däch­ti­gen La­bels rund um den Glo­bus er­schie­nen und ist er­neut ein Ding zum an­bei­ßen! Di­rekt zu Be­ginn ent­fall­tet sich schon ei­ne ge­wis­se Bil­liam-mä­ßi­ge Qua­li­tät die­ser Songs, mo­de­rat Egg-mä­ßi­ge Ga­ra­ge Punk-Smas­her die glei­cher­ma­ßen auch As­so­zia­tio­nen er­we­cken zu so Haus­num­mern wie Tom­my Co­as­sack, Set-Top Box und den Egg­punk-Sen­sa­tio­nen Snoo­per, Beer, Pri­son Af­fair oder Egg Idi­ot. Tel­lin' Ya trans­pon­tiert ei­ni­ge der bes­ten Ten­den­zen jün­ge­rer Va­guess-Ver­öf­fent­li­chun­gen in den hier schon reich­lich er­wähn­ten Ei­er­kon­text. Da­bei ope­riert die Band durch­weg als ei­ne un­ver­schämt tigh­te Ein­heit, die ei­ner­seits je­der­zeit sehr amt­li­che Stür­me her­auf­zu­be­schwö­ren ver­steht oh­ne da­bei aber je­mals ih­re ei­ser­ne Kon­trol­le über den kon­stan­ten me­lo­di­schen Druck­aus­gleich zu ver­lie­ren, der sei­nen fi­na­len Hö­he­punkt in der un­ver­dünn­ten Noi­se Pop-Ek­sta­se von Loss Of The Rights fin­det.

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Char-Man - Down On Ready

Hui, die­se Band war bis jetzt mal ein kom­plett blin­der Fleck für mich und als sol­cher ein aus­ge­spro­chen er­freuch­l­cher Kar­ni­ckel­bau zum er­kun­den. Ent­spre­chend, für ei­ne Band die jetzt schon über zwei Jahr­zehn­te ihr Ding dreht, ist das Zeug hier ei­ne aus­ge­spo­ro­chen alt­mo­di­sche An­ge­le­gen­heit und zeigt ei­ne Band, die sich von nie­man­dem mehr an die Kar­re pis­sen las­sen muss und hier in ers­ter Li­nie ei­ne Fah­ne we­hen lässt für al­te aus­tra­li­sche Ve­te­ra­nen der Sor­te Saints, Bird­man, New Christs, God und Sci­en­tists, von de­ren Geist je­der die­ser Songs ge­tränkt ist. Aber auch ein paar Cheap Trick-mä­ßi­ge Power­pop-Me­lo­dien kann man dem nicht ab­spre­chen, eben­so wie kla­re An­klän­ge an Wi­pers, Dead Moon, New York Dolls oder 13th Flo­or Ele­va­tors. In der ak­tu­el­len Land­schaft bin ich si­cher, dass Freun­de von Split Sys­tem dem Zeug hier an­ge­tan sein wer­den oder auch je­ne, die so Bands der ver­gan­ge­nen De­ka­de ver­mis­sen wie Brims­tone Howl oder Apa­che Dro­pout.

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Electric Prawns 2 - I Wanna Be UR Simp /​ TV Screen & Prawn Party

Eins der best­ge­hü­te­ten Ge­heim­nis­se der ge­gen­wär­ti­gen aus­tra­li­schen Ga­ra­ge Punk-Sze­ne de­mons­triert er­neut sein gött­li­ches Po­ten­zi­al in Form zwei­er di­gi­ta­ler Sin­gles oder ins­ge­samt drei neu­en Tracks, wo­von je­der sei­nen ganz ei­ge­nen Vi­be mit­bringt. I Wan­na Be Your Simp war­tet mit ei­ner stark psy­che­de­li­schen Ge­schmacks­no­te auf, nicht ganz un­ähn­lich zu Bands wie Mo­no­ne­ga­ti­ves, Zo­ids, Cor­pus Earth­ling und frü­hen Use­l­ess Ea­ters, kom­bi­niert mit dem ein­gän­gi­gen Ga­ra­ge Pop von, sa­gen wir mal, Set-Top Box, Gee Tee und ver­wand­tem Krem­pel. Prawn Par­ty plün­dert sich dann durch ei­nen ganz an­de­ren Ort und ei­ne an­de­re Ära, hat vor al­lem et­was von der ge­gen­nwär­ti­gen Wel­le von prä-'77 New York-Re­vi­va­lis­men á la Peace de Ré­sis­tance, Jean Mi­gnon und der jüngs­ten In­sti­tu­te LP, aber es las­sen sich viel­leicht auch Spu­ren von The Drin-mä­ßi­gen Kraut-Ver­satz­stü­cken und dem grif­fi­gen Ga­ra­ge Rock di­ver­ser Ali­en No­se­job-In­kar­na­tio­nen dar­in wie­der­fin­den. TV Screen ver­wan­delt dann er­neut wun­der­sam sei­ne Ge­stalt und bringt ei­ner­seits den schram­me­li­gen Power Pop der frü­hen neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Ära und so Bands wie The Clean und The Stones auf, er­in­nert an­de­rer­seits aber auch stark an so bri­ti­sche DIY (Post-) Punk-Pio­nie­re wie Me­kons und Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties.

Mock-Up - Starved Plate

Ei­ne aus­ge­zeich­ne­te De­büt-EP von die­ser Band aus San An­to­nio, Te­xas löst sie­ben sat­te Spreng­la­dun­gen aus tief­schwar­zem aber glei­cher­ma­ßen raf­fi­nier­tem Post Punk aus. Wäh­rend der Ope­ner Pro­gress Trap für mich ein biss­chen so klingt als wür­den die Ga­ra­ge-/Noi­se Rock-/Post Punk-Hy­bri­den von The Cow­boy und Flat Worms auf ganz un­wahr­schein­li­che Art ver­quirlt mit The Spits oder Lost Sounds, wer­de ich im wei­te­ren Ver­lauf vor al­lem an di­ver­se Grö­ßen des ge­gen­wär­ti­gen bis noch-nicht-ganz-so-al­ten Post Punk er­in­nert wie z.B. Nag, Pre­da­tor, VR Sex, Tu­be Al­loys, Rank/​Xerox, Pu­blic In­te­rest oder das frü­he Werk von In­sti­tu­te, Di­ät und Marb­led Eye. Auch wenn so et­was in­zwi­schen si­cher nicht mehr den Gip­fel der Ori­gi­na­li­tät dar­stellt, hal­ten Mock-Up die Sa­che hier im­mer in­ter­es­sant und in Be­we­gung und kei­ner die­ser Songs braucht sich auch nur an­satz­wei­se ver­ste­cken vor je­nen of­fen­sicht­li­chen Re­fe­ren­zen.

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Virtual Combat - Death Machine

Die Band aus Syd­ney ließ kürz­lich schon ge­spannt auf­hor­chen mit zwei star­ken EPs und die­ser neue Kurz­spie­ler zeigt sie in ih­rer bes­ten Form bis­lang. Da­bei ope­riert die Band in ei­ner gol­de­nen Zo­ne zwi­schen Ga­ra­ge-, Syn­th-, Post- und Psych Punk und spannt da­mit ei­nen Bo­gen von schrä­gen Tel­ler­rand-Acs wie Die TV und DBR, über den Ga­ra­ge-Pri­mi­ti­vis­mus et­wa von Buck Bil­o­xi, Gi­or­gio Mur­de­rer bis hin zu den ab­ge­spa­ced psy­che­de­li­schen Trips von Zo­ids, Mo­no­ne­ga­ti­ves, Ma­teo Ma­nic, Si­li­con He­art­beat, Pow!, Cthtr und so­gar ei­ner lei­sen Ah­nung von Elec­tric Prawns 2 und ih­rem mo­nu­men­ta­len '23er Al­bum Prawn Sta­tic For Porn Ad­dicts.

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Poison Ruïn - Confrere

Con­fre­re er­scheint am 2. Au­gust auf Rel­ap­se Re­cords.