Bad Sports - Constant Stimulation

Bad Sports - Constant Stimulation

War ja klar, dass der inzwi­schen fünfte Lang­spie­ler der Band aus Den­ton, Texas mal wie­der ast­reine Qua­li­tät ablie­fert. So rou­ti­niert und zuver­läs­sig einen gara­gig ange­kratz­ten Power­pop-Knal­ler nach dem ande­ren aus dem Ärmel schüt­teln, das kön­nen nicht so viele. Nach wie vor ein Muss für Freunde von Bands wie Radioac­tivity (zu denen hier auch per­so­nelle Über­schnei­dun­gen bestehen), Diar­r­hea Pla­net oder Bed Wet­tin' Bad Boys.

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Pill - Soft Hell

Pill - Soft Hell

Auf ihrem zwei­ten Lang­spie­ler gibt die New Yor­ker Post­punk-Band ihrem Sound eine unge­ahnt grif­fige Kon­tur und jede Menge Fein­schliff. Dabei muss natür­lich die expe­ri­men­telle Kante der Vor­gän­ger deut­lich kür­zer tre­ten, dafür wirkt jeder Song sorg­fäl­tig kon­stru­iert und aus­ba­lan­ciert. Das Ergeb­nis ist ihre stärkste Platte bis­her; über­ra­schend homo­gen und zugäng­lich, den­noch abwechs­lungs­reich und viel­schich­tig, jeder Song  ein Voll­tref­fer. Reife Leis­tung.

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Ghost Guilt - Mating In Captivity

Ghost Guilt - Mating In Captivity

Die zweite EP die­ser Band aus Durham macht schon mal eine äußerst sym­pa­thi­sche Figur mit drei melo­di­schen Kra­chern irgendwo zwi­schen Fuzz Punk und 90er Indie Rock.

Pigeon - Bug

Pigeon - Bug

Die Ber­li­ner Noise- und Post­punk-Combo bleibt eine span­nende Ange­le­gen­heit. Ihr neues Tape geht jetzt einen Tick räu­di­ger zur Sache als schon ihr star­kes Debüt­al­bum im Früh­ling, was mei­nen per­sön­li­chen Vor­lie­ben natür­lich sehr ent­ge­gen kommt. Der Sound ver­schiebt sich nun stär­ker auf die Post­punk-Seite ihrer Glei­chung. Teil­weise erin­nert das stark an Nega­tive Space oder Insti­tute… oder gar an die erste Lower EP, deren Nach­wir­kun­gen vor allem in Less deut­lich spür­bar sind.

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Pisse - Hornhaut ist der beste Handschuh

Pisse - Hornhaut ist der beste Handschuh

Was soll ich sagen… die neue Pisse ist natür­lich mal wie­der vor­züg­li­che Pisse. Gol­den shower of hits!

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Eyesøres - Eyesøres

Eyesøres - Eyesøres

Mit ver­dammt arsch­tre­ten­dem Post Punk wie er kaum druck­vol­ler sein könnte zieht mich das Debüt-Tape der Eyesø­res aus Mel­bourne vom ers­ten Moment an auf ihre Seite. Das hat in etwa die kom­pro­miss­lose Atta­cke der Pretty Hurts an Bord, den tief­schwar­zen Blick von Cri­mi­nal Code. Außer­dem Dark Punk/​Death Rock-Ver­satz­stü­cke á la Hal­dol und zwi­schen­drin gibt's immer wie­der kleine Über­ra­schun­gen wie die melan­cho­li­schen, Red Dons-arti­gen Melo­dien im Ope­ner oder einen Hauch von Sonic Youth in Gol­den Soil. Einen der­art star­ken ers­ten Ein­druck hab ich in die­sem Genre-Umfeld schon län­ger nicht mehr gebo­ten bekom­men.

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Shogun and The Sheets - Hold On Kid /​​ Pissing Blood 7"

Shogun and The Sheets - Hold On Kid /​ Pissing Blood 7"

Die nicht nur von mir hoch­ge­schätz­ten Royal Hea­da­che sind schon län­ger nicht mehr, aber ihr Sän­ger Sho­gun mel­det sich nun mit neuer Band im Rücken und einer 7" zurück, deren A-Seite abge­se­hen von einem ver­gleichs­weise polier­ten Sound vie­les zurück­bringt, wofür man Royal Hea­da­che lieb­ge­won­nen hatte. Etwas weni­ger Garage, dafür mit einem leich­ten Radio Bird­man-Vibe. Deut­lich schwe­rer macht es mir die B-Seite. Der liegt zwar auch ein star­ker Song zugrunde, des­sen Dar­bie­tung riecht mir dann aber doch etwas zu sehr nach fader Alter­na­tive-Brühe und kann nur durch Sho­guns bemer­kens­werte Gesangs­per­for­mance noch raus­ge­ris­sen wer­den. Mal auf einen Lang­spie­ler war­ten…

Mope Grooves - The Waves /​ L.O.X. - L.O.X. Time

Mope Grooves - The Waves / L.O.X. - L.O.X. Time
Mope Grooves - The Waves / L.O.X. - L.O.X. Time

Zwei neue Ver­öf­fent­li­chun­gen aus Port­land und dem Mikro­kos­mos um die Woo­len Men und Honey Bucket. Deren Raf Spiel­man respek­tive Matt Rado­se­vich sind auf eini­gen Tracks des neuen Albums der Mope Groo­ves zu hören, bei denen es sich aber vor allem um ein Pro­jekt von Ste­vie Pohl­man han­delt, der wie­derum mit den bei­den erst­ge­nann­ten die Shop Regu­lars bil­det. Ver­wir­rend, ich weiß.

So weit weg klingt das von kei­ner der genann­ten Bands. Exzen­tri­scher, häu­fig abs­trak­ter Post­punk also, der zwi­schen­drin aber auch ein geschick­tes Händ­chen für tolle Melo­dien zeigt und einen aus­ge­spro­chen rus­ti­ka­len Vibe ver­sprüht. Etwas anders als besagte Grup­pen liegt hier sound­mä­ßig aber ein unge­wohnt star­ker Fokus auf Ana­log­syn­ths, Orgeln und ande­ren anti­quier­ten Tas­ten­in­stru­men­ten.

Alle drei spie­len wie­derum bei L.O.X. mit. Deren neue LP kommt daher wie eine leicht ange­krau­tete, aber dabei erstaun­lich zugäng­li­che Ver­schmel­zung von allem zuvor genann­ten. Die geballte Krea­ti­vi­tät die­ser klei­nen, ver­schro­be­nen Nische in einer sonst ja eher als hyper­gen­tri­fi­ziert ver­schrie­nen Stadt erstaunt mich jedes mal aufs neue.

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Roht - Iðnsamfélagið Og Framtíð Þess

Roht - Iðnsamfélagið Og Framtíð Þess

Die Noi­se­punks aus Reyk­ja­vík sorg­ten vor gerau­mer Zeit ja schon mit einer exzel­len­ten 7" auf Iron Lung Records für wun­der­bar schlechte Laune. Aus dem glei­chen Hause ist jetzt eine wei­tere EP zu bekom­men, auf der sie alles was beim Vor­gän­ger schon auf Anschlag saß end­gül­tig über die Klippe schub­sen.

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Popper Burns - Pure Disgust

Popper Burns - Pure Disgust

Schon etwas län­ger her, seit­dem das Queer­core-Wun­der Pop­per Burns aus Aus­tin sei­nen zwei­ten Lang­spie­ler ange­kün­digt hat. Gute andert­halb Jahre um genau zu sein. Jeden­falls gehört die Platte zu den von mir am hei­ßes­ten erwar­te­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen seit­dem die ers­ten Klänge des per­fek­ten Ope­ners Apollo 11 mein Trom­mel­fell erreich­ten und ich fragte mich schon, ob das Ding jemals erschei­nen würde. Offen­bar sind sie immer noch auf Label­su­che. Ich würde mich ja um die Band und das Album rei­ßen, aber ich bin nun mal (noch?) kein Plat­ten­ver­ti­cker.
Jetzt ist Pure Dis­gust jeden­falls schon mal digi­tal auf Band­camp zu bekom­men und bestä­tigt meine Ver­mu­tung, dass wir es mit einem unge­schlif­fe­nen Roh­dia­man­ten zu tun haben. Ihr vor Ärger und Frust bers­ten­der Post Punk gibt sich dabei durch­aus wand­lungs­fä­hig, erin­nert mich sehr an Shit Giver, ein wenig an ganz frühe Pro­tomar­tyr und das mit­rei­ßende Drama von Bam­bara oder Iceage. Das ganze kommt in einem wun­der­bar direk­ten und dre­cki­gen Sound daher, des­sen lose Fäden, Ecken und Kan­ten nur noch wei­ter zum spe­zi­el­len Charme die­ser Band bei­tra­gen.

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