Césped De Verdad - Chusma Ocre

Césped De Verdad - Chusma Ocre

Was ist das denn für ein gei­ler Scheiß, den uns da eine Band aus Valen­cia auf­tischt? Begrüßt einen mit Post Punk in no-wavi­ger Dis­so­nanz und ent­wi­ckelt sich dar­auf hin zu einem unbe­re­chen­ba­ren Bas­tard, der einem unver­mit­telt her­ein­bre­chende Hard­core­at­ta­cken, Ver­satz­stü­cke von 90er Dischord-Post­core, ein biss­chen Emo­ge­döns, Math­rock und melo­di­schem Indie Rock der ver­gan­ge­nen Dekade um die Ohren haut. Über all dem schwe­ben die unkon­ven­tio­nel­len Har­mo­nien á la Sonic Youth der Daydream Nation-Ära, das ver­bin­dende Ele­ment wel­ches diese selt­sa­men Klang­kon­strukte zusam­men­hält. In der Gegen­wart könnte man vage Ver­glei­che zu den Leip­zi­gern Molde bemü­hen.

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Crisis Man - The Myth Of Moderation

Crisis Man - The Myth Of Moderation

Schon andert­halb Jahre sind ins Land gezo­gen seit die kali­for­ni­sche Super­group aus Mit­glie­dern von z.B. Acry­lics, Public Eye, Vio­lent Change und Cere­mony bei mir mit einem Demo für eine aus­ge­zeich­nete Tages­laune sorgte. Die neue 7" auf Digi­tal Regress macht sofort an glei­cher stelle wei­ter, lie­fert also Gara­ge­punk mit ein biss­chen Hard­core-Spreng­stoff ab, der ein­fach nichts in Watte packt; so etwas in Rich­tung von Mys­tic Inane, Lumpy and the Dum­pers oder auch mal die erwähn­ten Acry­lics.

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12XU Radio #17

Tense Men - Ideal Meals

Tense Men - Ideal Meals

Ich hätte ja zuerst mal auf Aus­tin, Bos­ton oder Chi­cago getippt, aber diese nicht allzu bri­tisch klin­gende Band kommt doch tat­säch­lich aus Lon­don. Noch viel beein­dru­cken­der als diese Tat­sa­che ist aber die dis­zi­pli­nierte, eis­kalte Kon­se­quenz, mit der die Typen ihren mini­ma­lis­ti­schen und mono­to­nen Post Punk zuver­läs­sig mit unauf­halt­sam rotie­ren­den, mecha­ni­schen anti-Groo­ves auf­la­den, ihn letzt­end­lich immer wie­der aufs neue mit einer Wand aus Noise kol­li­die­ren las­sen. Und dass solch repe­ti­tive Klang­kunst auch in sech­zehn Songs und einer für Gen­re­ver­hält­nisse üppi­gen Lauf­zeit von einer guten Drei­vier­tel­stunde ums ver­re­cken nicht mal die gerings­ten Abnut­zungs­er­schei­nun­gen zeigt, das macht das kleine Wun­der kom­plett. Oder ist es der per­fekt schred­dernde Vier­spur­sound, der ihre kan­ti­gen Arran­ge­ments so tref­fend zu trans­por­tie­ren ver­mag?

Wie auch immer, Tense Men haben hier nach zwei noch etwas rich­tungs­lo­sen EPs zu ihrer Essenz gefun­den und die­ses gewisse etwas ein­ge­fan­gen, das Ideal Meals selbst in der unüber­schau­ba­ren Masse an star­ken Ver­öf­fent­li­chun­gen ihres Gen­re­spek­trums her­aus­ste­chen lässt. Ein biss­chen sehe ich sie in der Nach­bar­schaft der frü­hen Rank/​Xerox, aber auch die mar­kante Rhyth­mik von Man Sized Action kommt mir ins Gedächt­nis, die sture Bra­chia­li­tät frü­her The Men, ver­ein­zelt auch mal Mis­sion Of Burma oder ein wenig The Fall der frü­hen Acht­zi­ger. Nur die bes­ten Refe­ren­zen also. Mit die­sem Unge­tüm von einem Album haben Tense Men eine Tür ein­ge­tre­ten und ich kann's kaum erwar­ten zu sehen, was sich dahin­ter noch ver­birgt.

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Dumb Vision - Modern Things

Dumb Vision - Modern Things

Ganz präch­ti­ger Lärm aus Madi­son, Wis­con­sin. Der spannt gekonnt einen Bogen vom 80er West­küs­ten­punk zu den Gara­gen­sounds von heute und lässt bei­des dann in einem war­men Bad aus Fuzz Punk und Noi­se­pop á la Male Bon­ding ein­wei­chen.

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No Blues - A Collection Of Love Songs

No Blues - A Collection Of Love Songs

Eine exzel­lente Com­pi­la­tion einer Band aus Hamil­ton, Onta­rio. Ent­hal­ten ist das in alle­samt noch recht jun­ger Ver­gan­gen­heit erschie­nene Mate­rial von einem Demo, zwei EPs und zusätz­lich gibt's noch ein paar bis­lang unver­öf­fent­lichte Songs oben drauf. Sound­mä­ßig passt das gut in in eine Reihe mit ver­schie­de­nen ande­ren der­zei­ti­gen Bands, wel­che die Tugen­den von Garage, Fuzz und Power­pop ver­ei­nen. Also z.B. Bad Sports, Tommy and the Com­mies, Radioac­tivity, Booji Boys… you name it.

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Murderer - I Did It All For You

Murderer - I Did It All For You

Stei­len Scheiß ver­an­stal­tet diese New Yor­ker Band auf ihrem Debüt­al­bum in Form eines etwas sur­real anmu­ten­den Sounds aus Post- und Hard­core, Post-, Blues- und Cow­punk. In etwa wie ein gemein­sa­mer Fie­ber­traum von Wymyns Pry­syn und Gun Club. Ein sti­lis­ti­scher Fran­ken­stein­bas­tard, wie ich ihn so bis­lang noch nicht zu hören bekam. Und dabei so aus einem Guss, dass die Gren­zen zwi­schen den Songs zuneh­mend ver­flie­ßen, was letzt­end­lich nur noch wei­ter zur unwirk­li­chen Atmo­sphäre der Platte bei­trägt.

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The Suburban Homes - E.P 3

The Suburban Homes - E.P 3

In phy­si­scher Form ziem­lich schnell abver­kauft und daher end­lich auch digi­tal zu bekom­men: Die aktu­elle EP der Punks aus dem bri­ti­schen Craw­ley. Da weiß man, was einen erwar­tet - näm­lich zeit­lo­sen, ein­fach gestrick­ten DIY-Schram­mel­punk mit sym­pa­thisch kan­ti­ger Atti­tüde, wie in der­zeit nie­mand bes­ser hin­be­kommt.

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Brutal Birthday - Commotion 7"

Brutal Birthday - Commotion 7"

…und gleich noch mal Sounds in der Gegend von Noise Rock und Sludge Punk; und zwar von jener Band aus Bolo­gna, die vor gerau­mer Zeit schon auf einer Split 7" mit Tro­pi­cal Trash sehr gefiel und die nun eine ebenso kurze und schmerz­hafte Debüt-EP des mal mehr, mal weni­ger pri­mi­ti­ven Lärms hin­ter­her schiebt.

Football & White Savage - Split LP

Football & White Savage - Split LP

Hätte man mir diese Split­scheibe zweier Bands aus Lees­burg und Chi­cago als ein vol­les Album einer ein­zi­gen Band ver­kauft, wäre mir - abge­se­hen von etwas unter­schied­li­cher Fide­li­tät der Pro­duk­tion - über­haupt nichts auf­ge­fal­len, so sehr ähnelt sich der Sound von Foot­ball und White Savage. Beide Bands bewe­gen sich selbst­be­wusst im Umfeld von Garage und Psy­che­de­lic, Noise Rock, Sludge Punk und ein wenig Post­core, dabei las­sen sie aber auch gar nix anbren­nen. In ver­schie­de­nen Momen­ten erin­nert mich das z.B. mal an The Blind Shake, ein ande­res mal an Hot Snakes. Knallt ganz vor­treff­lich.

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