Gay Cum Daddies - Parrots Realm

Selbst im An­ge­sicht von so ziem­lich al­lem was je­nes lo­se Mu­si­ker-Kol­lek­tiv rund um das New Yor­ker La­bel De­co­he­rence Re­cords bis­lang so ver­bro­chen hat, sta­chen Gay Cum Dad­dies im­mer noch deut­lich her­aus als be­son­ders sprach­los ma­chen­de Bot­schaf­ter des Cha­os und Un­heils. In ge­wis­ser Art und Wei­se ist die neu­es­te LP jetzt auch fast ge­nau das, was man von die­ser Band in­zwi­schen er­war­ten kann, näm­lich ei­nen sper­ri­gen Bas­tard des No Wa­ve-ver­seuch­ten Lärms, der je­doch al­ler chao­ti­schen Ka­ko­pho­nie zum Trotz kei­nes­wegs nach rei­nem Zu­falls­prin­zip klingt. Nein, mehr als je zu­vor er­scheint mir die Band auf die­ser Plat­te je­der­zeit hun­dert­pro­zen­tig in Kon­trol­le ih­rer un­kon­ven­tio­nel­len Klang­kon­struk­te und po­si­tiv nerv­tö­ten­den Jams, die nie­mals auch nur den ge­rings­ten Zwei­fel dar­an auf­kom­men las­sen, dass die­se Ty­pen ei­nen Mas­ter­plan ha­ben. Si­cher, ei­nen sehr selt­sa­men, ver­schlun­ge­nen und ver­schlüs­sel­ten Plan, aber nichts­des­to­trotz ei­nen Plan. Hat man sich erst­mal dar­an ge­wöhnt, kommt es ei­nem vor wie das un­er­hör­tes­te, scho­ckie­rends­te Ding wenn in Rib­bo­ning Bould­er Hands Over Da­ta doch tat­säch­lich mal ein er­kenn­ba­rer 4/4-Takt vor­herrscht, für 30 Se­kun­den oder so…

Al­bum-Stream →

Jëg Hüsker - My Dawn Promo

Die zwei­te EP die­ser Band aus Karls­ru­he dient gleich­zei­tig auch als ein ers­ter Vor­ge­schmack auf ei­ne kom­men­de LP. Wie schon auf dem star­ken De­mo­tape vom letz­ten Jahr wer­den auch hier die dre­cki­gen Ga­ra­ge- und Dun­ge­on-Vi­bes, die Jëg Hüs­ker ganz of­fen­sicht­lich von Thee Khai Aehm ge­erbt ha­ben (aus de­ren Mit­glie­dern die­se Band zur Hälf­te be­steht), mit je­der Men­ge pri­mi­ti­ver Pro­to­punk-Ac­tion ver­schmol­zen, wie auch mit ei­ner Spur von Space Rock-Ex­zess á la spä­te De­s­truc­tion Unit, ei­nem Hauch von Hard­core-En­er­gie in Tear It Up und auch reich­lich Me­lo­die in My Dawn, wäh­rend der Raus­schmei­ßer In­te Mer Hem nicht we­ni­ger ist als hoch­do­sier­te Dun­ge­on Punk-Per­fek­ti­on.

Al­bum-Stream →

D.A.R.Y.L. - Rock n Roll High School

Das De­büt­al­bum von die­sem Typ aus Aus­tin, Te­xas hat für uns zehn ex­qui­si­te Knall­kör­per des sim­pli­zis­ti­schen Ga­ra­ge Punk-Spek­ta­kels auf La­ger - ja, ge­nau, der glei­che al­te Scheiß aber das in so rich­tig gut, et­wa als wür­den hier die Tu­gen­den von Buck Bil­o­xi, Gi­or­gio Mur­de­rer, Bart and the Brats, The Ach­tungs, The Dirts und frü­hen Sick Thoughts mit­ein­an­der ver­schmol­zen und be­wun­de­rer je­ner Bands soll­ten ei­gent­lich schon al­le­samt vor dem Kerl nie­der­knien und dar­um bet­teln, dass er ihr Geld neh­men mö­ge.

Al­bum-Stream →

Mr. Pescado - Dusty Perils

Das zwei­te Tape die­ser Band aus New York, an un­ser Ufer ge­spült vom lo­ka­len Spe­zia­lis­ten Fuz­zy Warbles Cas­set­tes, ist ei­ne irr­sin­nig an­spre­chen­de Mi­schung, die ir­gend­wo zwi­schen den Eck­punk­ten von re­lax­tem Ga­ra­ge Punk und glei­cher­ma­ßen ab­ge­han­ge­nem In­die Rock-Ge­schram­mel pen­delt. Ein biss­chen hat das was von ei­ner stär­ker nach In­die­rock ten­die­ren­den In­kar­na­ti­on von Va­guess, kom­bi­niert mit et­was frü­hen Woo­len Men, Bed Wet­tin' Bad Boys, ak­tu­el­len Da­ten­ight oder viel­leicht auch ei­ner we­ni­ger ge­dräng­ten Ver­si­on der jüngs­ten Mon­da LP.

Al­bum-Stream →

Old City - Illusion Of Peace

The Last Thing Left to Har­ve­st er­scheint am 20. Ju­li.

Billiam - Maid Dress

Ani­ma­ti­on Cell er­scheint am 9. Au­gust auf Ers­te The­ke Ton­trä­ger.

Baby Tyler Band - Needs

Ba­by Ty­ler Band er­scheint am 2. Au­gust auf Night Bell Re­cords.

Being Dead - Firefighters

Eels er­scheint am 27. Sep­tem­ber auf Ba­yo­net Re­cords.

Party Dozen - Wake In Might

Crime In Aus­tra­lie er­scheint am 6. Sep­tem­ber auf Tem­po­ra­ry Re­si­dence Ltd.