Excited To Die – Sick Til Death

Mehr exzellenter Hardcorescheiß von einer Band aus Dartmouth, Nova Scotia, Kanada und was ich mal als ihre bislang ansprechendste Veröffentlichung bezeichnen möchte. Darauf vermischen sie etwas von einer klassischen ’80er Hardcoreattacke mit reichlich garagigen Hooks, ’77er Melodien und der rohen Energie der KBD-ära. So ungefähr würde ich es mir vorstellen wenn so puristische Garagenacts wie Jacket Burner, Buck Biloxi oder Bart And The Brats eine Hardcore-Platte aufnähmen.

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Dog Lips – 4 Big Ones

Oh, hey, genau passend zu dieser anderen Band mit dem Hundenamen, hier ist neuer Scheiß von der einzigen Band der Welt, die nicht The Dogs heißt. Hatten beide Bands irgendwann mal, zur Zeit ihrer ersten EP in 2022, eine gewisse Ähnlichkeit, haben Dog Lips aus Portsmouth, New Hampshire sich doch spätestens mit der letztjährigen Danger Fowrard LP weitgehend davon weg entwickelt und betätigten sich darauf doch mehr in einem recht kontemporär klingenden Post Punk-Sound, aber auch nicht ohne Momente und Flashbacks zu ihrer einfacheren Garage Punk-Vergangenheit. Die neueste EP klingt dann auch nach einer direkten fortführung davon, die aber gleichsam auch graduell ihren Sound verfeinert und erweitert, der mich häufig an diverse Bands erinnert, die irgendwann im vergangenen Jahrzehnt ihren Anfang genommen haben wie etwa Flat Worms, The Cowboy, die frühen Protomartyr, Plax oder Speed Week.

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Excess Blood – Porcelain Doll

Die 2024 auf Impotent Fetus erschienene selbstbetitelte EP der Band war bereits ausgesprochen hochwertige Ware und auf ihrem jüngst erschienenen Nachfolger halten sich die Death Rocker aus Portland noch ein gutes Stück näher an eine oldschoolige Goth-/Post Punk-/Death Rock-Formel, so sehr dass man in den ersten Takten von Turn To Stone fast denkt, die Band würde jetzt in eine Coverversion von Joy Division’s Transmission reinrutschen. Normal reizt mich derartiges ja eher wenig, aber ich muss auch zugeben dass nicht jede halbwegs traditionelle Platte dieser Art auf dem gleichen Level spielt und der Teufel hier oft im Detail steckt. Auf dieser Platte stimmen jedenfalls die besagten Details und summieren sich ganz vortrefflich zu einem stimmigen Ganzen – die Songs, die Vibes, Performance und Attitüde, alles trifft einfach mal den Nagel auf den Kopf auf einer Platte, die zwar ausgesprochen altmodisch klingt aber dabei kein bisschen abgestanden.

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The Dogs – The Only Band Called The Dogs

Nach einer Handvoll EPs, die anfangs oft nach reichlich Vibe und Attitüde aber etwas wenig Substanz klangen, hat sich jener Umstand im Schaffern der walisischen Band doch Stück für Stück verbessert und ihre neueste Veröffentlichung auf Gob Nation ist in der Tat mal gar nicht mehr so ein Leichtgewicht und gefällt mir ausgesprochen gut – ein absoluter all-killer-no-filler Stapel von einfach gestrickten aber treffsicheren, ’77-beeinflusstem und angenehm schmierigem Garage Punk-Tunes, zu denen man ausgezeichnet Teslas oder Spießer oder KI-Rechenzentren anzünden kann.

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Underats – Even Scum Can Dream

Qualitätshardcore von einer Band aus Tokyo, die hier Elemente aus früh-’90er Hardcore-Riffing der post-Thrash-Ära (nicht die Website, haha…) mit einer doch sehr speziell japanisch klingenden Melange aus NWOBHM-infiziertem Garage-, Speed- und Motörpunk vermischt… man könnte sagen geradezu pünklich zur neuen Guitar Wolf-Platte um uns daran zu erinnern, auf welchem Flecken der Welt diese spezielle Art von Leckerei jetzt schon seit vielen, vielen Jahren besonders schmackhaft und konsistent zubrereitet wird.

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Ritalin F.M. – Demo

Brillianter Garage-/Egg-/Synth Punk-Scheiß auf einer tollen Debüt-EP von ’nem Typen oder einer Band aus Montreal, die irgendwie komplett an mir vorbei ging als dieses Tape im Rahmen vom Demo Fest 2025 erstmals erschinenen ist. Nun, hier ist jetzt meine zweite Chance und verdammt, ist das mal guter Scheiß hier! Die Synth-Klänge irgendwo zwischen Kinderkeyboard und Hammond Orgel in den ersten beiden Songs erinnern mich an eine frühere Phase des Egg-Wahnsinns und insbesondere an die beiden Mark Cone-Platten aus den Jahren 2016/’17, woraufhin dann die nächsten beiden mehr von einem stärker elektrischen, Industrial-mäßigen aber dennoch absolut verspielten Feel haben irgendwo zwischen, sagen wir mal, Beef und R. Clown, bevor eine Violet Femmes-Coverversion als Rausschmeißer-Track durchaus plausibel eine primäre Inspiration für den ganzen Krempel nahelegt.

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Neonatals – Dry Brain

In einer schon recht guten Woche was weit über’m Durchschnitt spielenden Hardcore Punk angeht, ist die hier echt das Sahnehäubchen wenn ihr mich fragt. Nicht dass uns die digitale Single Plastic Disease im letzten Jahr nicht vorgewarnt hätte, was da auf uns zu kommt… Das ist derbe kreativer, freidrehender Scheiß, der mich an einige der abgehobeneren Acts der letzten zwei Jahrzehnte aus dem Artcore, Hard- und Weirdcore-Sektor erinnert wie unter anderem Big Bopper, Patti, Rolex, Brandy, Mystic Inane, Beast Fiend, Cutie, Fugitive Bubble, Septic Yanks oder Liquid Assets um nur ein paar davon zu nennen. Ich brauch bringend mehr von dem Scheiß!

Blaskapelle Chancentod – Keine Zeit Für Hass

Pädagogisch Wertvoll erscheint am 17. April auf Voodoo Rhythm Records.

Poison Ruïn – Hymn From The Hills

Hyms From The Hills erscheint am 3. April auf Relapse Records.

Creepy Future – Giant Ships

Brace Yourself erscheint am 27. März,