Flat Worms - Melt The Arms

The Appa­ri­tion /​ Melt The Arms 7" erscheint am 12. Okto­ber auf Famous Class Records.

Dead Tenants - Reset

Dead Ten­ants II erscheint am 5. Okto­ber auf Already Dead Tapes and Records.

Garage Class - Terminal Tokyo

Ter­mi­nal Tokyo 10" erscheint am 21. Sep­tem­ber auf Outer Reaches.

Idles - Joy As An Act Of Resistance

Idles - Joy As An Act Of Resistance

Ich hatte ja meine Vor­be­halte, aber auf dem zwei­ten Album der gerade ziem­lich gehyp­ten Band aus Bris­tol kommt ihre unver­schämt vor­wärts schie­bende Mischung aus Post­punk/-core und Noise Rock kei­nes­wegs ver­wäs­sert rüber, son­dern Idles klin­gen hier ein­fach noch viel mehr nach sich selbst als schon auf ihrem gran­dio­sen Debüt. Das glei­che gilt für den Gesang von Front­mann Joe Tal­bot, der dem vor­mals noch etwas im Zaum gehal­te­nen inne­ren Spring­teu­fel unge­zü­gelt freien Lauf lässt. Wie ein end­los agi­tier­ter (oder man könnte auch sagen: unglaub­lich bri­ti­scher) See­len­ver­wand­ter von Protomartyr's Joe Casey spuckt er häss­li­che Rea­li­tä­ten auf den Boden, die aus sei­nem Mund wie sinis­tere Abzähl­reime klin­gen. Und zwar von der Sorte, an deren Ende unver­meid­lich jemand wei­nend nach Hause läuft. Eine pas­sende Unter­ma­lung für's neue Zeit­al­ter der Bul­lies.

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Woolen Men - Post

Woolen Men - Post

Also das neue Album der Woo­len Men aus Port­land ist…  nicht ganz was ich jetzt von ihnen erwar­tet hätte. Was kei­nes­falls hei­ßen soll, dass die Über­ra­schung eine von der nega­ti­ven Sorte wäre. Auch Post lie­fert ohne Ende hoch­wer­tige Song­kost, wie gewohnt in schnör­kel­lo­ser Vier­spur­tech­nik auf­ge­nom­men. Aber waren ver­gan­gene Ver­öf­fent­li­chun­gen der Band immer eine sti­lis­tisch breit gefä­cherte Ange­le­gen­heit, die irgendwo zwi­schen Post-/Ga­rage Punk und zeit­lo­sen Power­pop-Melo­dien abwech­selte, kon­zen­trie­ren Woo­len Men sich hier ganz auf eben letzt­ge­nannte, ver­schram­melte Pop­me­lo­dien. Die trans­por­tie­ren trotz der all­ge­mein sehr beschwing­ten Vibes diese spe­zi­elle Melan­cho­lie, die ihren Out­put seit jeher durch­zieht. Ein Som­mer­a­l­bum wie für den Herbst gemacht.

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Hyäne - Demontage Und Zerfall

Hyäne - Demontage Und Zerfall

…und gleich noch mal betrüb­li­ches Zeug, dies­mal aus der zuver­läs­si­gen Ber­li­ner Szene. Hyäne lie­ßen ja bereits mit einer ziem­lich guten 7" und ein paar Demo­songs gespannt auf­hor­chen. Via Sta­tic Age Musik ist jetzt der erste Lang­spie­ler zu bekom­men. Dar­auf hat ihre rela­tiv tro­ckene und triste Spiel­art von Post Punk eini­ges an Fein­schliff erfah­ren, kommt noch mal eine ganze Num­mer stim­mi­ger rüber. Des öfte­ren klin­gen sie dabei nach einer Schnitt­menge der Ber­li­ner Nach­barn AUS und Pretty Hurts. Vor­züg­li­cher Scheiß.

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Alpha Strategy - The Gurgler

Alpha Strategy - The Gurgler

Auf Album Num­mer drei - erneut aus dem Hause Albini und Weston mit reich­lich Knarz und Druck aus­ge­stat­tet und erst­mals von der pol­ni­schen Genre-Fes­tung Antena Krzyku in PVC gepresst - hat die Noi­se­rock-For­ma­tion aus Toronto ihr Marsch­tempo mal locker hal­biert und das Drama bis zum Anschlag auf­ge­dreht. Schmerz­haft im bes­ten Sinne ist diese Musik, deren epi­sche Qua­li­tä­ten kei­nen Platz in her­kömm­li­chen Song­struk­tu­ren fän­den. Und als wäre das alleine noch nicht bedrü­ckend genug, kon­fron­tie­ren Alpha Stra­tegy den Hörer mit tief­schwar­zer Lyrik, deren Bil­der sich nur als vage Kon­tu­ren im Nebel erschlie­ßen, aber deren mensch­li­chem Spie­gel­bild ich nicht in einer unbe­leuch­te­ten Gasse begeg­nen will. In sei­ner sprö­den, schlep­pen­den Art klingt das ein biss­chen als träfe das sper­rige letzte Album der Ber­li­ner Heads auf die krie­chen­den Arran­ge­ments der Post­pun­ker Beha­vior, die Thea­tra­lik aktu­el­ler Iceage und die Bös­ar­tig­keit von The Bir­th­day Party. Ein kla­res High­light, selbst in die­sem an hoch­ka­rä­ti­gem Noi­se­rock nicht gerade armen Jahr.

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