Dolly – Dolly

Dolly - Dolly

Das Debüt-Tape von Dolly aus Phil­adel­phia trifft auf Anbieb mei­nen Nerv mit einer schön abge­han­ge­nen, aber auch immer etwas schrä­gen Spiel­art von Garage Punk, die ihre Füh­ler außer­dem etwas in Rich­tung Noise und Post Punk aus­streckt, dabei groß­zü­gig mit den seit gerau­mer Zeit ja erst­mals als hof­fä­hig gel­ten­den Sou­thern-Ver­satz­stü­cken um sich wirft.


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Foam – Test Flight

Foam - Test Flight

Nach län­ge­rer Funk­stille geben die Lär­mer­zeu­ger aus dem kana­di­schen Lon­don mal wie­der ein Lebens­zei­chen von sich; oder genauer gesagt schon im letz­ten Som­mer, denn so ganz neu ist die Platte jetzt auch nicht mehr. Natür­lich bringt ihre Mischung aus Noise Rock und -punk, einem klei­nen Sprit­zer Sludge und Post­punk nach wie vor sehr kom­pe­tent die Wände zum Wackeln. Über­ra­schend ist dann aber der old­schoo­lige, relaxt daher­schlen­dernde Indie­ro­cker In Life and Death, der die EP abschließt.

Booji Boys – Weekend Rocker

Booji Boys - Weekend Rocker

Die Booji Boys aus Hali­fax, Kanada haben ja schon einige Freunde mit ihrem Debüt­al­bum im letz­ten Win­ter gefun­den, das mich aber ehr­lich gesagt trotz des char­mant dre­cki­gen LoFi-Sounds und unver­schämt hohen Ener­gie­le­vels nicht so voll­ends auf seine Seite zu zie­hen ver­mochte. Mit dem kürz­lich erschie­ne­nen Nach­fol­ger haben sie hin­ge­gen einen ziem­li­chen Voll­tref­fer gelan­det, mit einer ver­gleichs­weise kla­ren, druck­vol­len Pro­duk­tion und mit Song­ma­te­rial, das deut­lich an Pro­fil gewon­nen hat. Da kommt schon öfter mal der Vibe von Bad Sports oder frü­hen Royal Head­a­che auf. Die Platte ist eine hoch­do­sierte Gara­ge­punk-Glücks­pille, gelöst in zwei dop­pel­ten Espresso. Jetzt bin ich wach.



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Chemical Wire – Chemical Wire

Chemical Wire - Chemical Wire

Eine exzel­lente Debüt-EP haben Che­mi­cal Wire aus Somer­ville, Mas­sa­chu­setts da abge­lie­fert. Ein Sound den man vage als Dino­saur Jr meets Wipers plus ein Hauch von Live Skull umschrei­ben könnte erzeugt dar­auf einen ganz schö­nen Fahrt­wind. Oder um einen etwas aktu­el­le­ren und ver­mut­lich auch tref­fen­de­ren Ver­gleich zu bemü­hen: Cali­for­nia X mit etwas mehr Punk-Feuer unter’m Arsch, ver­fei­nert mit einer leich­ten Note von Stoner- und Sludge Punk.



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The Hand – The Hand Vol. 4

The Hand - The Hand Vol. 4

Die neu­este EP der Band aus Min­nea­po­lis – bestehend aus Mit­glie­dern von so unter­schied­lich bekann­ten Bands wie Low, Steel Pole Bath Tub und Gay Witch Abor­tion – ist einer­seits mal wie­der genau der zu erwar­tende Wir­bel­sturm aus unge­stüm vor­ge­tra­ge­nem, mini­ma­lis­tisch und roh pro­du­zier­tem Nois­rock und Post­core; ande­rer­seits han­delt es sich aber auch um ihre bis­lang melo­dischste und zugäng­lichste Ver­öf­fent­li­chung. Beson­ders her­aus­ra­gend finde ich die letz­ten bei­den Songs Get Free und I Alre­ady Know, die für einen nahezu per­fek­ten Abschluss einer erneut sehr star­ken EP sor­gen.


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Hobby – Hobby 7″

Hobby - Hobby 7"

Sehr gei­les deutsch­spra­chi­ges, mit schar­fer Zunge vor­ge­tra­ge­nes Punk­ge­döns kommt einem auf der Debüt-EP die­ser Ber­li­ner Band ent­ge­gen. Das ganze könnte man irgendwo zwi­schen Pisse, Čorna Krušwa, Oiro und frü­hen Human Abfall ein­ord­nen. Macht Bock auf mehr!


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Tropical Trash & Brutal Birthday – Split 7″

Tropical Trash & Brutal Birthday - Split 7"

Star­kes Zeug aus dem Hause Maple Death Records. Tro­pi­cal Trash aus Louis­ville, Ken­tu­cky kamen hier ja schon mal mit ihrem aus­ge­zeich­ne­ten Debüt­al­bum UFO Rot vor und ihre Mischung aus Noise Rock, Garage- und Fuzz Punk macht auch dies­mal wie­der eine gute Figur. Voll­kom­men über­rascht bin ich hin­ge­gen von den Ita­lie­nern Bru­tal Bir­th­day, die hier ihr Debüt ablie­fern. Eben­falls im Spek­trum von Fuzz und Noise ange­sie­delt, hat das aber auch einen leicht Krau­ti­gen Vibe, der etwas an Spray Paint oder noch mehr an deren Kol­la­bo­ra­ti­ons-Pro­jekt Con­tri­bu­tors erin­nert. Gran­dio­ses Zeug von einer Band, die man im Auge behal­ten sollte.


Chiller – Heretic

Chil­ler erscheint am 2. Februar auf Dirt Cult Records (US) /​ Rock­star Records (EU).