In dieser Supergroup aus New York sind unter anderem Mitglieder von Samiam und TV On The Radio beteiligt, das Ergebnis klingt aber nach keiner dieser Bands. Stattdessen setzt es auf ihrem zweiten Album recht ambitionierten Noiserock mit unerwartet psychedelischen Zwischentönen und doomigen Momenten, der manchmal an alte Fudge Tunnel erinnert, an die Ambient- und Noise-Soundscapes von Danyl Jesu oder den kompromisslosen Vorschub von So Pitted; über weite Strecken macht sich außerdem mehr als nur ein Hauch von Killing Joke bemerkbar.
Das augefuckteste und liebgewonnenste aller ungewaschenen DIY-Garagenprojekte aus Minneapolis hat nach einer unerträglichen Pause (meine Fresse, es sind sicher schon Wochen vergangen…) zwei neue Kurzspieler anzubieten, einer davon ist als 7″ auf It’s Trash Records erschienen. Hört unbedingt mal in die gleichnamige Radioshow von Jesse rein! Beide EPs verwöhnen mal wieder mit dem erwartungsgemäß kruden Garage Punk, dem offensichtlich alles am Arsch vorbei geht.
Das Soloprojekt eines gewissen Connor Cummins aus Nashville beschert auf diesem Tape abgefuckten Garage Punk in bester Lo-Fi Homerecording-Ästhetik. Das klingt mal nach einer ultra-dreckigen Variante von The UV Race, in anderen Momenten reicht das Zeug sehr nah an den WTF-Gehalt einer durchschnittlichen Neo Neos-Veröffentlichung heran.
Diese Band aus Trient, Italien spielt Hardcorepunk ganz nach meinem Herzen. Stockdüster und ungewaschen, mit einem Frontmann, der reale Wut und Unbehagen kanalisiert anstelle des vor lauter Testosteron glitschig gewordenen Dicke-Eier-Gehabes, das große Teile des Genres ja leider immer noch definiert. Ich fühle mich sehr positiv an Bands wie Sesso Violento oder Dauðyflin erinnert.
The Cowboy kommen aus Cleveland und bestehen aus Mitgliedern von Homostupids und Pleasure Leftists. Das verspricht ja schon von vorneherein gut zu werden und das Ergebnis löst das Versprechen auch ganz problemlos ein. Das ist schön druckvoller aber auch ordentlich verschrobener Garagepunk mit subtilen, dissonanten Noise-Texturen, der hin und wieder an Bands wie Uranium Club, Beast Fiend, Ex Cult oder Advlts erinnert.
Einen absolut tadellosen Mix aus Garage- und Synth-/Elektropunk gibt’s auf der zweiten EP der Labormäuse aus Los Angeles zu bewundern. Ausmuteants treffen auf elektrifizierte Garagenbands wie etwa S.B.F., Race Car oder Process Of Elimination und etwas krudere Verwandtschaft á la Droids Blood und Wonder Bread. Geht klar, das.