Puritans – Nausea
Autonomy 7″ erscheint am 30. August.
Autonomy 7″ erscheint am 30. August.

Auch auf EP Nummer zwei weiß die Band aus dem kanadischen Winnipeg sehr gekonnt Ärsche zu versohlen. Ein wahres Vergnügen, wie ihr abermals verfeinerter Sound aus Noiserock, Postpunk und Postcore in seiner gebündelten Wucht den Putz von den Wänden kratzt.

Da isse, die erste Ausgabe von 12XU für Lese-, Scroll- und Klickfaule, nachdem ich die Livesendungen über Bord geworfen hab. Ich finde jetzt kann man sich das Ergebnis halbwegs schmerzfrei anhören.
Neuerdings haben die Sendungen eine fixe Laufzeit von vier Stunden und das hat einen guten Grund: Die Show wird jetzt nämlich für die Syndication fit gemacht. Wundert euch also nicht, wenn es 12XU bald auch im Programm von anderen Radios gibt.
Möglicherweise auch von solchen, die dem Klangkosmos von 12XU gar nicht so nahe stehen. Da will ich auch niemandem Vorschriften machen, mindestens jedes nichtkommerzielle Radio dass mutig genug ist, darf die Sendung auch übernehmen. Vielleicht kann man ja sogar bei vereinzelten Leuten ein ungeahntes Interesse an dreckigem Lärm wecken?
Ich erinnere mich noch, wie das bei mir damals ging und dass dafür unter anderem ein gewisser John Peel mitverantwortlich war, den ich auf einem britischen Soldatensender mehr schlecht als recht empfangen konnte. Was natürlich nicht heißt, dass ich meine doofe kleine Sendung jemals mit der Großartigkeit des wichtigsten europäischen Radio-DJs gleichstellen würde…
Es laufen schon länger Vorbereitungen von meiner Seite, aber auch in Zusammenarbeit mit einem ambitionierten Syndication-Projekt, das in absehbarer Zeit starten wird. Konkretere Infos gibt’s wenn der Shit real wird.
Aber falls hier jemand mitliest der Radio macht und Bock auf eine Ausstrahlung hat, bin ich natürlich auch vorher schon ansprechbar.
So, jetzt bin ich aber auch feddich und brauch dringend etwas Schlaf. Und apropos Schlaf: weil diese Woche musikmäßig mal so gut wie gar nix los war, geht das Blog in den Energiesparmodus. 1-2 Posts sind drin, aber das war’s dann auch. Nächste Woche wird sicher besser.

Mit Ultra-LoFi-mäßigem, extra-schrulligem Postpunk und Anklängen an altes New Yorker No Wave-Gedöns wird man auf diesem Tape von Cheap Meat aus Los Angeles abgespeist. Passend zum Namen ist das schön billig, riecht schon etwas verdächtig und macht dennoch Spaß.

Ziemlich geiles experimentelles Noisegedöns gibt’s auf der aktuellen EP dieser Band aus São Paulo zu verdauen, das irgendwo zwischen repetitivem mimimal-Riffing, Percussion-Exkursen und psychedelischem Nebel operiert. Dargeboten wird das ganze in der Form von zwei kompakten Suiten. Der Krempel wird übrigens im Oktober auf Neurot Recordings wiederveröffentlicht.

Auf ihrer aktuellen digitalen Single legen die New Yorker zwei neue Songs vor, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Falling Down ist schummrig-atmosphärischer Postpunk, wie er auch auf ihrem bisher einzigen Album Bastards Of Young nicht fehl am Platz wäre. Der quirlige Rock’n’Roll von Big City Trippin’ entfaltet dagegen einen geradezu beschwingten Vibe.

Die Noiserocker Goya aus Wellington, Neuseeland sind jetzt also eine Church of… Das hat Vorteile mit den Steuern. Musikalisch hat sich degegen nicht viel geändert, ihr eigenwilliger Noiserock-/Postcore-Hybrid hat sich seinen schrulligen Charme bewahrt.

…und noch mal ordentlicher Postpunk, diesmal von einer Band aus dem Calgary, Kanada. Wie schon bei den gestern vorgestellten Weeping Icon klingt hier einiges noch etwas unausgegoren. Blunt BLVD und Line Giver sind die klaren Highlights, die gespannt auf die weitere Entwicklung der Band machen.
![]()
Ein netter Compagnon zum aktuellen Dasher Album ist die erste EP dieser New Yorker Band mit Postpunk, der sich nicht unbedingt durch technische Finesse oder nennenswertes Songmaterial auszeichnet, dafür umso mehr durch einen starken Willen und rohe Energie.

Schöne Debüt-EP einer Band aus dem britischen Basingstoke. Die weiß mit unverschämt rockendem Garagepunk und einem kleinen Spritzer Postcore zu gefallen, der in den besten Momenten den Geist von Obits und Hot Snakes heraufbeschwört.

Melancholisch-melodischer Punkrock mit Garagenvibe auf dem Debüt einer Band aus Ottawa, bestehend aus Mitgliedern von Feral Trash, Crusades und Steve Adamyk Band (the man himself!). Nach letzterer klingt die Platte dann auch etwas, außerdem auch sehr an Marked Men/Radioactivity, Red Dons und an alte Klassiker á la Undertones und Buzzcocks. Garantiert nichts neues unter des Sonne, aber die Songs überzeugen und das alte Arschloch Punk kann durchaus noch eine Platte davon verkraften.

Album Nummer dreieinhalb der Band aus Melbourne ist ihre bisher stärkste, konsistenteste Veröffentlichung und drückt wie gewohnt ganz schön auf die Tube mit einem Mix aus Postcore und Noiserock im Geiste der frühen bis mittleren 90er. Das erinnert an diverse Klassiker von Bands wie etwa Jawbox, Unwound und Bands der John Reis-Connection (Hot Snakes, Drive Like Jehu…), im späteren Verlauf hat die Platte dann auch ein paar Anklänge an Fugazi oder Shellac. Und aus der jüngeren Vergangenheit wären noch Wymyns Prysyn, Meat Wave und natürlich METZ zu nennen.

Das knapp vier Jahre alte Debütalbum der metallischen Noiserocker aus Sydney hat mir ja schon sehr gut gefallen. Die Songs der neuen EP sind aber noch ein ganzes Stück ambitionierter; die Band hat hier zu einem ganz eigenen Sound gefunden. Nach wie vor ist das Noiserock mit starkem Zusatz von Sludge- und Doom-Elementen; neu hinzu kommen jetzt unter anderem Einflüsse aus Math Rock und Post Punk. In Bring Them All Here kann das mal etwas an frühe Iceage erinnern, in anderen Momenten kann man Parallelen zu Neurosis, Frodus oder gar Pink Floyd der Syd Barret-Phase ziehen. Guter Stoff.

Hab mich schon gefragt, was mit denen passiert ist. Die Ex-Garagenband aus Toronto ist zurück mit dem verwirrendsten Albumtitel des Jahres und einem etwas unerwarteten Sound. Aber auch nicht ganz unlogisch, waren Teenanger doch irgendwie schon immer eine Postpunk-Band im Garagenpelz. Und das neue Album ist genau was man erwarten würde, wenn man den bisherigen Sound der Band von jeglichem Garagencrunch befreit. Übrig bleibt bis auf die Knochen entschlackter, leicht angewavter und sehr diszipliniert vorgetragener Postpunk. Oh, und sauguten Synthpop kann die Platte außerdem auch. Ich bin jedenfalls durchaus angetan von Teenanger Mark II.