Italia 90 – London Punks

Arse – Primitive Species

Was für ein verdammt geiler Scheiß ist das denn bitte? Das Debüt-Tape dieser Band aus Sydney ist eine unverschämte Wucht. Irgendwo zwischen kompromisslos vorwärts rollendem Hardcorepunk, noiserockiger Gitarrenarbeit und ungezähmtem Postpunk entwickelt das eine Energie, die mich mehr als nur ein bisschen an das erste Bad Breeding Album erinnert, aber auch Freunde von Bands wie Acrylics, Leisure World oder Anxiety sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren!



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Red Dons – Genocide / Letters 7″

Die neue 7″ der Punks aus Portland (oder wo auch immer die sich gerade mal wieder aufhalten…) liefert genau das, was man davon erwartet: Zwei routinierte Punksongs mit unwiderstehlichen Hooks und Melodien, immer mit diesem gewissen melancholischen Touch. Schön, dass es die gibt.

Negative Space – Gestalt

Ein spätes und lange erwartetes Highlight des Jahres hat gerade noch die Kurve gekriegt, bevor das Jahr 2017 auch schon wieder um ist. Hat ja auch ‘ne Weile gedauert, seit ihrem Tape im vorletzten und einer 7″ im letzten Jahr. Die Songs haben jetzt zum ersten mal Titel, ansonsten halten Negative Space aus London aber an ihrer tristen, hässlichen und angepissten Vision des vertonten Unbehagens fest. Mit einer sturen Konsequenz wie sie derzeit keine andere Band aus ihrem Genre-Umfeld an den Tag legt. Gemeinsam mit Sievehead und Pretty Hurts zähle ich sie derzeit zur unheiligen Dreieinigkeit des europäischen Postpunk-Untergrunds.



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Cold Leather – Past Remedy 7″

Die Debüt-7″ der Berliner Band mit personellen Connections u.a. zu Pretty Hurts und Cult Values. Im Vergleich zum eher straight rockenden (Garage-)Punk vom Demo im letzten Herbst hört man das hier auch stärker raus, die drei neuen Songs schlagen eine tendenziell eher postpunkige Richtung ein. Auch die Darbietung hat einiges an Wumms und die Songs an Profil gewonnen. Besonders angetan bin ich dabei vom Titelsong und seinen melodisch-melancholischen Vibes.

Moaning – Don’t Go

Moaning erscheint am 2. März auf Sub Pop.

No Age – Drippy

Snares Like a Haircut erscheint am 26. Januar auf Drag City.

Lunacy – Road To Foil

Disposition erscheint am 20. Dezember auf Funeral Party Records / Mental Healing / Black Verb Records.

Bildungsfernsehen!

Gerade wird mal wieder ein ganz schöner Marketingwirbel um hochauflösendes Audio gemacht. Der ganze unwissenschaftliche Bullshit, der da regelmäßig verbreitet wird, bringt mich jedesmal zum kotzen. Wie zum Beispiel aus dem Hause Pitchfork, die gerade nicht zum ersten mal einen vortrefflich unfundierten Artikel zum Thema gebracht haben, der eine ausgewogene Berichterstattung vortäuscht, aber dann doch kräftig die Werbetrommel zückt. “Du brauchst nur das super teure Equipment, dann hörst du den Unterschied”. Von der Bedeutung des Bestätigungsfehlers haben die natürlich nie gehört. Ganz zu schweigen davon, warum ein ABX-Test nötig ist, um so etwas festzustellen.

Downloadshops, Streamingdienste und Hardwarehersteller möchten natürlich gerne extra für Hi-Res Audio bezahlt werden, obwohl die zusätzlichen Vertriebskosten (ein wenig Bandbreite und Speicherplatz) minimal sind. Und das Sahnehäubchen auf dem ganzen Scheißhaufen setzt dann die Firma Meridian, die versucht ihr (im Gegensatz zum freien FLAC) proprietäres Format MQA als Quasi-Standard zu etablieren. Das funktioniert dann natürlich nur mit extra lizenzierter Hard- oder Software. Was, ihr dachtet mit einmal draufzahlen kommt ihr davon?

Ich halte es deshalb gerade mal wieder für notwendig, dieses kleine Stück Audio-Grundbildung zu posten. Diese zwanzig Minuten können euch vielleicht mal eine Menge Geld sparen. Denn wer die Grundlagen versteht, lässt sich nicht so leicht über den Tisch ziehen.

12XU Radio #5

Hier ist das neue Dingens von diesem Gedöns.
Weil mich die Audioqualität von Mixcloud zunehmend anpisst hab ich’s jetzt auch mal bei hearthis.at hochgeladen.
(Hearthis: MP3 320 kbit/s, Mixcloud: AAC ~64 kbit/s)

The Living Eyes – Modern Living

Album Nummer drei der Living Eyes aus Geelong, Australien geht mal wieder ordentlich nach vorne in Form von sehr straightem Garagepunk, der natürlich manchmal etwas an die im Bandnamen referenzierten Radio Birdman erinnert, etwas mehr aber noch an The Saints und außerdem an jüngere australische Genre-Vertreter wie Ausmuteants oder The UV Race.



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Atom Mouth Gimlies – Music On Quills

Toller Lärm irgendwo aus Finnland, der sich nicht mit so Nebensächlichkeiten wie musikalischen Feinheiten oder einer halbwegs hörbaren Produktion aufhält. Dafür channeln sie die primmitive Ästhetik von Feedtime und den Stooges, die rohe Energie und vereinzelt auch die zaghafte Melodik von Hüsker Dü so ca. anno Everything Falls Apart und Metal Circus.



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