Shady Nasty – Shady Nasty

Shady Nasty - Shady Nasty

Auf ihrer Debüt-EP erzeugt die­ses Trio ziem­lich inter­es­san­ten und unkon­ven­tio­nel­len Alter­na­tive Rock mit einer unge­wohnt Post­pun­ki­gen Düs­ter­nis und einem gewis­sen Post­rock-Ein­fluss. Das braucht hier und da noch etwas Fein­schliff, zeigt aber schon ordent­lich Poten­zial.


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TV Haze – Scrap Museum

TV Haze - Scrap Museum

Nach einem sehr viel­ver­spre­chen­den Debüt­al­bum im letz­ten Jahr liegt jetzt der zweite Lang­spie­ler von TV Haze aus Mel­bourne vor. Der erfüllt alle Erwar­tun­gen. Das Song­wri­ting ist deut­lich gereift; hatte das Debüt noch seine Län­gen, ist das Mate­rial hier durch­weg hoch­wer­tig. Sol­che Musik ist sel­ten gewor­den. Das ist sehr old­schoo­li­ger Indie- und Alter­na­tive Rock, bei dem man sich durch­aus an Buf­falo Tom, Dino­saur Jr., Gui­ded By Voices, späte Hüs­ker Dü oder das Solo­ma­te­rial von Bob Mould erin­nert füh­len darf.



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This Is Wreckage – Q.Y.C.

This Is Wreckage - Q.Y.C.

Auf dem Debüt­al­bum die­ser Band aus Car­diff setzt es Noi­se­rock der eher klas­si­schen Art. Irgend­wann in den Neun­zi­gern hät­ten Gen­re­fans das ver­mut­lich als eine eher kom­mer­zi­elle Vari­ante abge­tan, die auf das brei­tere Alter­na­tive-Publi­kum schielt. Über zwan­zig Jahre spä­ter wird mir hin­ge­gen ganz warm ums Herz, wenn mir auf einer aktu­el­len Platte so was char­mant alt­mo­di­sches begeg­net.



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Robocobra Quartet – Music For All Occasions

Robocobra Quartet - Music For All Occasions

Robo­co­bra Quar­tet, ein Kol­lek­tiv wech­seln­der Musi­ker aus Bel­fast, ver­bin­det Ein­flüsse aus Post­punk, Jazz, Spo­ken Word und einem Hauch von spä­tem Dischord-Zeugs zu einem auf Spar­flamme groo­ven­den, expe­ri­men­tel­len Gesamt-Irgend­was.



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Basement Revolver – Basement Revolver

Basement Revolver - Basement Revolver

Sim­pel gestrick­ter aber effek­ti­ver Alternative-​/​Indierock aus Hamil­ton, Onta­rio mit gro­ßem Hang zur Hymne.

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Diarrhea Planet – Turn To Gold

Diarrhea Planet - Turn To Gold

Das neue Album der Band aus Nash­ville mit dem kon­stan­ten Schalk im Nacken ist mal wie­der ein aus­ge­spro­chen power­pop­pi­ger Spaß gewor­den. Die im Ver­gleich zu ver­gan­ge­nen Taten sehr geschlif­fene Pro­duk­tion steht ihnen ganz aus­ge­zeich­net und die augen­zwin­kernd aufs Sta­dion schie­len­den Songs fres­sen sich sofort im Gehör­gang fest. Eine vor lau­ter Fett trie­fende Kalo­ri­en­bombe, wie man sie ab und zu mal braucht.


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Chicago Typewriter – Chicago Typewriter

Chicago Typewriter - Chicago Typewriter

Eine schöne Band­ein­rei­chung kam hier zuletzt an von die­sem Quar­tett aus Köln und Umge­bung. Ganz ehr­lich, unsere Region kommt mir meis­tens ziem­lich tot und abge­früh­stückt vor was inter­es­sante Krach­bands angeht und ich freue mich dann jedes mal um so mehr, wenn ich auf gute Sachen gesto­ßen werde, die nicht gerade aus Ber­lin oder Ham­burg (oder neu­er­dings auch: Stutt­gart) kom­men. Hier haben wir’s mit ein­gän­gi­gem Noise-​/​Alternative Rock zu tun, der schein­bar irgend­wann in den spä­ten Neun­zi­gern die Zeit­ma­schine betre­ten und die fal­sche Abfahrt genom­men hat. Mit deut­li­chen Grunge­ein­flüs­sen und einem Hauch alter BluNoise-Schule. Nice.


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Rasputin’s Secret Police – Comfortable /​ Then

Rasputin's Secret Police - Comfortable / Then
Rasputin's Secret Police - Comfortable / Then
Die­ses Duo aus dem ver­schla­fe­nen Ört­chen Drexel Hill im Bun­des­staat Penn­syl­va­nia lärmt schon seit bald fünf­zehn Jah­ren eher unbe­merkt vor sich hin, aber jetzt kommt ihnen hof­fent­lich etwas wohl­ver­diente Auf­merk­sam­keit ent­ge­gen, anläss­lich der Wie­der­ver­öf­fent­li­chung ihres 2012er Albums Com­for­ta­ble, als Tape oder Down­load auf dem groß­ar­ti­gen Label Flee­ting Youth Records, von dem es hier auch schon eini­ges zu bestau­nen gab. Die bei­den spie­len eine ange­grungte Form von Alternative-​/​Indie Rock, die zwar so klingt als wäre die Zeit irgend­wann um 1994 ste­hen­ge­blie­ben, aber ich kann sie jetzt nicht auf irgend­et­was spe­zi­el­les fest­na­geln. Klar schie­len hier und da mal Dino­saur Jr oder Seba­doh um die Ecke, aber das hier klingt eher so als ob zwei Musi­ker die Ein­flüsse jener Zeit wie ein Schwamm auf­ge­so­gen und eine sehr lange Zeit auf sich wir­ken las­sen haben, um dann aus den durch­aus bekann­ten Ver­satz­stü­cken doch etwas ganz eige­nes zu bauen. Die Pro­duk­tion ist aller­dings ziem­lich schä­big und nix für Klangpu­ris­ten.
Eben­falls vor kur­zem erschien ihr letz­tes Album Then, das stel­len­weise etwas ruhi­gere, ver­träum­tere Töne anschlägt. Nicht weni­ger hörens­wert.

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Slothrust – Of Course You Do

Slothrust - Of Course You Do
„I like cats. Do you like cats? Of course you do, you sassy mother­fu­cker.“ Will­kom­men in den Neun­zi­gern, mal wie­der. Wer den über­wie­gen­den Teil sei­ner Jugend dem jetzt wie­der ach-so-hip­pen Jahr­zehnt ver­bracht hat, bekommt natür­lich sofort ange­nehme Flash­backs ange­sichts des non­cha­lan­ten, neun­mal­klu­gen Humors, den Sän­ge­rin Leah Well­baum auf dem neuen Lang­spie­ler des Trios aus Bos­ton zum bes­ten gibt. Auch wenn ich mich noch nicht wirk­lich auf­merk­sam mit den Lyrics beschäf­tig hab, von den Text­fet­zen die bis­her zu mei­nem reiz­über­flu­te­ten und immer abge­lenk­ten Den­kap­pa­rat vor­ge­drun­gen sind, kann ich ihr eine sel­ten gewor­dene Beob­ach­tungs­gabe und erzäh­le­ri­sches Talent attes­tie­ren, da ver­birgt sich wohl noch eine Menge emo­tio­na­ler Spreng­stoff in ihren Tex­ten, für die ich mir mal noch etwas Zeit neh­men muss.
Die Musik weiß auch zu begeis­tern. Wer den boden­stän­di­gen und ehr­li­chen Indie Rock der mitt­neun­zi­ger noch kennt und ins Herz geschlos­sen hat, kommt hier voll auf sene Kos­ten. Zu nen­nende Ein­flüsse sind da vor allem Built to Spill, spä­te­res Dino­saur Jr-Zeugs und manch­mal klin­gen auch Weezer zur Pin­ker­ton-Zeit an. Hat einen leich­ten Hang zu hym­ni­schen Sin­ga­longs, trotz hoch­wer­ti­ger Pro­duk­tion genug Dreck unter den Fin­ger­nä­geln und weiß auch in den ruhi­ge­ren Momen­ten voll­ends zu über­zeu­gen. Tolle Platte. Wäre wün­schens­wert, dass sie vom aktu­el­len Retro-Trend ein wenig pro­fi­tie­ren und ein ähn­li­ches Maß an Beach­tung bekom­men wie es etwa Speedy Oritz oder Yuck wider­fah­ren ist. Wenn schon rum­hy­pen, dann wenigs­tens die Bands die es auch rich­tig ver­die­nen.

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Deathfix – Deathfix

Deathfix - Deathfix
Was geht eigent­lich heute mit Dischord? Vol.2
Bereits im Februar erschien die erste Platte der aktu­el­len Band von Fugazi-Drum­mer Bren­dan Canty, mit an Bord sind auch Mit­glie­der von Faraquet und Medi­ca­ti­ons. Und ich bin sehr über­rascht von dem was ich da höre, das ist mal locker die unty­pischste Dischord-Platte die ich je zu Gehör bekam. Nix mit Post-irgend­was hier, statt­des­sen wühlt sich die Band mal quer durch alles was Power Pop, Glam- und Art­rock der frü­hen bis mitt­le­ren Sieb­zi­ger so her­ge­ben. Und das ganze funk­tio­niert, weil her­vor­ra­gende Songs das Fun­da­ment für den zeit­weise doch recht wil­den Stil­mix bil­den.
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ThE SAd – dEmo eP

ThE SAd - dEmo eP
Zwei Spa­cken aus Alzey spie­len eine etwas ver­schol­len geglaubte, vom bösen G-Wort geprägte Form des 90er Alter­na­tive Rock, an die man sich dank der Nickel­ba­cki­sie­rung des besag­ten Gen­res auch kaum noch ern­in­nert. Ange­neh­mer Flash­back und ein guter Rea­li­tät­scheck für die Junge Indie-Gene­ra­tion. Macht bitte alle mal wie­der mal rich­ti­gen Krach, ja?

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