Smarts – Who Needs Smarts, Anyway?

Eine weitere australische Supergroup, die mit so einschlägigen Hausnummern wie etwa Jake Robertson (Ausmuteants, Alien Nosejob, Leather Towel etc.), Billy Gardner (The Living Eyes, Cereal Killer, Ausmuteants), Mitch Campleman (The Living Eyes) und Stella Rennex (Parsnip, Bananagun) aufwartet. Soundmäßig fällt hier der Apfel nicht allzu weit vom Ausmuteants-Stamm, was vollkommen in Ordnung geht. Nicht die originellste Platte aller Zeiten, aber dafür eine von Anfang bis Ende hochwertige Ladung Spaß.

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Liquid Face – Crumbling Structure

Qualitätsware von Goodbye Boozy Records mal wieder, wie gewohnt. Liquid Face ist ein Projekt von Cal Donald, der außerdem auch bei Draggs seine Finger drin hat, wobei die Klänge dieser 7″ noch ein Stück verspielter daher kommen als der bisherige Output genannter Band. Synth-/Garage Punk mit gewissen Parallelen zu C57BL/6, Stalins Of Sound, Puff! oder was auch immer Cruz Somers gerade auf uns loslässt (S.B.F., Race Car, etc…). Was die australische Szene im speziellen angeht, würde das auch im Katalog von Warttman Inc. eine gute Figur machen.

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Modern Needs – Genetic Makeup

Schwer zu glauben, dass ich über diese Ein-Mann-Band erst etwas früher in diesem Jahr gestolpert bin, als der Typ ein absolutes Killertape namens Survey of the Animal Kingdom rausgehauen hat. Aber wie auch immer… wichtiger ist, dass er inzwischen schon ein weiteres Album am Start hat, das erwartungsgemäß wieder jede Menge dummen Spaß aus ein bisschen oldschool US Westküstenpunk, zeitlosem Garage Punk und außerdem reichlich KBD-mäßigem Eigenwillen auf Lager hat. In der gegenwärtigen Szene möge man etwa an Launcher, Liquid Assets, Freakees und Fried E/M denken… oder aber an vergangene Artefakte von The Mentally Ill, Noxious Fumes. Darüber hinaus sorgt diesmal eine großzügige Schicht aus Synths für einen angenehm vertrauten Ausmuteants-Vibe.

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Moth – Modern Madness

Eine weitere solide EP von Moth aus Melbourne – diesmal etwas weniger Synth-lastig als der Vorgänger. Erneut hat das Ähnlichkeit zu etablierten Garage-Hausnummern wie Useless Eaters, Ex-Cult, Ausmuteants oder frühen Teenanger, sowie zu einigen Warttman Inc.-Acts á la Research Reactor Corp., Set-Top Box. Außerdem gibt es mit Digital Crisis noch einen Ausflug in Richtung des düsteren Postpunks, welcher dann etwa an Exit Group, Diät oder Rank/Xerox erinnert.

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Wax Chattels – Clot

Zwei Jahre nach einer vielversprechenden, wenn auch stellenweise noch etwas unausgereiften ersten LP, bekommen wir hier einen deutlich konsistenteren Nachfolger dieser Band aus Auckland, Neuseeland geliefert. Ihre tendenziell eher abstrakten, jedoch immer einprägsamen, in den Randbereichen von Post Punk, Noise Rock und Industrial angesiedelten Kompositionen erinnern mich wahlweise mal an Bands wie Girls In Synthesis, Haunted Horses, Ice Balloons oder Tunic – mit einem subtilen Lightning Bolt-Faktor obendrein.

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Diode – Diode

Eine Band aus Los Angeles mit einem hochkarätigen Allstar Garagen-Lineup beschert uns einen angenehm verspulten Mix aus Garage-, Post- und Synth Punk, der an einigen Stellen nach einer Kombination aus Nots und Pow! klingt, in anderen Momenten als träfen Primitive Calculators auf Useless Eaters.

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Satanic Togas – X-Ray Vision

Gleich noch mal ein Release aus dem hause Satan. Vielen dank, Satan. Hier bei 12XU sind wir sind große Fans ihres Schaffens. Der neueste Langspieler auf Sydney’s ausgezeichneten Label Warttman inc. macht jedenfalls mal wieder richtig laune mit zwanzig minuten zackigem und angemessen schrägem Garage Punk, der schon einiges gemeinsam hat mit anderen Warttman-Bands á la Research Reactor Corp., Dot.com oder Set-Top Box. Davon ab erscheint auch ein Vergleich zu frühen Useless Eaters oder Ausmuteants nicht zu weit hergeholt.

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I Am The Fly – I Am The Fly 7″

Nun, eigentlich rate ich ja mit gutem Grund davon ab, mich mit physischen Tonträgern zu bemustern, weil das in gefühlten 99% der Fälle einfach einer reinen Verschwendung von Geld und natürlichen Ressourcen gleichkommt. Digitale Files lassen sich einfacher entsorgen. Aber wie dem auch sei, was da von einem Duo aus der mehr oder weniger direkten Nachbarschaft auf schwarzem PVC hereingeflattert kam hat dann doch mal ein unerwartetes Maß an Charme und Klasse – ordentlich vorwärts getriebener Synthpunk, wie man ihn in jüngerer Zeit vielleicht mit Bands wie Le Prince Harry, Clarko, Powerplant oder R. Clown assoziieren möchte, inklusive englischer Lyrics aus der Klaus Meine-Grabbelkiste, was letztendlich nur noch weiter zum putzigen DIY-Charakter der drei Songs beiträgt.

Cherry Cheeks – Motivator / No Ticket / Neighborhood WATCH!

Ich hab alles versucht, den Output dieses Projekts aus Orlando, Florida als ein weiteres mittelmäßiges Synthpunk-Artefakt unserer Zeiten abzutun… na ja, bei der ersten EP zumindest. Die zweite führte dann schon zu einem gewissen Misstrauen gegenüber meinem eigenen Urteilsvermögen. Mit EP Nummer drei kam dann endlich die Erleuchtung darüber, was für einen geballten Haufen Naturdünger sich mein angeschlagener Klumpen aus grauer Masse manchmal zusammendenkt. Ich könnte mal ein Anusimplantat für meinen Kopf gebrauchen. Evolution, du bist so eine Enttäuschung… Diese zwölf Songs sind unter’m Strich nicht weniger als ein ausgesprochen spaßiger Synthpunk-Trip. Einer von der eher poporientierten Machart, der soweit mit jeder neuen EP etwas an Klasse dazugewonnen hat. Also anbeißen, wenn du etwa Zeug wie Trashdog, Warm Exit, Dot.com, Set Top Box, Power Plant, T.L.B.M. oder Spyroids gut ausstehen kannst.

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Moth – Machine Nation

Moth aus Melbourne hatten vor geraumer Zeit bereits ein ganz ordentliches Demo raus, aber ihre erste EP ist da mal um einiges besser. Mal ganz unromantisch ausgedrückt ist das recht typisches Garage- und Synthpunk-Gedöns wie man es in der Gegenwart gewohnt ist… aber andererseits auch durchweg kompetent, mit reichlich viel Punch und einem leichten psychedelischen Touch. Ansonsten gehen sie weitgehend nach etabliertem Useless Eaters-, Pow!-, Ex-Cult-, oder Flat Worms-Rezept vor. Da kann man ja auch nicht viel falsch machen.

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