Acrylics - Sinking In

Nach ei­ni­gen saustar­ken EPs ha­ben Acry­lics aus San­ta Ro­sa, Ka­li­for­ni­en sich zwei Jah­re Zeit ge­nom­men für ih­ren ers­ten Lang­spie­ler, der sich - kein biss­chen über­ra­schend - auch gleich als ihr viel­sei­tigs­ter und reifs­ter Bro­cken Lärm her­aus­stellt. Ihr am­bi­tio­nier­ter, aber durch­weg stim­mi­ger Stil­mix be­wegt sich in ei­nem per­fek­ten Drei­eck zwi­schen düs­te­rem Post Punk á la Cri­mi­nal Code, dem der­ben Hard­core­punk von Bands wie Cü­lo, Ha­te Preachers oder Im­pul­so und dem smar­tem Post­core von Ivy oder Bad Bree­ding.

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Kumusta - Kumusta #1

Vor­zug­li­cher Scheiß aus Rou­en, Frank­reich. Ku­mus­ta kom­men mit ei­ner spa­ßi­gen Mi­schung um die Ecke, die ei­nen straf­fen Bo­gen spannt von Noi­se Rock und -core, über Post Pun­k/-core bis hin zu ei­nem Hauch von Ga­ra­ge­punk. Man stel­le sich zum Bei­spiel in man­chen Mo­men­ten ei­ne Ver­schmel­zung aus ge­dros­sel­ten Bad Bree­ding und Cri­mi­nal Code vor. In an­de­ren Au­gen­bli­cken hat es ein biss­chen was von den aus­tra­li­schen Post­core-Haus­num­mern Bat­piss und Bench Press.

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Lux - New Day

Lux aus Bar­ce­lo­na kön­nen be­reits ein De­mo und ei­nen viel­ver­spre­chen­den Lang­spie­ler vor­wei­sen, aber auf ih­rer ak­tu­el­len EP kommt ihr Sound mal so rich­tig in die Gän­ge. Da tref­fen ei­ni­ge der ex­zen­tri­sche­ren Strö­mun­gen des 80er Post- und Hard­core­punk wie et­wa Man Si­zed Ac­tion und The Pro­le­ta­ri­at auf mar­kan­te Go­th/­De­ath­punk-Bass­li­nes, aber auch an ak­tu­el­le­re Bands wie Street Ea­ter oder das Cow­punk­wun­der Mur­de­rer darf man sich er­in­nert füh­len.

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Austerity - Anarcho Punk Dance Party

Die Plat­te hält ein, was der Ti­tel ver­spricht. Tanz­ba­rer Scheiß? Aber hal­lo! An­ar­chis­ti­sches Ge­dan­ken­gut? Wird hier Ton­nen­wei­se aus­ge­brei­tet. Sti­lis­tisch ist das nicht un­be­dingt et­was, was man mit An­ar­cho Punk in Ver­bin­dung bringt, aber klar aus dem glei­chen Geist ge­bo­ren. In­fek­tiö­sen Post Punk mit Post­core-Nach­bren­ner be­kommt man ge­bo­ten, der trotz sei­ner Tanz­flä­chen­kom­pe­tenz sich sei­ne Kan­tig­keit be­wahrt und auch in der Lärm­ab­tei­lung kei­ne Skru­pel zeigt, die Nach­barn zu we­cken. Das und die un­über­hör­ba­ren po­li­ti­schen An­sa­gen un­ter­schei­det die Band aus Brighton doch recht stark von der kurz­le­bi­gen Dan­ce­punk-Wel­le im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt. Statt New Yor­ker Cool­ness gibt es ei­ne aus­ge­spro­chen bri­ti­sche, an­ge­piss­te un­ver­blümt­heit, auch wenn die mu­si­ka­li­schen Ein­flüs­se ähn­lich ge­la­gert sein mö­gen. Bei je­nen sind na­tür­lich wie­der mal Gang Of Four zu nen­nen, Mi­nu­te­men, spä­te­re Mem­bra­nes und The Pop Group. In der Ge­gen­wart ste­hen dem Bands wie Tics, Pill und Slumb Par­ty, Spe­cial In­te­rest und UZS nicht ganz fern.

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Sandré - Ave Muñón

Ei­nen ge­wag­ten Rund­um­schlag aus Ver­satz­stü­cken von Post Punk, Post- und Noi­se­core setzt ei­ne Band aus Bar­ce­lo­na hier ab­so­lut treff­si­cher ab, hält da­bei über­zeu­gend die Ba­lan­ce zwi­schen un­mit­tel­ba­rer Spreng­kraft und selbst­be­wus­ter Am­bi­ti­on. Auch die mög­li­chen In­spi­ra­ti­ons­quel­len sind recht breit ge­fä­chert. Auf der in­ter­na­tio­na­len Büh­ne kann man da et­wa Down­town Boys, frü­he Die! Die! Die! und Les Sa­vy Fav her­an­zie­hen, dar­über hin­aus brin­gen San­dré aber auch ei­nen klar in der hei­mat­li­chen Sze­ne ver­an­ker­ten Vi­be, nicht ganz un­ähn­lich zu Bands wie Ju­ventud Ju­ché, Be­tu­ni­zer und Cu­ba­no Va­le.

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Warp - Traffic Control

Warp kom­men aus San Fran­cis­co und zäh­len un­ter an­de­rem Mit­glie­der von Fle­sh World und Blank Squa­re zur Be­set­zung. Ihr Lang­spiel­de­büt tritt schon mal sehr über­zeu­gend Är­sche und kommt in ei­nem wun­der­voll ver­schro­be­nen Sound ir­gend­wo zwi­schen Fuzz- und Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core, un­ge­schlif­fen und ein­falls­reich. Das hat ein biss­chen was von Vexx oder Dots so­wie ver­ein­zelt auch ei­nen lei­sen Hauch von Pi­xies der Sur­fa Ro­sa-Ära.

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John (timestwo) - Out Here On The Fringes

…und hier ist gleich noch­mal ex­plo­si­ver Post­core und Noi­se Rock von zwei Johns aus Lon­don, die sich mit ih­rem Sound in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zu Gen­re­ver­tre­tern á la Tu­nic, De­ath Pe­dals, USA Nails und frü­hen Id­les be­we­gen, oben­drein aber auch et­was von der kom­pro­miss­lo­sen Fuzz-Ek­sta­se der frü­hen The Men chan­neln. Wenn sie sich dann - wie et­wa in Laszlo - auch noch ein we­nig Me­lo­die zu­trau­en, ist so­gleich für ein wei­te­res High­light ge­sorgt.

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Abdomen - Rash

Ganz un­vor­be­rei­tet er­wischt mich die­se Ra­ke­te aus Noi­se Rock, Hard- und Post­core, ge­zün­det von ei­ner nie­der­län­di­schen Band, die ich in der Ver­gan­gen­heit eher mit so­li­dem Post Punk in Ver­bin­dung ge­bracht hät­te. Der war zwar kom­pe­tent, aber auch deut­lich we­ni­ger span­nend als das, was sie auf ih­rer ak­tu­el­len EP ab­zie­hen. Ein biss­chen wie ein che­misch in­sta­bi­ler Cock­tail mit Be­stand­tei­len von Bad Bree­ding, USA Nails, Ar­se, Acry­lics oder Metz.

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2 Stroke - Crisis, Crisis

Auch EP Num­mer zwei der Band aus Mel­bourne ist wie­der ein wahn­sin­nig gei­les Feu­er­werk zwi­schen den Stüh­len von Fuzz- und Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core ge­wor­den. Ori­en­tie­rungs­hil­fen wä­ren da un­ter an­de­rem Cu­tie, An­xie­ty, Ka­lei­do­scope, Ar­se, Bad Bree­ding, Acry­lics… sucht euch was aus!

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Warp Lines - Human Fresh

Me­lo­di­schen Punk-Krem­pel der Lu­xus­klas­se setzt es auf auf dem neu­lich via Dirt Cult er­schie­ne­nen De­büt­al­bum der Warp Li­nes aus Ot­ta­wa. Was in der ers­ten Hälf­te vor al­lem an Bands wie The Est­ran­ged, Red Dons und 90er Klas­si­ker á la Lea­ther­face, Sa­mi­am, Su­gar er­in­nert, zeigt an­de­rer­seits aber auch mit fort­schrei­ten­der Lauf­zeit zu­neh­men­de Ten­den­zen in Rich­tung Noi­se Rock und Post­core, ir­gend­wo zwi­schen Me­at Wa­ve, Pol­vo und ex­tra-me­lo­di­schen Jaw­box.

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