Fucking - Superior Firepower

Hat ganz schön ge­dau­ert, bis nach ih­ren ge­nia­len ers­ten zwei 7"s end­lich mal neu­es Ma­te­ri­al der Punks aus Min­nea­po­lis auf­ge­taucht ist. Ich freue mich aber zu be­stä­ti­gen, dass der Fun­ke in ih­rem ur­ei­ge­nen Mix aus chao­ti­schem Hard-/Ga­ra­ge-/Post-/Weird­core nach wie vor über­springt und ih­re er­fri­schen­de Gleich­gül­tig­keit ge­gen­über den gän­gi­gen Gen­re­kon­ven­tio­nen er­strahlt wie eh und je. Al­so mal wie­der fünf Mi­nu­ten ex­zel­len­ter Lärm, so wie ich es von die­ser Band auch nicht an­ders er­war­tet hät­te.

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Das Drip - _​

Scha­de zu er­fah­ren, dass die­se EP - nicht all­zu lan­ge nach ih­rem Gen­re-trot­zen­den/-fi­cken­den/-de­kon­stru­ie­ren­den/-spren­gen­den Al­bum im letz­ten Jahr - schon der Schwa­nen­ge­sang der hei­ßes­ten Hard­core-Haus­num­mer in North Ca­ro­li­na sein soll. Al­so nehmt die Chan­ce wahr noch mal über Das Drip's am­bi­tio­nier­ten Hardcore/​Postcore/​Artcore/​Weirdcore - de­fi­ni­tiv nie­mals Bo­ring­core - zu stau­nen.

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Stuck - Change Is Bad

Das De­büt­al­bum der Band aus Chi­ca­go er­weist sich als so stark wie man es sich nur er­hof­fen konn­te, ein mas­si­ver Qua­li­täts­sprung in Rei­fe und Fi­nes­se ver­gli­chen mit ih­rer be­reits mehr als so­li­den EP aus dem vor­letz­ten Jahr. Ge­nau wie da­mals ha­ben Stuck kei­ne Am­bi­tio­nen das Gen­re auf links zu dre­hen, be­wei­sen aber statt­des­sen ein um­fas­sen­des Ver­ständ­nis der Mit­tel und Mög­lich­kei­ten ih­res Gen­res, ei­ne dif­fe­ren­zier­te An­wen­dung von des­sen Vo­ka­bu­lar und Gram­ma­tik zu ei­nem mit­rei­ßen­den Er­geb­nis. Klar lässt sich ein ge­wis­ser Ein­fluss ver­gan­ge­ner Haus­num­mern aus ih­rer Hei­mat­stadt nicht ver­leug­nen und auch die ob­li­ga­to­ri­schen Spu­ren von 90er Wa­shing­ton sind durch­aus vor­han­den - aber noch stär­ker er­in­nert mich ihr Sound an ak­tu­el­le Acts vom Schla­ge USA Nails und ganz be­son­ders an die der­zei­ti­ge Wel­le aus­tra­li­scher Bands wie Bat­piss, Bench Press und Noughts.

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Xetas - The Cypher

Ih­re drit­te LP - er­neut auf dem ge­schmack­voll be­nann­ten La­bel 12XU Re­cords er­schie­nen (ich bin da nicht in­vol­viert, Eh­ren­wort) - prä­sen­tiert die Xe­tas aus Aus­tin und ih­ren Sound in sei­ner ih­rer bis­lang reifs­ten In­kar­na­ti­on, was sich vor al­lem in ei­nem selbst­be­wuss­te­ren, ab­wechs­lungs­rei­chen und im­mer grund­so­li­den Song­wri­ting be­merk­bar macht. Im­mer noch ist das auf der Schwel­le zwi­schen strai­gh­tem Punk­rock und en­er­gi­schem Post Pun­k/-core zu ver­or­ten, wenn auch der Kom­pass dies­mal ver­stärkt in letzt­ge­nann­te Rich­tung aus­schlägt. Kann man et­wa als ei­ne Mi­schung aus Red Dons, Vi­deo, Me­at Wa­ve und Day­light Rob­be­ry be­zeich­nen. Oder an­ders aus­ge­drückt: Qua­li­täts­lärm!

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Signal - Love w/​o Moisture

Ein ro­her, po­ten­ter Mix aus Noi­se-/Fuzz Punk und Post­core von ei­ner New Yor­ker Band. Hat was von ei­ner noi­se-las­ti­ge­ren Ver­schmel­zung aus Lié und Ugly Litt­le Girls, hat aber auch ei­ni­ges an dre­ckig ga­ra­gi­gem Sound in Rich­tung Warp oder Vexx mit an Bord.

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Gunky - Ectoplastic

Als ein selt­sa­mer (Post-) Pun­k/­Noi­se-Bas­tard, der sich ganz frech durch die Ge­schich­te des Punk und Noi­se-Un­ter­grunds plün­dert, stellt sich die De­büt-EP von Gun­ky aus Phil­adel­phia her­aus. Ich mei­ne Echos von MX-80 und Mitt­acht­zi­ger So­nic Youth zu hö­ren, von The Mental­ly Ill und Sac­cha­ri­ne Trust. Oder auch von jün­ge­ren Bands wie Pat­ti oder Plax.

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Krul - EP

Die aus­tra­li­sche Sze­ne ist im­mer für ei­ne Über­ra­schung gut, wie auch hier in Form ei­ner Band aus Mel­bourne, die mit Leu­ten von un­ter an­de­rem Kids Of Zoo an Bord und nicht zu­letzt auf Ja­pa­nisch vor­ge­tra­ge­nen Vo­cals auf­war­tet. Sound­mä­ßig könn­te man es so be­schrei­ben, als trä­fe leicht an­ge­dun­kel­ter Post Punk ir­gend­wo zwi­schen In­sti­tu­te, Pret­ty Hurts, Di­ät, Cri­mi­nal Code, Pret­ty Hurts oder Acry­lics auf deut­lich rau­bei­ni­ge­ren Kra­wall in der Ge­gend von Lum­py & The Dum­pers oder Be­ast Fiend, ei­nen Hauch von Hot Sna­kes.

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Isolation - Isolation

Bei die­ser Band aus Fal­mouth han­delt es sich im Grun­de ge­nom­men um drei Vier­tel von In­ter­nal Credit. Im Ver­gleich mit de­ren et­was simp­ler ge­strick­ten Ga­ra­ge Punk geht es hier aber et­was straf­fer zur Sa­che mit ei­nem Sound, der ihr so­li­des Ga­ra­gen­fun­da­ment um ge­wis­se Post­core-Ten­den­zen so á la Hot Sna­kes oder Youth Avoiders auf­stockt, so­wie um me­lo­di­schen (Post-)Punk im Sti­le von Red Dons, Day­light Rob­be­ry, Anxious Li­ving, Ner­vo­sas und ein klei­nes biss­chen Wi­pers. Fluppt!

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Goon - Natural Evil

Ei­ne er­freu­li­che At­ta­cke aus Noi­se-ge­tränk­tem Hard-/Post­core von ei­ner Band aus Den­ver, Co­lo­ra­do. Hat was von ei­nem Mix aus Lum­py & The Dum­pers, An­xie­ty, Cü­lo oder de­ren qua­si-Nach­fol­ge­band Ta­ran­tü­la.

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Luggage - Shift

Das drit­te Al­bum von Lug­ga­ge aus Chi­ca­go knüpft naht­los am Vor­gän­ger an, macht so­gar noch ei­nen et­was kon­se­quen­te­ren Ein­druck. Pas­send und un­über­hör­bar bei Electri­cal Au­dio auf­ge­nom­men, brei­tet sich ein sprö­der bis zäh­flüs­si­ger Sound zwi­schen Noi­se- und Math Rock, Post- und Slow­core aus, der über­wie­gend nach ver­gan­ge­nen Zei­ten in Chi­ca­go klingt. Oder ab­wech­selnd mal nach ge­rad­li­ni­ge­ren Shel­lac, ge­dros­sel­ten Tar, viel lau­te­ren Slint und noch tris­te­ren Co­de­i­ne.

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