Dead Waves - Take Me Away EP
Ganz schö­ner Fahrt­wind kommt einem da ent­ge­gen auf der zwei­ten EP des New Yor­ker Trios. Grungi­ger Noise Rock, der es gerne ein­fach hält, dies aber durch seine gewal­tige Inten­si­tät bes­tens aus­gleicht. Ober­fläch­lich betrach­tet fällt natür­lich zuerst das Mark-und-Bein-erschüt­ternde Gesangs­or­gan des Sän­gers auf, das durch­aus an einen gewis­sen toten blon­den Sän­ger erin­nert. Auch der erste Track hätte durch­aus auf eine nicht ganz unbakannte Platte namens Bleach gepasst, aber mit den fol­gen­den fünf Songs fan­gen die Jungs dann doch an, aus einer etwas brei­te­ren Palette von Ein­flüs­sen zu schöp­fen. Das wären zum Bei­spiel Mel­vins, The Jesus and Mary Chain und Pixies. Das alles auf elf gedreht und fer­tig ist das wuch­tige Unge­tüm einer Platte. Hät­ten bestimmt mehr Leute mit­be­kom­men, wenn das Ding nicht im Dezem­ber erschie­nen wäre, also genau wenn alle Blogs und Maga­zine mit dem pos­ten ätzen­der Weih­nachts­lie­der und dem kom­pi­lie­ren über­flüs­si­ger Jah­res­end­lis­ten (mal ehr­lich, wer braucht denn noch eine davon?) blo­ckiert sind. Aber so kann das Musik­jahr 2014 gerne wei­ter­ge­hen. Es ist wirk­lich an der Zeit die ver­schla­fene Szene rund um das, was wir mal Indie Rock (R.I.P.) nann­ten, ein wenig wach zu schreien.

Album Stream:

Thank you, The Mad Macke­rel!


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