Shop Regulars - Fortified Regulars

Shop Regulars - Fortified Regulars

Tape Num­mer zwei des Pro­jekts um Ho­ney Bu­cket Mas­ter­mind Matt Ra­do­se­vich und wech­seln­de Mit­strei­ter aus der DIY-Sze­ne von Port­land, wie ge­wohnt im schnör­kel­lo­sen Sound von Raf Spiel­man auf Band fest­ge­hal­ten. So­fort stellt sich der wur­der­bar rus­ti­ka­le Charme ein, der ir­gend­wie jeg­li­chem Out­put aus die­sem spe­zi­el­len Um­feld in­ne­wohnt. Im Ver­gleich zum Vor­gän­ger gibt sich die EP aber ein gu­tes Stück ein­gän­gi­ger und in der ak­tu­el­len, zum Quar­tett an­ge­wach­se­nen Be­set­zung be­kommt das gan­ze ei­nen leicht­fü­ßig-ent­spann­ten Jam-Vi­be ver­passt.

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Qlowski - Pure As Fear

Qlowski - Pure As Fear

Von ei­ner Band aus Bo­lo­gna kommt die­se EP und weiß mir ver­dammt gut zu ge­fal­len mit ih­rer ex­zen­trisch-quir­li­gen Mi­schung aus Post-/Art­punk mit ga­ra­gi­gem Un­ter­ton und ei­ner lei­sen Idee von al­tem In­die Rock/​Power Pop der neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Schu­le.

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Mope Grooves - The Waves /​ L.O.X. - L.O.X. Time

Mope Grooves - The Waves / L.O.X. - L.O.X. Time
Mope Grooves - The Waves / L.O.X. - L.O.X. Time

Zwei neue Ver­öf­fent­li­chun­gen aus Port­land und dem Mi­kro­kos­mos um die Woo­len Men und Ho­ney Bu­cket. De­ren Raf Spiel­man re­spek­ti­ve Matt Ra­do­se­vich sind auf ei­ni­gen Tracks des neu­en Al­bums der Mo­pe Groo­ves zu hö­ren, bei de­nen es sich aber vor al­lem um ein Pro­jekt von Ste­vie Pohl­man han­delt, der wie­der­um mit den bei­den erst­ge­nann­ten die Shop Re­gu­lars bil­det. Ver­wir­rend, ich weiß.

So weit weg klingt das von kei­ner der ge­nann­ten Bands. Ex­zen­tri­scher, häu­fig abs­trak­ter Post­punk al­so, der zwi­schen­drin aber auch ein ge­schick­tes Händ­chen für tol­le Me­lo­dien zeigt und ei­nen aus­ge­spro­chen rus­ti­ka­len Vi­be ver­sprüht. Et­was an­ders als be­sag­te Grup­pen liegt hier sound­mä­ßig aber ein un­ge­wohnt star­ker Fo­kus auf Ana­log­syn­ths, Or­geln und an­de­ren an­ti­quier­ten Tas­ten­in­stru­men­ten.

Al­le drei spie­len wie­der­um bei L.O.X. mit. De­ren neue LP kommt da­her wie ei­ne leicht an­ge­krau­te­te, aber da­bei er­staun­lich zu­gäng­li­che Ver­schmel­zung von al­lem zu­vor ge­nann­ten. Die ge­ball­te Krea­ti­vi­tät die­ser klei­nen, ver­schro­be­nen Ni­sche in ei­ner sonst ja eher als hy­per­gen­tri­fi­ziert ver­schrie­nen Stadt er­staunt mich je­des mal aufs neue.

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Subtle Turnhips - Petit Déjeuner à l'Onion Club

Subtle Turnhips - Petit Déjeuner à l'Onion Club

Die fran­zö­si­schen Weir­do-Punks ha­ben jetzt auch schon gu­te an­dert­halb Jahr­zehn­te auf dem Bu­ckel und sie wer­den auch auf ih­rem neu­es­ten Al­bum dem Ruf als ei­ne der ei­gen­wil­li­ge­ren, aber auch ei­ne der lie­bens­wer­tes­ten Bands ge­recht, die un­ser Kon­ti­nent über die Jah­re so aus­ge­spuckt hat. Wie ge­wohnt lun­gern sie ir­gend­wo zwi­schen den Stüh­len von Noi­se, Post-, Ga­ra­ge- und Art­punk rum und es in­ter­es­siert sie nicht im ge­rings­ten was du da­von hälst.

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Shop Regulars - Spirited Regulars

Shop Regulars - Spirited Regulars

Shop Re­gu­lars aus Port­land sind ein neu­es Pro­jekt von Matt Ra­do­se­vich, der hier ja schon mehr­fach mit sei­nem So­lo­pro­jekt Ho­ney Bu­cket ver­tre­ten war. An­ders als bei Ho­ney Bu­cket hat sich hier aber ei­ne klei­ne Su­per­group der lo­ka­len DIY-Sze­ne zu­sam­men­ge­fun­den; das Lin­eup wird ver­voll­stän­digt durch Raf Spiel­man (Woo­len Men) und Ste­vie Pohl­man (Mo­pe Groo­ves). Die Mu­sik klingt wie­der­um sehr ähn­lich zum mi­ni­ma­lis­tisch-ver­schro­be­nen Art-/Post Punk von Ho­ney Bu­cket, wo­mit ich na­tür­lich nicht das ge­rings­te Pro­blem hab. Im­mer her mit dem Zeug!

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Escape-ism - The Lost Record /​ XYZ - Artificial Flavoring

Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring
Escape-ism - The Lost Record / XYZ - Artificial Flavoring

Ian Svenoni­us (u.a. Na­ti­on Of Ulys­ses, The Make Up, Weird War, Chain & The Gang) konn­te auch in die­sem Jahr nicht still sit­zen. Zum ei­nen wä­re da der neue Lang­spie­ler sei­nes So­lo­pro­jekts Es­cape-ism. The Lost Re­cord ist ge­ra­de erst frisch ge­presst und an­geb­lich schon ver­lo­ren. Auf die Oh­ren gibt's mehr von sei­nem leicht Sui­ci­de-in­fi­zier­ten, mi­ni­ma­lis­ti­schen Meta-Rock'n'Roll und na­tür­lich brin­gen die Ly­rics ei­nen wie­der ab­wech­selnd zum schmun­zeln, nach­den­ken und rät­seln.
Ein bes­se­rer Kan­di­dat für ei­ne "ver­lo­re­ne" aber kei­nes­wegs un­ge­lieb­te Plat­te ist der zwei­te Lang­spie­ler von XYZ, dem ge­mein­sa­men Pro­jekt von Svenonious und dem Fran­zo­sen Di­dier Bal­duc­ci a.k.a. Mem­phis Elec­tro­nic, der dem ei­nen oder an­de­ren viel­leicht als Teil von u.a. Dum Dum Boys und NON! be­kannt ist. Die Plat­te wur­de näm­lich be­reits zum Jah­res­be­ginn mit ca. null Pro­mo­ti­on aus­ge­rollt und fiel mir erst im Zu­ge der neu­en Es­cape-ism auf. Je­den­falls zeigt sich Svenoni­us hier wie schon auf dem Vor­gän­ger von sei­ner zu­gäng­lichs­ten, spa­ßigs­ten, tanz­bars­ten Sei­te.

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Lithics - Photograph, You Of

Lithics - Photograph, You Of

Das aus­ge­zeich­ne­te zwei­te Al­bum der Post-/Art­pun­ker aus Port­land ist noch gar nicht so rich­tig ver­ar­bei­tet, da schiebt die Band auch schon ei­nen neu­en Sie­ben­zöl­ler hin­ter­her, der mit Leich­tig­keit an des­sen Bril­li­anz an­knüpft.

Zlota Jesieǹ - W tobie nie jestem sobą

Zlota Jesieǹ -  W tobie nie jestem sobą

Art- & Post­punk, Noi­se- und Ex­pe­ri­men­tal­rock aus War­schau, der of­fen­bar ei­ni­ges von den prä-Daydream Na­ti­on So­nic Youth, Glenn Bran­ca und über­haupt von al­tem Lärm mit No Wa­ve-Be­zug mit­ge­nom­men hat, bei all dem aber auch aus­rei­chend ei­ge­nes Tem­pe­ra­ment ver­sprüht um pro­blem­los auf ei­ge­nen Fü­ßen zu ste­hen.



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Shark Toys - Labyrinths

Shark Toys - Labyrinths

Das drit­te Al­bum der Shark Toys aus Los An­ge­les klingt im ers­ten Mo­ment nach ei­ner wei­te­ren Post­punk-in­fi­zier­ten Ga­ra­gen­band á la Useless Ea­ters, UV Race oder Par­quet Courts. Was ja auch schon nicht schlecht ist. Bein zwei­ten hin­hö­ren fal­len dann aber eher Ein­flüs­se auf, die ganz klar ei­ni­gen al­ten Haus­num­mern des Früh-80er Art­punk ge­schul­det sind. Ins­be­son­de­re drän­gen sich da Ver­glei­che zu Swell Maps und The Fall auf. Ei­ne lei­se Ah­nung von Flip­per viel­leicht. Und ganz klar Mis­si­on Of Bur­ma, von de­nen hier auch ein Co­ver­song am Ver­tre­ten ist. Trotz­dem klingt das al­les doch sehr kon­tem­po­rär. Ei­ne Plat­te vol­ler klei­ner Über­ra­schun­gen und den­noch al­les aus ei­nem Guss.


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Exek - Ahead Of Two Thoughts

Exek - Ahead Of Two Thoughts

Das Schaf­fen die­ser Band ver­fol­ge ich äu­ßerst ge­spannt, seit Exek mir zum ers­ten mal durch ei­ne Split-EP mit Spray Paint ins Be­wusst­sein dran­gen. Mit ih­rer ei­gen­wil­li­gen Mi­schung aus Dub, Post- und Art­punk, Psy­che­de­lic und di­ver­sen an­de­ren ex­pe­ri­men­tel­len Sounds klin­gen sie wie der­zeit kei­ne an­de­ren Band. Nach ei­ner Com­pi­la­ti­on im vor­letz­ten Jahr ist jetzt das lan­ge er­war­te­te De­büt­al­bum der Band er­schie­nen und es ist schon er­staun­lich, wie kom­pakt und zu­gäng­lich ihr Sound dar­auf rü­ber­kommt, ob­wohl des­sen Grund­zu­ta­ten ei­gent­lich eher das Ge­gen­teil sug­ge­rie­ren wür­den. Kann man jetzt schon zu den ab­so­lu­ten High­lights des noch jun­gen Jah­res zäh­len.



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