Paint Thinner - The Sea Of Pulp

Wow! Was ein gesun­des Mini­mum an Pro­duk­ti­ons­auf­wand für einen Unter­schied machen kann, beweist der erste Lang­spie­ler von Paint Thin­ner aus Detroit. Die gefie­len mir bereits auf ihrem Demo vor ca. drei Jah­ren aus­ge­spro­chen gut. Aber kamen mir damals als Ver­gleich noch eher Wire so anno Chairs Mis­sing in den Sinn, klingt das hier etwas weni­ger nach Ur-Post­punk und Art­punk, dafür stär­ker nach Ur-Psy­che­de­lic- und Spa­ce­rock, nach Pink Floyd der (mal ehr­lich, ein­zig wah­ren) Syd Bar­ret-Ära und frü­hen Hawk­wind. Und das mit­un­ter auch bei den Songs, die bereits auf dem Demo ent­hal­ten waren. Ver­ein­zelt kann auch ein wenig Surf-Twang etwa an Crys­tal Stilts erin­nern. Aber zu kei­nem Zeit­punkt lässt The Sea Of Pulp zwei­fel daran auf­kom­men, dass in ihm ein Herz aus Punk schlägt. Die Platte ist ein Kil­ler und mit Fell Flat ist (erneut) einer der stärks­ten Songs an Bord, die mir in letz­ter Zeit so unter­ka­men.


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