Bootlicker - How To Love Life 7"

Mal wie­der was neu­es von den Punks aus Van­cou­ver. Ihr wisst was es zu er­war­ten gibt und sie wis­sen wie man ab­lie­fert. Sechs ta­del­lo­se Krach­aus­brü­che aus re­la­tiv old­schoo­li­gem, schnör­kel­lo­sem Hard­core­punk mit Ga­ra­gen­zu­satz.

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Cells - They Drew First Blood

Ei­ne neue EP von Ma­es­tro Voltaire's zweit­be­kann­tes­ten Pro­jekt Cells. Muss ich da­zu über­haupt noch was sa­gen? Sie­ben neue Häpp­chen hirn- und fuz­zge­fick­ter Hard­core­punk-Glück­se­lig­keit.

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Kobra - Confusione

Hui… auf so ei­nen Sturm, wie ihn Ko­bra aus Mai­land auf ih­rem ers­ten Lang­spie­ler los­tre­ten war ich nicht so ganz vor­be­rei­tet. Ober­fläch­lich be­trach­tet ha­ben wir es mal wie­der mit ei­ner Va­ri­an­te von old­schoo­li­gem, An­ar­cho-be­ein­fluss­tem Har­core­punk und ein paar ver­krus­te­ten Ten­den­zen zu tun - ihr wisst schon, ge­nau das Zeug an dem es in der ge­gen­wär­ti­gen Sze­ne kei­nen wirk­li­chen Man­gel gibt. Aber dann ist die­se Plat­te vor al­lem durch ei­ne end­lo­se Ab­fol­ge von fri­schen, un­kon­ven­tio­nel­len Ent­schei­dun­gen und Stil­blü­ten ge­prägt, die ein am­bi­tio­nier­tes und span­nen­des Ge­samt­kunst­werk aus Zu­ta­ten er­schaf­fen, aus de­nen an­de­re Bands ein­fach nur ein ganz or­dent­li­ches aber un­spek­ta­ku­lä­res Stück Gen­re-Haus­manns­kost ge­macht hät­ten. Die ge­lun­ge­ne Pro­duk­ti­on tut dann noch ihr üb­ri­ges da­zu, in­dem sie die per­fek­te Ba­lan­ce zwi­schen un­nach­gie­bi­gem Vor­schub und über­steu­er­tem Lo­Fi-Dreck fin­det. Ein im der­zei­ti­gen Hard­core­um­feld ganz schön ei­gen­stän­di­ges Ju­wel von ei­nem Al­bum und ein Ham­mer, der ein­fach je­den Na­gel auf den Kopf trifft.

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Cutters - Cutters

Die­se De­büt-7" ei­ner Band aus Mel­bourne ist ei­ne ein­zi­ge Wucht aus hoch­ent­zünd­li­chem Ga­ra­ge­core mit Ele­men­ten von Noi­se und Post­core als zu­sätz­li­che Brand­be­schleu­ni­ger. Das Zeug ver­bin­det den Punch von ADVLTS oder Bad Bree­ding mit ei­nem Ga­ra­gen- und old­schoo­li­gem Hard­corerum­mel, dem man Ge­mein­sam­kei­ten et­wa zu Fried E/​M, Electric Chair oder Mo­dern Needs zu­schrei­ben kann.

Future - Demo

Na das ist ja mal 'ne or­dent­li­che Wucht, was mir die­se ver­mut­lich pol­ni­sche Band ent­ge­gen schmet­tert. Zu glei­chen Tei­len Hard­core- und Ga­ra­ge Punk, vor­züg­lich an­ge­trie­ben von ul­tra-simp­len Schlag­werk, das den Tex­tu­ren aus der Sai­ten­quä­ler-Ab­tei­lung den nö­ti­gen Raum lässt, sich aus­zu­brei­ten. So et­was ähn­li­ches hat man in der Ver­gan­gen­heit viel­leicht von Bands wie Le­che, Mur­de­rer, Yam­bag, Lux zu hö­ren be­kom­men… oder viel­leicht ver­birgt sich da­zwi­schen so­gar noch ei­ne Spur von Wymyns Pry­syn.

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Tower 7 - Entrance To A Living Organism

Aus der klei­nen New Yor­ker Krach­ma­nu­fak­tur, die uns un­ter an­de­rem be­reits den kräf­ti­gen und schlau­en Hard-/Post­core von Ka­lei­do­scope be­schert hat, be­kom­men wir hier ei­ne wei­te­re Na­tur­ge­walt zur Ver­ar­bei­tung vor­ge­setzt. Das De­büt­al­bum von Tower 7 hat oh­ne Fra­ge ei­ne ge­wis­se Ähn­lich­keit zu den be­reits er­wähn­ten Ka­lei­do­scope, gleich­zei­tig kom­men ih­re Schall­at­ta­cken aber noch ei­ne Spur un­nach­gie­bi­ger da­her - nicht zu­letzt weil man sich an­ders als letz­te­re auch recht groß­zü­gig bei Vor­bil­dern der bri­ti­schen Crust-Früh­ge­schich­te be­dient. Frag­los sind ih­re be­vor­zug­ten Werk­zeu­ge et­was stump­fer, aber glei­cher­ma­ßen ef­fek­tiv.

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Cells - First Second

Wie ihr si­cher schon mal mit­be­kom­men habt, wer­de ich zum wil­len­lo­sen al­les­fres­ser wenn es um jeg­li­che ka­put­te Sounds von Con­nie Vol­taire, dem Ga­ra­gen­kö­nig von Min­nea­po­lis geht. Wäh­rend neu­es Ma­te­ri­al sei­nes wohl be­kann­tes­ten Pro­jekts Neo Ne­os (oder des­sen aus­ge­wach­se­ner Band-In­kar­na­ti­on Neo­ty­pes) noch auf sich war­ten lässt, zeigt sich die­ser neue Bat­zen von Fla­tu­len­zen sei­nes Hard­core­punk-Al­ter Egos Cells in der Zwi­schen­zeit mehr als taug­lich, mei­ne Sucht zu stil­len.

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Psykik Vylence - Psykik Vylence /​/​ Erik Nervous - Bugs!

Nach­dem sein let­zes Jahr er­schie­ne­nes Lang­spiel­de­büt mit den Be­ta Blo­ckers die ei­ne oder an­de­re So­cke von den Fü­ßen ge­bla­sen hat, gibt es ein paar Neu­ig­kei­ten zu be­rich­ten von ei­ner der schil­lernds­ten Fi­gu­ren des ge­gen­wär­ti­gen Ga­ra­ge Punk. Erst­mal gab es da be­reits im Win­ter ein Tape un­ter dem Ali­as Psy­kik Vy­lence, auf dem er mit an­ge­mes­sen ro­hen Sounds aus der Hard­core-Grab­bel­kis­te ex­pe­ri­men­tiert - das Er­geb­nis ist ei­ne wah­re Freu­de. Und au­ßer­dem ist jetzt ei­ne neue di­gi­ta­le EP zu ha­ben, auf der er wie auch schon bei Psy­kik Vy­lence wie­der al­les so­lo auf­ge­nom­men hat. Aber ob jetzt mit oder oh­ne Be­ta Blo­ckers - Erik Ner­vous macht ein­fach das, wo­für ihn die meis­ten ken­nen und lieb­ge­won­nen ha­ben: Ge­ring­fü­gig ver­strahl­ten und ein­falls­rei­chen Ga­ra­ge Punk mit ein­ge­bau­ter Ohr­wurm­ga­ran­tie. Dies­mal gibt es oben­drein ei­ne mehr als nur ob­sku­re Wahl für ei­ne Co­ver­ver­si­on (in der Tat hab ich noch nie von Tas­te Test ge­hört…) und zum Ab­schluss ei­nen un­fer­ti­gen, aber ver­dammt Wind er­zeu­gen­den In­stru­men­tal­track mit dem Ver­spre­chen, dass die Vo­cals bald nach­ge­lie­fert wer­den. Muss man ein­fach gern ha­ben, so was.

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Cement Shoes - A Love Story Of Drugs & Rock & Roll & Drugs 7"

Wenn ihr mich fragt sind Ce­ment Shoes aus Rich­mond, Vir­gi­nia die ge­gen­wär­ti­gen Kö­ni­ge des Ga­ra­ge­core-Mi­kro­gen­res, in­ji­zie­ren ei­ne mas­si­ve Por­ti­on von na­he­zu schmie­ri­gem Rock'n'Roll in ein Fun­da­ment aus frag­los Hard­core zu nen­nen­der En­er­gie wie man sie nur in we­nig an­de­ren Bands der­zeit fin­det - Cü­lo oder de­ren qua­si-Nach­fol­ger Ta­ran­tü­la, Man Ea­ters könn­te man viel­leicht als ein et­was Hard­core-las­ti­ge­re Ver­glei­che an­bie­ten. Oder wie die aus­tra­li­schen Ga­ra­ge-Slea­ze Ro­cker Gol­den Pe­li­cans klin­gen könn­ten, wenn sie ei­ne Hard­core-Er­leuch­tung ver­passt be­kom­men. Mit ei­ner neu­en 7", auf der zu­ver­läs­si­gen bri­ti­schen qua­li­täts-Plat­ten­pres­se Drun­ken Sailor Re­cords er­schie­nen, gibt es je­den­falls Nach­schub von dem gu­ten Zeug und der Raus­schmei­ßer-Track Go­ing Off The Grid, ein et­was kon­ven­tio­nel­le­rer Ga­ra­gen­ro­cker, könn­te viel­leicht ei­ne zu­künf­ti­ge Ab­kehr vom Hard­core-Tem­po si­gna­li­sie­ren, oder halt auch nicht. Was im­mer die Band als nächs­tes vor­hat, sie sind ein span­nen­der Act, den es wei­ter zu be­ob­ach­ten gilt.

Fucking - Superior Firepower

Hat ganz schön ge­dau­ert, bis nach ih­ren ge­nia­len ers­ten zwei 7"s end­lich mal neu­es Ma­te­ri­al der Punks aus Min­nea­po­lis auf­ge­taucht ist. Ich freue mich aber zu be­stä­ti­gen, dass der Fun­ke in ih­rem ur­ei­ge­nen Mix aus chao­ti­schem Hard-/Ga­ra­ge-/Post-/Weird­core nach wie vor über­springt und ih­re er­fri­schen­de Gleich­gül­tig­keit ge­gen­über den gän­gi­gen Gen­re­kon­ven­tio­nen er­strahlt wie eh und je. Al­so mal wie­der fünf Mi­nu­ten ex­zel­len­ter Lärm, so wie ich es von die­ser Band auch nicht an­ders er­war­tet hät­te.

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