Dollhouse - The First Day Of Spring

Das De­mo von 2019 war schon ei­ne sehr re­spek­ta­ble Spreng­la­dung des durch­dach­ten Lärms und auf die neue EP der New Yor­ker trifft das noch um­so mehr zu, dank ei­ner ver­gleichs­wei­se aus­ge­feil­ten Pro­duk­ti­on, die ihr Klang­werk aus ei­ner Grau­zo­ne zwi­schen Hard­core, Post Punk und Post­core in ge­nau das rech­te Licht rückt, sau­ber die Ba­lan­ce zwi­schen kan­ti­gem Dreck und blan­ker Wucht hält. Das gan­ze Ding schwemmt mir ei­nen recht viel­sei­ti­gen Klum­pen an Bands ins Ge­dächt­nis wie et­wa Mys­tic Ina­ne, Hot Sna­kes, Wymyns Pry­syn, Laun­cher, Ce­ment Shoes oder Li­quid As­sets.

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Electric Chair - Social Capital

Auf ih­rer neu­es­ten EP neh­men Electric Chair aus Olym­pia, Wa­shing­ton den zu­vor sehr prä­sen­ten Ga­ra­gen­fak­tor et­was zu­rück, oh­ne da­bei ih­ren spe­zi­el­len Vi­be auf­zu­ge­ben - ge­schickt ver­mei­den sie es, in ei­nen schnö­den Old­school-Pu­ris­mus zu ver­fal­len, in­dem sie die al­ten und er­prob­ten Hard­core-For­meln in ge­nau den rich­ti­gen Mo­men­ten auf­bre­chen, um aber den­noch ih­re zeit­lo­se Durch­schlag­kraft an­zu­wen­den, wo es drauf an­kommt.

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Nick Cage - Lost Cause

Mann, war das ei­ne lah­me Wo­che was neu­en Lärm an­geht. Aber im­mer­hin ei­ne Ver­öf­fent­li­chung möch­te ich euch nicht vor­ent­hal­ten, und zwar die­se klei­ne Schön­heit zwi­schen Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core - ein biss­chen wie ein Mix aus Fried E/​M, Mo­dern Needs, Mys­tic Ina­ne… mit ei­nem ge­wis­sen Dri­ve Li­ke Je­hu-Zu­satz in den pas­sen­den Mo­men­ten.

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Exxxon - Gas Tape /​ More Gas

Die­se Band un­ge­klär­ter Her­kunft hat kürz­lich ihr zwei­tes Tape von der Lei­ne ge­las­sen - er­neut auf dem Kas­set­ten­la­bel De­lu­xe Bi­as - und wie auch beim Vor­gän­ger be­kom­men wir dar­auf ei­nen or­dent­li­chen Lo-Fi Knall ver­passt, der et­was da­nach klingt als hät­ten sich Stoo­ges und MC5 als ei­ne Hard­core-Ka­pel­le neu er­fun­den. Ein ge­wis­ser Bad Brains-Un­ter­ton ver­tieft den all­ge­mei­nen Old­school-Vi­be und in der Ge­gen­wart könn­te man das mit et­was auf­ge­motz­ten Vexx ver­glei­chen. Auf­ge­motzt mit 50% mehr X.

Nopes - Djörk

Drit­ter Lang­spie­ler der Band aus Oak­land und er­war­tungs­ge­mäß ist das mal wie­der ziem­lich gei­ler Scheiß hier. Ich find's im­mer noch ab­so­lut be­mer­kens­wert wie das, was mal als ei­ne Art Hüs­ker Dü-Ver­schnitt los­ging sich zu ei­ner der kraft­volls­ten, ei­gen­stän­digs­ten und so­fort wie­der­erkenn­ba­ren Bands der letz­ten Jah­re ent­wi­ckelt hat, die schein­bar oh­ne gro­ße Mü­he die ro­hen En­er­gien von Hard- & Post­core, Noi­se Rock und Ga­ra­ge Punk zu ei­nem wun­der­bar rau­bei­ni­gen, un­be­re­chen­ba­ren Biest ver­kan­tet.

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Foil & Silvie S - Split

Net­tes klei­nes Split-Tape. Foil aus Kan­sas Ci­ty war mir bis­her noch nicht be­kannt, aber die drei Songs von dem Ty­pen re­gen so­fort die Durch­blu­tung an mit ei­ner schön knar­zi­gen, ro­hen und et­was an­ge­schräg­ten her­an­ge­hens­wei­se an Hard­core Punk.
Sil­vie S hin­ge­gen ist ein wei­te­rer Ali­as für den sonst als Bil­liam ge­läu­fi­gen Aus­tra­li­er, der schein­bar auch bei Dot.com und Dis­co Junk be­tei­ligt ist. Von ihm gibt es hier drei wei­te­re klei­ne Spaß­ka­no­nen in sei­nem ver­trau­ten Style aus mi­ni­ma­lis­ti­schem Ga­ra­ge- und Syn­th Punk.

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Liquids - Life Is Pain Idiot

Li­quids, das So­lo­pro­jekt von Mat Wil­liams treibt jetzt schon ei­ne gan­ze wei­le sein Un­we­sen und je­der neue Ein­trag in sei­ner in­zwi­schen halb­wegs mas­si­ven Dis­ko­gra­fie war ei­ne er­freu­li­che, wenn auch et­was in­kon­sis­ten­te Überr­schung, weil vie­le sei­ner Ver­öf­fent­li­chun­gen eher ei­ner lo­sen An­samm­lung von Songs sehr wech­sel­haf­ter Qua­li­tät gli­chen. Das ist aber kei­nes­wegs mehr der Fall auf Life Is Pain Idi­ot, sei­nem neu­es­ten Lang­spie­ler. Er­neut un­ter der Pro­du­zen­ten­ma­gie von Erik Ner­vous auf­ge­nom­men, mischt sich hier neu­er Krem­pel naht­los zwi­schen ei­ne gu­te Aus­wahl be­reits ge­läu­fi­ger, neu auf­ge­nom­me­ner Songs, die hier klar in ih­rer de­fi­ni­ti­ven Fas­sung vor­lie­gen.

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Broken Vessels - Do You See My Smile?

Bro­ken Ves­sels sind 'ne Band aus San­ta Ana, Ka­li­for­ni­en und ha­ben Mit­glie­der von Grim­ly Forming und Ro­lex mit an Bord (de­ren ge­nia­les De­büt-Al­bu­m/­Com­pi­la­ti­on/­Re-Re­cord­ing-Din­gens ich hier ich bis­her nicht ge­pos­tet hab, al­so checkt das Ding mal aus). Klingt dann auch mal ziem­lich nach ei­ner et­was pri­mi­ti­ve­ren Va­ri­an­te von Ro­lex, wo­bei aber auch Mys­tic Ina­ne als Ver­gleich nicht ganz fern lie­gen.

Youth Regiment - Youth Regiment

Ein wei­te­rer Imo­tent Fe­tus Re­lease, ein wei­te­rer kur­zer aber herz­haf­ter Knal­ler aus old­schoo­li­gem Hard­core­zeug, das sein ei­ge­nes Gen­re auf durch­aus char­man­te Art und Wei­se von un­ge­wöhn­li­chen Win­keln at­ta­ckiert.

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Mystic Inane - Natural Beauty

Mann, das ist ja mal min­des­tens ein hal­bes Jahr­zehnt her seit ich zum letz­ten mal von die­ser Band aus New Or­leans ge­hört ha­be. So un­er­war­tet wie ih­re neue 7" jetzt da­her kommt, so frisch und en­er­gisch klingt aber auch im­mer noch ih­re Sym­bio­se aus Ga­ra­ge- & Post Punk, Hard- & Post­core, die auch un­ter jün­ge­ren Bands á la Laun­cher, Li­quid As­sets oder Fried E/​M ei­ne gu­te Fi­gur macht.

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