Liquids - Life Is Pain Idiot

Li­quids, das So­lo­pro­jekt von Mat Wil­liams treibt jetzt schon ei­ne gan­ze wei­le sein Un­we­sen und je­der neue Ein­trag in sei­ner in­zwi­schen halb­wegs mas­si­ven Dis­ko­gra­fie war ei­ne er­freu­li­che, wenn auch et­was in­kon­sis­ten­te Überr­schung, weil vie­le sei­ner Ver­öf­fent­li­chun­gen eher ei­ner lo­sen An­samm­lung von Songs sehr wech­sel­haf­ter Qua­li­tät gli­chen. Das ist aber kei­nes­wegs mehr der Fall auf Life Is Pain Idi­ot, sei­nem neu­es­ten Lang­spie­ler. Er­neut un­ter der Pro­du­zen­ten­ma­gie von Erik Ner­vous auf­ge­nom­men, mischt sich hier neu­er Krem­pel naht­los zwi­schen ei­ne gu­te Aus­wahl be­reits ge­läu­fi­ger, neu auf­ge­nom­me­ner Songs, die hier klar in ih­rer de­fi­ni­ti­ven Fas­sung vor­lie­gen.

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Broken Vessels - Do You See My Smile?

Bro­ken Ves­sels sind 'ne Band aus San­ta Ana, Ka­li­for­ni­en und ha­ben Mit­glie­der von Grim­ly Forming und Ro­lex mit an Bord (de­ren ge­nia­les De­büt-Al­bu­m/­Com­pi­la­ti­on/­Re-Re­cord­ing-Din­gens ich hier ich bis­her nicht ge­pos­tet hab, al­so checkt das Ding mal aus). Klingt dann auch mal ziem­lich nach ei­ner et­was pri­mi­ti­ve­ren Va­ri­an­te von Ro­lex, wo­bei aber auch Mys­tic Ina­ne als Ver­gleich nicht ganz fern lie­gen.

Youth Regiment - Youth Regiment

Ein wei­te­rer Imo­tent Fe­tus Re­lease, ein wei­te­rer kur­zer aber herz­haf­ter Knal­ler aus old­schoo­li­gem Hard­core­zeug, das sein ei­ge­nes Gen­re auf durch­aus char­man­te Art und Wei­se von un­ge­wöhn­li­chen Win­keln at­ta­ckiert.

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Mystic Inane - Natural Beauty

Mann, das ist ja mal min­des­tens ein hal­bes Jahr­zehnt her seit ich zum letz­ten mal von die­ser Band aus New Or­leans ge­hört ha­be. So un­er­war­tet wie ih­re neue 7" jetzt da­her kommt, so frisch und en­er­gisch klingt aber auch im­mer noch ih­re Sym­bio­se aus Ga­ra­ge- & Post Punk, Hard- & Post­core, die auch un­ter jün­ge­ren Bands á la Laun­cher, Li­quid As­sets oder Fried E/​M ei­ne gu­te Fi­gur macht.

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Fugitive Bubble - Fugitive Bubble /​/​ C-Krit - C-Krit

Im­po­tent Fe­tus heißt das fa­mo­se neue Kas­set­ten-Sub­la­bel des nicht we­ni­ger fan­tas­ti­schen Stuc­co-Im­pe­ri­ums, wel­ches zu­letzt schon mit dem Sep­tic Yanks Tape viel Freu­de in die Welt ge­bracht hat. In­zwi­schen bie­ten sich da auch schon wie­der zwei neue Pfüt­zen aus Noi­se zum drin Ba­den an, von zwei Bands un­kla­rer Her­kunft. Der Qua­li­täts­stan­dard wird da­bei je­den­falls wei­ter­hin recht­wink­lig ge­hal­ten. Von we­gen im­po­tent…
Fu­gi­ti­ve Bub­ble sau­en da­bei wun­der­bar mit ei­ner über­aus ein­falls- und ab­wechs­lungs­rei­chen Va­ria­ti­on von ab­ge­fuz­ztem Hard-, Noi­se- und Weird­core rum, die mich ab­wech­selnd mal an Das Drip, Warm Bo­dies, Vexx so­wie den frü­hen Out­put von NAG oder Ka­lei­do­scope er­in­nert.
C-Krit hin­ge­gen klin­gen ziem­lich nach ei­nem struw­we­li­gen Misch­kö­ter aus Soupcans, No Trend und Lum­py & The Dum­pers. Oben­drein ist auch ih­re Dar­bie­tung des al­ten Screa­ming Snea­kers-Ever­greens Vio­lent Days pu­res Gold.

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Septic Yanks - Septic Yanks

Ein wei­te­rer feuch­ter und mod­rig rie­chen­der Bat­zen aus hoch­kon­ta­mi­nö­sem Punk­scheiß, zu glei­chen Tei­len Ga­ra­ge Punk, KBD-mä­ßi­ge Schwei­ne­rei und Hard­core­punk der sehr al­ten Schu­le. Nicht ganz un­ähn­lich zu Li­quid As­sets, Fried E/​M oder Laun­cher.

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Kaleidoscope - Decolonization /​/​ Straw Man Army - Age Of Exile

Zwei neue Lärmar­te­fak­te aus New Yorks aus­ge­zeich­ne­ter Schmie­de D4MT Labs. Erst­mal wä­re da ei­ne neue LP der ge­nia­len Hard-/Post­core-Na­tur­ge­walt Ka­lei­do­scope, auf der sie ge­ring­fü­gig simp­ler und ge­rad­li­ni­ger rü­ber­kom­men als auf ih­rem un­glaub­li­chen Lang­spiel­de­büt im letz­ten Jahr, aber nach wie vor ab­so­lut treff­si­cher, in­spi­riert und ver­spielt.
Ähn­li­ches kann man auch dem Al­bum von Straw Man Ar­my be­schei­ni­gen. De­fi­ni­ti­ve In­fos über das Duo ha­be ich zwar nicht, aber es dürf­te sich da­bei um den Ka­lei­do­scope-Schlag­wer­ker und noch ir­gend­ei­nen an­de­ren Ty­pen han­deln. Er­war­tungs­ge­mäß wird das al­so mal wie­der ein recht aben­teu­er­li­cher Ritt, dies­mal auf den Tel­ler­rän­dern des düs­te­ren Post­punks so­wohl der klas­si­schen als auch ge­gen­wär­ti­gen Schu­le, was mal an Crass-mä­ßi­gen Mi­ni­ma­lis­mus grenzt, an Wi­pers-Me­lan­cho­lie aber auch an jün­ge­re, ex­zen­tri­sche Acts wie Mur­de­rer oder Wymyns Pry­syn.

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Alien Nosejob - Once Again The Present Becomes The Past

Ei­ne wei­te­re Plat­te des Mu­te­an­ten Ja­ke Ro­bert­son und sei­nem wand­lungs­fä­hi­gen Pro­jekt Ali­en No­se­job. Nach der letzt­jäh­ri­gen 7" auf Iron Lung Re­cords fo­kus­siert er sich hier zum zwei­ten mal auf Hard­core­punk, wo­bei er die län­ge­re Lauf­zeit nutzt um das Gen­re die­ses mal et­was gründ­li­cher zu er­for­schen, was in ei­nem un­ge­mein span­nen­den, ab­wechs­lungs­rei­chen Ton­trä­ger re­sul­tiert. Al­les was Ro­bert­son hier an­fasst läuft aus­ge­spro­chen rund.

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Chainshot - Chainshot

Hard­core Punk aus Nash­ville, der los­legt wie ein Zeit­sprung in die früh­zeit des Gen­res, so­wohl be­züg­lich der kom­pro­miss­lo­sen Wucht als auch ei­ner Krea­ti­vi­tät, die sich nicht viel um eta­blier­te Mus­ter und Kon­ven­tio­nen schert. Mit je­der ver­strei­chen­den Mi­nu­te wird es dar­auf­hin nur noch span­nen­der. Oft auf un­ge­wöhn­lich me­lo­di­scher Gi­tar­ren­ar­beit oder Ga­ra­ge-mä­ßi­gem Rif­fing auf­bau­end, fin­det ih­re ganz un­be­las­tet die Punk-Ver­gan­gen­heit plün­dern­de Her­an­ge­hens­wei­se glei­cher­ma­ßen gut in der Ge­gen­wart platz, ir­gend­wo in der Nä­he von Bands wie Ce­ment Shoes oder Pink Gui­tars.

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Bootlicker - How To Love Life 7"

Mal wie­der was neu­es von den Punks aus Van­cou­ver. Ihr wisst was es zu er­war­ten gibt und sie wis­sen wie man ab­lie­fert. Sechs ta­del­lo­se Krach­aus­brü­che aus re­la­tiv old­schoo­li­gem, schnör­kel­lo­sem Hard­core­punk mit Ga­ra­gen­zu­satz.

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