Eine kurze und schmerzlose Attacke aus Garage- und Synth Punk, gleichermaßen catchy und schreddernd, von einer Band oder Person aus Simi Valley, Kalifornien. Das hat durchaus einiges von so Genre-Hausnummern wie S.B.F., The Gobs, Slimex, Ghoulies, Quitter oder C.H.I.M.P – neben vielen anderen – und muss sich dahinter auch keineswegs verstecken.
Die neueste EP dieser Band aus Antwerpen ist ein einwandfrei losgehender Arschtreter aus Grundzutaten des tendenziell eher traditionellen, aber dankenswerter Weise immer solide konstruierten Garage Punks, fest verankert in durchweg exzellenter Song-Substanz mit dem gewissen British Invasion-Flair á la Resonars, ansonsten auch nicht ganz unähnlich zu Bands wie Dadar, Shitty Life, Mitraille, Big Baby oder Sauna Youth.
Diese Band aus Schenectady, New York tritt einen massiven Sturm des leicht motörisierten Lärms los auf ihrem Demotape, irgendwo zwischen den Eckpunkten von Garage Punk, Hardcore und Sleaze Rock. Eine vorzüglich entflammbare Mixtur ist das, die auch in der Gesellschaft von so Zeug wie Cement Shoes, Polute, Hippyfuckers, Flea Collar, Dollhouse oder Cülo eine gute Figur macht… und obendrein hat das vielleicht auch noch einen Hauch von Hüsker Dü’s Hardcore-Ära inne.
Seite numero vier vom Garage-Troubador Die TV aus Marmora, New Jersey ist erneut ein grundsolider Batzen an Garage-/Synth-/Elektropunk-Miniaturen erlesener Qualität. Viel mehr hab ich da auch nicht zu sagen außer wie schon zu den Vorgängern: Freunde von Schrägheiten im groben Umfeld etwa von Powerplant, Stalins of Sound, Erik Nervous, The Spits, Set-Top Box, Digital Leather… Frohlocket!
Eine neue EP der famosen brasilianischen Eggpunk-Hausnummer Cool Sorcery aka Marcos Assis, dessen Sound bisher mit jeder Veröffentlichug etwas ambitionierter wurde. Entsprechend ist auch der neueste Streich ein wunderbares, strukturiertes Chaos, das gleichermaßen Inspiration aus 70er Hard- und Progressive Rock zu ziehen scheint wie auch von einschlägigen Vertretern der gegenwärtigen Garage- und Synthpunk-Szene.
Mein bester Versuch, dieses Teufelswerk zu beschreiben, welches da so’n Typ aus St. Louis, Missouri gechannelt hat, geht so: Ein totaler Überfluss an fortgeschritten dementem Scheiß, herunterkondensiert zu vergnüglichen kleinen Garagenminiaturen im groben Umfeld etwa von Buck Biloxi, Strange Attractor oder alternativ auch Dead Moon und The Dead Milkmen, vielleicht mit einer leisen Ahnung von Wild Man Fisher obendrauf. Ich bin blöd genug und weiß das so zu schätzen.
Großer Spaß wie immer, die neueste EP von den Italienern Shitty Life, auf welcher die erneut ihren Garage Punk mit tonnenweise Hardcore-Energie und -tempo aufladen (oder auch anders herum). Eine schnurgerade nach vorne gehende Attacke, die under anderem Sympathisanten von Crisis Man, Dadar, Gluer oder Easers gut in den Kram passen wird.
Für diese Woche hat das schickste Ausstellungsstück aus dem Bermudadreieck von Garage-, Synth- und Eggpunk-affiner Demenz eine Band aus Ungarn zu verantworten. Die lassen hier einen Krawall von der Leine, der den Zuspruch von Freunden der feinen Künste á la Ghoulies, Research Reactor Corp., Slimex, Gee Tee oder Set-Top Box praktisch schon in der Tasche hat.
Ich hab diese Perle von einem Typen oder einer Band aus South Carolina zum Anfang des Jahres total übersehen, daher bin ich ganz glücklich, dass mir das griechische Label Body Blows das Zeug jetzt noch mal in die Fresse drückt. Versteckt zwischen einem Chaos aus Instrumentals und Interludes lässt sich darin nämlich auch noch ein exzellentes Album zusammenfinden, das sich freimütig durch die frühe Punk- und Garage-Geschichte plündert und dabei unter anderem dabei einen ganz schicken Dead Boys-Vibe entwickelt.
Nach jahrelangen Abstechern in mal mehr, mal weniger naheliegende (Sub-)Genres klingt der neueste Langspieler von Jake Robertson’s Alien Nosejob in Teilen nach einer Rückkehr zu seinen Ausmuteants-Wurzeln, transportiert dabei aber auch weiterhin zahlreiche Echos seiner jüngeren Irrungen und Wirrungen. Oh, und vor allem bewegt er sich hier neuerdings knietief in Classic- und Dad Rock-Territorium, was er dankenswerter Weise mit Stil, Würde und ’nem Sinn für Humor bewerkstelligt. Smasher wie etwa Shuffling Like Coins oder Coastal Living 2 bewegen sich dabei in etwa so nah an einem augenzwinkernden AC/DC-Ripoff wie es eben noch erträglich ist.