The Amputees - Scream

amputees
Kurz­spie­ler ei­ner New Yor­ker Band. Mit­rei­ßen­der me­lo­di­scher Punk­rock, der aber auch mal Platz für ei­ne kur­ze Hard­core­at­ta­cke oder ei­nen klei­nen Aus­flug in Noi­ser­o­cki­ge Ge­fil­de hat. Hät­te man gern ein gan­zes Al­bum von, das klingt näm­lich nach Po­ten­zi­al hier.

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BAÑOS y BAÑOS - Singles Going Broke

banos y banos
We­nig In­fos gibt's zu die­ser Band aus Den­ton, Te­xas. Sie spie­len ein mo­no­to­nes wie auch ex­plo­siv groo­ven­des Ge­misch, das man zu glei­chen Tei­len im Noi­se­r­ock, im Post­punk und Ga­ra­gen­rock ver­or­ten könn­te. Al­so ge­nau die Art von stu­pi­dem Krach, an­läss­lich des­sen mei­ne ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten schon nach dem ers­ten Takt ra­pi­de nach­las­sen und al­le dann noch ak­ti­ven Syn­ap­sen ei­nen Zu­stand de­bi­ler Glück­se­lig­keit aus­lö­sen.

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Playlounge - Pilot

playlounge
Die Ära der me­lo­die­ver­lieb­ten In­die­krach­du­os wird uns wohl noch ei­ne Wei­le be­glei­ten, und ehr­lich ge­sagt bin ich auch ganz froh dar­über. Bis­her stellt sich bei mir noch kei­ne Lan­ge­wei­le ob des be­währ­ten Kon­zep­tes ein und ich gön­ne je­der Band ein we­nig Be­ach­tung, die dem an­ge­sag­ten In­die­ge­pop­pe und -ge­säu­sel ei­ne or­dent­li­che Por­ti­on Punk ent­ge­gen­zu­set­zen weiß.
Die Lon­do­ner Play­lounge rei­hen sich ziem­lich naht­los ein in die üb­li­chen Ver­däch­ti­gen des Gen­re­um­felds, al­so et­wa Ja­pan­dro­ids, P.S. I Love You, So­lids, No Age oder Jo­an­na Grue­so­me. Viel­leicht noch et­was über­zu­cker­ter, mit ei­nem deut­li­chen Emo-Ein­schlag. Und der ei­ne oder an­de­re Song klingt eher nach Füll­ma­te­ri­al. Trotz­dem, unter'm Strich ei­ne spa­ßi­ge Krach­plat­te für je­den, der noch nicht to­tal all­er­gisch auf die oben ge­nann­ten Re­fe­ren­zen re­agiert.

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Dirty River - Dirty River

dirty river
Flee­ting Youth Re­cords ha­ben mal wie­der ei­ne klei­ne Per­le aus­ge­gra­ben in Form des De­büt­al­bums ei­ner Band aus dem Kaff Rhi­ne­beck im Bun­des­staat New York, dem sie jetzt zu ei­nem Ka­set­ten­re­lease ver­hel­fen. Die Jungs spie­len ab­so­lut mi­ni­ma­lis­ti­schen Ga­ra­gen­blues, zu dem Sän­ger und Gi­tar­rist For­rest Ha­cken­b­rock über die Sinn­lo­sig­keit sei­nes Le­bens schwa­dro­niert. Über ver­pass­te Ge­le­gen­hei­ten, die Flucht in schnel­len Sex und wei­che Dro­gen, über das ver­strei­chen der Zeit und den Ver­such, die­ses Le­ben ir­gend­wie sei­nem Um­feld ge­gen­über zu recht­fer­ti­gen. Ken­nen wir doch al­le ir­gend­wie…

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Omi Palone - Omi Palone

Omi Palone
Das ge­schmacks­si­che­re La­bel Faux Di­scx fes­tigt mal wie­der sei­nen Sta­tus als ei­ne der er­fri­schends­ten In­seln im über­wie­gend doch sehr ein­ge­fah­re­nen bri­ti­schen In­die-Sumpf und be­schert uns kur­zer­hand das De­büt­al­bum der Lon­do­ner Omi Pa­lo­ne.
Und ehr­lich ge­sagt, mit so was gei­lem hat­te ich nicht ge­rech­net. Das ist aufs we­sent­li­che re­du­zier­ter, schram­me­li­ger In­die Rock, der durch­aus an die Neu­see­län­di­sche Fly­ing Nun-Con­nec­tion der 80er/​90er er­in­nert, oder auch mal an ganz frü­he REM oder ei­ne straigh­te­re Ver­si­on von Wires hym­ni­sche­ren Mo­men­ten. Aber auch So­nic Youth- oder Wi­pers-las­ti­ge Gi­tar­ren­har­mo­nien oder Krach­at­ta­cken wie von den frü­hen Di­no­saur Jr und leich­te Ge­schmacks­spu­ren von Post­punk sind aus­zu­ma­chen.
Aus­ge­schrie­ben klingt das jetzt zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen nicht be­son­ders span­nend, eher wie die ge­fühl­te Hälf­te an­de­rer hier vor­ge­stell­ter Bands. Aber das sind auch al­les nur not­dürf­ti­ge Ver­su­che den Sound ir­gend­wie ein­zu­ord­nen, denn Omi Pa­lo­ne ver­schmel­zen ei­gent­lich ge­konnt ein sehr brei­tes Spek­trum aus den Tie­fen der In­die-/Al­ter­na­ti­ve-His­to­rie zu ei­nem un­an­ge­streng­ten und ge­konn­ten Gan­zen, das weit­aus mehr ist als die Sum­me sei­ner mehr oder we­ni­ger of­fen­sicht­li­chen Ein­flüs­se. Und auch sel­ten ge­wor­den heut­zu­ta­ge: Je­der Song ist ein Voll­tref­fer. Acht Songs, die man den gan­zen Tag auf re­peat hö­ren könn­te, oh­ne dass man ir­gend­wann zu­viel da­von kriegt.

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The Carbonators - Super Sonic

carbonators
Wun­der­schön ka­put­ter und zer­fah­re­ner Post­punk mit deut­li­chen Kraut­ein­flüs­sen, nach­läs­sig ge­spielt von ei­nem Hau­fen de­ge­ne­rier­ter Spa­cken aus dem bri­ti­schen Croy­don. Stich­wort Kraut: Man er­zahlt sich, sie sei­en auch schon mal ge­mein­sam mit Da­mo Su­zu­ki auf ei­ner Büh­ne ge­sich­tet wor­den. Bei al­len Schräg­hei­ten ha­ben sie aber trotz­dem ein aus­ge­präg­tes Ge­spür für en­gän­gi­ge Pop­me­lo­dien, die sie dann na­tür­lich auch so­fort wie­der best­mög­lich aus­ein­an­der neh­men, be­vor es zu nor­mal und lang­wei­lig wer­den kann.

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The Thons - Thirty Foot Snake

The Thons - Thirty Foot Snake - Cover Art
Selbst­be­wus­ten und su­per ab­ge­han­ge­nen Ga­ra­gen­rock spie­len The Thons aus Chi­ca­go. Das klingt mal nach old­schoo­li­gem Ge­rif­fe im Stil von Ra­dio Bird­man oder Ob­its, ein an­de­res mal als hät­te man Ur­ge Over­kill das Koks durch Rital­in und Gras er­setzt, sur­fi­ge und an­ge­folk­te Zwi­schen­tö­ne sind auch mit an Bord und bei all dem las­sen sie die ein­gän­gi­gen Hooks nie zu kurz kom­men. Die schnör­kel­lo­se aber kraft­vol­le Pro­duk­ti­on - al­les wur­de an ei­nem Tag ein­ge­spielt - passt da­zu wie Arsch auf Ei­mer. Für die­ses Jahr hat die Band noch gleich zwei wei­te­re Al­ben an­ge­kün­digt. Man darf ge­spannt sein.
Die Plat­te gibt's im Band­ei­ge­nen Shop zum Down­load, im Tausch ge­gen ei­nen Face­book-Share oder ei­nen frei wähl­ba­ren Be­trag von min­des­tens null Eu­ro (aber seid kei­ne Arsch­lö­cher, ok?).

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Silver Dapple - I Hate My Birthday

silver dapple
Shoe­ga­ze-Ge­döns der ul­tra-grad­li­ni­gen, ein­gän­gi­gen Sor­te spielt die­se Band aus Mont­re­al und ver­passt dem gan­zen noch ei­ne noi­si­ge In­die­rock-Kan­te á la frü­he Di­no­saur Jr. Und bei den Songs ge­ben sie sich auch kei­ne Blö­ße, die Plat­te kann was.

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Protomartyr - Under Color Of Official Right

protomartyr
Nach dem lezt­jäh­ri­gen Bro­cken "No Pas­si­on All Tech­ni­que", der ge­ra­de we­gen sei­ner kom­pro­miss­lo­sen Zer­fah­ren­heit über­zeu­gen konn­te, fin­den Pro­tom­ar­tyr aus De­troit hier end­lich zu ih­rem ei­ge­nen Sound. Das steht ei­ner­seits den düs­te­ren Klang­ent­wür­fen der ak­tu­el­len Ko­pen­ha­ge­ner Sze­ne na­he, aber auch klas­si­sche­re Kan­di­da­ten wie The Fall schei­nen durch und leicht dub­bi­ge Un­ter­tö­ne fal­len beim auf­merk­sa­men Hö­ren auf. Da­zu durch­zieht ei­ne neu ge­won­ne­ne Me­lo­diö­si­tät das Al­bum, das den­noch an al­len Ecken und En­den sei­nen Beiß­re­flex be­weist.
Bis­her war die­ses Jahr ein ech­ter Jung­brun­nen für den zu­letzt et­was ver­schla­fen wir­ken­den Post­punk und Un­der Co­lor Of Of­fi­ci­al Right ist ein wei­ter her­aus­ra­gen­der Bei­trag in den mo­der­nen Gen­re-Ka­non. Viel­leicht der bes­te, den wir die­ses Jahr zu hö­ren krie­gen, aber das ha­be ich die­ses Jahr auch schon mehr­fach ge­dacht. Und jetzt wo es end­lich ei­nen of­fi­zi­el­len Re­lease­ter­min für's Lower-Al­bum gibt, mag ich mich erst recht nicht vor­zei­tig auf et­was fest­na­geln.


Finderskeepers - Pack Your Bags

finderskeepers
Sehr schö­ne EP ei­nes Punkt­ri­os aus Ot­ta­wa, das es sich ir­gend­wo zwi­schen Ga­ra­gen- und 77er Punk ge­müt­lich macht. Das er­in­nert ab­wech­selnd auch mal an Dead Moon, Wi­pers oder so­gar Hüs­ker Dü.

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