Exhalants – Democore

Ein durchaus vielversprechendes Demo kommt von einer Band aus Austin, Texas. Noiserock mit einem gewissen Postcore-Einschlag, tendenziell von der eher ungemütlichen Sorte, der die Geduld öfter mal in ausgiebigen in Mathrock-Manövern strapaziert. Manches kommt noch etwas halbgar und klobig rüber, zeigt aber auch schon jede menge Potenzial. Weiter im Auge behalten.


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Patsy’s Rats – Is It Alright? / Givin‘ Up 7″

Schon eine ganze Weile angekündigt, als 7″ vermutlich schon länger verfügbar, jetzt endlich über’s eigene Bandcamp auch für einen, äh… fast schon bezahlbaren Betrag in digital zu bekommen. Der neueste Kurzspieler des Powerpop-Duos besticht mal wieder mit zwei schnörkellosen Songperlen. Besonders die A-Seite Is It Alright? ist eine unwiderstehliche Popgranate, deren Ohrwurmqualitäten man sich nur schwer entziehen kann.

Abschaum – Moon Tango

…und gleich noch mal sehr psychedelisches Geschwurbel. Abschaum kommen aus Lyon und das Kraut-/Psychedelic-Süppchen, dass sie auf ihrem aktuellen Album kreieren, ist einfach mal saugutes, stilsicheres Zeug, dass sich zwar einerseits nicht allzu sehr aus dem Genre-Fenster lehnt, andererseits aber auch nie langweilig wird. Da gibt’s nicht viel dran zu rütteln.

Goon – Happy Omen

Wunderschön, diese EP einer Band aus Los Angeles. Eine formschöne Verschmelzung aus Indierock, (Neo-)Psychedelia, Power- und Jangle Pop, etwas folkigem Gedöns gibt’s zu hören. Das weckt z.B. Erinnerungen an Spacemen 3, Galaxie 500 und die alten Paisley Underground-Traditionen.



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12XU Radio #4

Wieder ein Monat rum, Zeit für eine neue Ausgabe von diesem Radiobullshit. Ansonsten gibt’s noch zu vermelden, dass die Welteroberungspläne endlich konkret werden. Am 1. Dezember geht die Syndication-Plattform Radiosendungen.com an den Start und 12XU wird da mit im Angebot sein. Mal schauen wer sich traut, den Krempel ins Programm zu nehmen. Falls jetzt schon wer Bock auf eine Ausstrahlung hat, darf man mich natürlich schon vorher drauf ansprechen.

La Vase – La Vase

Einfach gestrickten aber ebenso mitreißend dargebotenen Punkrock mit garagigen/postpunkigen Zwischentönen setzt es auf dem Debütalbum der Leipziger Band. Stellenweise könnte man das als eine etwas erdigere Version von Short Days beschreiben, außerdem meine ich leichte Spuren von z.B. Daily Ritual oder Criminal Code zu erkennen. Kann was.



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Helta Skelta – Nightclubbin‘ 7″

Die letzte LP der Band aus Perth kam mir auf zumindest auf Albumlänge noch etwas eintönig daher, der neue Kurzspieler auf Deranged Records überzeugt mich hingegen vollends. Drei starke Garageklopper, die sofort ins Blut gehen und eine gewisse stilistische Nähe zu Bands wie Uranium Club, Eddy Current Suppression Ring oder Ex-Cult aufweisen.

U-Nix – 8 Songs

Wunderbarer Krach kommt da mal wieder aus dem Hause Drop Medium. Bei U-Nix aus Portland sind unter anderem Ex-Mitglieder von NASA Space Universe am Werk und auf diesem Tape versammeln sich Songs, die zuvor auf einer 7″ und einer Compilation erschienen sind. Der ultra-oldschoolige, absolut kompromisslose Hardcorepunk darauf gehört in seiner unaufhaltsamen Wucht zweifellos zu den rohesten, aber auch überzeugendsten Lärmattacken, die ich dieses Jahr zu hören bekommen hab.



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Ecstasy – Ecstasy

Der erste Kurzspieler dieser Band aus San Francisco macht schon mal einen ausgezeichneten ersten Eindruck in der Gestalt von fünf ausgesprochen kurz angebundenen Ausbrüchen aus Hardcore, Post- und Garage Punk.


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Lumpy & The Dumpers – Those Pickled Fuckers

Äh… Weiterentwicklung? In einem Atemzug mit dieser Band? Jedenfalls haben Lumpy & The Dumpers aus Saint Louis mal wieder ein neues Häufchen Dung fallen lassen. Nach wie vor ist das im Umfeld von Noise, Punk und Garage zu verorten, aber was sie auf ihrer neuesten EP fabrizieren könnte man teilweise schon als semi-kompetent bezeichnen. Neu dazu kommt außerdem ein zaghafter Einsatz elektronischer Lärmerzeugung und in Someone’s in the House hat sich überraschend ein No-Waviges Saxofon verirrt. Aber zu keinem Zeitpunkt droht das ganze auch nur annähernd normal zu klingen. L&TD bewahren ihren rohen, abgefuckten Charme.



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