Cigüeña - Neptuno

ciguena

Me­lo­di­scher und doch räu­di­ger In­die­krach von ei­nem Duo aus Va­len­cia, Spa­ni­en. Man stel­le sich vor, die me­lo­di­sche­ren Ten­den­zen von Mis­si­on of Bur­ma und So­nic Youth wä­ren ver­se­hent­lich in den 90er Post- und Emo­core-Bot­tich ge­fal­len. Die Plat­te gibt's für lau bei Band­camp.



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Feature & Slowcoaches - Tourists (Split EP)

feature slowcoaches

Hüb­sche Split­ver­öf­fent­li­chung an­läss­lich ei­ner zu die­sem Zeit­punkt be­reits be­en­de­ten UK-Tour der bei­den Bands. Die ge­ben je­weils zwei neue Kost­pro­ben von ih­rem Fuz­zi­gen In­die-/Punk­rock zum bes­ten. Dann for­dern sie zu ei­nem ge­pfleg­ten Co­ver-Du­ell auf, bei dem sie sich je­weils an ei­nem Klas­si­ker von Wire die Zäh­ne aus­bei­ßen. Da­bei stel­len sich bei­de Bands nicht blöd an, aber ich fin­de Fea­ture ha­ben da ei­ne hal­be Na­sen­län­ge Vor­sprung. :-)


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Jonly Bonly - Put Together

jonly bonly

Das an­de­re 12XU hat mal wie­der zu­ge­schla­gen. Jon­ly Bon­ly aus Aus­tin spie­len un­wi­der­steh­li­chen Power­pop mit ei­ner Schip­pe Post­punk. Un­über­seh­bar ist da­bei der Ein­fluss von Wire (duh!) und Wi­pers. Des­wei­te­ren klin­gen sie in et­wa so als hät­te man je­ne mit Un­der­to­nes, The Jam und Mo­dern Lo­vers ver­schmol­zen. Gei­ler Scheiß!


Al­bum Stream gibt's lei­der nicht. :-|
Di­gi­tal bei iTu­nes zu be­kom­men.

Broken Arm - Life Is Short

broken arm

Ein ex­plo­si­ves und un­ge­mein ro­cken­des Ge­misch aus Ga­ra­gen­ein­flüs­sen, Post­pun­k/-core und Noi­se­rock hau­en uns Bro­ken Arm aus Leeds auf ih­rem zwei­ten Al­bum sehr ge­konnt um die Oh­ren. Das star­tet mit ei­nem lu­pen­ri­nen Riff aus dem Stoo­ges-In­sol­venz­be­stand und ent­wi­ckelt sich dann wei­ter zu ei­ner Me­lan­ge aus den zu­gäng­li­che­ren Bei­trä­gen des Am­Rep-Ka­ta­lo­ges wie et­wa Tar und art­ver­wand­ten Bands aus der Noi­se- und Post­core-Ecke vom Schla­ge Jaw­box, Hot Sna­kes, Blue­tip oder gar Na­ti­on Of Ulys­ses. Da­zwi­schen fin­den sie im­mer wie­der mal Zeit für ei­nen flot­ten Punk­klop­per.

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XAXAXA - Sami maži i ženi

XAXAXA

Mal wie­der Bock auf et­was Sprach­bar­rie­re? Ich darf vor­stel­len: Die Ma­ze­do­ni­schen Lea­ther­face! Oder so ähn­lich. Der Ein­fluss der Bri­ti­schen Kult­band ist schon nicht zu über­hö­ren, aber auch von den an­de­ren gro­ßen Ein­fluss­fak­to­ren für bes­se­ren Me­lo­di­schen Punk­rock wie et­wa Hüs­ker Dü, Di­no­saur Jr und Sa­mi­am in der Clum­sy-Pha­se ha­ben sie si­cher ei­ne Schei­be ab­ge­schnit­ten. Da­bei steu­ern sie das gan­ze aber in ei­ne deut­lich me­lan­cho­lisch ver­träum­te­re Rich­tung und der der Pro­duk­ti­ons­stil lässt bei den lang­sa­me­ren Songs auch ei­ne leich­te Shoe­ga­ze-At­mo­sphä­re auf­kom­men.


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Mannequin Pussy - Gypsy Pervert

mannequin pussy

Lass uns mal über Mu­schis re­den. Mu­mu-Core ist schwer an­ge­sagt letz­ter Zeit. Da gab es zum Bei­spiel ei­nen Mu­s­chi­auf­stand, des­sen Prot­ago­nis­tin­nen für ein kei­nes Ständ­chen an ei­nem un­ge­wohn­ten Ort in den Knast gin­gen. Ei­ne an­de­re ih­rer Art be­haup­te­te spä­ter von sich, ein gar per­fek­tes Mie­ze­kätz­chen zu sein. Selbst­re­dend sind nicht al­le Mu­schis gleich. Bei erst­ge­nann­ter hink­te doch die mu­si­ka­li­sche Re­le­vanz emp­find­lich hin­ter der po­li­ti­schen her. Die an­de­re stell­te sich nach dem ers­ten Schock doch eher als ei­ne muf­fi­ge Bri­se hy­per­ven­ti­lier­ter hei­ßer Luft her­aus. Nichts des­to trotz, mit Mu­schi muss man der­zeit rech­nen.
Dies­mal al­so ei­ne Schau­fens­ter­mu­schi. Ge­fällt mir um län­gen bes­ser. Das Trio kommt aus New York, ein Mit­glied (mit-Glied, ha­ha!) hat gar kei­ne Mu­schi und Ti­ny En­gi­nes (sie­he auch letz­ter Post) hat ge­ra­de ihr ur­sprüng­lich als Tape er­schie­ne­nes De­büt­al­bum wie­der­ver­öf­fent­licht. Das ist aus­ge­zeich­ne­ter und recht viel­sei­ti­ger Krach, der ir­gend­wo zwi­schen Noi­se­pop, Post- und Ga­ra­gen­punk os­zil­liert. Ich schreib jetzt bes­ser nicht wei­ter, be­vor sich das hier zu ei­nem Mu­schi­touret­te aus­wächst. Mu­schi, Mu­schi, Mu­schi.



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Cayetana - Nervous Like Me

cayetana

Ok, hier ist mal 'ne Plat­te, der ver­mut­lich bald grö­ße­re Auf­merk­sam­keit zu­kom­men wird; die Hy­pe­ma­schi­ne (ja, ge­nau!) ist schon warm ge­lau­fen. Und zu­recht, Ca­ye­ta­na aus Phil­adel­phia de­cken nicht nur er­folg­reich den Be­darf an der sel­ten ge­wor­de­nen Art von in­tro­spek­ti­vem und doch ernst zu neh­men­dem In­die­rock mit pun­ki­ger Kan­te (dan­kens­wer­ter Wei­se wis­sen sie da­bei ab­ge­dro­sche­nes Emo­ge­flen­ne zu um­schif­fen), son­dern sie le­gen da­bei auch noch ein durch­ge­hend be­mer­kens­wer­tes Song­ni­veau an den Tag. Ak­tu­ell fal­len mir da höchs­tens Res­to­ra­ti­ons, Swea­rin' oder Big Eyes als eher hin­ken­de Ver­glei­che ein. Klar ist das al­les an und für sich ein al­ter Hut und si­cher gibt's der­zeit so ei­ni­ge Bands mit 'nem ähn­li­chen Sound­ge­wand, aber kaum ei­ne die ich qua­li­ta­tiv er­wäh­nens­wert fän­de.


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Monster Treasure - Monster Treasure

monster treasure

Star­kes De­büt­al­bum von ei­nem Trio aus dem ka­li­for­ni­schen Stock­ton. Drei­zehn ul­tra­me­lo­di­sche Punk­ro­cker mit er­höh­tem Fuz­zfak­tor und leich­ten Shoe­ga­ze-Un­ter­tö­nen. Das er­in­nert mich mal sehr an das So­lo­werk von Bob Mould oder noch mehr an sei­ne 90er Band Su­gar, aber auch für Freun­de von Wav­ves dürf­te das hier von in­ter­es­se sein. Die Ge­sangs­har­mo­nien der bei­den Mä­dels las­sen aber auch As­so­zia­tio­nen zu frü­hen Vi­vi­an Girls zu.



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Xetas - Silence /​ The Knives

xetas

Auch auf Austin's 12XU Re­cords er­schien die­ses sie­ben­zöl­li­ge Dings der eben­falls dort be­hei­ma­te­ten Xe­tas. Der ers­te Track klingt so et­was nach Saints mit ei­nem deut­li­chen Schlen­ker in Rich­tung Post­core/-punk. Die Flip klingt dann mehr als hät­ten letz­te­re sich ein biss­chen X an Bord ge­holt. So­wohl die Ka­li­for­ni­er als auch die Aus­tra­li­schen X, passt bei­des ir­gend­wie. Dass das in der mu­si­ka­li­schen Time­li­ne nicht wirk­lich zu­sam­men­geht ist mir schon klar…


Und als klei­ner Bo­nus sei noch die­ser hübsch der­be Re­mix er­wähnt:

Di­gi­tal gibt's das gan­ze nach mei­nem Wis­sen (lei­der) nur bei iTu­nes.

Thank you, Ur­ban­kill!

The Gotobeds - Poor People Are Revolting

gotobeds

Das Te­xa­ni­sche La­bel mit dem bes­ten Na­men hat kürz­lich gleich zwei her­aus­ra­gen­de Ton­kon­ser­ven ab­ge­son­dert. Die ers­te da­von kommt von den Go­to­beds aus Pitts­burgh. Die mu­si­ka­li­schen Re­fe­ren­zen le­sen sich wie ein who is who der letz­ten vier­zig Jah­re Punk- und In­dierock­ge­schich­te. Am of­fen­sicht­lichs­ten er­in­nert das an die zu­gäng­lichs­ten Wer­ke von So­nic Youth, manch­mal ver­mischt mit ei­ner klei­nen No­te von Pa­ve­ment-Ge­schram­mel. Auch zum schlau­en Rock-De­kon­struk­ti­vis­mus von Wire oder Mis­si­on of Bur­ma lässt sich hier der Bo­gen schla­gen. Und er­in­nert sich hier noch wer an die bri­ti­schen Art­pun­ker Ika­ra Colt aus der frü­hen Nuller­jah­ren?
In Kurz­form: Ge­nau mei­ne Tas­se Tee. Die Songs brau­chen sich auch nicht hin­ter den gro­ßen Na­men ver­ste­cken; das ist ein aus­ge­fuchs­tes Stück trei­ben­der Rock'n'Roll und ein High­light jagt das nächs­te auf die­ser Plat­te.



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