The Man - The Man

the man

The Man kom­men wohl aus Chi­ca­go, an­sons­ten herrscht hier ei­ne et­was maue In­for­ma­ti­ons­la­ge. Die Mu­sik hat's aber faust­dick hin­ter den Oh­ren, die­ses wild vor­wärts pum­pen­de Ge­döns aus Ga­ra­gen­punk und Noi­se­rock.


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Golden Pelicans - Golden Pelicans

golden pelicans

Ga­ra­gen­punk aus Or­lan­do, des­sen Her­kunft ich jetzt mal eher ir­gend­wo in Aus­tra­li­en ver­mu­tet hät­te. Er­in­nert doch stark an die Ob­its, als wenn je­ne ih­rem Fa­bi­le für be­sag­ten Aus­sie-Pro­to­punk á la Saints und di­ver­ses an­de­res 77er-Zeugs et­was freie­ren lauf ge­las­sen hät­ten. Das lutscht nicht, das tritt ganz ge­wal­tig Är­sche. Checkt auf der Band­camp-Sei­te auch un­be­dingt die noch et­was dre­cki­ger pro­du­zier­te­ren 7"s aus!


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Lumpy and The Dumpers - Collection

lumpy and the dumpers

Wun­der­bar ab­ar­ti­ger Noi­se­punk aus St. Lou­is. Wie der Ti­tel schon an­deu­tet, han­delt es sich hier um ei­ne Com­pi­la­ti­on ih­rer bis­he­ri­gen Sin­gles & De­mos, die seit 2012 er­schie­nen sind. Der Mann (dar­an be­steht kein Zwei­fel) auf dem Co­ver gibt die Marsch­rich­tung schon ganz gut vor. Das ist so un­glaub­lich pri­mi­tiv, ran­zig und geil, das kann pro­blem­los mit den as­si­gen Krach­at­ta­cken von Soupcans, Vul­tu­re Shit oder Stran­ge At­trac­tor mit­hal­ten. Und das ist wohl erst der An­fang…


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Lenguas Largas - Come On In

lenguas largas
Auf der ak­tu­el­len Plat­te die­ser Band aus Tuc­son, Ari­zo­na tref­fen sich ei­ni­ge sehr ver­schien­de­ne mu­si­ka­li­sche Strän­ge auf un­wahr­schein­li­che Art und Wei­se. Da wä­re auf ei­ner Sei­te der un­kon­trol­lier­te Ga­ra­gen­rock von Bands wie Yup­pies, Ex-Cult oder Par­quet Courts, eben­so wie et­was an­ti­quiert wir­ken­de VU-/Strokes-is­men. Auf der an­de­ren Sei­te des Spek­trums wä­re dann die po­pu­lä­re Grat­wan­de­rung zwi­schen In­die­rock und Post­pun­k/-core wie sie et­wa von Die! Die! Die!, Les Sa­vy Fav oder Popstran­gers re­prä­sen­tiert wird. Der Me­lo­di­sche Psych-Power­pop ih­rer Stadt­nach­barn Re­so­nars hin­ter­lässt auch Spu­ren, eben­so wie der me­lan­cho­li­sche Surf-Twang von Crys­tal Stilts oder Fresh and On­lys. Zu gu­ter letzt kommt dann noch ei­ne klei­ne Do­sis Psych­ge­drö­ne á la Disap­pears da­zu.
An Ab­wechs­lung man­gelt es al­so wahr­lich nicht. Es spricht sehr für die Qua­li­tä­ten der Band, dass die Jungs sich in­mit­ten die­ser Fül­le von Ein­flüs­sen nicht to­tal ver­zet­teln und auch nicht ab­ge­dro­schen klin­gen, an­ge­sichts der teil­wei­se be­reits zu To­de er­prob­ten Zu­ta­ten.



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Wymyns Prysyn - Head In A Vise

Wymyns Prysyn
Ein ge­wal­tig ex­plo­si­ves Ge­misch walzt ei­nem die­se Band aus At­lan­ta auf ih­rem ak­tu­el­len Tape ent­ge­gen. Das lässt sich schwer ein­ord­nen und sitzt be­quem zwi­schen di­ver­sen Gen­re-Stü­len. Könn­te man so be­schrei­ben: Hoch­en­er­ge­ti­scher Punk­rock á la Hot Sna­kes ver­schmilzt mit Ele­men­ten aus dem Noi­se­rock und Post­core der frü­hen nul­ler Jah­re, bleibt da­bei aber im­mer ein­gän­gig und über­wie­gend me­lo­disch. Das klingt jetzt weit­aus we­ni­ger Spek­ta­ku­lär als es wirk­lich ist, die Plat­te ist ein ge­nau­so wil­des wie auch schlau­es Biest.


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Baby Ghosts - Maybe Ghosts

baby ghosts
Die Mu­sik die­ser Punk­com­bo aus Salt La­ke Ci­ty fügt sich auf den ers­ten Blick ganz gut ein in die ak­tu­el­le Wel­le fluffi­ger In­die­pop-/Pop­punk­bands die der­zeit die Blo­go­sphä­re mit seich­tem Ge­schram­mel zu­schei­ßen. Auf den zwei­ten Blick zei­gen sich dann aber Qua­li­tä­ten, die sie mei­len­weit aus der be­sag­ten dun­kel­brau­nen Sup­pe her­aus­ra­gen las­sen. Erst­mal ist das - un­schwer zu er­ken­nen - kein nied­li­ches Schmu­se­kätz­chen auf dem Co­ver; pas­send da­zu wer­den die zwölf Songs un­er­war­tet en­er­ge­tisch vor­an­ge­trie­ben und un­ter der Ober­flä­che der pop­pi­gen Me­lo­dien tun sich bei ge­naue­rem hin­se­hen man­che düs­te­re Ab­grün­de auf. Die Songs er­wei­sen sich dann auch als weit­aus we­ni­ger 08/​15 als es zu­erst scheint, das hat al­les Hand und Fuß und je­de Song­struk­tur er­scheint sorg­sam aus­for­mu­liert. Mag auch man­cher Song in den ers­ten Tak­ten eher auf hand­zah­men Bub­ble­gum­pop hin­deu­ten, es dau­ert nie lan­ge bis ei­nen des nächs­te gro­ße Hook in ei­nen Emo­tio­na­len Stru­del rein­zieht, wie er in die­sem Gen­re­um­feld sehr rar ge­wor­den ist.


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Qualm - Passive

qualm
Ab­ge­fuck­tes Hard­core­zeugs aus Ams­ter­dam oh­ne ir­gend­wel­chen neu­mo­di­schen Bull­shit, da­für aber mit ei­ni­gen lo­cke­ren Schrau­ben und ei­ner ge­häuf­ten Sup­pen­kel­le voll Noi­se. Und groß­ar­ti­gen Ly­rics wie et­wa "Grrrlmwwh drrrr Da­aaaaaaah!" oder "Rawrrrrl murrrwl Bluuuuumbl!". Die Ein­ord­nung in's kor­rek­te Sub­gen­re über­las­sen wir mal dem Ord­nungs­amt. Ja, Hard­core Punk kann im­mer noch was, wenn er sich ab und zu mal den Stock aus'm Arsch zieht.


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Fakes & Harsh Reality - Split Tape

harsh reality
Die­se Split­kas­set­te zwei­er Bands aus Mont­re­al hat ei­ne eher grot­ti­ge und ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Sei­te. Fan­gen wir mit der grot­ti­gen an: Die vier Songs von Fakes wä­ren ei­gent­lich ganz er­träg­li­cher, wenn auch un­ori­gi­nel­ler Ga­ra­gen­punk. Was das gan­ze je­doch kom­plett her­un­ter­zieht ist der über­trie­ben be­müh­te, nerv­tö­ten­de Quietsch­ge­sang mit dem die Sän­ge­rin si­cher furcht­bar durch­ge­knallt und weird rü­ber­kom­men will. Weckt bei mir aber nur mü­des gäh­nen. Zu oft ge­hört, zu kli­schee­haft und am En­de ein­fach so ner­vig wie der Typ auf'm Kon­zert hin­ter dir, der es für an­ge­bracht hält, pau­sen­los whoo­hoo in dein lin­kes Ohr zu schrei­en und nicht an den Bli­cken der Leu­te merkt, dass sie ihn am liebs­ten um­brin­gen wür­den. Ei­ne der schlech­tes­ten (Gesangs-)Angewohnheiten der jün­ge­ren In­die­land­schaft, hier bis zum Er­bre­chen durch­ge­zo­gen.
Das Tape mal um­zu­dre­hen kann ich hin­ge­gen sehr emp­feh­len, denn die B-Sei­te macht das al­les mal lo­cker wett. Har­sh Rea­li­ty spie­len dre­cki­gen, me­lo­di­schen In­die­rock voll fuz­zi­ger Gi­tar­ren­wän­de, der die Her­zen de­rer er­freu­en dürf­te, die die un­ge­schlif­fe­ne De­büt-EP von Milk Mu­sic moch­ten. Oder man stel­le sich ei­ne räu­di­ge Lo­Fi-Va­ri­an­te von Di­no­saur Jr's Bug mit ei­ner noch deut­li­che­ren Noi­se-Kan­te vor. Macht sau­mä­ßig Lau­ne und lässt ei­nen die lau­si­ge A-Sei­te schnell ver­ges­sen.


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The New Christs - Incantations

new christs
Wär fast an mir vor­bei ge­gan­gen, dass die Band um den aus­tra­li­schen Punkopa und Ex-Ra­dio Bird­man Front­mann Rob Youn­ger mal wie­der 'ne Plat­te auf­ge­nom­men hat. Ge­fällt mir ein gan­zes Stück bes­ser als so ei­ni­ges was die al­ten Her­ren in den Neun­zi­gern und Nullern ver­bro­chen ha­ben. Sie lau­fen hier noch mal zur al­ten Höchst­form auf, In­can­ta­ti­ons braucht sich nicht hin­ter den ganz frü­hen Al­ben und EPs der Band ver­ste­cken. Wenn auch das Tem­po ent­spann­ter ge­wor­den ist, der ab­ge­han­ge­ne Vi­be je­ner Plat­ten ist prä­sen­ter als je zu­vor und die elf Songs sind al­le­samt Voll­tref­fer.


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Wrong Hole - 2012

wrong hole
Die­ses Trio aus To­ron­to sperrt un­ter an­de­rem Mit­glie­der der Ga­ra­gen­post­pun­ker Teen­an­ger und den Hard­core­spaß­vö­geln Bru­tal Knights zu­sam­men in ei­nen Pro­be­raum. Das End­re­sul­tat ist stu­pi­der bis schmerz­frei­er Fuz­z­punk für die Mo­men­te wenn Dro­gen al­lein nicht mehr aus­rei­chen.


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