Tree Blood – I Am A Disgusting Pig

tree blood

Noise-/Postpunk aus Minneapolis mit konstanter Schieflage, ein wunderbar kruder Angriff auf die Sinne. Die Songs auf dieser Spulware sind überwiegend schon im letzten Jahr auf drei Kurzspieler-Tapes erschienen, wurden hier aber noch mal in zwei langen, energiegeladenen Takes (je eine Seite am Stück) neu aufgenommen. Geht etwas in die Richtung von Watery Love, Piles oder Generation Loss, in den melodischeren Momenten klingt’s aber auch als hätte man die erste Milk Music EP durch den Garagen-Fleischwolf gezogen.


Weiterlesen & Album-Stream →

Pale Angels – Imaginary People

pale angels

Das zweite Album der British-Amerikanischen Punkrocker wurde erneut von Ben Greenberg (Uniform, Ex-The Men) produziert und ist wie auch nicht anders zu erwarten eine ziemliche Wucht. Stilistisch machen sie sich hier etwas breiter als bisher, „I’m Nobody“ z.b. hat einen unerwarteten Gun Club-Vibe, auch ein relaxter Midtempo-Wipper und der eine oder andere psychmäßige Moment ist mit dabei. Am besten sind die Jungs aber nach wie vor, wenn sie’s ungezügelt krachen lassen.


Weiterlesen & Album-Stream →

Wilful Boys – Anybody There? 7″

wilful boys

Leckeres Klanggebräu von diesem Trio aus New York, irgendwo zwischen den Eckpunkten Noiserock, Sludgepunk und Postcore, außerdem mit ordentlich Schaum vor’m Mund. Nice.

HSY – Sally / Goin‘ Out West 7″

hsy

Wunderbar stumpfer Noiserock aus Toronto. Die A-Seite klingt wie eine poppige Garagenpunk-Version von Big Black, die Tom Waits-Coverversion auf der B-Seite hat etwas von Feedtime im Säurebad.

Tenement – Bruised Music Vol. 1

tenement

PopPunk der nicht saugt? Jupp, Tenement aus Appleton, Wisconsin kriegen das hin. Man muss einfach bei den richtigen Bands klauen, so ist die Platte vollgestpoft mit Momenten, die etwa an Jawbreaker, Superchunk oder Dinosaur Jr. erinnern. Ich fühle mich schon etwas schlecht dabei, der Band dieses (größtenteils zu recht) verhasste Genre-Etikett aufzudrücken, aber diese Songs sind nun einmal schnörkellose Poppunk-Hymnen durch und durch. Mit dem Unterschied, dass wir es hier mit einer Dampfwalze von Band zu tun haben, die mit gewaltig Feuer unter’m Arsch vorwärts stürmt und den Zauber von spaßigen Gitarrensoli zu schätzen weiß. Es schadet auch nicht, dass die Songs allesamt Volltreffer sind und die Produktion ausreichend Dreck mitschleift. An aktuellen Bands könnte man sie auch mit Diarrhea Planet oder Kicking Spit vergleichen.


Weiterlesen & Album-Stream →

Personal Best – Arnos Vale

personal best

Das Trio aus Bristol hat noch mal deutlich zugelegt seit ihrer letzten EP The Lovin‘. Ausgezeichneter powerpoppiger Punkrock ohne Experimente und Kunststücke, der sich voll und ganz auf seine sonnig melancholischen Popmelodien verlässt. Die Rechnung geht auf. Lässt sich irgendwo zwischen Swearin‘, Radical Dads und Cayetana einordnen.


Weiterlesen & Album-Stream →

Dickhead Rescue – More Than… 7″

dickhead rescue

Gute Medizin für audiophile Schwachköpfe von einer Band die vermutlich aus New York kommt, die Informationslage ist da nicht so ganz eindeutig. Unter dem ganzen Noise, dem LoFi-Dreck und Gekratze verbirgt sich auf der A-Seite eine lupenreine Powerpop-Glückspille. Die B-Seite klingt eher als hätte man Big Black und Can auf engem Raum zusammengesperrt und in den Orbit geschossen.

La Urss – Maravillas del mundo

la urss

Wunderbar eigenwilliges Punkgedöns von einem Quartett aus Granada, Spanien. Offenbar hat die Band schon einige Jahre auf dem Buckel, entsprechend gut geölt kommt ihre Mischung rüber, die flotten Punkrock mit der Eingängigkeit der 77er Generation, leichten Postpunk- und vereinzelten, subtilen Deathrock-Anleihen verbindet, sowie auch diesem Wipers-artigen Gitarrenstyle bei dem ich immer sofort schwach werde. Jeder Song auf der Platte trifft ohne große Umwege ins Schwarze.


Weiterlesen & Album-Stream →

Dead Arms – All The Hits

dead arms

Die Londoner Kapelle teilt sich mindestens ein Mitglied sowie die generelle Marschrichtung mit den Death Pedals. Hier nähern sie sich der Sache aber überwiegend von einer eher garagigen, straight rockenden Seite, mit dem gleichen durchschlagenden Effekt. Ausgezeichneter Garagen-/Noisepunk der neben besagten Death Pedals wahlweise auch mal mal an Pissed Jeans, Hot Snakes, Lo Fat Getting High oder die gestern hier geposteten Beast Fiend erinnern mag. Und natürlich etwas an die unvermeidlichen Jesus Lizard.


Weiterlesen & Album-Stream

Beast Fiend – Revenge

beast fiend

Die erste EP von Beast Fiend aus San Francisco hatte bei mir schon bleibenden Eindruck hinterlassen und auf den mehrfach angekündigten und wieder verschobenen (absichtliches Getrolle?) Nachfolger war ich mehr als gespannt. Ihre Beißkraft haben sie seitdem nicht verloren, im Gegenteil: In den 8 Minuten Laufzeit gehen sie noch dreckiger, primitiver, angepisster, jedoch auch tighter zu Werke als bisher gewohnt, mit ihrer nach wie vor mitreißenden Mischung aus Garagen-/Postpunk und prähistorischem Hardcorepunk.


Weiterlesen & Album-Stream →