Jackson Reid Briggs & The Heaters – Spit On It And Give It A Name

Das hier ist bereits das zweite Album, das die Band aus Melbourne in diesem Jahr veröffentlicht hat. Und so langsam müssen das dringend mal mehr Leute mitbekommen, denn wie schon der Vorgänger ist das Album ein definitives Highlight des Jahres. Unglaublich Ärsche tretender Punkrock ist das nach wie vor, mit variablem Garagenfaktor. Aber während das erste Album When Are You Going To Give Up On Me So I Can Give Up On Myself noch eine einzige kompromisslose Attacke war, ist der neue Langspieler abwechslungsreicher und melodischer ausgefallen. Eine subtile Noise-Kante hat das stellenweise und auch die folkigen Einflüsse der letzten EP scheinen vereinzelt wieder durch. Entsprechend fällt mir auch kein treffender Vergleich zu einer bestimmten Band ein, aber in unterschiedlichen Momenten kann man sich mal an X (sowohl die Amis als auch die Australier), Scientists oder Naked Raygun erinnert fühlen.



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Splutter – Songs From The Cultural Gulag

Das Demo der Band aus Manchester hat ja schon sehr ordentlich in die Scheiße gehauen, auf der neuen digitalen Single hat ihr Sound aus Fuzz und Garage aber noch einiges an Kontur und Druck gewonnen. So ähnlich würde ich mir eine technisch etwas versiertere Variante von Lumpy and the Dumpers vorstellen.

Impotentie – Demonstratieve Opnamens

Schön dreckig daher rumpelnden Fuzzpunk gibt es auf dem Demo von Impotentie zu begutachten. Dabei darf man sich nich von den auf Niederländisch gesungenen Lyrics an der Nase herumführen lassen: Die Band kommt in Wirklichkeit aus Montreal.


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Dirty & His Fists – Dirty & His Fists 7″

Nach dem sehr guten Demo liefert die Band aus Los Angeles jetzt eine ebenso ausgezeichnete 7″ nach. Straighter Garagepunk mit ganz schönem Vorwärtsschub und vereinzelt subtilen Anklängen an die Dead Boys, an dem es einfach überhaupt nichts zu meckern gibt.

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Dark/Light – Kill Some Time

Neues aus dem Hause Dirt Cult Records. Der Punkrock auf dem Debütalbum von Dark/Light aus Portland weiß mir mit seinem offensichtlich Wipers-beeinflussten Sound sofort zu gefallen; in Cold Weather Music kommt außerdem noch ein gewisser Gun Club-Vibe auf. Darüber hinaus sollten auch Freunde von Bands wie Hysterese, Daylight Robbery oder Nervosas unbedingt mal ein Ohr riskieren.



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Terry Malts & Kids On A Crime Spree – Our Love

Zwei Größen des zeitgenössischen Noise-, Fuzz- und Powerpops versammeln sich auf dieser schicken 10″ Split-EP aus dem Hause Emotional Response. Kids On A Crime Spree tragen dazu zwei psychedelische Popnummern bei, die knietief im Reverb der Phil Spector-Größenordnung getränkt sind. Terry Malts machen das, was sie am besten können und präsentieren zwei unwiderstehliche Ohrwürmer, die wieder deutlich mehr Beißkraft zeigen als das etwas Handzahme letzte Album.


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Ufosekte – Demo

Sehr geiles Punkzeugs aus Frankfurt, dem man einen gewissen Wipers-Vibe nicht absprechen kann. Außerdem erinnert mich das unter anderem an Bands wie Radioactivity, Short Days, Rats Rest oder The Estranged. Nur die besten Referenzen also. Ich will mehr davon!

Xertz – Demo

Das Demo von Xertz aus Winnipeg punktet mit melodisch-melancholischem (Post-)Punk und Anklängen an Wipers, Naked Raygun, Hüsker Dü in der Zen Arcade-Phase und diverses Zeug aus dem frühen DC-Postcore der mittleren bis späten Achtziger. Unbedingt im Auge behalten, diese Band.

Pleite – Im Gang vor die Hunde

Das ging ja mal schnell! Nach einem ziemlich guten Demo im Sommer, das schon mal sehr gespannt darauf machte was die Band in Zukunft so treiben wird, ist jetzt auch auch schon das erste Album der Berliner Punks aufgetaucht. Das ist noch viel besser geworden als ich es mir erhofft habe. Die Songs und Arrangements sind ausgefeilter, die Darbietung tighter und druckvoller geworden. Lyrisch dreht sich nach wie vor alles um “Die Gesamtscheiße”; die unerträgliche Tristesse, das Spießertum, die Verdummung der Medien, Hass, Intoleranz, die großlächige Rückkehr rechter Gesinnungen. Man könnte dazu auch sagen: Typisches Deutschpunk-Material. Aus dem deutschsprachigen Punksumpf stechen sie aber nicht zuletzt durch eine starke Postcore-Kante heraus, die mich unter anderem etwas an Klassiker von Unwound oder die Bands der John Reis Connection (Drive Like Jehu, Hot Snakes) erinnert. Willkommen in den Neunzigern, deutscher Punkrock.



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Tarantüla – Tarantüla

Tarantüla kommen aus Chicago und es spielen ehemalige Mitglieder von Cülo mit; die aktuelle EP der Band ist hierzulande mal wieder bei ETT zu bekommen. Darauf geht’s ohne überflüssige Schnörkel sofort zur Sache mit ordentlich drückendem, straightem Punkrock und einem kleinen Hardcore-Anteil, dem man eine gewisse Nähe zu alten Naked Raygun nicht absprechen kann; in manchen Momenten lassen sich aber auch Parallelen zu neueren Bands wie Criminal Code, Advlts, Flowers Of Evil oder Xetas ziehen.



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