Triple Ente – Demo II

Guter Garagenstoff aus Alicante, Spanien, der in etwa das schräge LoFi-Geschrammel der Neo Neos, Spodee Boy oder Erik Nervous mit den (Power)Pop-Qualitäten der Booji Boys vereint.

Guter Garagenstoff aus Alicante, Spanien, der in etwa das schräge LoFi-Geschrammel der Neo Neos, Spodee Boy oder Erik Nervous mit den (Power)Pop-Qualitäten der Booji Boys vereint.

Mal wieder was neues von Mike Blaha, dessen andere Bands The Blind Shake und Shadow In The Cracks sicher einigen ein Begriff sind. Auch auf dem neuesten Langspieler gibt er seine unverkennbare, eigene Spielart von Garage Punk mit gelegentlich psychedelischem Unterbau zum Besten. Meistens eher simpel gestrickt aber jederzeit reichlich Ärsche tretend; einen ganzen Tick weniger monoton und dafür deutlich melodischer als man’s von seinen anderen Projekten gewohnt ist.

Das Demo dieser belgischen Band ist ein einziger und ganz vorzüglicher Dachschaden, der seine elf Songs aus LoFi-Garagepunk mit über die Laufzeit steigender Hardcore-Tendenz in gerade mal acht Minuten wegscheppern lässt.

Ich bin jedes mal aufs neue verzückt, wenn oldschooliger Hardcore- und Garage Punk gemeinsame Sache machen und mit vereinten Kräften zur Attacke ansetzen. Vertigo aus dem australischen Geelong präsentierten sich vor einer Weile bereits mit ihrem Debüt-Tape als ein herausragender Vertreter dieses speziellen, bislang namenlosen Subgenres. Der Nachfolger ist jetzt erneut via Anti-Fade draußen und macht nochmal einen etwas runderen Eindruck, wobei diesmal auch regelmäßige Einsprengsel von prähistorischem Metal auffallen, aus einer Zeit in der er noch Heavy mit Vornamen hieß.

Qualität mal wieder aus dem Hause Slime Street Records von einer ungooglebaren Band irgendwo aus Australien. Deren zweites Tape liefert sehr spaßigen Garage- und Synthpunk der Marke Ausmuteants, vermischt mit einer kleinen Spur von Wahnsinn á la Skull Cult.

Schick angefrästes LoFo-Garagenzeug aus Toronto, irgendwo zwischen frühen Useless Eaters, 80er Half Japanese, Erik Nervous und Booji Boys.

Starkes Zeug zwischen Post- und Garagepunk, das einer dreiköpfigen Menschmaschine aud dem australischen Gold Coast entspringt. Das hat in den etwas straighter rockenden Momenten etwas von Pow! oder S.B.F., noch stärker erinnert es mich aber an die fies mechanischen Grooves aktuellerer Useless Eaters oder an Exit Group.

Irgendwie vermisse ich die Resonars und ihren ganz speziellen Garagepunk-meets-British-Invasion Sound ja sehr. Abgemildert wird der Entzug durch eine Band aus der gleichen Nachbarschaft (Resonars Mastermind Matt Rendon zeichnet sogar für die Produnktion verantwortlich) in Tucson, Arizona, die ihnen manchmal zum verwechseln ähnlich klingt und auch songtechnisch einiges auf dem Kasten hat.

Das erste Tape dieser Spacken aus Chicago kommt schon mal sehr sympathisch rüber mit Garagepunk und einem leichten 77er Vibe, der einfach verdammt viel Spaß macht und dabei abgeht wie ein Zäpfchen mit Raketenantrieb.
Album-Stream →

Zwei Bands mit identischem Namen aber von zwei verschiedenen Kontinenten haben am gleichen Wochenende jeweils ihr aktuelles Album veröffentlicht. Reiner Zufall? Beide Platten können jedenfalls richtig was.
Die ersten Priors kommen aus Montreal, haben ihre Platte bei Slovenly Recordings untergebracht und zu hören gibt’s Garagepunk von vergleichsweise geringer Originalität, was aber durch eine verdammt energische Darbietung mehr als ausgeglichen wird.
Die anderen Priors kommen aus Melbourne und die Platte gibt’s vom Londoner Label La Vida Es Un Mus Discos. Darauf setzt es ziemlich derben Hardcorepunk, wie ich ihn am liebsten hab: vergraben unter einer fingerdicken Dreckschicht aus Noise. Dabei hält sich die Band glücklicher Weise nicht allzu strikt an die ausgelutschten Genre-Strickmuster.