Mini Skirt – Hello Possums

Zwei neue Songs der Garage Punk/Pub Rock Combo aus dem australischen Byron Bay zum stilvollen angepisst sein über, you know… das Scheißsystem oder so. Kann man ja wenigstens Spaß bei haben.

Zwei neue Songs der Garage Punk/Pub Rock Combo aus dem australischen Byron Bay zum stilvollen angepisst sein über, you know… das Scheißsystem oder so. Kann man ja wenigstens Spaß bei haben.

War ja klar, dass der inzwischen fünfte Langspieler der Band aus Denton, Texas mal wieder astreine Qualität abliefert. So routiniert und zuverlässig einen garagig angekratzten Powerpop-Knaller nach dem anderen aus dem Ärmel schütteln, das können nicht so viele. Nach wie vor ein Muss für Freunde von Bands wie Radioactivity (zu denen hier auch personelle Überschneidungen bestehen), Diarrhea Planet oder Bed Wettin‘ Bad Boys.

Die nicht nur von mir hochgeschätzten Royal Headache sind schon länger nicht mehr, aber ihr Sänger Shogun meldet sich nun mit neuer Band im Rücken und einer 7″ zurück, deren A-Seite abgesehen von einem vergleichsweise polierten Sound vieles zurückbringt, wofür man Royal Headache liebgewonnen hatte. Etwas weniger Garage, dafür mit einem leichten Radio Birdman-Vibe. Deutlich schwerer macht es mir die B-Seite. Der liegt zwar auch ein starker Song zugrunde, dessen Darbietung riecht mir dann aber doch etwas zu sehr nach fader Alternative-Brühe und kann nur durch Shoguns bemerkenswerte Gesangsperformance noch rausgerissen werden. Mal auf einen Langspieler warten…

Fand ich den letzten Langspieler des Garagenrockers aus Montreal stellenweise etwas überladen, liefert der gute Mann hier ein vergleichsweise flauschiges, entspanntes Fuzz-Kissen ab. Wie von ihm gewohnt ist das eine ordentlich vielseitige Angelegenheit, die sich auch gerne mal Abstecher in psychedelischen Nebel leistet und so schnell keine Langeweile aufkommen lässt.
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Drei Jahre nach ihrer sehr appetitlichen Debüt-7″ ist nun bei Volar Records der erste Langspieler der Band aus San Diego zu bekommen. Darauf geht es vergleichsweise moderat garagig, dafür vermehrt postpunkig zu und es lässt sich eine starke Affinität zum Noise Rock der früh-neunziger Amphetamine Reptile-Schule ausmachen, getrieben von schön dummem wie auch spaßigem Stooges-Geriffe.
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Die französischen Weirdo-Punks haben jetzt auch schon gute anderthalb Jahrzehnte auf dem Buckel und sie werden auch auf ihrem neuesten Album dem Ruf als eine der eigenwilligeren, aber auch eine der liebenswertesten Bands gerecht, die unser Kontinent über die Jahre so ausgespuckt hat. Wie gewohnt lungern sie irgendwo zwischen den Stühlen von Noise, Post-, Garage- und Artpunk rum und es interessiert sie nicht im geringsten was du davon hälst.
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Nachdem Cruz Somers zwischenzeitlich mit einer sehr schicken Solo-EP um die Ecke gebogen kam und Raymond Schmidt als Teil der ebenso exzellenten Race Car und R. Clown für Krawall sorgte, ist nun also der erste mehr-oder-weniger Langspieler des Duos aus Los Angeles zu bekommen. Natürlich haben wir’s mal wieder mit einer maximal arschtretenden Noise- und Garagenbombe zu tun.
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Ausgesprochen spaßiger Lärm zwischen Garage- und Post Punk auf dem Debüt-Tape einer Band aus Nashville, die zeitweilig mal nach einer im Tempo halbierten Kreuzung aus Sauna Youth, Ex-Cult und Uranium Club klingt.
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Flat Worms aus Los Angeles melden sich zurück mit einer gewohnt hochwertigen 7″ auf Famous Class, auf der ihr Sound ein gutes Stück verspielter rüber kommt als auf ihrem letztjährigen Debütalbum. Dabei tritt der Garagenfaktor in den Hintergrund, die zwei Songs rücken stattdessen vermehrt in die Gegend von Noise-getränktem Post Punk. War alles auch früher schon da, aber diesmal gewähren sie dieser speziellen Sau etwas großzügigeren Auslauf.

In der Zwischenzeit hat Frontmann Drew Owen seinen Wohnsitz ja von New Orleans nach Helsinki verlegt und irgendwie liegen derzeit leider keine konkreten Infos darüber vor, wer außer ihm denn jetzt in der neuen, finnischen Inkarnation der Sick Thoughts mitmischt. Musikalisch bleibt aber alles beim alten und die Band gehört nach wie vor zur ersten Liga dieser ultraklassischen Art von Garage Punk, der zwar überhaupt nichts neues zu bieten hat, dessen Songmaterial dafür aber ausnahmslos ins Schwarze trifft und zuverlässig einen hartnäckigen Ohrwurm nach dem anderen produziert.
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