Hochkompetent arschtretender Garage Punk aus Cleveland, Ohio, bei dem etwa die Assigkeit von Strange Attractor, Lumpy and the Dumpers mit einer sehr gut knallenden Darbietung á la frühe Useless Eaters oder Ausmuteants kollidiert.
Ich hatte jetzt keine so großen Erwartungen an das neue Album der Band aus Melbourne, nachdem die letzte EP und das Split-Tape mit Wash zwar schon ganz nett waren, aber nicht annähernd die hohe Trefferquote des Debüt-Tapes erreichten. Jetzt ist also ihr erster Langspieler raus und belehrt mich eines besseren, denn darauf ist die Band wieder richtig in ihrem Element. Sie kennen zwei Betriebsmodi: Klar ist da wieder der räudige Garage Punk/ Pub Rock von ausgesprochen australischer Prägung zu finden, der auch das Debüt dominierte. Alles schon sehr gut, aber die anderen, meistens von Schlagzeugerin Seattle Gallagher gesungenen Powerpop-Nummern sind die eigentlichen Highlights und verpassen dem Album eine ganz besondere Würze.
Auf dem dritten Album der londoner Garagencombo hat sich Soundmäßig fast nichts verändert. Was vollkommen klar geht, denn an ihrer Musik gab’s seit jeher nicht viel, was einer Reparatur bedürfte. Ihr geradezu mechanisch dargebotener, repetitiver Sound erinnert nach wie vor etwas an Ex-Cult und Useless Eaters, aus deren Schatten sich die Band aber schon längst heraus bewegt hat.
Tenement Rats aus Los Angeles fielen schon mit zwei EPs sehr positiv auf und aktivieren jetzt erneut den Nachbrenner in Form ihrer neuesten 7″ mit drei nahezu perfekten Garagenkloppern.
Nachdem mich die erste EP der Garagenkapelle aus Sydney ganz schön kalt gelassen hat bin ich umso überraschter anlässlich des unerwartet starken Nachfolgers, der nicht nur einiges an Druck zugelegt hat sondern sich auch bezüglich des Songwritings als brilliant erweist.
Das Duo Caveman & Bam Bam aus Detroit klingt ganz exakt so wie man sich eine Band vorstellt, die aus Detroit kommt und sich Caveman & Bam Bam nennt. Und das ist gut so. Eine aufgeputschte, nervös zuckende Garagenexplosion der Extraklasse. Was da nicht mitzuckt ist entweder taub oder sollte mal dringend vier bis fünf Tassen Kaffee auf ex trinken.
Eine sehr gelungene Splitscheibe zweier Bands, die jeweils irgendwo zwischen den Eckpfeilern Noise, Post Punk und ein wenig Garagezeug agieren. Dass Nag aus Decatur, Georgia ordentlich die Scheiße lostreten können, haben sie ja schon mit mehreren EPs bewiesen. Gänzlich unbekannt waren mir hingegen Lip aus Baltimore, die ihrem Krawall eine dezent psychedelischen Note verpassen. Eine überaus erfreuliche Überraschung.
Einwandfreier Garagepunk der relaxt vor sich hin groovenden Machart aus Charleston, North Carolina, irgendwo in der musikalischen Nachbarschaft von Uranium Club, Useless Eaters, The UV Race, Ex-Cult.
Ein perverser Spaß ist das, wie auf der Debüt-EP dieser Band aus Austin die Garagepunk-Scheiße auf den Hardcore-Propeller trifft und eine astreine Bauchlandung in den Cowpunk-Misthaufen hinlegt.
Nachdem die Band aus Oakland mit der Fun Limbo EP im letzten Jahr ihr bislang derbstes Artefakt abgeliefert hat, kommt jetzt ein zweites Album hinterher, das nicht nur alle Tendenzen des bisherigen Outputs vereint, sondern auch das Klangspektrum noch deutlich erweitert. Die Hüsker Dü-artigen Melodien der ersten EP sind wieder vermehrt am Start, so wie auch der erbarmungslos sägende Weirdo Hardcore. Darüber hinaus bewegen sich die Songs dann noch zwischen Momenten von energischem Garagepunk, beherzt zubeißendem Sludge-/Noise Rock und einem Anflug von verquerem Post Punk. Ein unvorhersehbares rundum-sorglos-Paket also, bei dem sie sich keine nennenswerten Fehltritte leisten.