Garagepunk aus Istanbul von der traditionellen, arschtretenden, hüftschwingenden Sorte mit gelegentlich etwas Surf-Twang und leichtem Cowpunk-Vibe. Macht verdammt viel Spaß und schon mal richtig Bock auf ihre neue 7″, die am Freitag via Slovenly Recordings erscheint.
No Front Teeth Records trifft mal wieder voll ins Schwarze mit dieser Splitsingle zweier Bands aus Los Angeles. Launcher haben mit vor nicht allzu langer Zeit schon mal mit einem Demotape begeistert und liefern auch hier wieder himmlisch kaputten KBD-Style Punkrock ab, der mich im speziellen an The Mentally Ill erinnert.
Dahinter müssen sich aber die Freakees keineswegs verstecken, sondern kontern erfolgreich mit einer satten Fuzz- und Garagen-Attacke die von meiner Seite vage Vergleiche mit Hank Wood & The Hammerheads provoziert oder mit einer Variante von S.B.F. mit einem Drummer aus Fleisch und Blut.
Ein neuer Kurzspieler der Garagepunks aus Melbourne kommt diesmal aus dem guten britischen Hause Drunken Sailor Records zu uns. Darauf wirkt ihr Sound etwas entschlossener als auf ihrem guten, aber leicht orientierungslos wirkendem letzten Album; die groben Koordinaten stimmen aber nach wie vor: Freunde von Uranium Club, Proto Idiot, Sauna Youth und Ausmuteants werden daran einigen Gefallen finden.
Garage Punk mit deutschen Lyrics ist aus irgendeinem Grund ja eine ziemlich rare Angelegenheit und genau das macht diese Debüt-EP einer Band irgendwo aus Niedersachsen zu einer erfrischenden Anomalie. Musikalisch hält sich das am psychedelisch-spacerockigen Rand des Genrespektrums auf, erinnert mit seinen massiven Reverb- und Feedbackorgien z.B. an Destruction Unit oder die an dieser Stelle neulich zu bewundernden Australier Wash, aber auch große Teile der kalifornischen Dwyer-Connection sind als Vergleich nicht ganz fehl am Platz. Zudem weckt ein leicht postpunkiger Unterton in Verbindung mit den minimal aber deutlich gehaltenen Texten Assoziationen zum Stuttgarter Unbehagen. Sauber!
Was muss ich dazu denn noch groß erzählen? Eine neue Cassingle mit zwei mal neuem Kraftfutter der Hammerköpfe! Also dreht ordentlich auf und schaut den eigenen Extremitäten dabei zu, wie sie in nervöses Zucken ausbrechen.
Hab ich anlässlich des letzten Demos der Band aus Alicante, Spanien noch den Neo Neos-Vergleich bemüht, kommt das auf Demo Nummer drei nicht mehr so recht hin. Neben etwas weniger schrottigen, aber immer noch angenehm scheppernden Produktionswerten zeigen drei neuen Songs eine Hinwendung zu einem melodischeren Unterbau, der ihnen ebenfalls ganz ausgezeichnet steht.
Der verlängerte Synthpunk-Arm von Raymond Schmidt (u.a. S.B.F., Race Car) hat seine zweite EP bei Digital Regress draußen und erweist sich – wie eigentlich alles woran er sich beteiligt – erneut als hochpotente Spaßkanone.
Auf ihrer aktuellen, äh… definitiv-keine-LP sorgen Antibodies aus dem kanadischen Charlottetown für höchste Zufriedenheit mit so schnörkellosem wie auch hochexplosivem Hardcorezeugs, das obendrein mit einem spaßigen Garagen- und Fuzzpunk-Faktor aufwartet. Album-Stream →
Ein sehr passendes Addendum zum vorherigen Post ist auch die vierte und bisher stärkste Cassingle in der Pentalogie (so macht man einen auf Progressive Rock) von Rolex aus Los Angeles. Eine garagig angehauchte Mischung aus Postcore und -punk, bei der jeder einzelne Takt voll ins Schwarze trifft.
Zwei Bands aus Indianapolis geben sich auf diesem Tape die Ehre. The Resource Network machen dabei schon mal einen saustarken Eindruck und bewegen sich zwischen Hardcore, Garage und Post Punk, der in einer perfekten LoFi-Produktion daher kommt. Big Hog mixen dann Hardcore mit Hardcore und einem ähnlich auf Hochglanz geschrubbten Sound, wären dabei gerne Slayer. Auch das hat seinen Charme.