Training Ground & Cells – Split /// Neo Neos – Kill Someone You Hate

Nicht dass mir zur Musik von Connie Voltaire die Worte ausgehen würden – die haben mir nämlich schon beim Erstkontakt mit der seltsamen und bezaubernden Welt der Neo Neos gefehlt. Daher beschränke ich mich diesmal auf die wesentlichen Fakten: Der gute Herr hat im Oktober gleich zwei neue Langspieler draußen. Das „Split“-Album von Training Ground und Cells führt dabei die derbere Marschrichtung der vor einigen Wochen veröffentlichten Hardcore-„Compilation“ fort. Über Neck Chop Records ist außerdem eine neue LP seines bekanntesten Projekts Neo Neos raus, dessen Tonmaterial jetzt wohl schon etwas länger im Keller rumgammelte. Einige der Songs sind bereits von diversen Tapes und EPs bekannt, hier aber in tendenziell noch stärker geschädigten Darbietungen vertreten. Ich freue mich einfach über die halbe Stunde neuen und alten Lärms; den Überblick hab ich eh schon längst verloren.

Album-Stream →

Constant Mongrel – Living In Excellence

Ich hatte diese Band schon fast wieder vergessen, gute sechs Jahre nach ihrem Debüt und auch schon fünf seit ihrem zweiten Langspieler. Jetzt sind die jedenfalls wieder da und haben ein saustarkes Album Nummer drei am Start. Dessen Sound bewegt sich irgendwo zwischen dem aktuellen Postpunk-Geschehen á la Institute und einem satten Rundumschlag der vergangenen Garagepunk-Jahre; insbesondere hat sich das die eine oder andere Scheibe bei UV Race, Ex-Cult, Useless Eaters, Ausmuteants und Sauna Youth abgeschnitten. Nicht zuletzt scheint auch immer wieder ein leiser Hauch von Wire durch. Die Frage wie ich zu letzterem stehe sollte sich eigentlich ja erübrigen.

Album-Stream →

Digital Fun – Love / Park Town / What Did He Or She Do? / Tell Her To Look At Me

Zwei digitale Singles von einem Typen aus London. Dessen Lärm irgendwo zwischen Noiserock, Elektro-, Garage- und Post Punk erinnert etwas an eine Variante der ebenfalls aus London stammenden Powerplant, der irgendwer eine kleine Dosis Big Black ins Bier gekippt hat.

„Various“ „Artists“ – Voltaire Hardcore

Was führte mein Lieblingsspacko aus Minneapolis diesen Monat so im Schilde? Bringt einfach mal so eine „Compilation“ raus mit Tracks von diversen „Hardcore“ „Bands“ mit denen er in den letzten Jahren zugange war. Eigentlich ist es ja auch egal was der Typ gerade spielt, klingt eh immer gleich und ich finde das schön so also fickt euch.

Album-Stream →

Booji Boys – Unknown Pleathers

Auf ihrer aktuellen EP verfolgen die sympathischen Garagepunks aus Halifax, Kanada zumindest soundmäßig wieder vermehrt das LoFi-Geschredder ihres ersten Albums; songmäßig knüpfen sie jedoch nahtlos an die Tugenden ihres letzten Langspielers an.

Album-Stream →

Sweet Reaper – Sidekick

Sehr geiler Garagepunk von einem Trio aus Ventura, Kalifornien. Ihre recht straighte Spielart davon mag zuerst etwas unscheinbar wirken, landet dann aber in ihrer ausgesprochen tighten Darbietung und mehr als beachtlichen Hookdichte einen Volltreffer nach dem anderen.

Album-Stream →

Sore Points – Sore Points

Debütalbum der Band aus Vancouver, deren ultrastraighter Garagepunk beim besten Willen nichts neues unter der Sonne bietet, sein altbekanntes Ding aber überzeugend und mit ordentlichem Druck durchzieht.

Album-Stream →

(The) Neo Neos + Erik Nervous & The Beta Blockers – Split 7″

Zwei Wunderkinder des US Garagepunk-Untergrunds haben eine neue 7″ auf Goodbye Boozy Records am Start, die natürlich mal wieder makellose Qualität abliefert. Erik Nervous bekommt von mir einen Fleißpunkt für die Fortsetzung der I Hate Keyboard Punk-Saga. Wird Connie letztendlich doch noch eine Synth-Erleuchtung bekommen? Kann ja eh nicht länger als ein paar Wochen dauern, bis wir es erfaren.

Vertigo – V1

Nicht mehr ganz so frisch aber dennoch absolut erwähnenswert ist dieses schön rote Tape einer Band aus Geelong, Australien. Darauf setzen die uns Popo versohlenden Hardcore zum Fraß vor, dessen Herz aber eigentlich in der Garage zuhause ist.

Album-Stream →

The Dirtiest – Cento Shot

Garage Punk aus Florenz mit powerpoppigen Momenten, der keine großen Ambitionen hegt aber dafür mit einer beachtlichen Hookdichte besticht. Natürlich mal wieder aus dem Hause Slovenly.

Album-Stream →