Trigger Cut – Soot

Aus der ganz wörtlich zu nehmenden Asche einer gewissen Proberaumapokalypse kommen die Noiserocker Trigger Cut wieder hervorgekrochen, so kräftig und vital wie eh und je auf ihrer neuesten LP. Auf der richtet sich die Band weiter ihr ganz eigenes Eckchen in der Genrelandschaft ein während sie aber gleichermaßen gekonnt die einer oder andere Hommage an diverse Klassiker zollen – man denke dabei unter anderem an Zeug wie Bastro, Distorted Pony, irgendwas mit Albini-Bezug… Außerdem sind so einige unerwartete Stilmittel und Überraschungen am Start wie etwa der Opener Water Fukkery, der mit einem ausgesprochen melodischen Emo-/Postcore vibe aufwartet im Dunstkreis von Bands wie etwa Drive Like Jehu, Autoclave, Quicksand oder Jawbox. Fraglos ihre abwechslungs- und ideenreichste Platte bislang.

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Gaffer – Dead End Beat

Ein super-effektiver kleiner Stapel straighter Punk-Smasher von einer Band aus Perth – simpel auf den ersten Blick, aber immer sorgfältig konstruiert für den maximalen Einschlag. Plausible Vergleiche könnte man etwa ziehen zu Bands wie Xetas, Cool Jerks, Flowers of Evil oder Dead Years. Oder von viel früher mag man da auch Momente von Naked Raygun, Laughing Hyenas, Hot Snakes, Man Sized Action und ähnlichem Krempel aufblitzen sehen.

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Neues von 11 PM Records (Rolex / Phantom / Z-Pak)

Nur mal ‘ne kleine Durchsage anlässlich der neuesten drei Kassetten aus dem zuverlässigen Hause 11 PM Records. Die Post-/Math-/Weirdcore-Magier Rolex brauche ich vermutlich ja nicht mehr extra vorstellen – hier gibt es von denen nochmal ein keine vier Minuten währendes Tape aus chaotischem, komplexem und hyperaktivem Postcore-Feuerwerk. Z-Pak sind dann in etwa der Gegenpol dazu mit ultra-räudigem primitivem und zerzausten oldschool Hardcore-Gekloppe. Phantom scheinen dann die besten Qualitäten beider Klangwelten zu vereinen. Reizend!

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Brain Cave – Slip Off The Roof

Brain Cave / Knub Split 12″ erscheint am 20. Januar auf Hex Records.

Lousy Sue – Rats

Artless Artifacts erscheint am 28. Januar auf Sweet Time.

Bad Shout – Anecdote

Bad Shout erscheint am 17. Dezember auf R*E*P*E*A*T Records.

Throw Down Bones – Loma

Three erscheint am 24. Februar auf Fuzz Club Records.

Hobby – Jay

Nombre Parfait erscheint am 16. Dezember auf Hidden Bay Records.

Rifle – Fascist Cops

Flea Collar – Flea Collar

Gleichermaßen vergnüglich und verstörend, der zweite Release dieser Typen aus Cleveland, Ohio, die uns auch schon mit so Wundern á la Woodstock ’99, Spike Pits und Bad Noids beglückt haben. Das Ding fängt in etwa an wie Bad Brains oder Circle Jerks, denen man eine unwahrscheinliche Dosis Deep Purple verpasst hat… sollche unheiligen Kombinationen haben gerade ja scheinbar Saison und finde das eigentlich ganz schick so. An anderen Stellen mag man da auch Bauteile von The Mentally Ill, Flipper, Noxious Fumes oder anderen Schrägheiten finden aus einer Ära als Hardcore Punk noch spaß machen durfte, noch nicht zu Tode kodifiziert war, sich selbst noch nicht so verdammt ernst nahm. Ein freidrehender Geist, wie ihn heute ja auch Bands wie Mystic Inane, Launcher, Liquid Assets oder Cement Shoes am Leben erhalten.

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Kitchen’s Floor – None Of That

Wow, damit hatte ich eigentlich nicht mehr gerechnet. Gute Sieben Jahre nach dem inzwischen als Klassiker zu betrachtenden The Battle Of Brisbane gibt es doch tatsächlich ein neues Album von Kitchen’s Floor, auch wenn es sich dabei aktuell vor allem um ein Solo-Unterfangen von Vokalist Matt Kennedy zu handeln scheint. Die eigenwillige Vision und der Sound aus Post Punk, Noise Rock und einem leicht folkigen Unterbau sind dabei aber so gestochen scharf und kompromisslos wie eh und je – inzwischen könnnte man auch sagen: positiv aus der Zeit gefallen.

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Alien Nosejob – Stained Glass

Nach jahrelangen Abstechern in mal mehr, mal weniger naheliegende (Sub-)Genres klingt der neueste Langspieler von Jake Robertson’s Alien Nosejob in Teilen nach einer Rückkehr zu seinen Ausmuteants-Wurzeln, transportiert dabei aber auch weiterhin zahlreiche Echos seiner jüngeren Irrungen und Wirrungen. Oh, und vor allem bewegt er sich hier neuerdings knietief in Classic- und Dad Rock-Territorium, was er dankenswerter Weise mit Stil, Würde und ‘nem Sinn für Humor bewerkstelligt. Smasher wie etwa Shuffling Like Coins oder Coastal Living 2 bewegen sich dabei in etwa so nah an einem augenzwinkernden AC/DC-Ripoff wie es eben noch erträglich ist.

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Werewolf Jones – Torture

Rot Away erscheint am 16. Dezember auf Big Neck Records.