The Crawlies - Demos

Scho­nes Schlag­loch voll mit ei­ner tru­ben Brü­he des un­schul­di­gen, dre­cki­gen Spa­ßes, die­se Samm­lung von Lo-Fi De­mo­auf­nah­men ei­ner Band aus Phil­adel­phia, wel­che hier ei­nen Ra­dau der old­schoo­lig pri­mi­ti­ven Mach­art los­tritt. Et­wa wie ei­ne Ver­men­gung der frü­hen Wer­ke von Ed­dy Cur­rent Sup­pres­si­on Ring und UV Race mit der ro­hen En­er­gie frü­he­rer Acts wie Go­ries, Ob­li­vi­ans, Rea­tards.

Al­bum-Stream →

F.E.I.D.L. - Wödmusik

Ooooh­kay… noch die Wun­den le­ckend vom fie­sen Deutsch­punk-Hin­ter­halt ges­tern, wid­men wir uns hier mal wie­der un­se­rer Fremd­spra­chen-/Welt­mu­sik-Ab­tei­lung. Wöd heißt Welt, oder? Und au­ßer­dem auch "ziem­lich schei­ße gut", be­haup­tet zu­min­dest das In­ter­net und was da drin steht stimmt ja selbst­re­dend im­mer. Al­so ja, ziem­lich wöd ist auch der lang­spie­len­de Nach­fol­ger zu der schon ganz lei­wan­den 2020er EP der Wie­ner Ga­ra­gen­kin­der aus­ge­fal­len, wenn auch ab und an mal et­was zu nah an volks­tüm­li­chem Um­ta­ta und Blas­mu­sik für mein zar­tes Ge­müt.

Al­bum-Stream →

Dead Years - Dead Years

Nicht lan­ge nach der arsch­tre­ten­den Sche­du­le 1 EP be­kom­men wir aus dem gu­ten Hau­se Dirt Cult Re­cords schon die nächs­te Band vor­ge­setzt, die den Geist des me­lo­di­schen Post Punk der spä­ten 2000er und frü­hen 2010er re­ani­miert. Dies­mal kom­men die ver­ant­wort­li­chen aus, ähm… Bie­le­feld?!? Ist nicht eu­er Ernst! Nein, nein, nein, das kann so nicht stim­men. Mu­si­ka­lisch ha­ben wir es al­so mit dem in­zwi­schen schon wie­der halb­wegs old­school zu nen­nen­den, Song- und Me­lo­die-las­ti­gen, leicht Wi­pers-be­ein­fluss­ten An­satz zu tun und das Song­ma­te­ri­al ist stark ge­nug um ih­nen das ab­zu­kau­fen. Das ist oh­ne Fra­ge es­sen­zi­el­les Fut­ter für Freun­de von so Ge­döns á la The Est­ran­ged, Anxious Li­ving, Day­light Rob­be­ry, Xe­tas, Red Dons oder et­was ak­tu­el­ler: DDR und den be­reits er­wähn­ten Sche­du­le 1.

Al­bum-Stream →

Sex Mex - Vol. 1

Die kürz­lich er­schie­ne­ne di­gi­ta­le Sin­gle Skeleton/​Runaway war ja schon ein Arsch voll feins­ter Ga­ra­gen­qua­li­tät und ein mas­si­ver Quan­ten­sprung im Ver­gleich zu frü­he­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen. Die neu­es­te EP der Band aus Aus­tin, Te­xas legt hoch­wer­tig nach, kla­rer Hö­he­punkt ist da­bei der per­fek­te Power­pop-Dop­pel­schlag na­mens The Ama­zing Su­per Ul­tra Spi­der­man & Shit Me Out, aber der Rest braucht sich auch nicht ver­ste­cken, kommt in et­wa rü­ber wie ei­ne ama­zing su­per ul­tra hei­li­ge Drei­ei­nig­keit be­stehend aus Aus­mu­te­ants, S.B.F. und Set-Top Box.

Rifle - Holloway Demos

Ei­ne äu­ßerst ap­pe­tit­an­re­gen­de ers­te EP ei­ner Band aus Lon­don, die ei­nen et­was schwam­mig ein­zu­ord­nen­den, halb­wegs rau­en aber auch ein­gän­gi­gen Stil­mix spie­len, im gro­ben so 60% Ga­ra­ge Punk und 40% Post­core, was ins­ge­samt an ei­ne eher dif­fu­se An­samm­lung von Bands er­in­nert zu de­nen un­ter an­de­rem et­wa The Aban­dos, Ob­its, Gol­den Pe­li­cans, Mass Li­nes, Dumb Punts und As­cot Stab­ber ge­hö­ren.

Al­bum-Stream →

208 - Nearby

Auch wenn ich ab­so­lut glück­lich über die viel­fäl­ti­ge, cle­ve­re und im­mer schön selt­sa­me Evo­lu­ti­on bin, wel­che die di­ver­sen Strän­ge des Ga­ra­ge Punk in jün­ge­ren Jah­ren durch­lau­fen ha­ben, steht mir doch manch­mal der Kopf mehr nach et­was we­ni­ger durch­ge­gar­ter, ru­di­men­tä­rer Haus­manns­kost. Das neue Tape des Ga­ra­gen­du­os 208 aus De­troit trifft ge­nau in die­se Ker­be mit der ro­hen, pri­mi­ti­ven, ver­schwitz­ten und et­was zu be­sof­fe­nen Mach­art von Ga­ra­ge Punk - die Sor­te für die man ei­ne See­le aber kein Ge­hirn braucht. Wo­bei, mir ist na­tür­lich be­wusst, dass die See­le ein dum­mes re­li­giö­ses Kon­zept ist, für das es in der Rea­li­tät null Evi­denz gibt. Al­so gut, sa­gen wir statt­des­sen mal, es ge­nügt ein vom Le­ben durch­ge­schüt­tel­tes, leicht de­fek­tes Ge­hirn um da­mit um­zu­ge­hen oder ir­gend­was in die Rich­tung, okay? Das Klang­bild hier ist ein­fach per­fekt und ein all­ge­gen­wär­ti­ges, di­gi­ta­les wie auch ana­lo­ges Clip­ping ist kein Bug son­dern ein Fea­ture - ein Fuzz-ge­trie­ben­der Zer­mal­mer von Songs, die in ers­ter Li­nie äl­te­ren Scheiß her­auf­be­schwö­ren wie et­wa Ob­li­vi­ans, Go­ries, Pus­sy Ga­lo­re, Feed­ti­me, Rea­tards oder was auch im­mer euch da­zu noch ein­fällt.

Al­bum-Stream →

Aspanya - Aspanya

Die spa­ni­sche Sze­ne ist in letz­ter Zeit mal wie­der 'ne ein­zi­ge Gold­gru­be (üb­ri­gens, wo man schon vom Dia­blo spricht, habt ihr al­le schon die ganz fa­mo­se Ho­gar LP ge­hört?) - neu­es­tes Be­weis­stück ist die­se schnu­cke­li­ge EP ei­ner Band aus… Bar­ce­lo­na, den­ke ich mal? Zu­min­dest scheint die Stadt in den Ly­rics ei­ne Rol­le zu spie­len, auch wenn ich sonst über­haupt nichts ver­ste­he. Macht je­den­falls or­dent­lich Spaß, ihr Ga­ra­ge Punk, der sich über­wie­gend zwi­schen ein­fach ge­strick­ten '77er Vi­bes und dem ver­win­kel­ten Groo­ve jün­ge­rer Ver­tre­ter á la Ura­ni­um Club, Pinch Points ab­wech­selt.

Al­bum-Stream →

Liquid Face - II

Auf sei­ner zwei­ten 7" für Good­bye Boo­zy Re­cords er­höht Cal Do­nald aka Li­quid Face mal ganz emp­find­lich den En­er­gie­le­vel und Dis­tor­ti­on-Fak­tor - als Re­sul­tat da­von kommt sein spe­zi­el­les Ga­ra­ge-/Syn­th-/Post Punk-Ge­bräu jetzt ein we­nig rü­ber wie ein zot­te­li­ger Bas­tard ir­gend­wo zwi­schen den wel­ten von Power­plant, Mo­no­ne­ga­ti­ves und dem Noi­se Punk von Bran­dy.

Al­bum-Stream →

The Drin - Engines Sing for the Pale Moon

Ir­gend­wie hab ich die­ses be­zau­bern­de Al­bum aus ei­gen­wil­li­gem Post Punk über­se­hen als es zum ers­ten mal als Tape auf Fu­ture Shock er­schie­nen ist und ich ge­hö­re ge­teert und ge­fe­dert da­für. Nu ja, hier kommt mei­ne zwei­te Chan­ce, denn das Ding ist jetzt noch­mal auf Drun­ken Sailor Re­cords auf zwölf Zoll brei­tem PVC er­schie­nen. The Drin sind ein So­lo­pro­jekt von Dyl­an Mc­Cart­ney, der viel­leicht schon aus so Bands wie Va­ca­ti­on, The Serfs, Crime Of Pas­sing, The Switz­er­lands und noch ein paar an­de­ren ge­läu­fig ist. Die Plat­te be­ginnt mit ei­nem et­was Joy Di­vi­si­on-mä­ßi­gen Beat, der un­ver­mit­telt in Dro­nes ge­tränkt wird, de­nen so ein biss­chen was von Sui­ci­de-meets-Chro­me in­ne­wohnt. Als nächs­tes dann ei­ne Num­mer, die klingt als hät­ten frü­he Ri­de ei­ne Dub-Er­leuch­tung be­kom­men und nach­fol­gend scheint das Zeug hier durch zu­fäl­li­ge Ite­ra­tio­nen des frü­hen bri­ti­schen DIY Post Punk zu krei­sen - mehr als ein­mal füh­le ich mich an Bands wie The Mem­bra­nes, De­spe­ra­te Bicy­cles und Swell Maps er­in­nert. An jün­ge­ren Acts könn­te man in den Dub-las­ti­gen Mo­men­ten Exek als Ver­gleich be­mü­hen und an an­de­ren Stel­len die Neo Kraut- und Space Rock-Aus­flü­ge von Moon Duo. Ei­ne ein­zi­ge Schön­heit, das al­les.

Al­bum-Stream →

Schedule 1 - Schedule 1

Wow, ich hat­te nicht er­war­tet, dass die­se Plat­te so ein per­fek­ter Rund­um­schlag wird. Die Band aus Van­cou­ver soll­te durch­aus in der La­ge sein, ei­ne sehr gro­ße Schnitt­men­ge an Post Punk-Lieb­ha­bern zu ver­ei­nen, in­dem sie die Uh­ren ein­fach mal um so ein bis zwei Jahr­zehn­te zu­rück­dreht mit ei­nem aus­e­spro­chen me­lo­di­schen An­satz, voll aus­ge­reif­ten Song­wri­ting-Qua­li­tä­ten und ei­nem Ge­wit­ter an in­fek­tiö­sen Hooks, wo­bei sie die stär­ken gleich drei­er Strän­ge des Gen­res ver­bin­den. Am of­fen­sicht­lichs­ten wä­ren da na­tür­lich Bands der frü­hen 2010er wie The Est­ran­ged, Cri­mi­nal Code, Ho­lo­grams, Au­to­bahn oder den noch nicht ganz so al­ten Girls In Syn­the­sis… aber auch Echos von mehr zu ge­rad­li­ni­gem Punk­zeugs ten­die­ren­de Grup­pen wie Xe­tas, Day­light Rob­be­ry und Anxious Li­ving mei­ne ich da zu ver­neh­men und nicht zu­letzt dürf­ten dann noch knapp am Noi­se Pop vor­bei schram­men­de Bands wie Pi­les, Wild Mo­th oder Die! Die! Die! hier ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen ha­ben.

Al­bum-Stream →