The Brain – The Brain 7″

The Brain - The Brain 7"

First Steps ist iro­ni­scher­weise die zweite EP der Band aus Toronto und ich hätte diese wun­der­bare Platte glatt ver­passt, wäre das urspräng­lich letz­tes Jahr erschie­nene Teil nicht kürz­lich von High Fashion Indus­tries als selbst­be­ti­telte 7″ wie­der­ver­öf­fent­licht wor­den. Den­noch ergibt der ursprüng­li­che Titel jede Menge Sinn, führt man sich mal den soli­den aber unin­spi­rier­ten Psych- und Garage Rock ihres Demos und der ers­ten EP zu Gemüte. First Steps ist da eine beacht­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und klingt nach einer Band die dabei ist, ihren ganz eige­nen Sound zu fin­den. Diese erstaun­lich naht­lose Ver­schmel­zung von Post Punk und Psy­che­de­lic ist ein­fach ent­zü­ckend und macht mehr als nur ein biss­chen gespannt auf den zukünf­ti­gen Out­put der Band.

Death Traps – Death Traps

Death Traps - Death Traps

Eine aus­ge­spro­chen viel­ver­spre­chende EP hat die Lon­do­ner Band Death Traps da vor­ge­legt. Irgendwo im Umfeld von spät-80er Indie­rock, Post­punk und -core ange­sie­delt, erin­nert mich ihr Sound abwech­selnd mal an Mis­sion Of Burma, 80er Sonic Youth oder Moving Tar­gets, aber auch an jün­gere Ver­tre­ter des Post­punk-Gen­res, ohne dass mir da spon­tan ein expli­zi­ter, tref­fen­der Ver­gleich ein­fiele.

93millionmilesfromthesun – Victory Is Ours

93millionmilesfromthesun - Victory Is Ours

Die Shoega­zer aus dem bri­ti­schen Don­cas­ter sind jetzt auch schon ein gutes Jahr­zehnt aktiv und warum sie an die­ser Stelle bis­her noch nicht auf­ge­taucht sind, kann ich mir im nach­hin­ein auch nicht so ganz erklä­ren. Bezüg­lich ihrer neu­es­ten EP (eigent­lich schon ein Album, gemes­sen an der Spiel­zeit) gibt es jeden­falls keine Aus­rede mehr, denn die­sen den vier Songs stimmt ein­fach alles. Die Platte gehört zu den run­des­ten, kom­pak­tes­ten Stü­cken an tra­di­tio­nel­lem Shoegaze, die ich die­ses Jahr zu hören bekam.


Album-Stream →

Impotentie – Demonstratieve Opnamens

Impotentie - Demonstratieve Opnamens

Schön dre­ckig daher rum­peln­den Fuzz­punk gibt es auf dem Demo von Impo­ten­tie zu begut­ach­ten. Dabei darf man sich nich von den auf Nie­der­län­disch gesun­ge­nen Lyrics an der Nase her­um­füh­ren las­sen: Die Band kommt in Wirk­lich­keit aus Mont­real.


(mehr …)

Neutrals – Promotional Cassette 2

Neutrals - Promotional Cassette 2

Auf ihrem zwei­ten Tape lässt es die Band aus Oak­land über­wie­gend etwas gemäch­li­cher ange­hen als auf dem Vor­gän­ger. Ihrem ver­schro­be­nen Mix aus Post- und Gara­ge­punk fügen sie jetzt eine gute Schippe Power­pop hinzu, der klingt als wäre er in den frü­hen 80ern aus dem boden­lo­sen New Wave-Fass gekro­chen.


Album-Stream →

Puritans – Autonomy 7″

Puritans - Autonomy 7"

Die von mir heiß erwar­tete zweite EP der Post­pun­ker aus Van­cou­ver ist, um ehr­lich zu sein, eine milde Ent­täu­schung. Auch hier ist das große Poten­zial der Band kaum zu über­hö­ren, aber das zu Grunde lie­gende Song­ma­te­rial reicht dies­mal lei­der nur ver­ein­zelt an die Klasse der Debüt-EP ran. Nichts desto Trotz ist dabei noch eine durch­aus hörens­werte Platte her­aus­ge­kom­men.


Album-Stream →

ViewMaster – Alternative Classics

ViewMaster - Alternative Classics

Wow Bob, wow. Auf ein­mal lag ganz unschein­bar der Link zu die­sem von vorne bis hin­ten gei­len Tape zwi­schen den Emails von „Band die glaubt nach einer viel bes­se­ren Band zu klin­gen“ und „Band die ver­sucht dem Indie-Trend der Stunde zu ent­spre­chen“. Es sind Ein­rei­chun­gen wie diese, für die es sich den­noch lohnt, sich der Masse an völ­lig fehl­ge­lei­te­ten Prom­o­an­fra­gen aus­zu­set­zen.

View­Mas­ter kom­men aus Van­cou­ver und alle Band­mit­glie­der spie­len oder spiel­ten bereits in diver­sen loka­len Kapel­len, von denen mir bis­her keine ein­zige bekannt war. Vor gut andert­halb Jah­ren erst gegrün­det, kann das Trio schon einen gänz­lich aus­ge­reif­ten Sound und tadel­lo­ses Song­ma­te­rial vor­wei­sen (wer selbst nach­voll­zie­hen will, wie krass und rapide sich ihre Musik ent­wi­ckelt hat, kann ja mal in ihr altes Demo rein­hö­ren…). Darin trifft vor­züg­lich drü­cken­der Sonic Youth-Noise auf eine Ver­schmel­zung von früh-90er Indie-/Al­ter­na­tive Rock und Shoegaze, wie man sie einst­mals von Swer­ve­d­ri­ver oder frü­hen Cathe­rine Wheel zu hören bekam. Hinzu kom­men noch deut­li­che Post­punk-Ein­flüsse und das alles stützt sich auf aus­nahms­los starke, fast schon kri­mi­nell grif­fige Songs. In der Gegen­wart kann man außer­dem eine ent­fernte Ver­wandt­schaft zu Bands wie etwa Die! Die! Die!, Piles, Fist City oder Never Young fest­stel­len.


Album-Stream →

Washer – All Aboard

Washer - All Aboard

Die New Yor­ker Band macht ja schon seit eini­gen Jah­ren von sich reden. Zuerst durch zwei starke Split EPs, dann mit einem Album, dass offen­bar auch so einige Bewun­de­rer gefun­den hat. Mich hat’s aber nicht so rich­tig vom Hocker geris­sen, das ganze machte auf mich einen ins­ge­samt doch recht unaus­ge­go­re­nen Ein­druck. Ihr zwei­ter Lang­spie­ler – wie gewohnt auf Explo­ding in Sound erschie­nen – macht mir wie­der deut­lich mehr Spaß. Ihre Songs und Arran­ge­ments kom­men hier deut­lich fokus­sier­ter und auf­ge­räum­ter rüber, haben sich aber alles bewahrt was ursprüng­lich den Charme die­ser Band aus­machte. Nach wie vor weckt ihre Spiel­art zeit­lo­sen Indie­rocks Asso­zia­tio­nen zu den Klas­si­kern von Archers Of Loaf, Sebadoh oder Super­chunk; aber eigent­lich noch mehr zu aktu­el­le­ren Bands wie Her­metic, Grass Is Green und Pile.



Album-Stream →