The Suburban Homes – Conformity In The UK / Television Spies 7″
Zwei mal schön dilettantischer Schrammelpunk aus dem britischen Crawley. Mehr 77er Spirit kann man kaum auf fünf Minuten komprimieren.
Zwei mal schön dilettantischer Schrammelpunk aus dem britischen Crawley. Mehr 77er Spirit kann man kaum auf fünf Minuten komprimieren.
Der Titel ist Programm auf dieser hübschen EP einer berliner Band. Blastbeats: Check! Beatles-Psychedelia: haufenweise mit an Bord. Und obendrein jede Menge Shoegaze-Zeugs der recht punkigen Ausprägung und überhaupt mit einer ungewöhnlichen herangehensweise an das Genre. Macht Bock auf das bereits angekündigte zweite Album.
Wer bei dem Bandnamen zuerst an ein Jawbreaker-Album denkt liegt schon mal gar nicht so falsch. Unfun aus Vancouver spielen oldschooligen, emofizierten Punkrock, der seinen poppigen Kern in einen umso dreckigeren, wuchtigen Sound aus Noise-Gitarrenwänden verpackt.
Big Cream sind sind Trio aus dem Italienischen Zola Predosa, auf dieser hübschen EP gibt es schön melodischen, punkigen Indierock auf die Ohren.
Ich fand ja schon die Distant Shores EP der Band aus Chicago schwer hörenswert, aber der hohe Qualitätslevel ihres zweiten Albums hat mich dann doch etwas überrascht. Ultraeingängiger Postpunk mit hundertprozentiger Trefferquote.
Schon wieder eins dieser Punkschepperduos á la Playlounge oder Solids. Us The Band aus Sydney überzeugen dabei neben mimimalistischem aber ordentlichem Songmaterial vor allem durch einem ungezügelten Vorwärtsdrang, den man seit dem Japandroids-Debüt selten so gehört hat.
Aus Madrid kommt diese Band und auf ihrem schon etwas älteren Album gibt’s (Post-)Punk, wie er melodischer und ohrwurmverdächtiger kaum sein könnte.
Bullnettle aus Urbana, Illinois sind die neue Band von Annie Saunders, ihres Zeichens ehemalige Frontfrau von This Is My Fist. Zwar immer noch sehr straighter und melodischer Punkrock, geben sich die Songs auf dieser Platte aber ein ganzes Stück grimmiger und angepisster, gelegentlich auch dissonanter als man es von der alten Band gewohnt ist.
Eine weitere Band vom Radioactivity- und ehemaligen Marked Men-Frontmann Jeff Burke. Hier schaltet er mal zwei Gänge runter und lässt seine melancholischen Powerpopsongs über weite Strecken ungewohnt ruhig und verträumt daherkommen.
Die Band aus Sheffield hat sich zuletzt ein flauschiges Plätzchen auf Fat Cat Records ergattert. Ihr nicht mehr ganz neues Album ist dann auch gleich ein gewaltiger Qualitätssprung. Hab die Platte irgendwie übersehen, bisher. Mitreißende Punk- und Powerpop-Melodien ergießen sich in Klangwelten aus Garagepop mit psychedelischen Surf-Einflüssen. In den besten Momenten fühle ich mich an die großartigen Male Bonding erinnert.